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Jura-Höhenweg- 

Die Route ist gut dokumentiert:
Chasseral; Bild: www.schwarzabbet.ch
 

Allgemeine Beschreibung
Der Jurahöhenweg ist eine der ersten durchgehenden Wanderrouten der Schweiz. Grob vereinfacht gesagt beginnt er in Zürich und endet in Genf. Er verläuft auf der vordersten Jurakette, ist rund 300 Kilometer lang und in 90 Stunden reiner Marschzeit zu bewältigen. Dieser Weg bietet die wohl beste Möglichkeit, den Schweizer Jura in seiner gesamten Länge, von der Lägeren ausserhalb Zürichs bis zur Dôle hoch über dem Genfersee kennen zu lernen.

Er war bis vor kurzem rot/gelb markiert - nun ist die Markierung durch die Nr.5 ersetzt. Der Schweizerische Juraverein unterhält mit den Nebenrouten 640 km Wege zwischen Zürich, Basel und Genf. Dort sind kann auch das Routenverzeichnis heruntergeladen und der Wanderführer und das Verzeichnis der Verpflegungs- und Unterkunftsmöglichkeiten (mit Angabe der Ruhetage) bestellt werden.

Wichtige Stationen unterwegs sind Baden, Brugg, Staffelegg, Schafmatt, Hauenstein, Belchenfluh, Balsthal, Weissenstein, Frinvillier/Taubenloch, Chasseral, Chaumont, Neuchâtel, Chausseron, Ste-Croix, Suchet, Vallorbe, Mont Tendre, Col du Marchairuz und St-Cergue. Ein Einstieg in den Jurahöhenweg ist demnach von x-beliebigen Orten aus möglich.

Im übrigen bieten diverse Querverbindungen die Möglichkeit, auch auf den zweiten Jura-Weitwanderweg, jenen von Basel nach Genf, zu wechseln. So folgt zum Beispiel das Buch "Jurawandern" dem Juraweg ab Brugg bis Weissenstein/Hasenmatt, wechselt dann über zur zweiten Jurakette, die bei Soliat wieder zurück in den "Normalweg" mündet.

Es ist lange her, seit wir die Hauptroute gewandert sind. Für die Wegbeschreibung verweise ich deshalb auf die Jurabücher und lade Sie ein, Ihre persönlichen Erfahrungen mit Wanderwegen, empfehlenswerten Unterkünften oder Wirtschaften zu mailen an: info@wandersite.ch.

Hinweise und Tipps:

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Zürich - Genf, die Etappen der Hauptroute

90 Stunden: Zürich/Dielsdorf - Lägern - Weissenstein - Chasseral - Chaumont - La Dôle - Borex/Genf

1. Tag: 4 h
Dielsdorf 429m - Regensberg 593m - Hochwacht 856m - Burghorn 859m - Schartenfels 464m - Baden 385 m (Thermalbad) Links
Die rosa markierten Beschreibungen stammen von H.+C.Schwarz - herzlichen Dank! 
Der ausführliche Jura-Höhenweg in Worten und Bildern ist auf ihrer Homepage zu finden: http://www.schwarzabbet.ch

Etappe 1: 
Regensberg - Baden
4.20 h, aufwärts 460 m, abwärts 420 m

Wir fahren bis Regensberg und sparen uns den ersten Aufstieg ab Dielsdorf mit 180 Höhenmetern. Vom Städtchen Regensberg aus, steigen wir zügig in einer knappen Stunde zur Hochwacht (853m) auf. Ein Teil der direkten Aufstiegsroute ist den Mountainbikern vorbehalten, die Wanderroute macht mehrere Kehren bis zum Radarturm. Auf der Hochwacht  geniessen wir die Aussicht und eine erste Erfrischung - das Gasthaus ist neu wieder eröffnet und wir werden gut bewirtet.
Ueber den Lägernkamm, vorbei an der Ruine Alt Lägern erreichen wir nach zwei weiteren Stunden das Burghorn (859m). Danach erfolgt der Abstieg zum Lägernsattel (780m), wo wir uns für die offizielle Route auf der Nordseite der Lägern entscheiden. Nach einem ersten, recht steilen Pfad sinkt der Weg angenehm sanft, vorbei am Rastplatz Chaltbrünnli bis oberhalb der ersten Häuser von Ennetbaden. Dann folgt ein kurzer Aufstieg über einen Treppenweg zum Restaurant Schartenfels, bevor wir über die 478 Stufen hinunter zum Landvogteischloss von Baden unter die Füsse nehmen.

Wanderwegweiser Dielsdorf, 3/11
Dielsdorf
Regensberg; Bild: Maria Fässler
Regensberg
Aussichtspunkt Lägeren Burghorn
Lägeren Burghorn

Gratweg (Umgehungsmöglichkeit)
Blick zum Schloss Stein (2.Tag)
Baden


2. Tag: 3 h
Baden 385m - Schlossruine Stein - Aussichtsturm Baldegg 568m - Gebenstorfer-Horn 514m - Gebenstorf 370m - Windisch 345m - Brugg 352 m (öffentliches Hallenbad)
 
Ruine Stein ob Baden
Blick vom Gebenstorfer Horn
Etappe 2: 
Baden - Brugg - Riniken Vier Linden 514m
4.15 h, aufwärts 420 m, abwärts 290 m

Durch die Gassen der Badener Altstadt erreichen wir beim Stadtturm die Niklausstiege, welche zur Ruine Stein hinauf führt. Ein Morgen mit recht dramatischem Himmel - leuchtend hell im Osten, bedrohlich bewölkt im Westen - spendiert uns ein intensives Stimmungsbild im Aufstieg zur Ruine.

Nach gut einer Stunde haben wir die Baldegg erreicht, am Horizont erkennen wir noch das Alpenpanorama im zusammenbrechenden Föhn. Auf malerisch angelegten Pfaden durchqueren wir den Wald auf dem Hochplateau und erreichen schnell den Schwobeberg (zwei sehr schöne Rastplätze am Waldrand). Hier erblicken wir den weitern Verlauf des Höhenwegs, die Linner Linde und den Kettenjura in Richtung Westen. Doch vorerst geht’s ein Stück nach Norden, im einsetzenden Regen, zum Gebenstorfer Horn und dem Aussichtspunkt über dem Wasserschloss (Aare-Reuss-Limmat). Zügig erreiche wir Gebenstorf und die herausgeputzten Häuser von Unterwindisch. Der Bahnlinie entlang – leider ist der Uferweg im Schachen im Sommer 2010 wegen Bauarbeiten gesperrt – gelangen wir nach Brugg.

Im strömenden Regen ziehen wir hinauf nach Riniken und zu den Vier Linden (Gasthaus), wo unsere verregnete Etappe endet.


3. Tag: 4.30 h
Brugg 352m - Vier Linden 514m - Linn 580m - Linnerberg 722m - Chillholz 649m - Staffelegg 621 m - Herzberg 697 m
 
Linner Linde, Bild www.schwarzabbet.ch
Linner Linde
Etappe 3: 
Vier Linden - Staffelegg - Barmelweid 771m
5.45 h, aufwärts 620 m, abwärts 360 m

Die erste Wegstrecke unserer Jurawanderung im April 2010: Vom Gasthaus „Vier Linden“ aus erreichen wir in 45 Minuten die bekannte Linner Linde, noch ganz ohne Laub. Dort erwartet uns der erste Aufstieg der Tour: Der Linnerberg. Nach 35 Minuten ist diese erste Klippe geschafft. Ueber Buchmatt und Hard kommen wir nach weiteren zwei Stunden zur Staffelegg. Als kleine Belohnung wird uns der Dessert von andern Gästen rübergeschoben.

Auf knapp 600m blühen hier die ersten Kirschbäume, in wenigen Senken wird es schnell warm. Die Passage hinauf zum Herzberghof bringt uns dann ein erstes Mal ausser Atem, dafür ist der Weg hinüber zum Bänkerjoch angenehm. Im noch kahlen Frühlingswald glänzen die hellen Buchen vor dem tiefblauen Himmel.

Vorbei an der Wasserflueh (wir ersparen uns den Umweg über den Gipfel) ziehen wir der Salhöhe entgegen. Bis zur Barmelweid sind es dann nochmals 20 Minuten auf dem harten Trottoir. Dafür werden wir in der Klinik Barmelweid (Hotel Geissflue) sehr gut bewirtet - ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis)


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4. Tag: 5.40 h
Herzberg 697m - Bänkerjoch 674m - Wasserflue 844m - Salhöhe 779m - Geissflue 963m - Schafmatt 840m - Froburg 820m - Hauenstein 674 m
Etappe 4
Barmelweid 771m– Schafmatt – Hauenstein - Belchen - Langenbruck 697m
7.20 h, aufwärts 780 m, abwärts 850 m

Eine Etappe, die als ziemlich anstrengend in Erinnerung bleibt : Gleich zuerst ein fast zu reichhaltiges Frühstück, das uns noch in jedem Aufstieg des Tages etwas  begleiten wird...

Der Weg um die Geissflueh herum, hinüber zur Schafmatt ist en gutes Einlaufen, der erste Anstieg am Leutschenberg geht dann schon in die Knochen und auch der steile Abstieg hinunter in die Bergmatten. Dafür erleben wir am Burgchopf ein erstes Mal schmale Felsenpfade und kurz darauf auf der Burgweid weite Weiden mit Rasen.

Der Aufstieg zur Froburg ist dann eher eine dreckige Sache - leider haben hier die weidenden Tiere ziemlich heftig gewirkt. Die Froburg inkl. Gasthaus lassen wir links liegen und zeihen hinunter nach Hauenstein, wobei wir auf der Strasse bleiben und uns den Umweg über den Lichtberg sparen.

Nach kurzer Pause geht’s dann gleich weiter Richtung Belchen. Zuerst in einem gleichmässig steilen und entsprechend schier endlos scheinenden Aufstieg zur Challhöchi und gleich anschliessend über die Kriegsstrasse aus dem 1. Weltkrieg der Nordflanke des Belchen entlang. Wir kämpfen uns regelrecht die Rampe hinauf - offensichtlich ist es nicht unser Fitness-Tag. Oben angekommen fehlt uns die Lust für das Erklimmen der Belchenflueh (einige Treppenstufen wären es noch). Aber wir sind erstaunt über die zahlreichen Spaziergänger in leichten Schuhen - erst später merken wir, dass es nicht weit von der Flueh  einen Besucherparkplatz gibt 

Der Abstieg hinunter nach Langenbruck ist dann - angesichts der bereits fortgeschrittenen Stunde eher ermüdend. Zwar ist der Weg im ersten Teil hinunter zur Gwidemhöchi neu angelegt und mit sauberen Stufen erstellt, aber das geteerte Strässchen hinunter ins Tal schlägt einmal mehr auf die Gelenke. Da kommt uns der Berggasthof „Dürstel“ gerade richtig gelegen. Nach einer zünftigen Pause kommen wir dann wieder in Fahrt. Die Kneipp-Anlage am Wegrand benützen wir nicht, sind dennoch rechtzeitig in Langenbruck um noch ein Zimmer zu ergattern. Im Gasthof Ochsen werden wir trotz Wirtesonntag sehr freundlich empfangen, im Restaurant Erika  geniessen wir ein Frühlingsmenü in gediegenem Belle-Epoque-Dekor.


5. Tag: 6.30 h
Hauenstein 674m - Challhöchi 847m - Belchenflue 1098m - Bärenwil 778m - Tiefmatt 820m - Roggenflue 995m - Balsthal 492 m
Variante Langenbruck:
"Wir sind nach anstatt nach Bärenwil nach Langenbruck abgestiegen (siehe Wanderung 773 und tags darauf sind wir auf dem alten Römerweg nach Balsthal weiter gezogen - halt nicht Höhenweg, aber sehr angenehm zu laufen, obwohl es einige Asphalt-Abschnitte gibt. Übernachtung im Hotel Ochsen in Langenbruck, Mi/Do Ruhetag; Wir haben trotzdem am Ruhetag ein Zimmer bekommen, Anruf genügte; sehr unkomplizierte und nette Gastgeber." Hannes S., Mai 2010.

Etappe 5:
Langenbruck 697m– Balsthal – Schwengimatt 1000m
4 h, aufwärts 560 m, abwärts 260 m

Die Originalroute führt über Bärenwil, Schlosshöchi , Tiefmatt und die Roggenfluh nach Balsthal. Wir wähle von Langenbruck aus den Talweg, der einstigen Römerstrasse entlang.

Nach rund einem Kilometer Strassenrand biegen wir ab auf die alte Römerstrasse. Sanft zieht sie den Hang entlang. Unterhalb von Holderbank führen dann gleich mehrere historische Weg über die kleine Talstufe hinunter. Wir wählen einen prähistorischen Weg, der durch einen Graben absteigt und dann auf die wohl schon im Römerzeit benutzte aber auch bis ins Mittelalter unterhaltene, in den Fels gehauene Strasse stösst - alles auf Infotafeln sehr gut dokumentiert und sehr interessant.

Durch den Talgrund, vorbei an der Ruine Neu Falkenstein gelangen wir zur Mittagszeit nach Balsthal. Am Eingang zur Klus biegen wir rechts auf den Radweg ab, lassen den ersten steilen Einstieg aus und folgen dem Wegweiser Nr.5. Die Waldstrasse steigt bald recht steil an und windet sich in weiten Kehren den Berg hoch. Die Abkürzung, welche steil nach rechts weg führt, lassen wir aus und gehen der Strasse nach bis zum Aussichtspunkt „Lueg is Thal“. Später stossen wir wieder auf den Wanderweg und folgen ihm bis hinauf zur Schwengimatt.

Ein schottische Hochlandrind steht zur Begrüssung in der Weide, wir sind stolz auf unsern ersten grossen Juraufstieg. 

  • Jurahöhenweg Zürich - Genf mit Varianten, ganze Tour mit Bildern: http://www.schwarzabbet.ch
  • "Auf zu Burgen und Schlössern - 22 Wanderungen in mittelalterliche Welten", Werdverlag


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6. Tag: 6.15 h
Balsthal 492m - Schwengimatt 1000m - Höllchöpfli 1230m - Vord. Schmiedenmatt 1013m - Rastplatz Hochchrüz - Hint. Hofbergli 1065m - Ober Balmberg 1078m - Weissenstein 1284 m
Etappe 6: 
Schwengimatt 1000m – Hinteres Hofbergli - Balmberg 1078m
4.15 h, aufwärts 300 m, abwärts 220 m

Ohne Laub an den Bäumen erhoffen wir uns ein tolle Aussicht - leider gibt es heute kaum Fernsicht, zu viel Dunst liegt über dem Mittelland.

Von der Schwengimatt steigen wir zügig über den Rosschopf hinauf zum Hällchöpflli (1230m) und dann recht steil hinunter zur Hinderegg.
Wir folgen dem breiten Weg über die Weiden und durch den Wald am Nordhang - der Gratweg über den Schatteberg wäre wohl eindrücklicher, aber auch anstrengender. Am Rüttelhorn beobachten wir Kletterer, auf der Schmidematt ist gerade eine Grossveranstaltung mit Hundedressur im Gange (ein Riesengekläffe!), so dass wir zielstrebig über die weite Wiese in Richtung Hochchrüz aufsteigen. Dort lassen wir den eindrücklichen Rastplatz links liegen, halten dafür aber wenig weiter im Hintern Hofbergli, einem wirklich sympathischen Berggasthaus.

Dem Chamben entlang durchqueren wir eine steile Felsenzone (gut gesichert) und bestaunen die vielen Hängegleiter, welche am Stierenberg abheben. Hier ist es fast schon sommerlich heiss, wenige Meter weiter liegen noch Schneereste im Schatten der frisch gefällten Tannen.

Die Stimmen der Seilparkbesucher vom Balmberg hallen einem schon von weitem entgegen. Entsprechend gross ist der Betrieb in diesem Kletterpark. Das Kurhaus hingegen hat nur noch sporadisch geöffnet, so dass wir unser Mittagessen im Mittleren Balmberg einnehmen und dann mit dem Postauto die enge Strasse hinunter nach Solothurn hinunter fahren.

 

Hinteregg, Blick zum Hellchöpfli

Wegweiser Hinteregg

Hinteregg - Schmiedematt
im Hintergrund der Weissenstein
Jurahöhenweg zum Hofbergli

Hofbergli - Balmberg


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7. Tag: 6.30 h
Weissenstein 1284m - Hint. Weissenstein 1226m (Nidelloch-Höhle) - Hasenmatt 1444m - Müren - Stallflue 1409m - Küferegg - Wandflue - Obergrenchenberg 1348m - Untergrenchenberg 1295m - Stierenberg 1075m - Montagne de Romont 1120m - Plagne 869m - Frinvillier 555 m (Strassendorf)

 Ueli Morf, Okt.2011: "Längs der Wandflue kann auch direkt neben dem Grat gelaufen werden, es ist ein guter Weg mit toller Aussicht und einem Pamorama. Der markierte Wanderweg liegt ca 100 m vom Grat entfernt."

Links
Bild: www.schwarzabbet.ch
Weissenstein
Bild: www.schwarzabbet.ch
Hinterer Weissenstein
Bild: www.schwarzabbet.ch
Hasenmatt
Bild: www.schwarzabbet.ch
Obergrenchenberg
Etappe 7: 
Balmberg 1078m - Weissenstein – Unter Grenchenberg 1299m
5 h, aufwärts 500 m, abwärts 280 m

Im voll besetzten Postauto (3/4 der Passagiere sind Gleitschirmflieger) erreichen wir den Balmberg. Im sattgrünen Frühlingswald steigen wir in einer Stunde über die Nordflanke zum Weissenstein auf.

Ein kurzer Abstecher zum Kurhaus, wir erhaschen uns ein Stück Aussicht von der Terrasse und wechseln dann wieder hinüber zum Wanderweg, wobei wir nicht dem Hammerweg und auch nicht der Fahrstrasse, sondern dem südlichen Geopfad folgen und so in leichtem Auf-und-Ab zum Hinteren Weissenstein gelangen. Wir lassen den Gasthof rechts liegen und steigen wenige Kehren hinunter zur Senke um dann gegenüber zuerst sanft, dann immer steiler in Richtung Hasenmatt aufzusteigen. Auf der Krete der Gitzliflueh kreuzen wir die Strasse zum Althüsli. Da rasten wir und entscheiden uns dann für die Strasse anstelle des Aufstiegs zur Hasenmatt. Im Restaurant Althüsli gibt’s Quellfrisch-Bier - aber wir müssen uns da zurückhalten, der Weg ist noch weit.

Wenig später erreichen wir Müren, den Einschnitt zwischen Hasenmatt und Stallfluh. Der Aufstieg zur Stallfluh ist nicht allzu anstrengend, umso mehr als der Weg auf der Anhöhe eine tolle Aussicht bis zum Neuenburger See bietet. Unerwartet steigt der Pfad nochmals recht steil hinunter zur Küferegg, einem schmalen Gratweg, der nach gut einem Kilometer an der Wandfluh endet. Ueber weite Weiden erreichen wir Obergrenchenberg, wo wir uns einen Sauren Most gönnen.

Weit ist es nicht mehr hinunter zum Untergrenchenberg. Vorher werfen wir noch einen  Blick über die imposante Wandfluh hinunter. 


Etappe 8:
Unter Grenchenberg – Montage de Romont - Plagne - Frinvilier / Biel
4.30 h, aufwärts 200 m, abwärts 940 m

Kein grosses Einlaufen, gleich nach wenigen Metern führt der Wanderweg als steiler Pfad über Weiden hinunter zum Waldrand. Dort folgt er weichen Waldwegen hinunter zum Stierenberg auf 1072 m. Nach einem kurzer Aufstieg der Strasse entlang, zweigen beim Wäsmeli unter grossen alten Bäumen links ab. Nun steigt bald ein Waldweg den Hang des Romontberges hinauf. Oben angelangt stossen wir wenige Meter vor der Lichtung auf den Grenzstein SO-BE und kurz darauf queren wir die Kantonsgrenze - und gleichzeitig die Sprachgrenze. Vor uns breiten sich die ersten typischen Juraweiden aus, dahinter glänzt der Bielersee. Einsam liegen auf den Nebenhöhen vereinzelte Bauernhöfe, die einen mit deutschen, andere mit französischen Namen. 
Bald tauchen die ersten Ferienhäuser an den Waldrändern auf,  es werden immer mehr, ganze Ferienhauskolonien liegen versteckt im Unterholz der „Prés de la Montagne“.

Der Abstieg nach Plagne ist dann sehr steil. Interessant ist der Waldlehrpfad - wir lernen einige französische Baumnamen kennen. Am ersten Restaurant am Ortsrand von Plagne gehen wir noch vorbei. Im Ort selber sind wir dann aber eher enttäuscht über das Gastroangebot und ziehen weiter talwärts. 

Riesige Weissdorngebüsche tauchen auf den Weiden auf und bald sind wir im Abstieg nach Frinvillier. Dort verpassen wir in Serie den Bus und die S-Bahn und suchen uns dafür ein Gasthaus. Das finden wir dann nach kurzem Umweg unten am Fluss - „L’eau-berge“ heisst es und ist in der Tat an den Ufern von Fluss und Kanal, mit Spielplatz und Minizoo und gutem Bier.

Da der nächste Zug auch schon wieder weggefahren ist, entschliessen wir uns, die Taubenlochschlucht hinunter zu laufen. Das lohnt sich. Wir kannten diese Route vorher nicht und entdecken unerwartet Neuland. Am Ende der kühlen Schlicht landen wir mitten in einem von Baustellen übersäten Vorortsquartier von Biel, finden aber schnell einen Bus, der uns zum Bieler Bahnhof fährt.


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8. Tag: 6 h
Frinvillier 555m - Les Coperies 1132m - Cabane du Jura CAS 1320m - Les Colisses du Haut 1325 m - Chasseral Signal 1607m - Chasseral Hôtel 1548 m, Seilbahnstation.
Bild: www.schwarzabbet.ch
Blick zum Grenchenberg
Bild: www.schwarzabbet.ch
Les Cooperies
Bild: www.schwarzabbet.ch
Les Colisses du Haut
Bild: www.schwarzabbet.ch
Les Roches
Bild: www.schwarzabbet.ch
Blick vom Chasseral
Etappe 9:
Frinvilier - Chasseral
6.30 h, aufwärts 1070 m, abwärts 80 m

Um acht Uhr stehen wir in Frinvillier am Bahnhof und beraten, ob wir auf den Bus nach Prés d’Orvin warten oder wirklich den ganzen Aufstieg anpacken sollen. Und weil gerade kein Bus da ist, laufen wir schon mal los und stehen kurz darauf vor dem kleinen Steintreppchen am Strassenrand, hinter welchem sich ein 6-7 stündiger Aufstieg verbirgt. Wir wagen es! Mit erfürchtig langsamem Schritt gehen wir die ersten Kehren und Steigungen hoch. Aber vorerst sind nur die Spinnfäden, welche man zu dieser Tageszeit alle paar Schritte einfängt, anstrengend. Der Respekt, mit dem wir die Steigung angehen, zeigt positive Wirkung. Wir schaffen die ersten 300m schattigen Höhenmeter recht locker in 45 Minuten.  Danach ändert das Gelände, auf den Wiesenpfaden neigen wir dazu, tempomässig über unsere Grenzen hinaus zu gehen. Zudem spüren wir jetzt schon die Wirkung der Sonne und die Bremsen und Fliegen haben uns auch entdeckt. 
In Les Coperies flüchten wir regelrecht vor den aggressiven Stechsaugern in den nahen Wald. Auf 1300m Höhe (gegenüber von  Jobert) machen wir eine erste längere Rast und erreichen gleich darauf von der Nordseite her die Krete. Dort erblicken wir in der Ferne ein erstes Mal den Sendeturm.

Kurz vor der Place Centrale geniessen einen der schönen Rastplatze und den Ausblick auf die  Parklandschaft. Nach und nach zeigt sich das Hauptproblem des heutigen Hitzetages - zu wenig Wasser! Die Cabane du Jura ist unbesetzt, das Wasserreservoir am Wegrand hat keinen Wasserhahn und an den Rastplätzen ist auch nicht Flüssiges zu finden. Die nächsten auf der Karte eingetragenen Gasthäuser wären jeweils gut 30 Minuten Umweg weit weg. Also bleibt das Prinzip Hoffnung, welches dann auf fast 1340m Höhe erfüllt wird. Im Hof „Les Colisses du Haut“ bewirten emsige Leute die Wanderer, tischen Getränke auf und geben uns auch noch Wasser mit auf den Weg.

Bis zum Gipfel des Chasserals (1607 m) dauerte es dann noch  - obwohl der Turm stets vor Augen war, das Ziel wollte einfach nicht näher kommen. Bald sind wir beim Hotel angelangt, ein emsiges Treiben auf dem Parkplatz, Rentnerausflüge und Passfahrer kreuzen sich... wir kommen uns fast etwas exotisch vor. Tolle Aussicht übers Seeland, später Fondue in der Abendsonne .


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9. Tag: 5 h
Chasseral Hôtel 1548m - Mét. de l'Ile 1352m - Chuffort 1223m - La Dame 1227 m - Chaumont 1087m (Seilbahnstation) - Erlebnispfad nach Neuchâtel 479 m.
Etappe:10 - Querung zur 2. Jurakette
Chasseral 1548m - Métairie de l’Isle 1352m - Chuffort 1225m - Clémesin 1004m - Le Pâquier 895m - Vieux Prés 1030m - Vue des Alpes 1283m 
6 h, aufwärts 420 m, abwärts 690 m

Die Originalroute steigt direkt über die Combe Biosse hinab nach Le Pâquier. Wir wählen aber den Gratweg und steuern über den Felsgrat des Chuffort die Métairie de l’Isle an.

Der Felsgrat bietet immer wieder bezaubernde Aussichten ins Val de Ruz. Der Abstieg zur Métairie de l’Isle ist dann recht sanft ; einzig eine Passage im feuchtem Unterholz war etwas anstrengend für die morgendlichen Knöchel.
Die Métairie de l’Isle ist eine schön eingerichtete Bergwirtschaft, bestens gerüstet für einen grossen Ansturm von Fondueliebhabern. Der Parkplatz in der Nähe weist auf entsprechende Besucherströme hin. 

Wir folgten einem weichen Wiesenweg weiter über den Grat, vorbei and er Métairie d’Aarberg in Richtung des stattlichen Gasthauses „Le Chuffort“. Kurz vorher zweigen wir rechts ab und suchen Weg den steil bergabwärts über Skipistenhänge vorbei an Buisson Dessus und Dessous hinunter nach Clémesin (auch eine Métairie). Unter brütend schwerer Mittagssonne kehren wir oberhalb von Le Pâquier wieder auf die Originalroute zurück und versuchen ausserhalb des Heimatsdorfes von Didier Cuche unser Glück in einem Gasthaus, in welchem offenbar Dornröschen zu Hause war – zumindest schienen alle Mitarbeitende in den Sommerschlaf verfallen zu sein. Nachdem wir doch noch etwas essen konnten, zogen wir in der schwülen Hitze in Richtung Vue des Alpes. 

Hotel Vue des Alpes, 2011Zuerst steht noch ein Aufstieg durch den Wald hinauf nach Les Planches auf dem Programm.  Die Sommerhitze drückt stark, ein mögliches Gewitter am Horizont droht  - so entscheiden wir uns, den Mont d’Amin auszulassen und direkt zur Vue des Alpes aufzusteigen. Leider bedeutet das, mehrheitlich geteerte Wege, was bei 35° auch nicht eine wirkliche Erleichterung ist.
Der Aufstieg zur Vue des Alpes endet auf 1295m oberhalb von Sur la Roche in einer Avenue der Picknickplätze. Offenbar zieht der Ort aufgrund der schönen Aussicht Scharen von Gästen an.
Im Hotel Vue des Alpes werden wir korrekt empfangen, am Abend dürfen wir einen der klassischen „Bal du Samedi Soir“ bewundern, mehrheitlich ältere Semester tanzen zur Musik einer Ein-Frau-Combo-Band.


10. Tag: 7 h
Neuchâtel 479 m - Peseux 510m - Corcelles 610m - Bôle 544m (2.20 h) - Gorges de l'Areuse - Pont de Clées  470m (0.30 h) - Fruitière de Bevaix 1235 m(2.30 h) - Pré aux Favre  1295m - La Grand'Vy 1381 m(1.10 h) - Le Soliat 1463 m / Creux du Van (0.30 h)

Variante:
  • Schluchtenwanderung Gorges de l'Areuse via Champ du Moulin nach Saut de Brot (Tageswanderung Nr.790), Aufstieg zur Ferme Robert und links oder rechts vom wuchtigen Felskessel Creux-du-Van steil hinauf zum Le Soliat
  • Creux-du-Van, Tageswanderung Nr.788
Links
  • Bevaix: Café Fruitière de Bevaix, Tel. 032 835 14 62 (Lager)
  • La Grand'Vy: Métairie-Rest. de la Grand'Vy (Nr.53), Tel. 032 835 11 41 (einfache Zimmer und Lager) "... wo wir einfach, aber sehr nett beherbergt wurden", Hannes S.
  • Le Soliat: Ferme du Soliat, Tel. 032 863 31 36 (Lager)
  • Le Soliat, 15 Min. ab Wegweiser: Rest.La Baronne, Tel. 032 863 31 34 (Fondue sehr zu empfehlen). "Hier kann man auch übernachten (Massenlager, sehr einfach, Übernachtung inkl. Frühstück CHF 22.-/Person, Frühstück bereits ab 05:30 Uhr möglich)."; Michael Roth, Aug.08
  • Chemins historiques: "Canton NE", "Des chemins pour s'offrir le spectacle de la nature (Gorges de l'Areuse)", Fr. 8.-, oder gratis herunterladen bei ivs.ch, Inventar historischer Verkehrswege der Schweiz
  • Der Jura-Höhenweg; bebilderter Erlebnisbericht: http://www.schwarzabbet.ch
  • Rundwanderung Noiraigue - Ferme Robert - Sentier du Single - Le Soliat - Sentier des 14 contours - Noiraigue:
  • "Die schönsten Rundwanderungen der Schweizer Alpen", mit Creux-du-Van-Rundwanderung, AT-Verlag, bei Amazon.de
  • "Die Areuse-Schlucht", Hydrogeologischer Wanderführer, Verlag Siska, http://www.isska.ch
  • Wegweiser-Fotosammlung vom Jura-Höhenweg, fotografiert von Ueli Morf: https://picasaweb.google.com
  • Webcams in der Gegend
  • http://map.wanderland.ch, mit eingezeichnetem Jura-Höhenweg

Wegweiser Pont des Clées

Pont des Clées

Creux du Van, Le Soliat

Ferme du Soliat
Etappe 11:  2. Jurakette
Vue des Alpes 1283m - Tête de Ran 1329m - Pradières 1362m - La Sagneule  1307m - La Tourne 1129m
4.25 h, aufwärts 350 m, abwärts 500 m

Wegweiser Vue des Alpes, 2011Neben der Sommerrodelbahn auf der Vue des Alpes steigt der Weg auf die erste Kuppe, La Safrière. Durch feuchte Wiesen und Waldpartien führt der holperige Gratweg (1370m)  hinüber zur  Tête de Ran, einem Skiort mit zahlreichen neuen Chaletbauten.

Am mit Masten und Antennen gut bestückten Gipfel vorbei erreichen wir den Grat der „Rochers Bruns“. Hier verläuft der Weg breit und fast  eben. Ueber den Waffenplatz der Grandes Pradières zieht sich der Wanderweg als breite Spur durchs abgeweidete Gras hinüber zum Mont Racine. Der Aufstieg zum Mont Racine ist wieder steinig. Vom Gipfel aus geniessen wir die Aussicht zum Neuenburgersee und weit hinein in den Jura.

Knappe ein Kilometer nach dem Gipfel des Mont Racine quert man durch eine schmale Lücke eine massive Betonmauer. Dahinter steigt der Weg dem Nordhang entlang hinunter zur Grande Sagneule, einem wohl bekannten Gasthaus mit guter Küche und einem schattigen Garten. 

Hotel de la Tourne, 2011Bis zum Col de la Tourne muss aber noch eine Talsenke überwunden werden – das bedeutet auch einen kurzen Wiederaufstieg. Das abschliessende Wegstück hinunter nach La Tourne verläuft durch den Wald (130m Abstieg) und ist gegen den Schluss asphaltiert. In La Tourne besteigen wir das Postauto nach Neuchâtel.

Als Alternative könnte man auch der Fahrstrasse von La Sagneule folgen, bis man 175 Höhenmeter weiter unten auf die Kantonsstrasse trifft. Auch dort gibt es eine Postautohaltestelle. 


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11. Tag: 6.30 h, Le Soliat - Ste-Croix
Le Soliat 1463m - Les Rochats 1164m (1.30 h) - La Combaz 1223m (0.30 h) - Le Chasseron 1606 m (3 h) - Les Avattes 1458m - Ste-Croix 1066m (1.30 h)
 
  • Les Rochats: Rest. Les Rochat, Tel. 024 434 11 61, Mo geschl. (Lager); A.Hassler: "Sehr zu empfehlen; die Hausdame spricht Deutsch"
  • La Combaz: Rest. La Combaz, Tel. 024 436 11 53 (keine Unterkunft)
  • Le Chasseron, 1362 m: SAC-Hütte Chasseron, Reservation Tel. 024 441 02 39  rocher@cas-yverdon.ch
  • Le Chasseron: Hotel Le Chasseron, Tel. 024 454 23 88 (Zimmer und Lager)
  • Les Avattes: Bergwirtschaft Les Avattes, Tel. 024 454 36 83 (keine Unterkunft)
  • Les Rasses (im Tal unterhalb Les Avattes): http://www.grandhotelrasses.ch, Tel. 024 454 19 61, historisches Hotel, gute Küche, Sicht auf Neuenburgersee, Bus nach Ste-Croix
  • Ste-Croix: Hôtel des Fleurettes, Tel. 024 454 22 94
  • Ste-Croix: Hôtel de France, Tel. 024 454 38 21 oder Natel 079 712 51 49
  • Ste-Croix: Grand Hôtel des Rasses, Tel. 024 454 19 61
  • L'Auberson (Bus ab Ste-Croix): Ferienzentrum La Grange, Tel. 024 454 43 77, Zimmer und Lager
Links

Le Soliat

Les Rochat

bei Creux de la Pay

Le Chasseron

Blick auf den Neuenburgersee
Etappe 12:  2. Jurakette
Bôle 543m - Pont des Clées 470m - Champ-du-Moulin 617m - Saut de Brot 651m - Ferme Robert 972m - Creux-du-Van1430m - La Grand Vy 1381m
5.20 h, aufwärts 1000 m, abwärts 160 m

Anstelle der offiziellen Route von La Tourne über Noiraigue und Les Oeuillons wählen wir den Weg durch die Areuseschlucht.

Vom Bahnhof Bôle (543m, Strecke Neuenburg - Val de Travers) folgen wir zuerst der Bahnlinie, bevor wir kurz nach Treyvaux auf schattigen Waldpfaden in die Areuseschlucht absteigen. Am Pont de Clées (470 m) überqueren wir ein erstes Mal die Areuse und steigen die feuchten und schattigen Stufen des Schluchtenweges hoch. Das Geländer ist nicht sehr hoch, eine gewisse Vorsicht ist also durchaus geboten. Links vom Weg öffnet sich die Schlucht, eine manchmal nur schmale Öffnung im Fels, später wieder tief ausgehöhlt.

Nach rund einem Kilometer ist die engste Stelle passiert, ein neuer Steg überquert einen Rutschhang. Nach dem Pont de Vert (Wasserfassung) folgt der Weg auf einem Waldweg dem nun etwas breiteren Flüsschen und stösst kurz darauf auf die Fahrstrasse, welche von Boudry her aufsteigt.

Ums erste Kraftwerk herum führt eine pittoreske Umleitung bis zu einer künstlerisch gestalteten Holzbrücke aus dem Bestand der Expo-02.  Vorbei am Chute de la Verrière (5 Minuten vom Weg entfernt) steigt die Route dann an zahlreichen Kaskaden vorbei hinauf in Richtung Champ-du-Moulin. Am Schluchtausgang geht man durch ein kleines Tunnel und überquert das natürliche Staubecken über einen sternförmigen Steg. Hier würde rechts die Fahrstrasse direkt zum Hôtel de la Truite führen, rechts steigt der Wanderweg erst steil an (Treppe), bevor er wieder zum Flüsschen absinkt.

Tipp: Wer in Champ-du-Moulin  die Wanderung unterbrechen oder abbrechen will, kann gleich am oberen Ende des Treppenaufstiegs dem Weg kurz nach rechts folgen und danach gleich links der Bahnlinie entlang direkt zum Bahnhof gelangen. 
In Champ-du-Moulin-Dessous steht neben dem schon erwähnten Hotel auch ein Imbiss-Kiosk - offenbar ist dieser Teil der Schlucht ein beliebtes Ausflugsziel. Auf einem (leider) geteerten Strässchen kommen wir nach einem Kilometer an einem weiteren Kraftwerk (Les Moyats) vorbei, kurz darauf - nach einem schönen Rastplatz und weiteren Kaskaden - folgt der Einstieg in den bezauberndsten Teil der oberen Areuse-Schlucht: Die Passage über die Bogenbrücke am Saut de Brot ist nicht umsonst ein beliebtes Postkartensujet.

Wenige Stufen später zweigt der Weg rechts von der Hauptroute (> Noiraigue) ab, hinauf zur Ferme Robert. Verschiedene Waldstrassen kreuzend, steigt der Pfad recht steil aufwärts. Nach rund einer Stunde und 320 Höhenmeter weiter oben erreichen wir den schön gelegenen Gasthof Ferme Robert, bevor der Aufstieg sich zuerst etwas flach in den Wald hinein zieht und dann regelmässig auf einer Waldstrasse bis Fontaine Froide ansteigt. Kurz danach beginnt die ernste Sache: Scheint der Pfad zu Beginn schon recht steil, so wandelt er sich im Mittelteil zur eigentlichen Steilrampe: Nicht immer einfach, auf dem kiesigen Untergrund den Halt zu finden. Kurz vor dem Gipfel treffen wir auf eine Gruppe Steinböcke; 4-5 Jungtiere, welche sich am Gebüsch satt essen und sich von uns absolut nicht stören lassen.

Der Ausblick am Abgrund des Creux du Van ist dann verdientermassen atemberaubend. An diesem Tag ist auch der Fernblick zu den Alpen grossartig.
20 Minuten später ist der Hof La Grand Vy („breiter Weg“) erreicht, wo wir einfach aber sehr nett beherbergt werden (Zimmer/Nachtessen/Frühstück 60 CHF pP). Zwar gibt es nur ein WC/Lavabo für die Gäste und Strom ist nur begrenzt vorhanden, aber wir sind durchaus zufrieden.


Etappe 13:  2. Jurakette
Grand Vy 1381m -  La Baronne 1376m - Les Rochats 1164m - La Combaz 1223m - La Cruchaude 1210m - Les Cluds 1430m - Les Rasses 1381m - Ste-Croix 1066m
6.40 h, aufwärts 450 m, abwärts 770 m

Ueber Weidenpfade und die Zufahrtsstrasse zu den Gehöften gelangen wir über einen kleinen Sattel (Croza de l’Eau, 1412m) hinter dem Creux-du-Van direkt zum Hof La Baronne (1376m, Uebernachtung möglich) und von dort über angenehm weiche Pfade in Richtung La Porrette. Nach eine halben Stunde erreichen wir die geteerte Verbindungsstrasse auf dem Hochplateau. Dieser folgen wir für weitere 2 km , die schmale Grasnarbe neben dem Asphalt lässt die Füsse etwas schonen.

Beim Hof La Péterette (1160m) steigen wir kurz durch eine Vieh- und Pferdeweide auf, bevor der Weg sich durch das Unterholz in Richtung Les Rochats schlängelt. Tipp: Den vorwitzigen Pferden ja nichts zu fressen anbieten, sie können sehr aufdringlich werden J!

Der Gasthof neben dem Truppenübungsplatz „Les Rochats“ (1164m) ist gross und einladend - wir kehren kurz ein und steigen dann nochmals ganz leicht bergan in den nahen Wald. Schade, dass der Wanderweg dann etwas später einen Umweg um das Gut „Creux de la Pey“ machen muss - ein Umweg, der mit einem Abstieg und Aufstieg verbunden ist. 

Vorbei am stattlichen Hof von „La Rédalle“ kommen wir über eine weitläufige Weide zur Verbindungsstrasse von Couvet nach Yverdon (Postautohaltestelle „Romairon, Les Rochats bif“, nur am Wochenende bedient). Leider führt kein anderer Weg zur nahen Gaststätte in La Combaz (1223m) als die Landstrasse.

Nach der Mittagspause im gut besuchten Gasthaus geht’s zuerst recht ruppig 80 Höhenmeter hinauf und steigt nach einer kleinen Senke fast nochmals soviel an. Die waldige Anhöhe ist feucht, der Weg tief, teilweise morastig, die Steine rutschig. Auf der Anhöhe begegnet uns ein Ungetüm von einem Vollerntner, der mit den Tannen kurzen Prozess macht. Der nachfolgende sanfte Weg über die Weiden von Les Gillardes und Le Planey hinunter nach La Calame ist dafür angenehm. Hinter La Calame ist der Weg nicht einfach zu erkennen – hier wurde für einmal mit Wegzeichen gespart. Knapp sieht man eine Wegspur in der Weide. Beim Hof La Cruchaude (1223m) trennen sich die Wege – wir wählen die kürzere Route nach Sainte-Croix und verlassen die offizielle „Route Nr.5“, welche mit einem happigen einstündigen Zusatzaufstieg von fast 400 Höhenmetern über den Chasseron Gipfel (1606m) verbunden wäre.

Durch ein kühles Waldstück kommen wir nach Pré Bornoz und zum Campingplatz von Les Cluds – hier lädt die schattige Gartenwirtschaft ein! Ebenaus geht’s nun in Richtung Bullet. Ein eigentlicher Panoramaweg führt der Landschaftskante entlang und bietet einen umwerfenden Ausblick über die ganze Romandie vom Mont-Blanc bis in die Berner Alpen ; an diesem klaren Tag sahen wir sogar bis zum Albis!

Eine gute halbe Stunde später, im nahen Les Rasses, ist dann Schluss mit schönem Wandern: Nach wenigen Metern Wiesenpfad wird unsere Muskulatur auf den letzten drei Kilometern auf dem Trottoir zwischen dem Grand Hôtel des Rasses und Sainte-Croix arg strapaziert.


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12. Tag: 6 h, Ste-Croix - Vallorbe
Ste-Croix 1066m - La Gîttaz Dessous 1241m - Col de l'Aiguilllon 1320m - Grange-Neuve 1356m - Le Suchet 1588m - Chalet du Suchet - La Bessonne 1090m - Ballaigues 863m - Combe du Bugnon - Vallorbe 807 m

Heinz Z.: "Vorsicht beim Aufstieg auf den Le Suchet. Bei Regen (selbst erlebt) oder Nebel ist der Weg ziemlich vorsichtig zu begehen. Wurzeln, Fels und Steine, alles nass und rutschig. Der Weg anständig steil. Blick auf die Aiguilles de Baulmes. Auf der Strecke Ste-Croix - Vallorbe empfehle ich in Ballaigues zu übernachten. In Vallorbe gibt es kaum Betten. Die B&B vermieten am liebsten nur für mehrere Tage. Hatte da einiges zum Telefonieren." Juni 2005.

Maria B.: "Vom Le Suchet wunderbare Rundsicht in den Jura, Neuenburger- Genfersee samt Umland und mit Glück in die Berge. Abstieg nach Ballaigues - recht viel Teer ab La Bessonne runter (3 km), Juni 2009

Ueli Morf, Okt.2011: "Statt unten im Tal etwas langweilig von Ste-Croix auf den Col de l’Aiguillon zu gehen, kann man auch über die Aiguilles de Baulmes wandern. Auf dem Grat hat es eine Höhle, die signalisiert ist. Taschenlampe erforderlich. Der Abstieg von den Aiguilles de Baulmes ist schlecht unterhalten und nur bei trockener Erde zu empfehlen, sonst glitschig."

Links


Blick auf Aiguilles de Baulmes

Aiguilles de Baulmes

Aussicht vom Le Suchet

Blick auf den Chasseron
Etappe 14:
Sainte-Croix - Col de l'Aiguilllon - Ballaigues
4 h, aufwärts 400 m, abwärts 600 m

Vom Col des Etroits (20 Min. zu Fuss oder 3 Min. im Bus ab Bahnhof Sainte-Croix)  geht’s leicht bergan auf den Mont des Cerfs - ideale Strecke zum Einlaufen. Im Café de la Gittaz treffen wir auf gut gelaunte Gäste und erreichen dann kurze Zeit später über eine geteerte Fahrstrasse den Col de l’Aiguillon. Nach einem sehr kurzen Abstieg führt das Strässchen um die Aiguilles de Baulmes herum zum Hof Les Praz. Das Gasthaus von Grange Neuve liegt auf der nächsten Anhöhe am Fusse des Suchet (1588m). 

Die viel gerühmte Käseschnitte schmeckt auch wirklich vorzüglich und so wird die Mittagspause ausgiebig genossen. Der volle Magen ist mitunter ein Grund, weshalb wir den Aufstieg zum Suchet-Gipfel auslassen. Doch weniger der Aufstieg (45 Min) als der nachher notwendige steile  Abstieg lässt uns aus Rücksicht auf unsere Kniegelenke den Suchet (Übergang auf 1500m) umkurven: Also locker auf der Bike-Route nach Südwesten hinunter zum Hof Noirvaux, dann hinauf nach La Sagne (1377m)  und zum Hof La Poyette, wo wir wieder auf den Jurahöhenweg stossen.

Hier geniessen wir das Panorama – auch wenn’s vermutlich vom Suchetgipfel noch eindrücklicher gewesen wäre. Über Weiden und durch lockere Wälder steigen wir hinunter nach Ballaigues: Vor uns am Horizont die Herausforderung des nächsten Tages - die Dent de Vaulion.



Vallorbe; Bild: Henrik Silberstein13. Tag: 2.40 h, Vallorbe - Le Pont
Vallorbe 807m - Sur le Voué 1154m - Chalet de la Dent de Vaulion 1348m - Pétra Félix - Communal du Pont - Le Pont 1008m
Etappe 15:
Ballaigues 863m - Dent de Vaulion - Le Pont
5.45 h, aufwärts 730 m, abwärts 590 m

Da die Übernachtungsmöglichkeiten in Vallorbe beschränkt sind, haben wir die Nacht eine Ortschaft vorher verbracht. Ballaigues - bis vor dem 1. Weltkrieg Kurort - ist daran, aus dem Winterschlaf zu erwachen. Zahlreiche Hausrenovierungen und Ortsbildverschönerungen sind im Gange. 

Jenseits der Schnellstrasse folgen wir dem Waldweg bis zum kleinen Stausee der Jougnenaz, welche hier kurz nach dem Grenzübertritt oberhalb der Orbeschlucht gestaut wird. Bald ist Vallorbe erreicht, langezogen und nicht wirklich einladend - Vallorbe teilt wohl das öde Schicksal der Grenzstationen. In der Ortsmitte sind die Wegweiser nicht sehr deutlich, wir finden dennoch den Steg über die Orbe (beim Campingplatz) und beginnen den Aufstieg in Richtung Vallée de Joux über die Dent de Vaulion (es gäbe auch die Variante via die Grotte d’Orbe und den Tierpark Juraparc).

Wir folgen der Teerstrasse, welche zu einem stattlichen Haus (Grands Crêts) an der Bahnlinie nach Le Pont führt. Der Wanderweg steigt steil zur Bahnlinie auf und folgt dieser nachher bis Grands Crets. Wir aber bleiben auf dem Strässchen. Der Asphaltbelag stört uns im Aufstieg nicht und das Strässchen steigt leichter an als der Wanderweg. Den unbewachten Bahnübergang benutzen wir dann mit entsprechender Vorsicht und biegen wieder in den offiziellen Wanderweg ein. Dieser führt auf einer schattigen - und leider von Holzfällern ziemlich verdreckten - Waldstrasse recht steil bergan und erreicht nach gut 200 Höhenmetern eine herzige Schutzhütte (1077m).  Danach geht’s über einen schmalen steilen Pfad hinauf zu den Weiden „Sur le Voué“ (1154m), wo wir in die wärmende Herbstsonne blinzeln.

Auf der steilen Alpstrasse erreicht man den Hof „La Mâche“ - nachher wird der Weg flacher und führt nach und nach zum Grat hin. Wegen Holzarbeiten ist gerade an unserm Wandertag ein Stück des Gratwegs versperrt - das Schild weist auf eine Ausweichroute hin, die mit einem zusätzlichen Ab- und Aufstieg verbunden ist. Wir versuchen diese zu umgehen, indem wir - stets die Höhe haltend - den Weg quer über die Alpweiden suchen und haben damit auch Erfolg. Kurz vor der erwähnten Skiliftbrücke erreichen wir die Alternativroute und rund 2 km später sind wir wieder auf dem Gratweg zurück. Die ganze Zeit über war nichts von den Holzfällerarbeiten zu hören....

Bis auf den etwas felsig, glatten und wirklich steilen Schlussabschnitt ist der Gratweg angenehm und unproblematisch. Die Touristen, welche uns in der markanten Steilwand  in Turnschuhen entgegenrutschen, sind sich offenbar die möglichen Gefahren nicht ganz bewusst. Die Anstrengung der letzten 200 m verblasst schnell, als wir die Aussicht vom Gipfel der Dent de Vaulion geniesssen.

Eine Rast im Chalet de la Dent de Vaulion drängt sich auf. Nachher stehen zwei Abstiegsvarianten zur Wahl - eine sanftere aber längere über Petra Felix und die direkte Route hinunter nach Le Pont. Wir wählen die direkte Route, welche sich bis auf die kurze Startpartie als durchaus angenehmer Abstieg entpuppt. In strahlender Herbstsonne gelangen wir ans Ufer der Lac de Joux.

Die Uebernachtungsmöglichkeiten sind nicht zahlreich - neben dem eher überteuerten Hôtel de la Truite gibt es auch Zimmer im Restaurant du Lac oder im nahen Charbonnières oder L’Abbaye.

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Mont Tendre; Bild: http://www.schwarzabbet.ch/juraweg_2010_1/index_etappen.html14. Tag: 5.50 h, Le Pont - Col du Marchairuz
Le Pont 1008m - Pétra Felix 1144m - Col du Mollendruz 1180m - Mont Tendre 1679m - Grand Cunay 1567m - Col du Marchairuz 1447 m

Hinweis von Ueli Morf, Okt.2011: "Statt von Pétra Félix über die Passhöhe des Mollendruz zu gehen, empfehle ich einen schöneren, ruhigeren Wanderweg, der etwas unterhalb von Pétra Félix abzweigt und über Chalet Neuf du Pont und Les Croisettes geht."

Etappe 16:
Le Pont - Petra Felix - Mont Tendre - Col du Marchairuz
6.30 h, aufwärts 800 m, abwärts 360 m

Nach einer sternenklaren Nacht liegt der Lac de Joux am Morgen im dicken Nebel. Um nicht zwei Mal denselben Weg zu wandern, steigen wir zur Kirche hinauf und biegen kurz darauf scharf rechts in den Weg ein, welcher zum ehemaligen Grand-Hotel führt. Zwischenzeitlich eine Naturheilklinik, wirkt das Gebäude nicht gerade von Betriebsamkeit erfüllt. Wir gehen hinter dem markanten Gebäude durch und nehmen danach gleich den ersten Waldpfad links (Achtung nicht die einladende Allee!). Der laubbedeckte Pfad steigt schnell an und wenige Minuten später lassen wir die Nebelschwaden hinter uns. Am Hof L’Aouille (1108m) vorbei treffen wir nach  weiteren 500m auf die Originalroute.  Der Jurahöhenweg baut eine Schlaufe über den Col de Mollendruz ein - wir lassen diese aus und steigen bei Petra Felix (1135m) direkt in Richtung Mont Tendre auf.

Die geteerte Fahrstrasse - sie führt zur Buvette Les Croisettes - können wir bald auf dem grasbewachsenen alten Alpweg abkürzen. Hinter uns breitet sich das Nebelmeer aus, die Dent de Vaulion grüsst über den Wald. Nach dem Chalet Neuf du Pont (1255m) erreichen wir die Hochebene bei Les Croisettes. Zuerst eine liebliche Wiesenpassage , die durch romantische Waldpfade abgelöst wird - wohl einer der reizvollsten Abschnitte des Jurahöhenwegs.
In leichtem Schritt erreichen wir so Prés de l’Haut (1292m), wo der eigentliche, rund zweistündige Aufstieg zum Mont Tendre beginnt. 

Nach einer Rast kurz vor Le Mazel (1417m) steigt der Wanderweg in mehreren Stufen in Richtung Gipfel -  die Wiesenwege sind oft rutschig und matschig. Nach dem Chalet de Pierre  (1551m) geniessen wir die feste Bergstrasse, welche in zwei Kehren zum  Chalet du Mont Tendre führt. Das stattliche Haus ist - entgegen allen Ankündigungen auf deren Webseite - ganz einfach geschlossen („buvette fermé, merci“ !!!). Mit entsprechend knappem Getränkevorrat erklimmen wir dennoch den nahen Gipfel und topografischen Höhepunkt der Juratour: Den Mont Tendre auf 1678m. Grossartig ist die Fernsicht - doch zu unserm Erstaunen ist der Blick auf den nahen Lac de Joux versperrt, dafür erblickt man in der Ferne La Dôle und selbst den Chasseral im Osten kann man erahnen.

Der 2 bis 2 1/2 stündige Abstieg zum Col de Marchairuz ist ein recht anstrengendes Auf-und-Ab: Von der Cabane du Servan (1550m) steigt man wieder hoch zum Gipfel der Pierre à Coutiau (1609m), dann hinunter in Richtung  Chalet des Combes (1510m) , wieder hinauf zum Grand Cunay (1574m), runter auf 1505m und gleich wieder hinauf auf 1527m. Nach der Alp Monts de Bière Derrière geht etwas bequemer voran. Für den letzten Kilometer vor dem Tagesziel (Col du Marchairuz) gibt es eine empfehlenswerte Variante:

Verzichtet man freiwillig auf den Titel des „Rois des crêtes“, so ist man gut beraten, bei der markanten Abzweigung des Wanderwegs nach rechts (509.614/157.132) den einladenden Pfad nach links zu wählen. Dieser fällt nach wenigen Metern angenehm regelmässig zur Passhöhe ab und ist erst noch breiter und sauberer als die Originalroute. Letztere führt standesgemäss als „Chemin des crêtes“ der Krete entlang, über drei rutschige Aufstiege und durch weitere feuchte Passagen, welche von Biker-Spuren zerfurcht sind und endet ebenfalls auf der Passhöhe des Col du Marchairuz. Das Hotel ist gross, die Zimmer gut eingerichtet und das Essen bekömmlich


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15. Tag: 4.30 h
Col du Marchairuz 1447 m - Crêt de la Neuve 1494m - Perroude de Marchissy - Le Planet 1364 m - St-Cergue 1047 m
Etappe 17:
Col du Marchairuz - Crêt de la Neuve - Saint-Cergue
5.15 h, aufwärts 300 m, abwärts 700 m

Geweckt durch einen frühmorgendlichen Alpabzug mit geschmückten Kühen und Glockengedröhn, starten wir kurz nach 9 Uhr in Richtung Saint-Cergue. Gleich neben dem Vorplatz des Hotels verschwindet der Weg im Wald und steigt traditionsgemäss zuerst auf ein kleine Kuppe. Danach folgt ein rutschiger Abstieg hinunter auf Weiden, welche sich auf der Nordseite des Bergs durch den Bois du Marchairuz ziehen. Auf plus-minus 1400 m wandern wir eine Dreiviertelstunde über mehr oder wenig feuchte Wiesen, immer wieder einmal auf der Suche nach einer trockenen Passage. Unten auf 1342m angelangt, schliesst sich der Aufstieg auf den Crêt de la Neuve an, eine der wenigen Steigungen an diesem Tag.
Nach gut 25 Minuten ist die Alp La Neuve erreicht, 10 Minuten später auch der dazugehörende Gipfel. Dank den ausgeflaggten Fähnchen für einen anstehenden Berglauf finden wir den weiterführenden Weg; ansonsten gilt der Tipp: Vom Gipfel her eher südwärts auf die Weide absteigen und dort dem gegenüberliegenden Waldrand nach Westen folgen. Nach einem markanten Mauerdurchlass sinkt dann der Pfad hinunter zur Hütte von Perroude de Marchissy, welche an Wochenenden bewirtet ist und wo wir äusserst nett empfangen werden.

Der weitere Weg ist eher unspektakulär und zieht sich über diverse Weiden hin über die Perroude du Vaud zum Hof Le Planet. Am Weidentor ist einzig das Schild „Attention Taureau“ etwas besorgniserregend - das dazugehörende Tier ist an diesem Tag sogar zu sehen, hält sich aber dank Wiederkäuerpause schön brav ruhig.

Dann folgt ein sehr schöner Abstieg durch eine Felspartie. Gleich nach der ersten Lichtung kommt man an einem Aussichtsplatz mit Sitzbank und Feuerstelle vorbei - ein lohnender Picknickplatz.
Eine weitere Gelegenheit zur Mittagsrast bietet sich beim Stall von Les Frasses - dort stehen ein Tisch und ein Sitzbank vor dem Haus. Dann folgt der Weg den Waldstrassen des Bois d’Oujon. Unvermittelt taucht die dazugehörende Klosterruine in einer Waldlichtung auf - beeindruckende Mauerreste zeigen die Grösse der einstigen Karthäuseranlage. Ein „Weg der Stille“  - passend zum Kloster - zieht sich durch den umgebenden Wald. Der Wanderweg verlässt den Meditationspfad nach einigen Metern und dreht nach Westen ab. 

Ueber die Weiden von La Conriéry und Les Agozats gehts nun in Richtung Saint-Cergue. Vorher steht aber noch ein letzter -  und angesichts des bisher zurückgelegten Wegs – etwas anstrengender Aufstieg an. Geteerte Strässchen führen danach hinunter ins Dorf Saint-Cergue, das sich weit ausdehnt. Rund um die Hauptkreuzung gibt es Gastzimmer, ein Hotel (de la Poste) und zwei Bäckereien, welche auch am Sonntagmorgen für garantierten Wanderproviant sorgen.


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La Dôle; Bild: http://www.schwarzabbet.ch/juraweg_2010_1/index2.html16. Tag: 5.40 h
St-Cergue 1047m - L'Archette (Sessellift) - Cole de Porte 1559m - La Dôle 1677m - Chalet de la Dôle 1439m - Bonmont 606m - Borex 462 m / Nyon

Webcam La Dôle
Bus nach Nyon (Fahrplan)

"Die nächste Etappenwanderung war mit die Schönste über den Gipfel La Dôle mit herrlicher Aussicht. Nur drei Wanderer waren droben. Eine Pause am Chalet de la Dôle lohnt sich. Da ich einen Fahrplan-Ausdruck der Busse ab Borex hatte, erreichte ich einen ohne längere Wartezeit nach Nyon.
Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung: anneliese.hassler@gmx.de" -  (herzlichen Dank, auch für die wertvollen Übernachtungstipps!)

"Man kann statt ab St-Cergue auch bei Les Pralies die Wanderung beginnen und spart dadurch etwa 20 Minuten Marschzeit, die ab St-Cergue erst noch nicht schön ist. Man braucht dazu allerdings eine Karte, denn der Weg ist nicht signalisiert. Der Zug nach St-Cergue fährt weiter nach Les Pralies.
Am Schluss kann man auch nach La Rippe gehen, die Abzweigung ist unterhalb Bonmont. Man spart dadurch 20 Minuten und hat die gleichen Busse wie in Borex. Ueli Morf, Nov.2011"

Links

Etappe 18: Zusatzvariante ab La Dôle
Saint-Cergue 1041m - Le Vuarne 1319m (1.20 h) - Col de Porte 1557m - La Dôle 1677m (1.05 h) - Petit Sonnailley 1390m (0.45 h) - La Vattay 1261m (1 h) - Forêt de Turet 1480m (0.50 h) - N.D.des Neiges 1445m (0.30 h) - Col de la Faucille 1323m (0.35 h)
6 h, aufwärts 880 m, abwärts 600 m

In der Stille eines nebligen Sonntagmorgens ziehen wir vom Hotel de la Poste (1044m) das Tal in Richtung Col de la Givrine hinauf. Beim Weiler Les Cheseaux bleiben wir auf der linken Talseite und steigen nach dem Campingplatz von La Chenalette südwärts über Wiesen zum eigentlichen Ortsteil La St-Cergue (1152m) auf. Hier beginnt eine Alpstrasse, der wir wenige Meter lang folgen. Doch bald zweigt der Pfad rechts ab und steigt schnurgerade den Telefonmasten entlang in die Höhe. Nach etwa 20 Minuten ist das erste Steilstück gemeistert, auf rund 1270m betreten wir wieder die Alpstrasse und folgen ihr bis zum Hof Le Vuarne (1319m).
Wir biegen rechts ab und steigen im Talgrund zweimal steil auf bis auf einen markanten Sattel zwischen La Barillette und La Dôle.

Als Abkürzung wenden wir uns nach rechts um bald die Hütte Cabane des apprentis zu erreichen – nun liegen die Alp und Gipfel der Gipfel von La Dôle vor uns. Rechts führt die Bergflanke zum Col de Porte. Von der Cabane des apprentis aus wollen wir nicht zum Hauptweg  absteigen und wählen daher den oberen Pfad zum Passübergang. Dieser ist schmal und etwas ausgesetzt – Konzentration ist auf jeden Fall ratsam. Bald erreichen wir die Skihütte des SC Nyon am Col de Porte (1557m). Ein frischer Wind bläst über die Lücke - in Richtung Norden geht der Blick über La Cure hinaus nach Les Rousses und weit hinein in den französischen Jura.

Nach wenigen Wegkehren und einem kurzen Treffen mit Gämsen gelangen wir auf die Nordflanke des Gipfels, steigen zur Bergstation des Skilifts auf und klettern beinahe das letzte felsige Wegstücke hoch bis zum eigentlichen Grat. Der Schlussaufstieg führt über trockene Alpwiesen hinauf zu den beiden Radarkugeln auf dem Gipfel La Dôle. Dort gibt es technische Installationen, eine Werkbahn aber kein Gasthaus. Einzig ein Toitoi-WC-Häuschen steht den Wanderern zur Verfügung. Die an diesem Sonntag zahlreichen Gipfelstürmer suchen rund um die Gebäude Schutz vor dem empfindlich kühlen Wind. Nebelschwaden huschen dann und wann über den Kamm, weit unter uns brodelt die Nebelküche, westwärts öffnet sich der Blick zu den letzten Ausläufern des Juras.

Fünf Minuten nach dem Gipfel des La Dôle (1677m) zweigt der Jurahöhenweg Nr 5 beim Punkt 1630 nach links ab, führt in einer weiten Kurve hinunter zur Alp beim Chalet de la Dôle und von dort weiter nach Borex und Nyon. In 4h30 wäre so der Jurahöhenweg auf der offiziellen Route abzuschliessen.
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Weiter zum Col de la Faucille

Wir sind die Fortsetzung von La Dôle bis zum Col de la Faucille gewandert - sehr schön! Einzig der Abstieg und Wiederaufstieg über La Vattay ist mühsam. Wo könnte man bei den enstprechenden Stellen in Frankreich anklopfen, um eine schlauere Wegführung vorzuschlagen?  Möglichkeiten gäbe es nämlich schon - jedenfalls auf der Karte sind solche zu erahnen. Wir haben die letzte Etappe an einem Sonntag gemacht und da hatte es Heerscharen von Wanderer auf der La Dôle - auch auf französischer Seite. Einzig die Verbindungsstrecke zum Forêt de Turet vor dem Col de la Faucille war wenig begangen - kein Wunder, ist sie doch eher eine Herausforderung.
Wir ziehen also weiter westwärts und bleiben auf dem Jurakamm. Der alpin anmutende Felsgrat führt in 40 Minuten hinunter zur Landesgrenze. Ein feuchtes Wiesenstück trennt die Schweiz von Frankreich - der fünfminütige Umweg über den offiziellen Grenzübergang  bei Petit-Sonnailley lohnt sich, entpuppt sich doch die feuchte Wiese beim genaueren Hinsehen als tüchtiger Sumpf. Nach dem Grenzübergang, der aus je einem Verkehrsschild besteht – führt das Strässchen kurz bergan hinauf zum Hof La Grande Grand und wandelt sich dann zur Waldstrasse, welche nach einem Kilometer in eine geteerte Fahrstrasse mündet. Dort stehen zahlreiche Ausflüglerautos unweit des Col de la Combe Blanche (Übergang nach Divonne). 

Wir ziehen der Strasse entlang stets leicht sinkend, halten zur Rast in der Lichtung der Ruine du Château de Puthod  und folgen kurz darauf dem Waldweg hinunter zum nordischen Zentrum von La Vattay direkt an der Passstrasse. Die auf der Karte sichtbare Abkürzung oberhalb von La Vattay (rund 50 Höhenmeter Auf- und Abstieg wären einzusparen) nutzen wir nicht, da wir nicht über ausreichende Ortskenntnisse verfügen und es daher vorziehen, dem offiziellen Wegschild zu folgen (siehe Rückmeldung).

La Vattay besteht zwei Häusern und einer Gaststätte. Diese sind aber alle geschlossen, so dass wir gleich wieder den Aufstieg in Richtung Col de la Faucille in Angriff nehmen. Der gut ausgeschilderte Pfad wird schnell schmal, feucht und sumpfig. Weiter oben ist er schmal, laubbedeckt und zwischenzeitlich extrem steil. An einer Stelle ist er teilweise abgerutscht und bei der Steilheit wirkt er nicht besonders sicher. In gut 45 Minuten schaffen wir in nur drei Kehren den extrem steilen Aufstieg hinauf auf 1480 m. Ein sehr anstrengendes Stück Weg!  (siehe Rückmeldung)

Erleichtert folgen wir der Waldstrasse über die Hochebene, nach wenigen Kehren führt der GR9-Weg aber wieder der Felskante entlang und auf schmalen Pfaden durchs Unterholz auf und ab.  Der Pfad schlängelt sich durch die Kuppen des Grates und führt manchmal über recht hohen Klippen. Mitten im Wald stossen wir auf eine Ansammlung von grossen Felsblöcken. Versehen mit einem Holzkreuz heisst der Ort Notre Dame des Neiges.

Schmale Felsbrücken führen über Spalten - kurz darauf steht man an einer unklaren Wegkreuzung: Links ist der Wanderweg als gesperrt markiert (rotweisses X), geradeaus verliert sich eine Wegspur im Gebüsch. Der richtige Pfad führt rechts-links in einen tiefen Felsgraben hinunter. Es folgt ein wilder Canyon; eine Schlucht, die grundsätzlich einfach zu durchwandern ist. Aber Vorsicht bei den kurzen, feuchten Abstiegen! Diese sind mit Konzentration anzugehen - und die Erfahrung zeigt uns kurz vor Schluss der Tour, dass Stürze in felsiger Umgebung durchaus schmerzhafte Folgen haben können (!). 

Nach 18 Etappen von Dielsdorf nach Genf erreichen wir am 10.10.2010 gegen 16:30 Uhr den Col de la Faucille und tauchen unvermittelt in die herbstliche Nebeldecke ein. Dank dem vorher abgesprochenen Taxidienst von Verwandten können wir uns den Abstieg nach Gex sparen.


Vom Col de la Faucille – einst Zollgrenze des Pays de Gex - gelangt man in zwei Stunden hinunter nach Gex (auch mit lokalem Taxi möglich). Von dort aus fahren stündlich Busse nach Genf - oder man wandert tags darauf weiter zum Col de Crozet (Cabane de la Loge) oder benutzt im Sommer den Sesselift vom Col de Crozet hinunter nach Crozet. Und schliesslich kann man  den Jurahöhenweg in 1-2 weiteren Etappen bis ans Ende der Jurakette bei Bellegarde weiterführen.

Die Fortsetzung zum Col de la Faucille lässt da und dort den gewohnte Sicherheitsstandard von Schweizer Wanderwegen vermissen - an steilen Rampen hält man sich da lieber einmal mehr an einem Baum oder Felsen fest. Wer auf Sicherheit bedacht ist, kann ab Forêt de Turet  auch auf der Waldstrasse bleiben, verpasst aber eine der spektakulärsten Passagen der Wanderung.

Als Alternative zum Abstieg nach Nyon ist der Weg auf französischem Boden sicher interessant. Schade ist die zum Schluss anstrengende Schlaufe über La Vattay – da wäre ein Weg vom Forsthaus bei Puthod (1350m) über La Vesancière (1420m) und Vieille Maison (1500m) ideal. Auf Karten sind entsprechende Wege eingetragen, teilweise aber nicht durchgehend  - ohne Rekognoszierung vor Ort können diese aber nicht empfohlen werden.

Rückmeldungen:

Erwin Geertsen, Juni 2011

Im Abschnitt 3 des Textteils "Weiter zum Col de la Faucille" steht: 
"Die auf der Karte sichtbare Abkürzung oberhalb von La Vattay (rund 50 Höhenmeter Auf- und Abstieg wären einzusparen) nutzen wir nicht, da wir nicht über ausreichende Ortskenntnisse verfügen und es daher vorziehen, dem offiziellen Wegschild zu folgen."
    Wir haben sie am 4.06.2011 gemacht und lohnend gefunden. Es ist ein wenig begangener Fussweg (auf der LK 260T gestrichelt, nicht rot unterlegt), an Bäumen sehr gut (französisch) rot markiert. Einzige Schwierigkeit ist, den Einstieg zu finden. 

    Der Aufstieg zum Punkt 1480 (nächster Abschnitt) ist wirklich "ein sehr anstrengendes Stück Weg", aber heute gut unterhalten und weiss-rot markiert (GR9); von der abgerutschten Stelle haben wir nichts bemerkt. 

    Abschliessend möchte ich sagen, dass die entsprechenden Beschreibungen für mich (wir sind über das Auffahrtswochenende von Le Sentier/Orient über den Marchairuz - Parc Jurassien - La Dôle bis nach Gex gewandert) sehr hilfreich waren."

Ueli Morf, Okt.2011: 
    Die Beschreibung der Route vom Col de la Faucille nach Bellegarde folgt 2012.

Basel - Genf, die Etappen der zweiten Jurakette

1. Tag, 6.10 h
Dornach 294m - Aesch 312m - Pfeffingen 389m - Blatten 577m - Hofstettenspitz 820m - Metzerlenchrüz 789m - Challhöchi 747m - Kleinlützel 421 m 2. Tag: 5.15 h
Kleinlützel 421 m - Unt.Ring 601m - Movelier 701m - Pleigne 814m (Aussichtsturm) - Les Combattes 851 m - Les Rangiers 856 m 3. Tag, 6.15 h
Les Rangiers 856m - La Caquerelle 834m - Mont Russelin 793m - Le Chésal - St-Brais 967m - Les Enfers 955m - Montfaucon 996m - Le Bémont 981m - Saignelégier 982 m 4. Tag, 4.40 h
Saignelégier 982 m - Muriaux 962m - Les Somêtres 1075m - Le Noirmont 969m - Le Boêchet 1033m - La Ferrière 1005 m 5. Tag, 2.45
La Ferrière 1005 m - La Cibourg 1036m - Le Creux 1013m - Convers 1048m - Vue des Alpes 1283 m 6. Tag, 5.45 h
Vue des Alpes 1283 m - Tête de Ran 1422m - Mont Racine 1438m - Grande Sagneule 1313 m - La Tourne 1129m - Les Tablettes 1250m - Noiraigue 728 m


7. Tag, 2.15 h
Noiraigue 728m - Les Oeuillons 1014m (0.50 h) - Le Soliat 1463m (1.25 h), weiter auf Hauptroute ab Tag 11.

Aufstieg Noiraigue - Les Oeuillons entweder direkt (alte Route) oder in einer Schlaufe über die schön gelegene Ferme Robert (neu, Nr.5).
Siehe Rundwanderung Noiraigue - Ferme Robert - Sentier du Single - Le Soliat - Sentier des 14 contours - Les Oeuillons - Noiraigue: Tageswanderung Nr.788


Höhenzugangswege: Gasthaus unterwegs


Querverbindungen:


Rückmeldungen - vielen Dank!

Daniela und Edi Belser, Sep.2009

"Wir sind in der letzten Septemberwoche den Jurahöhenweg gewandert. Es war wunderschön und wir mussten unseren Regenschutz nie auspacken. Wir waren 12 Tage unterwegs. Gestartet sind wir am Hauenstein und unser Ziel war Borex. Zu den Unterkünften möchte ich einige Infos abgeben:
Die Infos wurden an entsprechender Stelle geändert
Hannes Schwarz, Okt.2010
"Zusammen mit meinem Nachbarn habe ich letzte Woche den Jurahöhenweg Nr. 5 abgeschlossen. Die Bilder sind jetzt alle Online und auch alle Texte und Profile und alles Material, das sich so angesammelt hat (auch Fotos von Wegweisern und Google-Earth-Dateien): Wir waren mehr als einmal froh um die GPS-Funktion des iphones, obwohl ja die Wege wirklich grossmehrheitlich gut ausgeschildert sind, duften wir uns dank dem GPS 2-3 Mal richtig orten und einordnen.

Von allen Höhenkuppen auf den rund 310 km haben wir wenige ausgelassen:
- Wasserfluh: Die kannten wir schon - als Aargauer :-)
- Geissflue: Die Uebernachtung in der Barmelweid war viel zu komfortabel, als dass wir unbedingt den Gipfel erklimmen wollten
- Höchi Flueh, Roggen: Von Langenbruck her zog es uns auf der Römerstrasse nach Balsthal.
- Hasenmatt: Wir hatten Durst und zogen die Beiz im Althüsli vor :-)
- Mont d'Amin: Hmmm - wir fanden, dieser Umweg zur Vue des Alpes lohne sich nicht wirklich; in Wirklichkeit waren wir ganz einfach zu müde dazu.
- Solmon (zwischen La Tourne und Noiraigue): Wir reisten von La Tourne nach Hause und stiegen dann bei der Gorges de l'Areuse wieder ein.
- Chasseron: Die Etappe nach Sainte-Croix war auch so schon lang genug (26 km).
- Le Suchet: Am ersten Tag der letzten Wanderserie wollten wir unsere Knie schonen.

Genug Ausreden, um das Verpasste irgendwann mal nachzuholen  :-)."

Ueli Morf, Okt.2011
a) "Hast Du Interesse an Fotografien aller Wegweiser längs des Chemin des Crêtes, die Zeitangaben enthalten? Ich bin daran, diese zusammen zu stellen. Mit diesen Fotografien kann man bei der Planung sehr schnell abschätzen, wie lange man für eine bestimmte Strecke braucht und ob es dann noch aufs Postauto reicht."
Sicher gern! Unterdessen sind die Fotos eingetroffen und können auf Picasa angesehen werden: https://picasaweb.google.com


b) "Hast Du Interesse an einer Beschreibung der Fortsetzung des Jura-Wanderweges vom Col de la Faucille bis nach Bellegarde? Dies ist nämlich der schönste Teil des Juras. Ich habe diesen Teil schon gemacht. Falls Interesse besteht, würde ich im Laufe des Winters diese Beschreibung erstellen, um sie dann auf Deiner Webseite zu veröffentlichen."

Da warten bestimmt viele Jurawanderer gespannt darauf! Herzlichen Dank!

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Karten und Unterkunftslisten Literatur

Nützliche Adressen und Links


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Juraweg Thal, Erlebnispfad zweite Jurakette

Juni 2004:

Auf Schautafeln entlang der zweiten Jurakette zwischen Gänsbrunnen und Balsthal/Holderbank erfahren die Wanderer viel Wissenswertes über Geografie, Geologie, Geschichte, Natur, Jagd und Forstwirtschaft. Fragen können gelöst und im Juraweg-Pass eingetragen werden. Ein heisser Tipp für Familien mit Kindern!

Der Juraweg Thal  verbindet alle 10 Dörfer zwischen Gänsbrunnen und Holderbank und soll zu kürzeren und längeren Rundwanderungen animieren.

Wanderpass, Wandervorschläge, Karte und Gasthausliste können heruntergeladen werden:



Eine Jura-Woche im Mai, vom Chasseron nach Genf

eingesandt von Femke Hartog:
Hier noch einige Berichte über unsere Übernachtungsadressen. Wir haben dazu das Buch "Jurawandern" von Philipp Bachmann benützt.

3-Tageswanderung Noiraigue - Creux du Van - Chasseron - Le Suchet - Ballaigues
eingesandt von Maria B., Juni 2009:
Es waren drei gute und schöne Tagesetappen. Siehe auch http://www.schwarzabbet.ch
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Von Konstanz über den Jurabogen nach Genf

Pauschalangebote Jura-Weitwanderungen

Wandern ohne Gepäck


a) Dielsdorf - Balsthal (Aargauer und Solothurner Jura)

Sie wandern auf eigene Faust! Organisation, Infos und Buchung bei: http://www.swisstrails.ch

b) Balsthal - Couvet (Berner- und Neuenburger Jura)

Sie wandern auf eigene Faust! Organisation, Infos und Buchung bei: http://www.swisstrails.ch

c) Couvet - Borex (Waadtländer Jura)


Sie wandern auf eigene Faust! Organisation, Infos und Buchung bei: http://www.swisstrails.ch