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Haute Route du Val Terbi4 Tage unterwegs auf einsamen Jura-Höhenwegen - praktisch ohne HartbelagDas östlich von Delémont liegende Val Terbi ist in der Deutschschweiz wenigen bekannt. Es liegt zwischen den beiden Jura-Höhenwegen an der Sprachgrenze Deutsch - Französisch. Während die Tour Valdorée das Tal auf mittlerer Höhe umrundet, folgt die "Haute Route du Val Terbi" den Gratwegen um das Tal herum, mit Übernachtung in Berghütten. Es lohnt sich, diese schöne Ecke der Schweiz kennenzulernen.
Über das ganze Jahr verteilt werden in der Gegend geführte Wanderungen angeboten - für Deutschschweizer eine gute Gelegenheit, neben dem Wandern und dem Auffrischen von Französischkenntnissen auch den freundlichen Einheimischen zu begegnen: |
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Mont Raimeux über dem Val Terbi |
Val Terbi, Blick gegen Hohe Winde |
Sonnige Hochebene von Rebeuvelier |
Jugi Delémont (neben Birsbrücke, 4.Tag) |
Die Route ist in der Website: ausführlich (auf Französisch) beschrieben - die folgenden Ausführungen sind ihr entnommen; vielen Dank! Allerdings sind Übersetzungsfehler nicht ausgeschlossen; bei Unsicherheiten konsultieren Sie am besten das Original. Die Wege sind nicht immer markiert, besonders auf der 1. und 2.Etappe - ein Einheimischer hat spannende Zusatzschleifen und Schleichwege eingebaut, die zu finden ein Abenteuer für sich sind. Wer sich das nicht zutraut oder gerne sorglos wandert, lässt sich von einem Wanderführer begleiten.
Die Wegzeiten sind grosszügig bemessen.
An- und Rückreise:
1.
Tag: 5 - 5.30 h, aufwärts 1100 m, abwärts 230 m
Route: Courroux 418 m
- Bambois 550m - Grotte du Bambois 630m - Rocs du Midi 870m - Skiclubhütte
770m - Rebeuvelier 664m - Gitzi 930m - Pré des Auges 1097m -
Cabane du Raimeux SAC 1240 m
A: Vom Dorfplatz gegenüber der Kirche, am Hotel de l'Ours vorbei, folgen wir kurz der Rue de Bellevie südwärts und zweigen rechts ab in die Rue du Canal. Wo die Strasse endet, führt ein Weg alles dem Kanal entlang bis zur Hauptstrasse Courrendlin - Vicques. Nach Querung der Strasse in gleicher Richtung weiter. Der Weg führt zwischen den beiden Bauernhäusern Esserts Beurquet und Les Voites (Fischzucht) hindurch zum Waldeingang.
Im Einschnitt des Waldes rund 20 Höhenmeter aufsteigen und rechts in einen schlecht markierten Weg einfädeln. Der Pfad steigt eine Böschung hinauf (rote Pfosten) und trifft in einer Linkskurve auf einen Wanderweg mit gelben Rauten, der in einen breiten, leicht aufsteigenden Waldweg mündet. Nach ungefähr 500 m Richtung Westen erreicht man auf einer Höhe von 550 m die grosse Weide von Bambois. 100 m weiter vorn trifft man auf zwei gelbe Weidegatter, wo man den Weg durch das linke Gatter verlässt (Detail siehe die Topokarte: outdooractive.com).
B: Über eine Wegspur steigen wir die ganze Weide bergauf; rechts sehen wir Courrendlin, Châtillon und den Montchaibeux. Wir gehen durch zwei gelbe Weidegatter; nach dem zweiten drehen wir leicht nach links, der Hanglinie entlang. Schöne Sicht auf Delémont und ins Tal!
Wir betreten den Wald auf einem alten Weg, der in einen breiten Waldweg führt, wo man links wieder auf den gelb markierten Wanderweg trifft. (Die Waldhütte der Bergerie de Courrendlin befindet sich ungefähr 400m entfernt, etwas weiter unten).
Gelben Wegpfeil beachten! Schöner Pfad zur Grotte du Bambois, ein Ort wo man sich zu Fuss oder zu Pferd eine Rast einlegt.
Weiter
oben trifft man auf einen Wanderweg (den besser markierten Weg wählen!).
Den Markierungen folgen und im Zickzack auf den Waldhügel aufsteigen,
dann leichter Abstieg nach rechts in eine Mulde und weiter rechts dem Gratweg
entlang zum Aussichtspunkt Rocs du Midi. Picknickplatz mit
Feuerstelle (Holz ist rar). Auf der Felskanzel einen Blick in die imposante
felsige Schlucht werfen! Von links bis rechts sind zu entdecken: Raimeux,
Graitery, Montagne de Moutier, Vellerat, Choindez, Courrendlin; weiter
entfernt die Ordons, Bassecourt, Courtételle, Rossemaison, Develier,
Delémont - ouah!
C: Ab Aussichtspunkt Rocs du Midi gibt es zwei Varianten:
Von Rebeuvelier zur Raimeux-Hütte gibt es einen gelb markierten Wanderweg, dem wir teilweise folgen. Vom Dorfplatz Rebeuvelier zunächst Richtung "Vermes" marschieren. Beim Dorfausgang den Weg rechts nehmen, am Campingplatz vorbei, und Richtung Bauernhaus Belle Journée gehen.
Vom Bauernhaus südwärts aufsteigen. Der Weg macht im Wald eine starke Kurve nach rechts. Ziemlich steil gehts südöstlich aufwärts. Bei den Weiden von Barres treffen wir auf einen Weg, dem wir nach links weiter aufsteigend Richtung Bauernhaus Gitzi folgen.
Oberhalb des Hauses Gitzi passieren wir den Zaun westwärts und wandern zunächst der Höhenkurve, dann etwas südwärts dem Hang entlang bis zur Kantonsgrenze im Wald. Dort treffen wir in einer Vertiefung auf eine Piste, die der Kantonsgrenze entlang führt. Wir folgen ihr bergauf und streifen eine bewaldete Weide, die Pré des Auges. Oberhalb dieser Weide zweigt ein Weg nach rechts, nach Westen ab. Ihm folgen wir ein paar Dutzend Meter und zweigen links ab auf einen Pfad, der uns gegen eine Klippe führt. Wir folgen dem Fuss dieser Klippe nach rechts, dann mündet der Weg in die Weiden von Raimeux, wo sich ein altes Fussballfeld befindet.Wir queren die Weide nach rechts und gelangen auf dem Weg, der vom Weiler "Raimeux de Granval" herkommt, zur Cabane du Raimeux..
2. Tag:
5 - 5.30 h, aufwärts 700 m, abwärts 830 m
Route: Cabane du Raimeux
1240m - Antenne 1302m - Petit Pré 1104m - 998m - La Hauteur
795m - Probstenberg 1119m - Mieschegg 1104m - Tannmattegg 1178m - Tannmatt
1122 m

Die
Cab.du
Raimeux verlässt man nördlich Richtung Raimeux de Grandval
und geht weiter zum 15 m hohen Beobachtungsturm (1939-45). Achtung, bei
Nebel ist es leicht, sich zu verlieren! Beim Turm folgt man alles dem Grat
der Kantonsgrenze entlang Richtung Osten. Nach rund 4 km kommt
man in der Nähe des Bauernhofs
Petit Pré.
Unterwegs
gibt es sehr schöne Ausssichtspunkte und einen Picknickbank oberhab
Petit
Pré.
Weiter der Kantonsgrenze folgend, gehts leicht bergab bis zum Waldeingang. In der Ecke des Waldes endet die Weide. Wir nehmen den Weg nach rechts Richtung "Corcelles". Dies ist der alte Weg, den die Bauern von Envelier nahmen, um nach Corcelles zu gelangen. Er mündet nach rund 600 m in die Haarnadelkurve eines breiten Waldwegs; bei Punkt 998 m, rund 100 m vor dieser Kurve, entdeckt man links einen alten Weg, der steil gegen Süden bergab führt. Er ist an einigen Bäumen manchmal noch gelb markiert. Wenig ausgeprägt, leitet er auf der Höhe der Strasse Corcelles - Elay (Seehof) zum Bauernhof La Hauteur.
Auf der andern Seite der Fahrstrasse, bei der Verzweigung links neben dem Bauernhaus, nehmen wir den aufsteigenden Weg links Richtung Südosten. Auf der andern Seite des Waldhügels wandern wir zwischen den beiden Bauernhöfen Underi Hell und Mittlere Hell zur Oberen Hell. Dort, auf 1010 m, einem kleinen Hügel, kreuzt man die gelb markierte Wanderroute. Weiter Richtung Südosten; der alte Waldweg steigt gegen Probstenberg hinauf. Auf diesem Hof gibt es in einem eingezäunten Areal eine Hirschkolonie. Je nach Abmarschzeit ist nun der Moment für das Mittagspicknick gekommen.
Die Strasse nach wenigen Schritten verlassen und entweder zum Waldrand oder bis zum Grat hinauf (Kantonsgrenze) aufsteigen.
Links
3. Tag:
4 - 5.30 h, aufwärts 690 m, abwärts 1110 m
Route: Tannmatt 1122
m - Zentner 1170m - Scheltenpass 1051m - Vorder Erzberg 1070m - Hohe
Winde 1204m - Mittlere Rotmatt - Choin 967m - Trogberg 975m - Le Greierlet
806m - La Chèvre 910m - Welschgätterli 810m - Oberbergli
699 m
A. Von der Tannmatt starten wir ostwärts zum Grat hinauf. Schöner Aussichtsplatz mit Sicht auf Thal und Balsthal. Wir folgen dem Thalweg, auf dem wir vielen gelungenen Lehrtafeln begegnen. Der Weg führt durch Weiden und quert eine hohe Starkstromleitung. Eine Tafel erklärt die Verteilung des Stroms zwischen der Schweiz, Frankreich und Deutschland.
Im kleinen Tälchen, das wir durchwandern, entdecken wir schönen Karstlöcher. Wir erreichen den Bauernhof Zentner, wo der Weg links abzweigt Richtung "Scheltenpass"
Wir starten Richtung Nordwesten, dem Wegweiserpfeil folgend, am kleinen Picknickplatz unterhalb der Weide vorbei, und steigen zum Stall beim Waldrand hinunter. Der gelb/rot markierte Jura-Höhenweg (Richtung "Delémont") führt uns zur Mittleren Rotmatt, westlich steigt der Weg leicht an gegen Choin an der jurassischen Grenze. Picknickplatz. Hier zweigt unsere Route rechts ab nach Trogberg, vorbei am Kräutergarten der Firma Ricola. Weiter auf dem Jura Höhenweg, am Hof Greierlet vorbei. Eine Tafel zeigt die Wappen von Solothurn und vom Prince-Eveque Rinck de Baldenstein.
Unser Weg folgt dem Waldrand nach Westen, führt auf den Waldhügel, quert rechts ein kleines Steinschlaggebiet und mündet in die Bergweiden von La Chèvre. Der Höhenkurve entlang gehts durch die Wiese, dann folgen wir dem Gratweg. Der Weg senkt sich im Wald zu einem berühmten Durchlass, dem Welschgätterli, die "petite porte des Welches" oder Vaitcheriatte. Gleichzeitig ist dies die Sprachgrenze zwischen dem welschen Val Terbi und dem deutschsprachigen Laufental.
Nun nach rechts Richtung
"Oberbergli", dem Hoggen-Hang entlang. Zuerst ebenaus durch eine
traumhafte Blumenwiese, dann im Wald ziemlich ruppig bergab. Bei der Verzweigung
die die Richtung halten und um den Waldhang herum zum Restaurant Oberbergli.
Links
|
Bergrestaurant Oberbergli |
Restaurant Vorder Erzberg |
Skihütte Hohe Winde |
Hohe Winde |
Welschgätterli |
Blumenweise am Hoggen-Hang |
4. Tag:
5.30 - 6 h, aufwärts 740 m, abwärts 1040 m
Route: Oberbergli 699
m - Stierenberg 836m - Fringeli 826m (1 h) - Rétemberg 868m -
Pierreberg 791m - Roc de Courroux 855m - Petit Roc 778m - Pont de la
Birse 409m - Courroux 413 m
Beim Oberbergli starten
wir auf demselben Weg, wie wir gestern gekommen sind, drehen aber hinter
dem Bergrestaurant sofort nach rechts.
Wir folgen den gelben Markierungen
Richtung "Fringeli/Delsberg". Der Weg führt bergauf zum Stierenberg,
an der Cabane d'Erschwil vorbei, senkt sich leicht in eine feuchte
Mulde und führt dann über den Gratweg des Falchriedbergs
nach Ober Fringeli.
Wir folgen dem Weg bis zum Bauernhaus (ehemaliges Restaurant). Bei der Wegkreuzung steht eine Lehrtafel zur Geologie (der Lehrpfad gehört zum "Sentier Gressly", der von Bärschwil heraufkommt). Weiter auf dem Jura-Höhenweg Richtung "Rétembert/Delémont"; Mittagshalt im Naturfreundehaus in Rétemberg.
Der Höhenweg führt
uns weiter über Pierreberg, Roc de Courroux und Petit
Roc
(sehr schöner Aussichtspunkt). Auf der andern Seite der Schlucht von
Bellerive sieht man die Ruinen des Schlosses Vorbourg. Im Norden befindet
sich das Schloss Soyhières, im Tal das Dorf Courroux und die Birs.
Wir treffen auf einen breiteren Weg, der die Felsen umgeht und bergab Richtung
"Colliard" führt.
Unten an der Birs, wo der
Zusammenfluss der Birs mit der Sorne vom Pont de la Birse aus zu
sehen ist (praktisch am Stadtrand von Delémont) nehmen wir den Weg
nach links, der uns nach Courroux, unseren Ausgangspunkt, zurückführt.
Das ganze Gebiet zwischen der Birs und Courroux steht unter Naturschutz. Früher baute man hier Eisenerz ab für die Schmelzerei von Rondez auf der andern Seite des Bachs. Diese Gegend bildet heute das Tal Terbi, von wo der Name dieser Tour, die Haute Route du Val Terbi, her stammt.
Links
Haute
Route du Val Terbi - geführte Tour mit Gepäcktransport