zur Titelseite
alle Tageswanderungen
Nr. 622
Tageswanderung 
Region Sierre
Outdooractive-Karte  -Naturpark-InfotafelWebcam Salgesch
Schwierigkeit: sportlich
Einkehrmöglichkeit: Milljeren, Ermitage, Susten
Anreise: Bahn nach Sierre
Postauto ab Bahnhofplatz Sierre (Richtung "Vissoie") bis Sierre Camping des Finges
(zu Fuss wären es ab Bahnhof 2,5 km Strassenwege)
Rückreise: Bahn ab Leuk Bahnhof -(Fahrplan)

 
 
 

 

Sierre - Pfynwald - Bhutan Hängebrücke - Leuk

Hinweis:
Im Naturpark Pfyn-Finges zwischen Sierre und Leuk sind auf kleinem Gebiet unglaubliche Naturreichtümer zu finden: der Pfynwald, einer der grössten Föhrenwälder Europa, Steppen, urwaldähnliche Abschnitte, Auenlandschaften, Teiche, reichhaltige Flora, seltene Vögel sowie der tief eingeschnittene Illgraben, über den nun eine Hängebrücke führt.
Der Pfynwald ist durchsetzt von vielen Wegen, die nicht verlassen werden sollten. Leider sind sie schlecht markiert. Wir wollten den Pfynwald mit dem Besuch der Hängebrücke kombinieren, was uns schliesslich nicht ganz optimal gelang. Nachwandern nur auf eigene Gefahr!
Achtung: Für die folgende Route ohne den Knick sind wir der veralteten Naturpark-Infotafel gefolgt - die Outdooractive-Karte entspricht der neu gewünschten Wegführung.
Gewandert: September 2008


3.30 h, aufwärts 440 m, abwärts 360 m
Route: Camping des Finges 545m - Milljeren (0.55 h) - Ermitage 559m (0.15 h) - Rhonekanal (0.30 h) - Untere Abschlacht 725m (0.20 h) - Obere Abschlacht 742m (0.20 h) - Bhutanbrücke 815m (0.20 h) - Susten Dorfzentrum (0.45 h) - Leuk Bahnhof 623m (0.05 h)

Gegenüber der Bushaltestelle Camping des Finges steigt der grün und gelb markierte Pfad im Zickzack auf einen bewaldeten Hügel, von dem man eine schöne Aussicht auf Sierre (und bei guter Sicht) auf die umliegenden Berge geniesst. Wir befinden uns im Forêt des Finges; Föhren auf trockenen Hügeln und eine grosse Vielfalt von Büschen und Blumen gedeihen hier im lichten Wald. Ab und zu weisen grüne Wegnummern die Route; wo vorhanden, folgen wir immer den gelben Wanderwegmarkierungen (die rot/weissen Striche sind Waldgrenzen, weisse Pfeile gehören zum Vita-Parcours). Im leichten Auf und Ab werden wir über die teils steppenartigen kleinen Hügel geleitet.

Nach einer halben Stunde kommen wir bei den Reckstangen an eine Kreuzung, wo Pfeile fehlen. Geradeaus über die Hügel wäre richtig - wir haben den Weg halbrechts erwischt und wurden am Fuss der Hügeln vorbeigeführt. Beide Wege treffen links oder rechts vom Weiher auf das Teersträsschen. Hier gingen wir nach rechts und fanden 5 Minuten später einen Pfeil nach links. Ein breiter Waldweg führt in die Waldlichtung von Milljeren, wo sich im idyllischen Gelände eine leider nur improvisierte Buvette befindet.

Während der nächsten 10 Minuten führt der Weg an romantischen Weihern vorbei. Kurz nach dem hohen Steinturm zweigt der Wanderweg links ab - hier wäre die Fortsetzung der Route durch den Pfynwald. Lohnenswert ist der 3-minütige Abstecher zur "Buvette et stand info Ermitage", wo man sich in der Gratis-Ausstellung mit Unterlagen bedienen kann und alles Wissenswerte über den Pfynwald und die alten, in die Römerzeit zurückgehenden Besiedlungen in diesem Gebiet erfährt. Im gleichen Haus lockt ein hübsches Restaurant mit Terrasse und Spielplatz zu einem Halt.

Wir wählten die direkte Route, dem schattigen Fuss des Gorwetschrats entlang, wie sie in den offenbar veralteten Info-Tafeln eingezeichnet ist - sie ist nicht mehr markiert, da ein Stück des Weges Steinschlag-gefährdet ist. Nachwandern also auf eigene Gefahr!

Gegenüber der Ermitage gehts halbrechts (zurück Richtung "Sierre") zur Schnellstrasse hinauf, die man vorsichtig kreuzt. Nun bergauf in den Wald. Rund 50 Höhenmeter über der Strasse führt ein schmaler Pfad (frühere Wasserleitung?) ebenaus dem Waldhang entlang. Nach 20 Minuten auf dem schönen Wegstück treffen wir auf eine Barriere, wo auf Steinschlag aufmerksam gemacht wird. Während rund 20 m ist vorsichtiges Gehen angesagt - links eine steile Böschung und rechts unstabile Felsen - bei Gewitter oder Schneeschmelze auf keinen Fall hier durchgehen! Nach dieser Passage finden wir (umgekehrt) ein Fussgänger-Verbotsschild. Nun, wir sind problemlos durchgekommen und gelangen beim Kanal der Rhonewerke auf ein Teersträsschen, dem wir bergauf folgen.

Nächstes Mal würden wir hier dem Wasserkanal folgen und erst 400 m später mit dem Aufstieg beginnen (alles Naturwege). Wir stiegen also auf dem Teersträsschen bergauf, zuerst dem Waldrand entlang, dann in den Wald hinein, wo es in Naturbelag übergeht. Abzweigungen nicht beachten (den Erdgas-Nummern folgen). In Untere Abschlacht sind wir wieder auf der offziellen Route. Hier fehlen für umgekehrt Wandernde wichtige Wegweiser (Richtung "Sierre" oder "Pfynwald" ist nichts angegeben). Auch auf die "Bhutanbrücke" fehlt jeder Hinweis.

Wir wandern auf dem breiten Weg durch dichten, gesunden Föhrenwald bergauf bis Obere Abschlacht. Hier zum ersten Mal der Hinweis auf die "Bhutanbrücke". Ein schmaler Zickzackpfad führt bergauf, folgt ein Stück der Hanglinie und kurvt hinauf zur stabil gemauerten Plattform der Bhutan-Hängebrücke, welche in Zusammenarbeit mit Tibet erstellt wurde. Gebetsfahnen und eine Denkmal erinnern daran. Sie dient als Bindeglied der Kulturen: zwischen Bhutan und der Schweiz und zwischen deutschsprachig im Osten und Französisch im Westen des Illgrabens. Ein tolles Bauwerk! Hoch über dem tief eingefressenen, meist trockenem Bachbett wird das Tal leicht schaukelnd überquert.

Auf der andern Seite der Brücke gehen wir talabwärts Richtung "Leuk" (wer das ganze Ausmass des Abbruchs sehen möchte, muss noch bis zur Kurve hinaufwandern). Mit Ausnahme des 5-minütigen Strassenstücks führen Naturwege im Waldsaum hart am Abgrund des Illgrabens entlang. Vorsicht beim Fotografieren!

Für den Weg zum Bahnhof führt der gelb markierte Wanderweg bis zur Rhone hinunter dem Illgraben entlang.und unten längs der lärmigen Autobahn zum Bahnhof Leuk-Susten (Leuk selbst thront am Gegenhang und liegt nicht an unserer Route). - besser wandert man durch die ruhigen Quartierstrassen nach Susten hinunter:

Am Fussballfeld entweder rechts (Waldstasse) oder links (markierter Illgrabenwaldweg) vorbei gehen. Wer dem schönen Waldweg folgt, sollte auf der Höhe der Starkstromleitung rechts abzweigen - ein unmarkierter Trampelpfad führt zur Waldstrasse. Wir kreuzen sie und folgen den Quartierstrassen (Sportplatzstrasse, kleines und grosses Pletschgässi) nach Susten. Im Dorfzentrum rechts durch die Sustenstrasse, am Café Matthieu vorbei. Bei der Migros die Treppe hinunter und durch die Strassenunterführung zum Bahnhof Leuk-Susten.
 

Blick nach Sierre

Naturweiher

Spielplatz Ermitage

Bhutan-Brücke

Illgraben, Blick ins Salgesch



Wer noch nicht genug hat:
zur Titelseite
Gasthäuser
  • Pfyn-Finges: Buvette Milljeren, Josiane Salamin
  • Pfyn-Finges: Rest.L'Ermitage, Tel. 027 456 38 48, Mo geschl., Ausstellung Naturpark Pfynwald im gleichen Haus
  • Susten: Café-Bäckerei Matthieu, Tel. 027 473 13 59, ruhige Terrasse mit Spielplatz
  • Salgesch: Bahnhofbuffet, Tel. 027 473 12 76, günstige Zimmer
Links
Karten und Bücher
  • Wanderkarte 1:50'000 Blatt 273T Montana, bei http://www.wandern.ch oder http://www.swisstopo.admin.chi
  • Digitale Karten:
  • "Hexenplatz und Mörderstein", Geschichten aus dem magischen Pfynwald, bei Amazon.de
  • "Wandern im Ober- und Mittelwallis", 35 Touren, exakte Karten, Höhenprofile, Dumont-Verlag, bei Amazon.de
  • "Oberwallis", Rother Wanderführer, bei Amazon.de
  • "Bergfloh 3 - Berner Oberland und Wallis, Bergwandern mit Kindern (Pfynwald, Illgraben), AT-Verlag, bei Amazon.de
  • "Das Wallis nach dem Tunnel", 25 Touren zwischen Rhonegletscher, Matterhorn und Genfersee, Werdverlag
  • "Zu Fuss unterwegs im Wallis - 45 abwechslungsreiche Genusswanderungen zwischen Obergoms und Val d'Hérens, Coop-Shop
  • 20 Touren im Spannungsfeld von Flüssen, Seen und Gletschern, Werd-Verlag
  • "Magisches Wallis"; Wanderungen zu Orten der Kraft, 2010, bei Amazon.de
  • "Wasserwege der Schweiz - 24 erfrischende Wanderungen zu rauschenden und stillen Gewässern", 2010, beim Werdverlag
  • "Zu Fuss an Seen und Flüssen", 45 erfrischende Touren am Wasser, Coop-Shop
  • "Naturpärke erwandern", 22 Schweizer Natur- und Kulturlandschaften entdecken, 2012, Werdverlag
Wanderungen in der Gegend

Bei der Wandersite findet man nicht nur Wegbeschreibungen und Links dazu, sondern auch Adressen und Telefonnummern der Gasthäuser unterwegs. Es liegt in der Natur der Sache, dass solche Informationen veralten. Hier werden Besucher um Verständnis und aktive Mitarbeit gebeten - Nachwanderer werden es Ihnen danken. Aktualisierungen, Erfahrungen oder eigene Wandertipps nimmt gerne entgegen: info@wandersite.ch
alle Tageswanderungen
zur Titelseite
nach oben