| Nr.
19
2-Tageswanderung Tessin Region Malcantone |
Karte
mit
eingezeichneter Wanderroute
- Webcam
Monte Tamaro
- Wegnetz |
| Schwierigkeit: | sportlich |
| Einkehrmöglichkeit: | Cademario, Arosio, Mugena, Maglio, Novaggio |
| Übernachtung: | Mugena |
| Anreise: | Bahn
nach Lugano, Bus Lugano - Cademario, Casa di Cura (Fahrplan)
Autofahrer finden auf der Passhöhe Lisone (gegenüber Rest.Cacciatori) einen grossen Parkplatz; 10 Gehminuten zum Kurhaus Cademario |
| Rückreise: | Bus Novaggio Posta - Ponte di Vella - Cademario - Lugano |
Cademario - Arosio - Mugena - NovaggioHinweise: Zwischen dem Gipfel des Monte Lema (1620 m) und dem Luganersee liegen die Täler des Malcantone. Wanderung durch ausgedehnte Kastanienwälder bei Cademario und den Fusse des Monte Lema entlang. Ein Stück wandern wir denn auch auf dem Sentiero del Castagno.Gewandert: Mitte Okt. 2006 |
1. Tag, 2 h, auf- und abwärts je
200 m
Cademario Kurhaus 820 m - Alpe Agra
948 m (0.30 h) - Croce 926 m (0.20 h) - Grotto Sgambada 843 m (0.20 h)
- Arosio 830 m (0.20 h) - S.Michele 859 m (0.10 h) - Mugena Nava 820 m
(0.20 h)
Es lohnt sich, von der Terrasse des Kurhauses Cademario die atemberaubende Aussicht auf den Lago di Lugano und das ganze Südtessin zu bewundern. Zwischen Cademario und Arosio gibt es ein ganzes Netz von Wanderwegen (unsere Route zum Beispiel, die "Strada verde", auch "Sentiero di Agra" genannt, beginnt 200 m vor der Bushaltestelle "Casa di Cura/Kurhaus").
Schöner ist es, gegenüber vom Haupteingang des Kurhauses den Treppenweg zu benützen; er führt am Schwimmbad vorbei, bergauf durch den ausgedehnten Garten und links vom Gewächshaus in den Wald. Oben trifft er auf unsere "Strada verde", einen breiten Waldweg, dem wir nach rechts folgen. Wir gelangen zur idyllisch gelegenen Alpe Agra, eine ausgedehnte Waldlichtung mit Pferdeweide und Weiher. Die Richtung halten.
Wieder im Wald, gehts leicht bergab zu einer Wegkreuzung, wo es sich lohnt, einen 5-minütigen Umweg über den Aussichtspunkt zu machen. Wir folgen also dem Wegweiser "Croce, punto panoramico" links um den Hang herum. Beim grossen Kreuz sind die Gipfel vom Monte Tamaro bis zum Monte Lema zu sehen, auch viele der Dörfer, die wir besuchen werden. Auf der andern Seite des Hügels treffen wir wieder auf unsere "Strada Verde", die nun geteert ist und in weiten Kurven bergab führt, wo überraschend das Grotto Sgambada auftaucht.
Hier, am Fusse des Monte Indunos, beginnt der "Sentiero del Castagno", dem wir nun folgen. Die Schautafel neben dem Grotto erzählt Interessantes über die Kastanien. Kurzer Aufstieg zu einem Sattel, wo der Kastanienweg links dem Hang entlang durch den Wald führt. Wo er auf einen Querweg trifft (Pfeil fehlt), gehen wir nach links zum Teersträsschen hinab, auf dem wir 5 Minuten später Arosio erreichen.
Durch die Gassen des Dorfs steigen wir bergauf zur Kirche San Michele. Sie thront hoch über Arosio, mit herrlichem Blick über das obere Malcantone und die Caroggio-Ebene. Die Eingangstüre der Kirche ist aus Kastanienholz gefertigt; eine Besichtigung lohnt sich. Speziell ist auch die Sonnenuhr aus dem Jahre 1664.
Nun ebenaus zum Dorfausgang; das "Ristorante S.Michele" lassen wir rechts liegen; wir folgen den Pfeilen "Sentiero del Castagno" Richtung "Mugena". Der Wanderweg führt durch einen gepflegten Kastanienhain und senkt sich beim Friedhof von Mugena zur Strasse hinunter. Links an der Strasse befindet sich das Albergo il Castagno sowie die Bushaltestelle "Mugena Nava".
2. Tag, 4.50 h, aufwärts 230 m,
abwärts 420 m
Mugena 820 m - Weiher (0.20 h) - ob
Vezio 782 m (1 h) - 940 m - Fescoggia 840 m (0.40 h) - Ponte di Vella 634
m (1.15 h) - Maglio 613 m (0.25 h) - Tinevalle 550 m (0.30 h) - Novaggio
630 m (0.40 h)
Vom Albergo il Castagno erreichen wir das Dorfzentrum von Mugena in 5 Minuten. Unsere Route führt quer durch die verwinkelten Gassen. Beim Dorfausgang gehts wieder kurz zur Strasse hinunter. 100 m nach der Ortstafel zweigt unser Sentiero halbrechts ab.
Es folgt der wohl schönste Teil der Route. In abwechslungsreichem Auf und Ab führen die Naturpfade durch ausgedehnte Kastanienwälder, vorbei an Weihern, Bächen, Schautafeln und Aussichtspunkten. Zuerst folgen wir dem Lauf der Magliasina, die wir bei einem künstlichen Weiher (Löschwasser-Reservoir) überqueren. Idyllischer Picknickplatz mit Feuerstelle.
Durch lichten Kastanienwald kurvt der Weg auf einen Hügel, von wo man einen wunderbaren Blick ins Tal geniesst. Rechts kurvt der schmale Pfad steil bergab ins Val Firinescio. Dem Bachlauf entlang gehen wir talaufwärts bis zur Brücke. Am Gegenhang beginnt nach einem kurzen Aufstieg ein bequemer Weg talauswärts. Viele Einheimische sind am Lesen der Kastanien, die zahlreich am Boden liegen. Wir kommen an einem Köhlerplatz vorbei, wo gezeigt wird, wie früher aus Kastanienholz Holzkohle gefertigt wurde. Gegenüber sieht man die hübschen Dorfer von Mugena und Arosio.
Der Weg wird breiter und macht beim Waldparkplatz oberhalb Vezio eine Spitzkehre. In weiten Kehren schraubt sich der Weg den Waldhang hinauf. Nach einer Viertelstunde haben wir die Höhe erreicht. Ebenaus gelangen wir zu den obersten Häusern von Fescoggia. Im Dorfzentrum gehts nach links zur Fahrstrasse hinunter.
Parkplatz: Der Sentiero del Castagno macht in Fescoggia eine unnötigen Umweg nach rechts zum Parkplatz am oberen Dorfausgang - wohl für jene, die dort mit der Route beginnen.Auf der Fahrstrasse am unteren Dorfrand von Fescoggia gehts 100 m nach links,zum Wegweiser. Ein Strässchen führt uns bergab durch den Wald; nach 7 Minuten treffen wir auf den Wegweiser "Breno", den wir ignorieren (siehe Tageswanderung Nr.468). Für uns heissts "weiter bergab"; nun auf Naturbelag. Unten auf der Ebene, eine Viertelstunde nach Fescoggia, teilt sich der Weg erneut - hier verlassen wir den "Sentiero del Castagno" und zweigen rechts ab Richtung "Ponte di Vella".
Wer dringend einkehren muss, erreicht "Breno" auf schnellstem Weg der Strasse entlang in ca. 0.20 h; ab Breno dann direkter Abstieg zum Ponte di Vella.
Auf schönem Weg queren wir eine Weide der Höhenkurve entlang. Wo es sumpfig wird, führen Spuren schräg bergab zum Wegweiser am Waldrand. Im Wald, wieder eindeutig markiert, wandern wir auf schmalen, teilweise unbequemen Pfaden talabwärts dem Hang entlang. Nach einer Viertelstunde erreichen wir den Magliasino-Bach, umgehen eine Pferdeweide und überqueren die Fahrstrasse bei Ponte di Vella (Busstation).
Die Richtung haltend, folgen wir dem schönen Uferweg, kommen an Ferienhäusern vorbei und sind überrascht, dass in Maglio neben dem Wasserfall die romantisch im Wald gelegene alte Hammerschmiede Imbisse und Getränke offeriert. Daneben sind Prospekte von den Wegen und Sehenswürdigkeiten der Gegend aufgelegt, und für Fr.3.- kann man das kleine Museum (Wasserrad) besichtigen. Am Ufer der Magliasino kann man picknicken, eine Feuerstelle steht zur Verfügung. Im Sommer würden wir hier ein Bad nehmen.
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