zur Titelseite
alle 2-Tageswanderungen
Nr. 100
2-Tageswanderung 
Region Thurgau - Schaffhausen
Webcam Oberneunforn TG (nähe Ossingen)
Schwierigkeit: sportlich (heikler Tanneggrat), lang: Besser auf 3 oder 4 Tage verteilen!
Einkehrmöglichkeit: in allen Dörfern unterwegs
Übernachtung: Frauenfeld
Anreise: mit Postauto von Wil SG nach Fischingen.
Nach Au fährt kein Bus - wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, beginnt die Wanderung entweder in Fischingen 
oder macht einen Abstecher Fischingen - Höll retour (je 2 km hin und zurück).
Rückreise: Schiff Paradies - Büsingen
Postauto oder Schiff Büsingen - Schaffhausen 
oder Bahn ab Schlatt   (Bahn- und Busfahrplan)

Von der Höll ins Paradies

Tanneggrat; Blick zum Hörnli und in die Alpen- Weshalb die zwei Häuser der «Höll», recht lieblich am Fusse von «Grat», dem höchsten Punkt des Thurgaus gelegen, diese Bezeichnung erhielten, dürfte mit der etwas abseitigen Lage am Waldgebiet der Hulftegg und des Hörnli in Zusammenhang zu bringen sein.
- Paradies, das seinen Namen vom so benannten Konstanzer Klarissinnenkloster erhielt, liegt malerisch am Rhein.
- So mag es denn reizvoll sein, auf Wanderwegen von der Höll zum Paradies oder umgekehrt zu pilgern und sich dabei an der Vielfalt der thurgauischen Landschaft zu erfreuen.
- Aus einer Wegbeschreibung des Gasthof Paradiesli aus Schlatt am Rhein (bei Schaffhausen), 2006
- Tipp: Zu Beginn die Rundwanderung Fischingen - Höll - Groot 985m - Roopel - Fischingen, 3h30 einplanen und in Fischingen oder Dussnang zusätzlich übernachten

1. Tag: 8h30, aufwärts 780m, abwärts 1190m, 31km
Route: Au 405m 691m - Höll 809m - Fischingen 620m (1h) - Dussnang 595m (40min) - Tannegg - Tanneggrat - Niderwies 755m - Hochwacht - Bichelsee 604m (2h10) - Aadorf 528m (2h10) - Aawangen 490m - Frauenfeld 405m (2h30)

Wanderkarte, gezeichnet mit
                SchweizMobilPlusHöll (oder "Hell") liegt 2,5 km von Fischingen entfernt, ziemlich genau im Süden. Am schnellsten erreicht erreicht man es von Au bei Fischingen in einer knappen halben Stunde halblinks auf einem Nebensträsschen.
Der Weg von Höll (oder "Hell") über die thurgauische Staatsdomäne Ottenegg nach Fischingen bietet ein vergnügliches Abwärtswandern auf schönen Wanderwegen. Rechts sieht man die berühmte Klosterkirche Iddaburg. Der schon von Höll an markierte Weg findet unterhalb des Klosters beim Brücklein über die Murg die Fortsetzung. Schöner Wanderweg nach Dussnang, bekannt durch sein Kneipp-Kurhaus; Einkehrmöglichkeiten.

Trittsicherheit
            und gute Schuhe sind auf dem Tanneggrat erforderlichLinks von der Kirchen finden wir den Hauptwegweiser. Uferweg rechts und links dem Tanneggerbach entlang, dabei durchschreitet man eine alte gedeckte Brücke. Nach 10 Minuten queren wir die Fahrstrasse bei Tanneggund steigen zum Tanneggergrat auf. Der schmale Wurzelpfad verlangt die volle Aufmerksamkeit, besonders bei Nässe (siehe Warntafel). Landschaftlich ein Schmuckstück und mit dem schmalen bewaldeten Grat eine topografische Seltenheit für den Thurgau, berührt dieser Übergang ein geschichtlich interessantes Gebiet. Beim Aufstieg führt der Weg an den Überresten einer Burg vorbei, die einst den Toggenburger Grafen gehörte. Auf dem kleinen Plateau stand auch das «Städtchen», wohl eine Vorburg.

Nach der Hochwacht, wo man nochmals hübsche Ausblicke ins Hörnligebiet und in die Alpen geniesst, wird auf schmalem Pfad zum Dorf Bichelsee abgestiegen.

An der Nordseite des kleinen Sees (mit Badeplatz), einem landschaftlichen Bijou, erreicht der Weg über Rätschberg die Anhöhe, von der wir nach Ettenhausen absteigen. Beim Übergang nach Aadorf sind zu rechter Hand die Gebäulichkeiten des ehemaligen Zisterzienserinnenklosters Tänikon zu beachten. Von Aadorf gelangen wir über Aawangen und Häuslenen den Kantonshauptort Frauenfeld.

Kloster
                  Fischingen, Aug.2012
Kloster Fischingen

Dussnang

gedeckte Brücke

Stechpalmen
der etwas heikle Tanneggrat
der heikle Tanneggrat

Hochwacht, Blick in die Alpen
Aawangen
Aawangen


2. Tag: 9 h, auf- und abwärts je 530m, 36km
Wanderkarte, gezeichnet mit
                SchweizMobilPlusRoute: Frauenfeld 405m - Rorerbrücke - Warth, Kartause Ittingen 425m (1h10) - Iselisberg 515m (1h) - Nussbaumen 496m (2h) - Stammheim 433m (1h) - Diessenhofen 413m (2h05) - St.Katharinental (15min) - Gasthaus Paradies - Fähre Altparadies/Rhein 404m (1h30)


Von der Bahnhofunterführung in Frauenfeld (nicht Richtung Bahnhofplatz) wandert man in 45 Minuten auf dem linken Uferweg der Murg entlang zur Rorerbrücke und überqueren dort die Thur.

Wir überqueren die Brücke, wo links der Wanderweg beginnt und uns für kurze Zeit dem Ufer der Thur entlang führt. Bald steigt der Pfad in die Höhe und wir erblicken die Gebäude der Kartause Ittingen. Wir nehmen den Rosenweg der Klostermauer entlang und stehen bald vor dem reich verzierten Toreingang. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Wie in eine andere Zeit fühlt man sich versetzt! Und wenn man sich nach einem Rundgang in der Gartenwirtschaft niederlässt, kommt Feriengefühl auf.

Neben dem Parkplatz ausserhalb der Gebäude befindet sich eine Hopfenplantage für den Eigenbrau des Ittinger Biers. Wir folgen dem Wanderweg Richtung Ossingen, zuerst durch den Wald, dann den Waldrändern entlang und immer schön abwechselnd bergauf und bergab. Der Weg führt mitten durch die Rebberge von Iselisberg.

Beim Parkplatz der Kartause Ittingen (die zu besichtigen sich lohnt) setzt sich der Weg Richtung Iselisberg fort, wo der Wanderer mit weiter Aussicht über das Thurtal, das hinterthurgauische Hügelland und zur Kette der Berge beschenkt wird. Hier steht auch der grösste thurgauische Rebberg. Etwas ansteigend erreicht man den Schaffertsbuck, am Übergang zu den Dörfern Trüttlikon und Uerschhausen. Zwischen Nussbaumer- und Hüttwilersee, in einer Landschaft voller Schönheit, führt das Strässchen zum stolzen Weinbaudorf Nussbaumen.

Gasthof
            Hirschen, Oberstammheim, Sep.2012Ein aussichtsreicher Höhenweg, der etwas unterhalb der Kirche seinen Anfang nimmt, geleitet den Wanderer nach Ober- und Unterstammheim und damit vorübergehend ins zürcherische Nachbarland.  Die Galluskirche auf dem «Chilebückli» in Oberstammheim bietet wertvolle Wandmalereien zu Besichtigung an. Ausserhalb des Dorfes Unterstammheim mit seinen prächtigen Riegelhäusern ist der Weg zur Furtmüle aufgezeigt, von wo man auf stillen Wegen Basadingen und Diessenhofen erreicht. Unten im hübschen Städtchen kommt man an Fischrestaurants vorbei; auch eine alte gedeckte Holzbrücke ist zu bestaunen.

Wir nehmen den Rheinuferweg, der nach St.Katharinental führt, zum ehemaligen Dominikanerinnenkloster, das hübsch restauriert, heute als kantonales Pflegeheim dient, mit Caféteria am Rheinufer. Die dazugehörige Kirche gilt als einer der schönsten Räume des Spätbarocks in der Schweiz.

Auf schmalem Weg, der sich immer wieder an den Rhein schmiegt, geht der Wanderung letztes Stück zu Ende. Wir streifen durch den Schaarenwald und gelangt dann zum Naturschutzgebiet Schaarenwiese. Hier blühen im Juni die sibirischen Schwertlilien, eine geschützte Pflanzenart. Am Rhein laden zahlreiche Picknick- und Badeplätze zu einer Rast ein.

In Paradies erkennt man etwas landeinewärts das ehemalige Kloster und das am Rhein gelegene Gasthaus Paradiesli, das wegen der schattigen Gartenwirtschaft beliebt ist.

Eingang zum Klostergarten der Kartause Ittingen,
                  Sep.2012
Kartause Ittingen
Galluskirche Oberstammheim, Sep.2012
Galluskirche Oberstammheim
gedeckte Holzbrücke in Diessenhofen
gedeckte Holzbrücke Diessenhofen
Cafeteria St.Katharinental
                  Diessenhofen
Cafeteria St.Katharinental
Rhein beim Kloster
                  Katharinental, Blick nach Deutschland
Rheinufer beim Kloster Katharinental
im Schaarenwald
im Schaarenwald
Wegweiser St. Katharinental,
                Paradiesli DiessenhofenTipps:

Gasthäuser
Links
Wanderungen in der Gegend

Bei der Wandersite findet man nicht nur Wegbeschreibungen und Links dazu, sondern auch Adressen und Telefonnummern der Gasthäuser unterwegs. Es liegt in der Natur der Sache, dass solche Informationen veralten. Hier werden Besucher um Verständnis und aktive Mitarbeit gebeten - Nachwanderer werden es Ihnen danken. Aktualisierungen oder eigene Wandertipps nimmt gerne entgegen: info@wandersite.ch
alle 2-Tageswanderungen
zur Titelseite
nach oben