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"Es fiel schwer, einen geeigneten und zutreffenden Namen für diese vielseitige und von der Landschaft so unterschiedlichen Tour zu finden. Passend wäre auch zum Beispiel: Trek 694 (wir starten auf der Koordinate 694 und erreichen ebenso auf 694 unser Ziel...)". Ruedi Flueler
Gewandert: August 1999.
Anreise: mit Bahn via Disentis oder Andermatt nach Oberalppasshöhe. (Fahrplan)
1.
Tag: 3 ½h, aufwärts 500 m, abwärts 220 m - T 2
Route:
Oberalppass 2025m - Punkt 1994m - Trutg-Nursehalas 2058m - Tomasee 2345m
– Maighelshütte SAC 2309m
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen wir die Station “Oberalppass”. Wir dürfen uns auf eine schöne Aufwärmroute freuen. Die gelben Wegweiser schicken uns in südlicher Richtung auf unsere einwöchige Reise, welche mehr oder weniger immer der Koordinate 694m entlang geht. Nur wenige Meter steigen wir neben der Autostrasse hinunter ins Tavetsch (Tujetsch), unser Wanderweg führt uns entlang des Hanges, beim Punkt 1994m vorbei und nach 2km (ab Oberalppass) kommen wir auf eine Wegkreuzung: Trutg-Nursehalas. Hier steigen wir rechts hoch, dem Wegweiser „Tomasee oder Lai da Tuma“ entlang. Nach 250 Höhenmeter erreichen wir bereits den Tomasee. Hier entspringt der Rhein, welcher bis nach Rotterdam fliesst. Nach einem Rast folgen wir dem Wegweiser „Cap. da Maighels“, der schöne Wanderweg führt uns ins Maighelstal hinunter, wo wir dann nach einem kleinen Gegenanstieg von 200m die schöne und gut eingerichtete Maighelshütte erreichen.
Blick ins Tujetsch |
Tomasee |
es ladet der See |
feine Gerstensuppe |
Maighelshütte |
2.
Tag : 3 ½ h, aufwärts 180 m, abwärts 460 m -
T 2
Route:
Maighelshütte 2309m - Pass Maighels 2420m - Vermigel 1977m - Vermigel-Hütte
2042m
Von
der Maighelshütte wandern wir gemütlich auf schönem
Weg dem Maighelstal entlang, haben genügend Zeit den Wasserlauf
links des Weges des „Rein da Maighels“ zu bewundern. Bei einer Wegkreuzung
(wir folgen NICHT dem Weg über den Bornengo-Pass zur Cadlimo-Hütte)
zweigen wir rechts ab zum Maighelspass. Gleich hinter dem Pass erblicken
wir einen schönen Bergsee - für mich eine Einladung zu einem
erfrischenden Bad. In gleicher Richtung geht es weiter hinab bis Vermigel,
wo wir den kurzen und kleinen Gegenanstieg von 50 Höhenmeter bis zur
Vermigel-Hütte angehen.
Dies
war eine weitere, gemütliche Wanderung, ab Morgen haben wir dann etwas
längere Etappen vor uns.
Von der Vermigelhütte wandern wir in südlicher Richtung, auf schönem Weg und immer leicht ansteigend. Bei der Zingelfurtflue gewinnen wir mit dem Zick-Zack-Weg an Höhe und wandern anschliessend in südwestlicher Richtung auf gutem Weg bis zum Passo della Sella. Auf einer unproblematischen Krete führt uns der Weg zum Passo Posmeda, von wo wir dann in westlicher Richtung langsam absteigend zum Stausee Lago della Sella kommen. Bei der Staumauer folgen wir dem markierten Weg bis zum Gotthard Hospiz.
Ein Besuch des Gotthard-Museums ist zu empfehlen und vielleicht haben wir Glück, dass die fünfspännige Gotthardkutsche auch noch vorbeifährt.
oberhalb Vermigelhütte |
Gotthardkutsche |
Schafe |
Schneeabbruch |
4.
Tag: 5 1/2h, aufwärts 300m, abwärts 400m - T 2
Route:
Gotthard Hospiz 2091m - Cna della Bolla 2146m - Alpe di Pontino 1986m –
Punkt 1625m - Fregeira 1668m - Lago Ritom 1851m - Cap. Cadagno 1987m
Auf
derselben Fahrstrasse, welche wir gestern unter den Füssen hatten,
wandern wir vom Gotthard Hospiz wieder zurück, Richtung Osten.
Nach rund 1km erreichen wir an der Strasse ein Haus Cna della Bolla,
dort verlassen wir die Fahrstrasse, gehen rechts und folgen diesem breiten
Weg vorerst südlich, dann östlich zur Alpe di Pontino.
Unten rechts sehen wir den Weiler "Pontino", steigen jedoch NICHT ab, sondern
folgen dem Weg in gleicher Richtung, dem Berghang entlang bis zum Punkt
1625m. Hier sind wir am Bach „Canaria o Garegna“, überschreiten
die Brücke und wandern gleich nach der Brücke in südlicher
Richtung, dem Bach entlang. Wir folgen den Wegweisern - auf gutem Weg und
durch den Wald - vorbei an Fregeira in Richtung Lago Ritom.
Zur Cap. Cadagno können wir die am nördlichen Ufer verlaufende
Fahrstrasse nehmen, oder den etwas längeren, neu erstellten Wanderweg.
5.
Tag: Ruhetag
Auch
an einem Ruhetag kann man viel unternehmen und es gemütlich haben.
In aller Ruhe den vielen Murmeltieren in der näheren und weiteren
Umgebung der Hütte zuschauen, die Kleinen beim Spielen bewundern,
den Ranghöchsten der Sippe ausfindig machen, den Wächter der
Familie erkennen etc. etc. oder am nahen Bach wieder einmal „Bächeli-Leite“
oder im „Lago di Tom“ ein herrliches Bad geniessen und anschliessend am
Sandstrand sich ausruhen etc. etc.
Wer
jedoch selbst am Ruhetag seine Füsse bewegen will, kann ich folgende
sehr schöne und sich lohnende Wanderung empfehlen, natürlich
nur mit einem leichten Tagesrucksack:
Vairante:
Cap. Cadagno 1987m - Lago di dentro 2298m - Punkt 2299m - Cap. Cadlimo
2570m - Lago di dentro 2506m - Lago Scuro - Lago di Tom 2022m - Cadagno
di fuori 1977m - Cap. Cadagno 1987m,
total
4.30 h - T2
Ab Cap. Cadagno, in östlicher Richtung auf dem schmalen, jedoch signalisierten Weg hinauf zum Lago di dentro 2298m, weiter geht’s in nördlicher Richtung über eine Hochebene (ca. 1,5km) bis Punkt 2299m, wo wir den „Reno di Medel“ überqueren.
Jetzt sind wir wieder auf einem gut gekennzeichneten Weg, wandern westwärts und erreichen nach 3km die renovierte und erweiterte Cap. Cadlimo. Uns erwartet jetzt ein besonderer Leckerbissen: der Abstieg. Wir verlassen die Hütte und wandern in südlicher Richtung, rechts von uns der Lago di dentro 2506m. Vorbei am Lago Scuro und nach einer kleinen Gegensteigung können wir nur stehen bleiben und die Schönheit bewundern. Zu unseren Füssen sehen wir Laghetti di Taneda 2451m, Lago di Tom 2022m und den Lago Ritom 1850m.
Wir steigen ab bis zum Lago di Tom 2022m, geniessen ein herrliches Bad, und folgen links, in östlicher Richtung dem Wegweiser, zu Cadagno di fuori 1977m, wo wir den Lago Cadagno 1921m vor uns sehen, sowie die Cap. Cadagno 1987m. Für die gesamte „Rundtour“ rechnen wir mit rund 4 ½ Stunden, ohne Mittagshalt in der Cadlimo-Hütte und ohne Sonnenbad am Lago di Tom.
Gasthäuser und Links
Aufstieg zur Cadlimohütte |
Abstieg zu den Seen |
Lago Cadagno |
Murmeltier |
6.
Tag: 6h, aufwärts 1000m, abwärts 400m - T 2
Route:
Cap. Cadagno 1987m - Stazione Piora 1794m - Piotta 1006m - Giof 1386m –
Cassin 1593m - Brusada 1993m - Cap. Tremorgio 1848m
Von der Cap. Cadagno wandern wir auf der Fahrstrasse wieder zurück zum Ritomsee und folgen der Strasse bis zur Bergstation der Standseilbahn Stazione Piora. Mit der Standseilbahn geht es rassig hinab.
Unten
in Piotta angelangt, folgen wir geradeaus der Strasse, überqueren
die Gotthard-Strasse, der Fussgänger-Tunnel der SBB bringt uns auf
der Südseite des Dorfes zum Wanderweg, welcher durch den Wald hinauf
nach Giof führt. Auf einer breiten Waldstrasse wandern wir
in süd-östlicher Richtung die Leventina hinunter. Vorbei an Cassin,
wir können den Weg nicht verfehlen, die Wegweiser sind immer mit „Lago
di Tremorgio“ angeschrieben. Bei Brusada sehen wir unter uns den
Lago
di Tremorgio, wo am nord-östlichen Ende unser Tagesziel die Cap.
Tremorgio steht.
Die Hütte Cap. Tremorgio liegt einige Meter über dem See. Wir steigen jedoch nicht hinab, sondern unser Weg führt an der östlichen Seite hinauf zur Alpe Campolungo. Nach der schönen, grossen Alp - bei Punkt 2136m - bei einer Wegkreuzung halten wir rechts, steigen auf gutem Weg Zick-Zack hinauf und gelangen zum Passo Campolungo. Der gut signalisierte Weg führt hinunter ins Val Lavizzara, vorbei an der Alpe Pianascio und weiter hinunter, durch den Wald, nach Fusio.
Zusatzschlaufe: Obwohl wir am folgenden Tag die berühmte Botta-Kirche in Mogno besichtigen werden, entscheiden wir uns - nach einer kurzen Erholung im Hotel - die Wanderschuhe nochmals anzuziehen und (ohne Rucksack), die nur 20-Minuten entfernte Kirche zu besichtigen. Du wirst erstaunt sein, wie das Sonnen / Schatten-Spiel dieses Kunstwerk sich in der Nachmittags-Sonne gegenüber der (morgigen) Morgensonne unterscheidet. Ein wahres Gedicht!
Schmetterling |
oberhalb L.Tremorgio |
Tremorgio-See und Hütte |
8.
Tag: 3h, abwärts 750m - T 2
Route:
Fusio 1281m - Mogno 1180m - Peccia 450m
Gleich hinter dem Albergo Pineta in Fusio wandern wir gemütlich ins nächste Dorf: Mogno, wo wir direkt auf die vom Architekten Botta gebauten Kirche treffen. Wie bereits oben erwähnt: beachten wir doch das wunderschöne Spiel von Sonne und Schatten. Wir haben die Kunst, die Architektur, die Ruhe sichtlich in uns aufgesogen und geniessen umsomehr die Fortsetzung unserer Wanderung über Wiesen und durch die herrlichen Kastanien-Wälder. Der Weg ist gut bezeichnet, eine genaue Beschreibung braucht es nicht. Die S-Kurven der Autostrasse lassen wir flott links liegen und stechen auf dem Wanderweg, wenn auch einwenig steil, hinunter nach Peccia.
Hier können wir den Bus nach Locarno besteigen. Wer noch Lust hat kann den Weg fortsetzen bis .... es gibt noch viele Autobus-Haltestellen bis Locarno.
Mogno |
Mogno |
Mogno |