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Chinzig Chulm - auf den Spuren SuworowsVor gut 200 Jahren - Ende September 1799 - hatte der russische General Suworow mit seinem Heer von gegen 22 000 Soldaten und Kosaken-Kavalleristen den Vorstoss gegen Schwyz und Zürich unternommen, um die Truppen Napoleons mit seinen europäischen Eroberungsgelüsten aus der Schweiz zu vertreiben. Weil ihm nach dem erfolgreichen Kampf um den Gotthard und in der Schöllenen der Weg über den See nach Brunnen unmöglich war, wählte er die Route über den Chinzig-Pass ins Muothatal. Dort schnitten ihm die Franzosen den Weg ab. So er zog über den Pragelpass ins Glarnerland und trat schliesslich den Rückzug über den Panixerpass nach Ilanz - Chur - Vorarlberg an (mit Verlusten von rund 5000 Mann).
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5.30 h, aufwärts 1450 m, abwärts
450 m (mit Varianten)
Route: Muotathal/Hinterthal 624m -
Lipplisbüel 1194m - Wängi 1455m - Chinzertal 1847m - Chinzig
Chulm (Kinzigpass) 2073m - Biel 1637 m
Unsere Wanderung, in der
Gegenrichtung, ist nur für gut trainierte Personen zu empfehlen, weil
über 1400 Höhenmeter zu überwinden sind.
Von Muotathal/Hinterthal
wandern wir anfänglich stark steigend ins enge Hürital,
teilweise auf dem Fahrsträsschen und oft wieder auf einem schmalen
Fussweg nach
Lipplisbüel. Das Rauschen des Hüribaches
ist unsere ständige Begleitmusik auf dem sonst einsamen Weg dorthin.
Die nur im Sommer bewohnten Hütten vom Lipplisbüel sind daher
so dicht beisammen, weil aus den Ost- und Westhängen der umliegenden
hohen Berge die Lawinen bis auf den Lipplisboden kommen und sich hin und
wieder sogar kreuzen. Einkehrmöglichkeit im Bergrestaurant Lipplisbüöl.
Bald die Urner Kantonsgrenze (wo sich eine Alpkäserie mit Restaurant befindet), rechts über die Seenalp und links durchs Wängi- und Chinzertal. Wir wählen die letztere Wegroute Richtung "Chinzig Chulm". und so bleibt uns der Hüribach noch weiterhin treuer Begleiter. Der lange mühsame Aufstieg zum 2073m hohen Kinzigpass muss redlich verdient werden, umso grösser die Freude wenn es geschafft ist.
Der steile Abstieg über
den Wyssenboden bis Biel-Kinzig ist nicht allzu lange - wir
staunen, wie Suworow mit seinen 22'000 Soldaten vor 200 Jahren hier herauf
gekraxelt ist.
Für die restlichen
1000 Höhenmeter bis zum Talboden (Brügg/Bürglen 648 m) benützen
wir die kleine Luftseilbahn. Bei viel Betrieb sollte man als erstes eine
Fahrnummer beziehen; im Restaurant Biel-Kienzig nebenan kann man
gemütlich allfällige Wartezeiten überbrücken.
Gewandert 1994.
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