| Nr.
280
2-Tageswanderung Region Jura |
Karte
- |
| Schwierigkeit: | sportlich |
| Einkehrmöglichkeit: | Wisen, Läufelfingen, Eptingen |
| Übernachtung: | Bad Ramsach |
| Anreise: | Bahn nach Olten, Bus nach Wisen SO |
| Rückreise: | Bus ab Sissach Bahnhof - Fahrplan |
Höhepunkte: Waldreiche Wanderung im Tafeljura der Basellandschaft. Traumhafter Rundblick auf dem Aussichtsturm. Wellnessen im Kurhaus Bad Ramsach. Panorama auf der Belchenflue.
Gewandert: Mai 2005Zusatzvarianten zu Beginn:
- Bei Salhöhe oder Barmelweid beginnen und über Froburg nach Wisen wandern (ca. 3.30 h); Tageswanderung Nr.750
- Läufelfingen 559m - Hupp 800m - Wiesenberg 1001m, 1.30 h, Tageswanderung Nr.768
Von der Postautohaltestelle Wisen gehen wir rechts am Restaurant Sonne vorbei, zweigen links ab, am Schulhausplatz vorbei und auf Treppenwegen zu den obersten Häusern des Dorfes. Beim Wegweiser Martinsgrund gelangen wir in den schattingen Wald. Nach der Verzweigung Langacher gut auf die Markierung achten; beim Ruhebänklein führt eine Abkürzung steil bergauf. Oben beim Wegweiser Wisenberg haben wir den Aufstieg beinahe geschafft. Nach rechts gehts in 10 Minuten zum Aussichtsturm Wisenberg, den zu besteigen sich lohnt. Der Rundblick reicht von Basel bis zum Schwarzwald, vom Säntis bis zu den Berner Alpen. Bänke, Tische und eine Feuerstelle laden zur Rast ein.
Beim Abstieg gehen wir zunächst Richtung "Gelterkinden". Der Pfad führt abwärts durch den Wald in eine grosse Waldlichtung hinein. Es ist das Naturschutzgebiet Wisenbergmatte, wo zwei Routen zum Hotel Ramsach angegeben sind:
Übernachtung: Hotel-Kurhaus Bad Ramsach, Tel. 062 285 15 15, Mineralheilbad, Sauna/Dampfbad, Fitnessarena, Massage, sehr ruhig gelegen, Wochenendpauschale für Wandergruppen Tipp: Wandern ohne Gepäck: Pauschale mit Übernachtung im Kurhaus Bad Ramsach und in Eptingen, http://www.bad-ramsach.ch
Aussichtsturm Wisenberg |
Blick ins Baselland |
Viadukt Rümlingen |
Hotel Bad Ramsach |
Bad Ramsach, Wiesenberg |
2. Tag:
4.30 h, aufwärts 600 m, abwärts
780 m
Route: Bad Ramsach 739m - Homberg 737m
(0.10 h) - Langi Weid 690m (0.15 h) - Ruine Homburg 640m (0.05 h) - Läufelfingen
Station 559m (0.20 h) - Rüti 751m (0.35 h) – Ebnetholz 810m (0.10
h) - Schmutzberg 840m (0.15 h) - Challhöchi 847m (0.20 h) - Punkt
924 (0.30 h) - Belchenpass 1055m - Belchenflue 1098m (0.35 h) - Chilchzimmersattel
991m (0.15 h) - Berghaus Bölchen 890m (0.15 h) - Eptingen 560m (0.45
h)
Am letzten Gehege vorbei, macht der Weg eine leichte Linkskurve und trifft auf einen Wanderwegpfosten. Hier verlassen wir die markierte Route (sie macht einen Abstecher zum 789 m hohen Aussichtspunkt „Hombergerflue“) und drehen nach links. Ein verträumter Wiesenpfad führt dem linken Waldrand entlang bergab zur Verzweigung Langi Weid, wo die Wege zusammen treffen.
Durch den Wald geht’s abwärts zur stattlichen Ruine Homburg, mit Tisch, Bänken und Feuerstelle zwischen den alten Mauern. Der Turm ist einsturzgefährdet und gesperrt und wird voraussichtlich 2006 restauriert. Nun gut auf die Markierungen achten! Ein schmaler Pfad führt links zu einem lauschigen Picknickplatz mitten im Wald. Um eine Felsnase herum gelangen wir zum Waldrand. Der Pfad folgt ein Stück dem Bächlein entlang und tritt beim Sonnenweg aus dem Wald.
Via Schlossweg und Ramsachstrasse werden wir ins Dorfzentrum von Läufelfingen gelotst. Bis zur Bahnstation (links) sind noch 7 Minuten angegeben. Einladende Gartenwirtschaften locken zur Einkehr, rechts neben dem Rest. Sonne kann in der Bäckerei feines Picknick eingekauft werden.
Beim Bahnhofrestaurant Läufelfingen gehen wir Richtung „Belchenflue“ (auch „Belchenfluh“ genannt), überqueren die Geleise und steigen in knapp 10 Minuten auf dem Teersträsschen zum Waldrand hinauf; dort geradeaus weiter, den Markierungen entlang. Im Wald führt das Strässchen, nun Naturbelag, dem schattigen Tobel entlang. Nach weiteren 10 Minuten teilt sich der Weg - wr folgen dem Wegweiser „Belchenflue“ halbrechts und wandern dem Waldrand entlang bergauf; gegenüber ist die der Aussichtsturm Wisenberg zu erblicken. Am offenen Unterstand „Bärghüttli“ vorbei gelangen wir zum Wegweiser Rüti, wo sich die Wege erneut teilen.
Die Belchenflue-Wanderer durchqueren ein Waldstück und eine grössere Waldlichtung - dort die Richtung halten zur Wegweiserstange am Waldrand. Wo der Weg nach einem Waldstück in ein Teersträsschen einmündet, befindet sich links am Waldrand die Schweizer-Familie-Feuerstelle Ebnetholz mit Aussichtsbänklein. Hier lohnt sich eine erste Rast mit Sicht auf die Froburg.
Die nächste Viertelstunde über Wirblingen (die Richtung halten) zum Schmutzberg verläuft auf Hartbelag. In einer offenen Scheune sind auf dem Hof Schmutzberg Getränke und landwirtschaftliche Erzeugnisse in Selbstbedienung erhältlich. Auf schönem Kies-Wiesenweg folgt eine genussvolle Etappe dem Nordhang des Ifleterbergs entlang. Er trifft vor der Challhöchi in den Jura-Höhenweg ein, der vom Hauenstein her kommt. Wer einkehren will, macht beim Teersträsschen einen 600 m langen Abstecher nach rechts zur „Bergwirtschaft Kallhof“. Die andern drehen 50 m nach links zum Wegweiser Challhöchi, wo wir auf dem breiten Kiesweg Richtung „Belchenflue“ weiter wandern.
Der markierte Jura-Höhenweg, auf dem wir uns nun befinden, ist gleichzeitig Etappe des Europäischen Fernwanderwegs E4 Gibraltar - Pyrenäen - Jura - Balaton - Kreta. Im 1.Weltkrieg war hier Grenzbesetzung mit Soldaten aus allen Kantonen - viele Zeugen aus dieser Zeit sind unterwegs anzutreffen. Beim Wegweiser "General Wille Haus" die Abzweigung links ignorieren! Das breite Kiessträsschen steigt regelmässig bergauf der linken Flanke entlang, wechselt dann bei Punkt 924 auf die bewaldete Nordseite, um schliesslich wieder der sonnigen Südflanke entlang zu führen. Auf den Kalkfelsen wachsen an unmöglichen Stellen die schönsten Blumen; im Juni können hier Walderdbeeren gepflückt werden.
Beim Wegweiser Belchen haben wir die Anhöhe beinahe erreicht. Falls alle Picknickplätze am Waldrand besetzt sind, gibt es rechts auf der nahen Passhöhe ein paar schattige Bänklein. Hier beginnt der 5-minütige Aufstieg auf die Belchenflue, ein Treppenweg, der zuoberst in die Felsen gehauen und mit Geländer gesichert ist. Die Aussicht vom Podest ist atemberaubend; entsprechend begehrt sind die Ruhebänke. Auf der Tafel „Freie Sicht aufs Mittelmeer“ erfahren wir, dass man vor 2 Millionen Jahren von hier aufs Meer geblickt hätte und in der Umgebung Dinosaurier hausten.
Zurück auf dem Belchenpass (auch „Bölchen“ genannt), wandern wir auf dem Waldweg zum Chilchzimmersattel, ein bei Motorradfahrern beliebter Übergang. Wir marschieren 250 m auf der Strasse bis zur Rechtskurve, wo beim Drehkreuz ein weicher Wiesenpfad beginnt, auf dem wir direkt zum Berggasthaushaus Bölchen gelangen.
Gegenüber dem Gasthaus senkt sich ein Wiesentrampelpfad bergab zum Holzmasten - Achtung, dort teilt sich der Weg. Unsere Route Richtung „Eptingen“ führt halbrechts in den Wald hinein. Wo der Pfad auf einen breiten Waldweg trifft, gehen wir nach rechts. Nochmals Achtung: Nach 120 m zweigt der Wanderweg überraschend links ab. Wir treten aus dem Wald und wandern auf schönsten Wiesenpfaden, einmal die Passstrasse querend, bergab. Weiter unten führt der Pfad einer Hecke entlang und durch eine Gänseweide hindurch. Links vom Hof Lungeren betreten wir die Passstrasse.
Dem Strassenrand entlang führt nun ein 8-minütiger Marsch zur Verzweigung beim Hof Unter Weier. Dort nach rechts. Ein steiles Kiessträsschen senkt sich zum Wald hinunter, wo die Autobahn im Belchentunnel verschwindet. Gegenüber sehen wir die Kirche von Eptingen. Fünf Minuten später erreichen wir auf dem Teersträsschen die Unterführung, von wo wir durch ruhige Quartierstrassen zur Kirche und rechts zur Bushaltestelle von Eptingen gelotst werden.
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