| Nr.
100
2-Tageswanderung Region Thurgau - Schaffhausen |
Karte
- - Webcam
Oberneunforn TG (nähe Ossingen) |
| Schwierigkeit: | leicht, aber lang |
| Einkehrmöglichkeit: | in allen Dörfern unterwegs |
| Übernachtung: | Frauenfeld |
| Anreise: | mit Postauto von Wil SG
nach
Fischingen.
Nach Au fährt kein Bus - wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, beginnt die Wanderung entweder in Fischingen oder macht einen Abstecher Fischingen - Höll retour (je 2 km hin und zurück). |
| Rückreise: | Fähre
Paradies - Büsingen
Postauto oder Schiff Büsingen - Schaffhausen oder Bahn ab Schlatt (Bahn- und Busfahrplan) |
-
Weshalb die zwei Häuser der «Höll», recht lieblich
am Fusse von «Grat», dem höchsten Punkt des Thurgaus gelegen,
diese Bezeichnung erhielten, dürfte mit der etwas abseitigen Lage
am Waldgebiet der Hulftegg und des Hörnli in Zusammenhang zu bringen
sein.
1. Tag: 7 h, aufwärts 420 m, abwärts
710 m
Route: Au 405m 691m - Höll 809m
- Fischingen 620m (0.45 h) - Dussnang 595m (0.35 h) - Tannegg - Tanneggrat
- Niderwies 755m (1 h) - Bichelsee 604m (1 h) - Aadorf
528m (1.45 h) - Frauenfeld 405m (1.30 h)
Höll (oder "Hell") liegt 2,5 km von Fischingen entfernt, ziemlich genau im Süden. Am schnellsten erreicht erreicht man es von Au bei Fischingen in einer knappen halben Stunde halblinks auf einem Nebensträsschen.Der Weg von Höll (oder "Hell") über die thurgauische Staatsdomäne Ottenegg nach Fischingen bietet ein vergnügliches Abwärtswandern auf schönen Wanderwegen. Rechts sieht man die berühmte Klosterkirche Iddaburg. Der schon von Höll an markierte Weg findet unterhalb des Klosters beim Brücklein über die Murg die Fortsetzung. Schöner Wanderweg nach Dussnang, bekannt durch sein Kneipp-Kurhaus; Einkehrmöglichkeiten.
Links
von der Kirchen finden wir den Hauptwegweiser. Uferweg rechts und links
dem Tanneggerbach entlang, dabei durchschreitet man eine alte gedeckte
Brücke. Nach 10 Minuten queren wir die Fahrstrasse bei
Tanneggund
steigen zum Tanneggergrat auf. Der schmale Wurzelpfad verlangt die
volle Aufmerksamkeit, besonders bei Nässe. Landschaftlich ein Schmuckstück
und mit dem schmalen bewaldeten Grat eine topografische Seltenheit für
den Thurgau, berührt dieser Übergang ein geschichtlich interessantes
Gebiet. Beim Aufstieg führt der Weg an den Überresten einer Burg
vorbei, die einst den Toggenburger Grafen gehörte. Auf dem kleinen
Plateau stand auch das «Städtchen», wohl eine Vorburg.
Nach der Hochwacht, wo man nochmals hübsche Ausblicke ins Hörnligebiet und in die Alpen geniesst, wird auf schmalem Pfad zum Dorf Bichelsee abgestiegen.
An der Nordseite des kleinen Sees (mit Badeplatz), einem landschaftlichen Bijou, erreicht der Weg über Rätschberg die Anhöhe, von der wir nach Ettenhausen absteigen. Beim Übergang nach Aadorf sind zu rechter Hand die Gebäulichkeiten des ehemaligen Zisterzienserinnenklosters Tänikon zu beachten. Von Aadorf gelangen wir über Aawangen und Häuslenen den Kantonshauptort Frauenfeld.
Dussnang |
gedeckte Brücke |
Stechpalmen |
Tanneggrat |
Hochwacht, Blick in die Alpen |
2. Tag: 6.45 h, auf- und abwärts
je 120 m
Route: Frauenfeld 405m - Rorerbrücke
(0.45 h) - Warth, Kartause Ittingen 425m (0.30 h) - Iselisberg 515m (0.45
h) - Nussbaumen 496m (1.30 h) - Stammheim 433m (0.45 h) - Diessenhofen
413m (1.15 h) - Paradies/Rhein 404m (1.30 h)
Wir überqueren die Brücke, wo links der Wanderweg beginnt und uns für kurze Zeit dem Ufer der Thur entlang führt. Bald steigt der Pfad in die Höhe und wir erblicken die Gebäude der Kartause Ittingen. Wir nehmen den Rosenweg der Klostermauer entlang und stehen bald vor dem reich verzierten Toreingang. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Wie in eine andere Zeit fühlt man sich versetzt! Und wenn man sich nach einem Rundgang in der Gartenwirtschaft niederlässt, kommt Feriengefühl auf.
Neben dem Parkplatz ausserhalb der Gebäude befindet sich eine Hopfenplantage für den Eigenbrau des Ittinger Biers. Wir folgen dem Wanderweg Richtung Ossingen, zuerst durch den Wald, dann den Waldrändern entlang und immer schön abwechselnd bergauf und bergab. Der Weg führt mitten durch die Rebberge von Iselisberg, wo beim Weinbauern (Tel. 052 746 14 14) der berühmte Iselisberger degustiert werden könnte, würden wir hier an einem Samstag zwischen 10-12 oder 14-16 Uhr vorbeikommen.
Beim Parkplatz der Kartause Ittingen setzt sich der Weg Richtung Iselisberg fort, wo der Wanderer mit weiter Aussicht über das Thurtal, das hinterthurgauische Hügelland und zur Kette der Berge beschenkt wird. Hier steht auch der grösste thurgauische Rebberg. Etwas ansteigend erreicht man den Schaffertsbuck, am Übergang zu den Dörfern Trüttlikon und Uerschhausen . Zwischen Nussbaumer- und Hüttwilersee, in einer Landschaft voller Schönheit, führt das Strässchen zum stolzen Weinbaudorf Nussbaumen.
Ein aussichtsreicher Höhenweg, der etwas unterhalb der Kirche seinen Anfang nimmt, geleitet den Wanderer nach Ober- und Unterstammheim und damit vorübergehend ins zürcherische Nachbarland. Die Galluskirche auf dem «Chilebückli» in Oberstammheim bietet wertvolle Wandmalereien zu Besichtigung an. Ausserhalb des Dorfes Unterstammheim mit seinen prächtigen Riegelhäusern ist der Weg zur Furtmüle aufgezeigt, von wo man auf stillen Wegen Basadingen und Diessenhofen erreicht. Unten im Städtchen entdeckt man den Weg, der rheinabwärts nach St.Katharinental führt, zum ehemaligen Dominikanerinnenkloster, das hübsch restauriert, heute als kantonales Pflegeheim dient. Die Kirche gilt als einer der schönsten Räume des Spätbarocks in der Schweiz.
Auf schmalem Weg, der sich immer wieder an den Rhein schmiegt, geht der Wanderung letztes Stück zu Ende.Nach kurzer Zeit betritt man den Schaarenwald und gelangt dann zum Naturschutzgebiet Schaarenwiese. Hier blühen im Juni die sibirischen Schwertlilien, eine geschützte Pflanzenart. Am Rhein laden zahlreiche Picknick- und Badeplätze zu einer Rast ein. In Paradies erkennt man etwas landeinewärts das ehemalige Kloster und das am Rhein gelegene Gasthaus Paradiesli, das wegen der schattigen Gartenwirtschaft beliebt ist.
Tipps:
- Unmittelbar neben dem Restaurant Paradiesli führt eine Fähre über den Rhein nach Büsingen (Deutschland); Postauto nach Schaffhausen.
- Rheinschifffahrt ab Büsingen
- Die Bahnhaltestelle Schlatt befindet sich zwischen Neu- und Alt-Paradis
- Wer noch mag, kann die 5 km nach Schaffhausen links oder rechts dem Rhein entlang zu Fuss bewältigen. Keine Grenzpapiere erforderlich.
- Wer noch nicht genug hat, kann entlang dem Rhein entlang nach Basel wandern "ViaRhenana - von Kreuzlingen über Rheinau und Zurzach nach Basel", historische Wanderrouten der Schweiz, Coop-Reihe, Fink-Verlag
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