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Der Vier-Quellen-Weg im Gotthardmassiv

 
Rhonegletscher am Furkapass

Idee des Vier-Quellen-Wegs:

Paul Dubacher's Idee, einen hochalpinen Rundweg im Gotthardmassiv zu realisieren, der zu den vier Quellen der Flüsse Rhone, Reuss, Rhein und Ticino führt, ist seit Sommer 2011 zu 90% in «wanderfähigem» Zustand. Die Gesamteröffnung findet am 1. August 2012 statt.

Sämtliche Hintergrundinformation, Pressetexte und Aktualisierungen finden Sie auf: http://www.vier-quellen-weg.ch

Aus seiner Website
"Das Ziel ist, auf gut ausgebauten Wanderwegen im Hochgebirge zu den Quellen bedeutender Flüsse gelangen, die in verschiedene Richtungen nach Italien, Deutschland und Frankreich fliessen: zum Tomasee als Quelle des Rheins; zum Lucendropass als Quelle der Reuss, welche sich später wieder mit dem Rhein vereinigt; zum Nufenenpass, der Quelle des Ticino, welcher in den Po fliesst, und schliesslich zum Rhonegletscher als Ausgangspunkt der Rhone. Diese vier Quellen können in einzelnen Tageswanderungen erreicht werden: An den Ausgangs- und Endpunkten der Wanderungen befinden sich jeweils Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel. Es bietet sich aber auch die Möglichkeit zu einer 5-tägigen Wanderung mit guten Übernachtungsgelegenheiten."

Noch sind im Sommer 2011 nicht sämtliche Wege ausgebaut, doch hat die Wandersite in diesem Gebiet bereits Wegbeschreibungen, sodass Wanderer, die nicht warten können, bereits loswandern können.
 

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Die Etappen

1.Vom Oberalppass bis zur Quelle des Rheins

5 h, aufwärts 680 m, abwärts 680 m
Oberalppass 2044m - Trutg-Nursehalas 2058m - Tomasee 2345m - Lai Urlaun 2244m - Val Maighels 2282m (Nähe Maighelshütte) - Piogn Crap - Pass Maighels 2421m - Portgerensee - Alp Portgeren - Alp Vermigel - Vermigelhütte 2042m


Blick ins Tujetsch

Tomasee

es ladet der See

feine Gerstensuppe

Maighelshütte

Wegbeschreibung:
Ruedi Flueler hat diese Etappe in zwei Tage aufgeteilt und sie unter Hüttenwanderung vom Bündnerland ins Tessin so beschrieben:

a) 3 ½h, aufwärts 500m, abwärts 220 m
Route: Oberalppass 2025m - Punkt 1994m - Trutg-Nursehalas 2058m - Tomasee 2345m – Maighelshütte SAC 2309m

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen wir die Station “Oberalppass”. Wir dürfen uns auf eine schöne Aufwärmroute freuen. Die gelben Wegweiser schicken uns in südlicher Richtung auf unsere einwöchige Reise, welche mehr oder weniger immer der Koordinate 694m entlang geht. Nur wenige Meter steigen wir neben der Autostrasse hinunter ins Tavetsch (Tujetsch), unser Wanderweg führt uns entlang des Hanges, beim Punkt 1994m vorbei und nach 2km (ab Oberalppass) kommen wir auf eine Wegkreuzung: Trutg-Nursehalas. Hier steigen wir rechts hoch, dem Wegweiser „Tomasee oder Lai da Tuma“ entlang. Nach 250 Höhenmeter erreichen wir bereits den Tomasee. Hier entspringt der Rhein, welcher bis nach Rotterdam fliesst.

Nach einem Rast folgen wir dem Wegweiser „Cap. da Maighels“, der schöne Wanderweg führt uns ins Maighelstal hinunter, wo wir dann nach einem kleinen Gegenanstieg von 200m die schöne und gut eingerichtete Maighelshütteerreichen.

  • Übernachtung: Capanna da Maighels, Tel. 081 949 15 51
  • b) 3 ½ h, aufwärts 180m, abwärts 460m
    Route: Maighelshütte 2309m - Pass Maighels 2420m - Vermigel 1977m - Vermigel-Hütte 2042m

    Bild: http://www.giacomello.ch; VermigelhütteVon der Maighelshütte wandern wir gemütlich auf schönem Weg dem Maighelstal entlang, haben genügend Zeit, den Wasserlauf links des Weges des „Rein da Maighels“ zu bewundern. Bei einer Wegkreuzung (wir folgen NICHT dem Weg über den Bornengo-Pass zur Cadlimo-Hütte) zweigen wir rechts ab zum Maighelspass. Gleich hinter dem Pass erblicken wir einen schönen Bergsee - für mich eine Einladung zu einem erfrischenden Bad. In gleicher Richtung geht es weiter hinab bis Vermigel, wo wir den kurzen und kleinen Gegenanstieg von 50 Höhenmeter bis zur Vermigel-Hütte angehen.
    Dies war eine weitere, gemütliche Wanderung, ab Morgen haben wir dann etwas längere Etappen vor uns.

  • Übernachtung: Vermigelhütte SAC, Tel. 041 887 17 73
  • Gasthäuser und Links
  • Oberalppass: Gasthaus Piz Calmot, Tel. 041 887 12 33, Zimmer
  • Oberalppass: Rest. Alpsu, Tel. 081 949 11 16
  • Capanna da Maighels, Tel. 081 949 15 51 oder Privat 081 949 18 50
  • Vermigelhütte SAC, Tel. 041 887 17 73
  • Oberalppass – Lai da Tuma - Rein da Maighels - Tschamut ca. 6 Std.: http://www.wanderrouten.ch/tomasee.htm
  • http://map.wanderland.ch, digitales Wanderwegnetz der Schweiz mit ÖV-Haltestellen

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    2. Von der Vermigel-Hütte bis zum Gotthardpass

    5 h, aufwärts 730 m, abwärts 690 m
    Vermigel-Hütte 2042m -  Sunnsbiel - Zingelfurtflue - Summermatten - Sellapass 2712 m (mit der Möglichkeit zu einem kurzen Abstecher auf den Piz Giübin 2776m) - Lago della Sella - Gotthardpass 2091 m

    Von der Vermigelhütte wandern wir in südlicher Richtung, auf schönem Weg und immer leicht ansteigend. Bei der Zingelfurtflue gewinnen wir mit dem Zick-Zack-Weg an Höhe und wandern anschliessend in südwestlicher Richtung auf gutem Weg bis zum Passo della Sella. Auf einer unproblematischen Krete führt uns der Weg zum Passo Posmeda, von wo wir dann in westlicher Richtung langsam absteigend zum Stausee Lago della Sella kommen. Oberhalb des Sees folgen wir dem neuen Wanderweg zum Gotthard Hospiz.

    Ein Besuch des Gotthard-Museums ist zu empfehlen und vielleicht haben wir Glück, dass die fünfspännige Gotthardkutsche auch noch vorbeifährt.

    Links

    oberhalb Vermigelhütte

    Gotthardkutsche
    Giübin oberhalb Sella Stausee; Bild: Giezendanner
    Giübin oberhalb Sella Stausee

    Schneeabbruch
    Ospizio Gottardo; Bild: www.kurtmueller-nussbach.de
    Gotthardpass


    3. Vom Gotthardpass bis zur Quelle der Reuss

    6.30 h, aufwärts 960m, abwärts 1070m
    Vier-Quellen-Weg: Gotthard Hospiz 2091m - Lucendropass 2522m - Rosso di fuori 2126m - Bedretto-Höhenweg - Piansecco-Hütte 1982m

    Die genaue Wegführung ist der Wandersite noch nicht bekannt, wird für den Abstieg vom Lucendropass eventuell ein direkter Weg gebaut?
    In der digitalen Wanderkarte map.wanderland.ch sind zwei Abstiege markiert: jene über den Lucendropass, anschliessend den Südhang der Fibbia querend bis zu Punkt 2042m, von wo man zum Bedretto-Höhenweg gelangt. (Ein anderer direkter Weg führt ab dem Gotthardpass der lärmigen Strassengallerie entlang ebenfalls zu Punkt 2042m).

    Ab Punkt 2042m weiter auf dem Sentiero alto Bedretto:

    Sentiero alto Bedretto - Bedretto-Höhenweg (Tageswanderung Nr.451):

    3.20 h, aufwärts 510 m, abwärts 510 m
    Sentiero alto Bedretto: Gotthardpass/Gallerie Bianchi 1980m - Rosso di Fuori 2126m - V.Cavanna 2015m - 1955m - Cassina dei Sterli 1987m - Alpe di Pesciora - Alpe di Ruino 1953m - Piansecco-Hütte 1984m (3.20 h) - Alpe di Manio 2115m - Alpe di Cruina 1981 m am Nufenenpass (1.40 h)

    Bei der Haltestelle "Gallerie Bianchi"folgen wir dem viertelstündigen geteerten Aufstieg zum Bedretto-Höhenweg. Nun ebenaus auf dem Kiessträsschen, am Hof Rosso di Fuori vorbei. Für die erste Stunde geht es (mit Ausnahme einer Lawinenverbauung) praktisch ebenaus dem breiten Strässchen entlang; um so besser können wir die schöne Aussicht über das Bedrettotal vom Nufenenpass bis nach Airolo geniessen.

    Nach Überquerung des Cavanna-Bachs beginnt der kurzweilige Pfad mit einigen Auf und Ab's durch schöne Waldpartien und romantische Tobel. Nach einer S-Kurve bergab (Abstiegsmöglichkeit nach Villa) gehts beim Wegweiser auf 1955m der Höhenkurve entlang und aufwärts zur Cassina dei Sterli. Weiter dem Hang entlang. Nach der Alpe di Pesciora ist eine Bachüberquerung mit Kabeln gesichert; danach steigt der Pfad kurz steil an. Im leichten Auf und Ab wandern wir über die Alpe di Ruino und erreichen schliesslich die Piansecco-Hütte.

    Links
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    4. Von der Piansecco-Hütte bis zur Quelle des Ticino

    6.30 h, aufwärts 420 m, abwärts 1100 m
    Piansecco-Hütte 1984m - Alpe di Manio 2115m - Cruina 2026m - Nufenenpass 2478m - Abzw.Griesspass - Ladstafel 1925m - Agenetal - Loch 1356m - Ulrichen 1346m

    Wir folgen weiter dem Hangweg. Gemächlich ansteigend, über Bächlein und blumenreiche Alpweiden, wandern wir auf schönen Pfaden zur Alpe di Manio. An zwei Bergseelein vorbei erreichen wir Nufenenpassstrasse auf 2099m.
    Während der letzten halbe Stunde - die Passtrasse und der Wohnwagenkiosk sind bereits in Sichtweite - wandern wir entweder auf dem geteerten Strässchen oder auf dem parallelen, etwas holprigen Wiesenpfad durch die Kuhweide zur Alpe di Cruina (wo wir am improvisierten Kiosk-Restaurant auf das Postauto warten könnten).

    Aufstieg über Motto Vallés zum Nufenenpass. Bei der Passhöhe die Richtung halten; wir treffen bei der Haltestelle "Abzw.Griesspass" auf die Fahrstrasse zum Griesssee, der wir nach links folgen. Nach 800m zweigt der Wanderweg rechts ab und trifft auf die Via Sbrinz und den Alpenpässeweg, markiert mit Nr.40 und 6. Weiter abwärts Richtung "Ulrichen", die Passstrasse mehrmals kreuzend, vorbei an der Haltestelle "Ladstafel". Durch das grüne Agenetal, links und rechts dem Agenebach entlang, wandern wir nach Ulrichen hinunter.

    Gasthäuser
    Links
    Blick vom Goms zum Nufenenpass


    5. Von Oberwald bis zur Quelle der Rhone

    6.30 h, aufwärts 1080 m, abwärts 180 m
    Oberwald 1368m - St. Niklaus - Bärfel 1569m - Gletsch 1757m - Busstation Muttbach 2046m - Station Muttbach-Belvédère 2118m - Furkapass 2429m - Hotel Belvedère 2271m

    Eingangs Oberwald bei der Rottenbrücke (wie Rhone im Wallis heisst) gehen wir bachaufwärts durch das schöne Auengebiet nach St.Niklaus, an der Kapelle vorbei. Bei der Verzweigung Bärfel queren wir rechts über das Brücklein zum Sonnenhang. Durch Heidelbeerbüsche und hochmoorartige Wiesen mit schöner Flora wandern wir hangaufwärts, parallel zur jungen Rhone. Nach einem Felskopf brauchen wir etwas Tittsicherheit; steile Felstritte, gesichert mit fixen Seilen, führen näher zur Rotte. Im steilen Uferhang folgen wir im wechselnden Auf und Ab dem schmalen Pfad. Neben dem Tunnel der Dampfbahn gehts im Zickzack kurz steil bergauf zur Strasse, der wir über die Brücke folgen.

    Nach der Brücke führt der Weg über ein paar hohe Felstritte und folgt dann der Hanglinie. Reichhaltige Vegetation! Kurz vor der Brücke bei Gletsch erreichen wir wieder die Passstrasse.  Hotels, kostenpflichtiger Picknickplatz, Tourist-Info, Haltestelle der Furka-Bergstrecke. Hier treffen die beiden Pässe Grimsel und Furka zusammen, entsprechend gross ist an Wochenenden der Ausflugsverkehr. Uns stört das nicht gross, am Dorfausgang, nach dem Überqueren der Rotte, zweigt unser Wanderweg links ab (hier beginnt auch ein Naturpfad zum Wasserfall; die ganze Talebene von Gletsch ist im Bundesinventar der Auengebiete von nationaler Bedeutung aufgeführt).

    Unsere Route Richtung "Furkapass" verläuft als Hangweg zwischen Geleise und Strasse, von der aber kaum etwas zu hören ist. Schöner Pfad ohne grosses Gefälle durch blumenreiche Gebirgslandschaft. Es lohnt sich, ab und zu Richtung Rhonegletscher hinaufzublicken, dessen Wasser schäumend über die Felsen zu Tale brausen. Einst konnte unten in der Ebene von Gletsch das Gletschertor besichtigt werden.

    Wegweiser am FurkapassSchliesslich treffen wir auf die Passstrasse, der wir die fünf Minuten bis zur Postautohaltestelle Muttbach folgen (wer müde ist, kann mit dem Postauto hins Belvédère hinauffahren). Der Wanderweg macht einen Umweg via Furkapass. Wir folgen dem Bahngeleise bis zur Bahnstation Muttbach-Belvédère (von wo die Dampfbahn den obersten Teil des Furkapasses im Tunnel unterfährt). Für uns heisst es jetzt aufsteigen; im Zickzack führt der gut angelegte Weg zum Furkapass hinauf (Einkehrmöglichkeit).

    Neben dem Walliser-Wappen aus Stein beginnt der aussichtsreiche Wanderweg nach links Richtung Belvédère. Parallel zur Passstrasse wandern wir rund eine Stunde, bis wir den Blick auf den Rhone-Gletscher geniessen können. Durch die schöne Felslandschaft führt der Weg zum geschlossenen Hotel Belvédère mit der glechnamigen Haltestelle hinunter.

    Besichtigung der Eisgrotte
    Es lohnt sich, das Geld für die Besichtigung auszugeben, besonders für jene, welche die leichte Variante gewählt haben, da das Kioskgebäude die Sicht auf den Gletscher versperrt. Man geht also durch den Kiosk und steht staunend vor der riesigen Eismasse. Ein kurzer Zickzackweg führt zur Eisgrotte hinunter, wo man 100 m in den Gletscher hinein spazieren kann. Leider schmilzt der Gletscher immer mehr zurück - der Steg zum Eingang muss wöchentlich verstellt werden!

    Neu gebildeter Gletschersee mit Eisbergen
    Infolge des starken Gletscherrückgangs und der Klimaerwärmung hat sich am Gletscherende ein See gebildet, der in den nächsten Jahren beträchtliche Formen annehmen und mit kleineren und grösseren Eisbergen bestückt sein wird. Ein Naturspektakel!

    Gasthäuser und Links


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