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Alter Saumweg über den SustenpassGemütliche Etappeneinteilung (mit Zeit für Zusatzschleifen):
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1. Tag:
1.40 h, aufwärts 60 m, abwärts 30 m
Route: Meiringen 597m
- Alpbach 607m (0.10 h) - Bahnstation Aareschlucht West (0.15 h) - Westeingang
(0.10 h) - Aareschlucht - Aareschlucht Osteingang 650m (0.45 h - Innertkirchen
630m (0.20 h)
Im Restaurant kann man sich stärken, bevor man die Schlucht betritt. Seit über hundert Jahren kann sie auf sicheren Stegen und durch Tunnels bequem begangen werden. Gewaltige, bis zu 200 m hohe Felsriegel türmen sich über uns auf; die Aare zwängt sich schäumend durch die engen Stellen und bietet ein spannendes Naturspektakel. An einigen Stellen sind die Stege so eng, dass für Kinderwagen und Rollstühle ein separates Tunnel gebaut wurde - die Wege treffen sich aber immer wieder. Gletschermühlen sind zu sehen; gezeigt wird auch, auf welch abenteuerliche Art früher Stege gebaut wurden.
Spannend ist die Geschichte vom Tatzelwurm, der vor 200 Jahren die Leute in Angst und Schrecken versetzte. Etwa in der Mitte der Schlucht sieht man den Eingang zur militärischen Kaverne, wo sich während des zweiten Weltkriegs Unterkünfte für 185 Soldaten befanden. Unterdessen wurde die Brücke weggerissen und die Kaverne aufgegeben. Die Schlucht ist hier breiter, die Felswände, an denen die Weggeländer hängen, sind immer noch gewaltig hoch.
Zum Ausgang der Schlucht gehts schliesslich zwei Dutzend Treppenstufen hinauf, dann führt eine Art breiter Katzensteg im Zickzack den Felsen entlang zum Osteingang hinauf (wer will, darf auf gleichem Weg durch die Schlucht zurückgehen).
Oben in der Kurve der Passstrasse lohnt sich ein Halt auf der Sonnenterrasse des Aare-Bistros mit Sicht ins Haslital (und auf die heraufkurvenden Töffs und Autos) ; nebenan befindet sich die Postautohaltestelle "Aareschlucht Osteingang". Zur gleichnamigen Haltestelle der Trambahn führt ein 5-minütiger Treppenweg zur Aare hinunter, wo man an der komfortabler Feuerstelle picknicken kann.
Aareschlucht Ost |
Aareschlucht |
Aareschlucht |
Osteingang |
Feuerstelle Aareschlucht Ost |
Gasthäuser
Von Dorfzentrum Innertkirchen wandern wir zunächst 5 Minuten auf der Passstrasse Richtung "Sustenpass" bis zur Kirche hinauf. Dort zweigt links die geteerte "alte Sustenstrasse" ab, der wir (mit Abkürzungen) bis zum Weiler Eggi folgen.
Auf separatem Naturweg gehts der Passstrasse entlang, dann schneiden wir die Kurve und gelangen nach Wyler (auch Wiler), wo gegenüber dem historischen Landgasthaus Tännler die Passstrasse gekreuzt wird - hier wechseln wir die Talseite. Nach der Brücke über das Gadmerwasser folgt ein längeres Stück auf der geteerten "alten Sustenstrasse" (Veloweg) durch landwirtschaftliches Gebiet (die Abzweigung "Sbrinz-Route / Jochpass" nicht beachten). Nach 20 Minuten verlassen wir das Strässchen und wandern auf dem Kiesweg weiter; an der hübsch gelegenen Alp Ahoren vorbei - die Ruhebänke locken zur Pause.
Über einen kleinen Hügel führt der grasige alte Saumweg zum Weiler Hopflauenen. Dort die Richtung halten und auf traumhaften Wiesenpfaden rechts am Staubecken vorbei und zwischen den Ställen hindurch. Weiter durch Kuhweiden zum Weiler Schwendi; dort kurz bergauf rechts am Bauernhaus vorbei zum Fussgängertunnel, das die Passstrasse unterquert. Ein 5-minütiger ruppiger Aufstieg führt nach Nessental hinauf (Hotel an der Passstrasse geschlossen). Wir folgen dem schmalen Teersträsschen über den Hügel zum idyllisch gelegenen Weiler Milistalden und abwärts zur ehemaligen Marmorsäge (Bushaltestelle).
Wir unterqueren die Passstrasse und werden sie erst wieder beim Hotel Steingletscher treffen. Zunächst folgen wir dem Triftwasser-Bach, beim Brücklein die Richtung haltend. Bald wechselt das Teersträsschen auf Kiesbelag und führt uns zum Chäppeli (auch Käppeli) hinauf. Links oben (5 Min.-Distanz) sehen wir die Talstation der Triftbahn (mit Getränkekiosk).
Wir unterqueren die Seilbahn und folgen der hier gekiesten alten Sustenstrasse hangaufwärts. Oben auf der Geländestufe erblicken wir den Titlis. Wo nach 25 Minuten rechts der Weg zur "unteri Trift" abzweigt, bleiben wir auf dem breiten Weg bis zur Kraftwerkzentrale Fuhren (oder Furen). Das Restaurant an der Passstrasse wäre in 5 Minuten zu erreichen. Wir bleiben auf dem Saumweg bis zur Abzweigung zur "Tällibahn", von wo ein Wiesenpfad dem Bächlein entlang zur Talstation an der Passstrasse führt.
Innertkirchen |
ob Wyler, Blick zurück |
Hopflauenen mit Stausee |
Wiesenweg bei Nessental |
Tunnel bei Schwendi |
Gasthäuser und Links
| Zusatzvariante
Triftbrücke:
2.30
h, auf- und abwärts je 400 m
Von der Bushaltestelle Chäppeli (Talstation Triftbahn, 1020m) führt eine Seilbahn zur Bergstatiion Unteri Trift - bei viel Betrieb ist mit langen Wartezeiten zu rechnen (Nummernausgabe): http://www.trift.ch. Ab der Unteri Trift (Bistro) kann auf gutem, aber ruppigem Weg zur Triftbrücke, eine der längsten Hängebrücken Europas, hinaufgewandert werden. Die Triftbrücke ist das Ziel vieler Wanderer, die von der Triftbahn heraufkommen; im Juni 2009 wurde die bisherige Hängebrücke durch eine längere, stabilere mit einfacherem Zustieg ersetzt. Sie ist mit 170 m die längste Hängebrücke des Alpenraums und überspannt den Ausfluss des Gletschersees beim Triftgleschter in rund 100 Metern Höhe. Wem das Schaukeln nichts ausmacht, quert sie hin und her (auf der andern Seite ginge es auf alpinen Wegen zur Trifthütte). Zurück auf den schönen Gletscherfelsen, geniesst man die Sicht auf den Triftgletscher, bevor der Rückweg unter die Füsse genommen wird. Weitere Zusatzschleifen:
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| Hängeseilbrücke
Trift
Nepalesische Landschaft oder Berner Oberland? Mit 102 m Spannweite ist sie höchstgelegene Hängeseilbrücke Europas, welche für Alpinisten gebaut wurde. In einer Höhe von über 70 m überquert sie tosenden Gletscherbach des Triftwassers. Die Hängeseilbrücke Trift ist die höchstgelegene und mit 102 m Spannweite eine der längsten Hängeseilbrücke Europas, welche für Alpinisten gebaut wurde. Der Initiant und Projektleiter Walter Brog konnte für die Konstruktion und Berechnung seiner Idee den bekannten Brückenbauspezialisten JohannesPfaffen aus Chur begeistern. Die Brücke wurde als einfaches, unversteiftes Tragwerk berechnet. Eine max. Belastung von 750 kg/m2 zuzüglich des Eigengewichts wurde in der Statikberechnung berücksichtigt. Die Zugkräfte betragen 117 Tonnen je Seite. Die Spannweite beträgt genau 101.60 m und überquert die Schlucht des Triftwassers in über 70 m über dem tosenden Gletscherbach. Die Konstruktion wurde nach nepalesischer Bauweise ausgeführt und besteht aus 220 vorfabrizierten Stahlteilen und 210 Lärchenholzplanken. Die gesamte Brücke wurde vor Ort zusammengebaut und an 6 Stahlseilen aufgehängt. Die Montage erfolgte in über 70 m über dem Abgrund und erfordert absolute Konzentration und perfekte Arbeitsvorbereitung.
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Nach dem Frühstücksbuffet (!) in der Tällihütte müssen wir uns entscheiden, ob wir denselben Weg ins Tal hinunter wählen wollen. Bei guten Bedingungen lohnt der Höhenweg über Rahfluh. Der Pfad quert eine Erosionsstelle, wo er wohl nach jedem Gewitter wieder neu hergerichtet werden muss. Bequemer Hangweg unterhalb der Tällistock-Kletterfelsen, mit grandioser Sicht in Zentralalpen und ins Gadmertal.
Bei den Alphütten von Rahfluh gehts 40 Höhenmeter weglos über einen Wiesenrücken hinunter und macht beim markierten grossen Felsen eine Kurve nach rechts. Nach der Aussichtsbank zickzackt der Weg durch Erlen- und Haselgebüsch und führt dann gut angelegt, teils etwas steil durch den Schutzwald hinab. Bei der Kapelle von Gadmen halbrechts ins Dorfzentrum, wo wir einkehren und Vorräte einkaufen können, bevor wir auf die andere Talseite wechseln.
Wir befinden uns wieder auf dem alten Saumweg, wandern talaufwärts durch den Wald und gelangen in die grosse Schwemmebene Chalberweid mit interessanten Schautafeln über die Naturgefahren in diesem Gebiet (Hochwasser, Lawinen). Auf der andern Seite der Brücke wandern wir weiter Richtung "Sustenpass". Eindrücklich ist das Geschiebe in den Bächen und Wiesen. Weit oben im Hang sehen wir die Passstrasse kurven, während wir in den Taleinschnitt geführt werden. Bevor der Aufstieg auch für uns beginnt, können wir uns auf dem schattigen Picknickplatz (Feuerstelle) im Schwarzenbrunnengraben stärken.
Zunächst gehts gemächlich auf dem breiten Kiessträsschen waldaufwärts. Nach 10 Minuten zweigt rechts ein schmaler Pfad ab, der ziemlich ruppig zum Saageli hinaufführt (links ginge es zur "Haltestelle Saageli"). Wir drehen nach rechts zum Bach, dem entlang ein schöner Pfad bergauf führt. In der Ebene von Underwasser queren wir den Bach und wandern zum Felsriegel, wo ein Treppenweg im Zickzack zur Alp Wyssemad hinaufführt. Unterwegs lohnt sich ein Blick zurück ins Gadmertal.
Die Gegend hier ist von wilder Schönheit: Wasserfälle, Legföhren, Heidelbeeren und Felsen sind zu bewundern - kein Landschaftsgärter könnte dies besser gestalten. Alte Wege sind mit Trockenmauern, Steintreppen und Platten neu hergerichtet worden. Riesige bemooste Felsstücke deuten auf früheres Felssturzgebiet hin. Die Wege sind oft ruppig, hohe Steintreppen sind zu überwinden, doch Schritt für Schritt erklimmen wir die Höhe und erreichen schliesslich den Passübergang zum Hochmoor In Miseren. Auf dem Steinplattenweg gelangen wir zum schön gelegenen Picknickplatz Miseren (20 m abseits vom Weg).
Im kurzweiligen Auf und Ab, über Gletscherschliff-Felsen, Steintreppen und Plattenwege schlängelt sich der Pfad durch die grandiose Hochmoorlandschaft - im Herbst leuchten die Büsche in allen Farben, Heidelbeeren locken am Weg, doch schliesslich erreichen wir die Steinalp (Käseprodukte) und das daneben liegende Hotel Steingletscher.
Tällihütte - Morgenstimmung |
Rahfluh, Blick zum Sustenpass |
Gadmertal mit Tällistock |
Picknickplatz Miseren |
Hochmoor In Miseren |
Gasthäuser und Links
Steingletscher-Wegweiser |
Hotel Steingletscher und Sustenpass |
Steingletscher und Gwächtenhorn |
Sustenpass, in der Mitte der Abstieg ins Meiental |
Blick ins Meiental |
Gasthäuser und Links
5. Tag:
3.30 h, aufwärts 180 m, abwärts 350 m
Route: Meien
Dörfli 1274m - Husen 1163m - Schluchtweg zur Fendenbrücke (Wasserfall)
- Bahnhof Wassen 928m (1.30 h) - Wattinger Brücke 919m (0.30 h) -
Naxtalbach 976m (0.30 h) - Göschenen 1102m (1 h)
| Links |
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| Wanderungen in der Gegend |
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