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Nr. 21
2-Tageswanderung Tessin
Region Lugano

weiterte    
-Webcam Valcolla
Schwierigkeit: sportlich
Einkehrmöglichkeit: Isone, Alpe di Zalto, Capanna Monte Bar, Bogno
Übernachtung: Capanna Monte Bar
Anreise: Bahn über Bellinzona nach Rivera-Bironico, Bus nach Isone Paese  (Fahrplan)
Rückreise: Bus Bogno Paese (oderCertara Paese) über Tesserete nach Lugano

Hüttenwanderung im Südtessin: Isone - Monte Bar - San Lucio - Bogno

Hinweise: Eine Tour, die bei Nordföhn sehr schön ist, und bei der man für die langen Auf- und Abstiege mit grandioser Aussicht belohnt wird. 
Wichtig ist, eine Karte mitzunehmen (oder einen Ausdruck aus dem Internet zu machen), da die Markierung und die Beschriftung nicht immer ganz eindeutig sind. 
Nicht geeignet bei heissem Wetter, da es kaum Schatten hat. Wir haben diesen Weglauf gewählt wegen den ÖV-Verbindungen.
 
Diese Wegbeschreibung stammt nicht von der Wandersite und wird ungeprüft publiziert.
  Eingesandt von Maria B., Juli 2006 - herzlichen Dank!

1. Tag, 5 h, aufwärts 1100m, abwärts 100m
Isone 748m - Alpe Muricce 951m (1 h) - Alpe di Zalto - Gola di Lago 972m (1 h) - Alpe Pavrosio 1194m - Motto della Croce 1393m (1h35) - Caval Drossa 1632m (45min) - Capanna Monte Bar 1600m (40min)

Die Reise  ins Tessin begann bei Regen. Unten blies der Nordföhn. Wir fuhren mit dem Postauto bis Isone Paese. Bei der schönen Kirche geht es erst mal runter zur Brücke, und dann beginnt der Aufstieg durch den Wald. Achtung, bevor man eine kleine Brücke überquert, rechts dem Bach entlang bergauf! Falls man diesen Weg verpasst und auf dem Teersträsschen ist, weiter gehen, die Spitzkehre machen und nach hinten laufen, wo man wieder auf den markierten Weg kommt. Beim Rustico vorbei auf der Wiese an den nächsten Waldrand, in den Wald. Wir kommen zur Alpe Murcicce. Möglichkeit zum Trinken und Käseeinkauf.

Bei den Alphütten vorbei und leicht runter in den Wald. Dem Waldsträsschen entlang, wobei es leicht nach unten geht. Tiefster Punkt 888 m. Dann Aufstieg bis fast zur Alpe di Zalto, die wir links liegen lassen. Wir kommen auf eine  Teerstrasse, die uns zur Gola di Lago führt. Schönes Moor mit Möglichkeit zum Picnic.

Der Wegweiser zum "Monte Bar" liegt etwas versteckt hinter einer Hütte, links am Strassenrand. Von dort sehen wir zum ersten Mal nach Lugano hinunter. Aufstieg durch den Wald bis Zalto - eine Ansammlung von Rustici. Achtung: beim Wegweiser (letztes Haus) nicht nach unten gehen, sondern links hinauf. Wir kommen auf einen Parkplatz und laufen nun rund eine halbe Stunde auf Hartbelag (Militärstrasse) bergauf zur Alpe Pavrosio. Dort begegneten uns eine Herde Ziegen mit ihrem Geissbock. Dann gemächlicher zum Motto della Croce. Das grosse Kreuz ist schon von weit unten sichtbar. Hier hatten wir das erste mal eine Traumaussicht ins Luganese und zu den Denti della Vecchia.

Der Weg zur "Capanna Monte Bar" ist mit einer Stunde angegeben. Doch der Weg führt mehrheitlich auf Beton/Teer. Wir gehen daher auf einem gut sichtbaren Pfad hoch zum Caval Drossa - ein erster Aussichtsgipfel mit Sicht bei Nordföhn bis zum Monte Rosa Massiv und all die Tessiner-, Bündner- und Italienerberge. Nachher leichter Abstieg zum Strässchen, das zur Capanna Monte Bar führt. Dies geht nun in einen Kiesweg über. Gemächlicher Aufstieg zur Capanna Monte Bar, die von weithin sichbar ist. Die Bewirtung war ausgezeichnet und die Sicht in die Poebene bis zu ligurischen Alpen und all die Berge ringsrum - einfach nur fantastisch!

Gasthäuser:

Bigorio, Bild: Jean Sch.
Kapelle von Bigorio
Blick von der Capanna Monte Bar; ild: Jean Sch.
Blick auf den Luganersee
Bild: Jean Sch.
Motto della Croce
Weg zur Monte-Bar-Hütte, Bild: Jean Sch.
Monte Bar

2. Tag, 4h30, aufwärts 200m, abwärts 1000m
Capanna Monte Bar 1600m - Monte Bar 1816m (30min) - Cima Moncucco 1725m -  Passo di Pozzaiola  - Alpe Pietrarossa 1549m (1h30) - Capanna San Lucio 1542m (1h40) - Bogno 971m (1 h)

Aufstieg zum Monte Bar über Wiesenwege. Oben eine grandiose Aussicht wie tags zuvor. Eher steiler Abstieg über den Kamm, später einem Zaun entlang, der im Sattel einen Durchstieg hat. Durch die Wiese zum Weg runter steigen und diesem folgen bis zu einem Tor. Nicht runter zur "Alpe Mateo" - vor dem Tor dem Zaun bergauf folgen zum Cima Moncucco.  Dann wieder zum Wegweiser runter halten, den wir von oben sehen, und diesem Richtung "Gazzirola" folgen. Auf die Fussspuren achten - zwischen Felsbrocken durch. Beim Passo di Pozzaiola runter zur Alpe Pietrarossa laufen. Dort trifft man auf den direkten Pfad, der von der Capanna Monte Bar her kommt.

San Lucio, Bild Jean Sch.Nun weiter dem Berghang entlang Richtung "Capanna San Lucio" wandern, die man schon von weiten sieht. Alle Wegweiser, die ins Tal führen, ignorieren. Es kamen uns auch einige Mountainbiker entgegen. Im ständigen Auf und Ab gehts über mindestens über 10 Bachläufe. Blumenwiesen (Feuer-,Türkenbundliien etc, je nach Jahreszeit), schöne Aussicht! Nach etlichen Kurven erreichten wir San Lucio (Kapelle auf italienischer Seite und auch einer Capanna). Neue Ausblicke in abgelegene Dörfer von Italien und ins Val Colla.

Wir liessen es uns gut gehen und nahmen dann den steilen, aber landschaftlich schönen Abstieg nach Bogno in Angriff, wo wir das Postauto erreichten.

Varianten:


Gasthäuser:

Rückmeldungen:

Wir haben am zweiten Tag auf Anraten der Hüttenwartin eine andere Strecke gewählt:
Cap. Monte Bar - Monte Bar (1816 m) - der Krete entlang auf Gazzirola (2116 m.ü.M) - Capanna San Lucio (1542 m) - Bogno (971 m)
Wanderzeit Insgesamt von Cap. Monte Bar bis Cap. San Lucio: 4 h 20 Min.

Der Aufstieg auf den Gazzirola ist zwar anstrengend, aber die Aussicht machte es wieder wett (Aussicht mit Blick auf Comersee!). Ein spezielles Gefühl auch, weil man direkt auf der Grenze der Krete entlang wandert. Der Weg auf den Gazzirola ist teilweise nicht sehr gut sichtbar.
Von Cap. San Lucio hatten wir etwas Mühe, den Weg nach Bogno zu finden. Etliche Wegweiser waren leider abmontiert. Wir wählten deshalb (fälschlicherweise) die Bikerroute nach Bogno (1h30). Sie ist für Personen mit Knieproblemen zu empfehlen, da sie zwar etwas länger, dafür weniger steil ist und es gemächlich nach unten geht.

Lea G., September 2007
Wir schafften den Monte Bar und die Aussicht war einzigartig: Monte Rosa, Finsteraarhorn, Leventinerberge - gemaess einem "Lokalen". Die Karte "Ticino Sottoceneri", 1:60,000, Kuemmerly&Frey hatte leider zum Teil rot gezeichnete Wanderwege, die nicht mehr unterhalten wurden und auch nicht markiert waren.
Richard Rapold, Juni 2005

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