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10-tägiges Trekking mit Kindern:

Gemmipass - Leukerbad - Lötschental - Lötschberg-Südrampe - Gommer Höhenweg
 
 

Hinweise:

Anreise mit der Bahn nach Kandersteg (Fahrplan), mit Bus nach Eggeschwand,  mit Seilbahn nach Sunnbüel Bergstation (Restaurant).
 
1.Tag
2.30 h, aufwärts 200 m, abwärts 80m (Zusatzvariante: Aufstieg zu Fuss über Stock/Spittelmatte)
Sunnbüel 1928m - Spittelmatte 1884 - Berghotel Schwarenbach 2060 m.
Kandersteg mit Stock/Sunnbüel
Bereits bei der Ankunft in Kandersteg die ersten Probleme: Marianne hat Halsweh und Fieber. Also zuerst zum Arzt. Mit Medikamenten ausgerüstet, starten wir, Marianne auf dem Rücken tragend. Das 6-er-Zimmer in Schwarenbach ist frisch bezogen. Strenge Regeln, aber wunderschöne Landschaft!
2. Tag
2.30 h, aufwärts 300 m, abwärts 40 m
(Zusatzvariante: Abstieg über den spektakulären Gemmisteig + 1.30)
Schwarenbach 2060m - Daubensee 2206 m - Gemmipass 2322 m (Berghotel Wildstrubel, Tel. 027 470 12 01).
Seilbahn nach Leukerbad, Thermal-Kurort
Daubensee am Gemmipass

Foto P.Burn (Fotogalerie vom Gemmisteig)

Bewölkt. Beim Gemmipass trennen wir uns in Bähnlifahrerinnen und Wanderer. Marianne fiebert noch immer. Wir legen einen Ruhe- und Badetag ein.


3. Tag
Seilbahn Leukerbad - Rinderhorn

6 h, aufwärts 550 m, abwärts 770 m, ungefährliche Passwanderung, zuoberst über Schneefelder
Rinderhorn 2310m - Restipass 2626 m - Restialp 2080 - Kummenalp 2083 m

Auf dem Rinderhorn bemerken wir, dass eine Jacke in Leukerbad geblieben ist. Vater kehrt um und holt sie. Marianne ist wieder in Form und freut sich auf die Bergtour. Beim Abstieg fällt sie in ein Bächlein. Zum Glück haben wir Turnschuhe als Hüttenfinken und Reservesocken mitgenommen. Das WC auf der Kummenalp steht draussen neben dem Bach. 1.-Augustfeuer, das lange nicht brennen will. Die beiden Lagerzimmer sind voll, wir schlafen im Reserve-Lager im alten Geissenstall; es ist ohne Licht und schmuddelig, dafür billig. Den Kindern gefällt's trotzdem.

4. Tag
5 h, aufwärts 340 m, abwärts 640 m
Lötschentaler Höhenweg:
Kummenalp 2083m - Hockenalp (Restaurant) - Lauchernalp 2106 (Restaurants) - Tellialp (Restaurant) 1865m - Schwarzsee 1860m (schöner Picknickplatz) - Fafleralp 1787 m

Bequeme Wanderung zur Lauchernalp, wo wir ausgiebig frühstücken. Weiter auf dem Lötschentaler Höhenweg zur Fafleralp.
Karte
5. Tag
Postauto Fafleralp - Goppenstein, Bahn Goppenstein - Hohtenn (Fahrplan) zur  4.15 h, aufwärts 250 m, abwärts 300 m
Route: Hohtenn 1078m -  Lidu 1040m (0.35 h) - Brägji 960m (0.30 m) - Rarnerkumme 1000m (0.30 h) - Bietschtalbrücke - Riedgarten 975m (0.40 h) - Ausserberg Sonnenhalde 1030m (1.30 h) In Hohtenn ziehts die Kinder als erstes zum Kiosk. Die Wanderung nach Ausserberg ist abwechslungsreich, die Wasserleitungen, das Baltschieder Tobel und die vielen vorbeifahrenden Züge lassen die Zeit im Flug vergehen.

6. Tag

3.20 h, aufwärts 130 m, abwärts 510 m
Route: Ausserberg Sonnenhalde 1030 m - Kapelle 1040m (0.20 h) - Undra 1047m (0.15 h) - 957m - Baltschiedertal 916m (0.30 h) - Eggerbergerstübli (0.35 h) - Eggerberg 853m (0.10 h) - Lalden 801m (0.50 h) - Brigerbad 655m (0.40 h)

Brigerbad: Thermalbad (Kinder bis 12 J. besser nicht ins reissende Flussschwimmbad!)
Postauto nach über Brig zur Hauptpost, wohin wir Reservewäsche gesandt hatten. Weiter mit Bahn nach Fiesch.

In unserem 5-er-Zimmer werden mit Backstubenduft aus der Hausbäckerei geweckt. 5 verschiedene Brote gibts zum Morgenessen! Heutiger Höhepunkt sollte das Brigerbad sein. Das reissende Flussbad bleibt Stefan und Marianne in schlechtester Erinnerung - es reisst so stark, dass sie zwischen all den vielen Leuten schwimmen müssen, bis es endlich abstellt.

7. Tag
Postauto nach Binn
3 h fast ebenaus
Binn - Imfeld, Mineraliengrube Lengenbach - Binn

Sie war ein Erlebnis für die Kinder. Werkzeug konnte gemietet werden; wir fanden schöne Kalksteine mit Pyrit.
Nochmals Übernachtung in Fiesch.

Regentag. Trotzdem wandern wir zur Mineraliengube, wo sich das Wetter bessert. Die Kinder sind begeistert von ihren Funden. In einer Holzwerkstatt in Binn kaufen wir eine Holzeisenbahn für Bekannte. Abends gibts im Hotel Raclette und Musik. Tränen bei Marianne, weil wir schon um 21 Uhr ins Bett gehen und bei Sonja, weil sie die Eisenbahn lieber für sich behalten möchte.

Gommer Höhenweg: Er führt durch eine zauberhafte Landschaft und zählt zu den schönsten Höhenwegen im Oberwallis. Er ist auf seiner ganzen Länge verkehrsfrei und durchgehend markiert.
Eine ausführliche Beschreibung finden Sie unter 2-Tageswanderung Nr. 355.
Weitere Informationen sowie eine Faltblatt mit Höhenkurven und Kartenausschnitt:  http://www.goms.ch

8. Tag
4.20 h, aufwärts 300 m, abwärts 500m (Zusatzvariante: in Fiesch aussteigen und in 1.30 h nach Bellwald wandern)
Gommer Höhenweg, 1. Teil:
Bellwald 1559m - Wilern 1640m - Obermatte 1535 - Igschene 1700 - Stafel 1670 - Gluringen 1336 m.

Zuerst auf die Post, um alles heimzuschicken, was wir nicht mehr benötigen. Mit Postauto nach Bellwald zum Gommer Höhenweg. Die erste halbe Stunde durch Bellwald verläuft auf Teerstrassen; nachher auf schönen Waldwegen. Im Gommerhof übernachten wir eine feudal in zwei Hotelzimmern.

9. Tag
4.30 h, aufwärts 630 m, abwärts 640 m
Gommer Höhenweg, 2. Teil:
Gluringen 1336m - Wiederaufstieg zum Höhenweg 1800 m (bequemer wäre z.B. der Rotte entlang nach Reckingen und dort Wiederaufstieg)- Wiler 1572m - Münstigertal 1600 - Löüwene 1538 - Ulrichen 1340 m

Unterwegs sehen wir ein paar Segelflugzeuge starten. Dann ziehen uns Holzarbeiter in Bann, welche Baumstämme aufladen. So merken wir nicht, dass ein Gewitter naht. Wir werden verregnet und finden vorübergehend Deckung in einer Alphütte. Wir übernachteten im Hotel Nufenen in Ulrichen - das grosse Zimmer war ringhörig, stinkig und hatet Verkehrslärm; nicht empfehlenswert (Stand 1982!)

Der Gommer Höhenweg-ist unterdessen ausführlich unter den 2-Tageswanderungen beschrieben.

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10. Tag
1.30 h, aufwärts 40 m
Rottenweg: Ulrichen 1340m - Reckingen - Oberwald 1376 m (Bahnhof),
Heimreise.

Plötzlicher einstimmiger Wunsch der Kinder, heimzukehren - zu den Spielsachen, nach Hause! Uns ist's auch recht - wir sind dankbar für die vergangenen Wandertage.
Wir beschliessen, nächstes Jahr wieder ein ähnliches Abenteuer zu wagen. Das ganze steht und fällt natürlich mit dem Wetter, dem man - ohne feste Unterkunft - viel stärker ausgeliefert ist.

Variante Gommer Höhenweg, 3. Teil:
Für die Fortsetzung des Gommer Höhenwegs steigt man von Ulrichen 1340 m wieder auf nach Gadmen/Niederbach 1530 m und wandert weiter über Nessel 1700m - Gadenstatt - Hostette 1500m - Jostbach 1600 m nach Oberwald 1376 m = 4 h, siehe Gommer Höhenweg )


Lötschberg-Südrampe  (aus dem Prospekt der BLS):
Die faszinierende Vielfalt von Flora und Fauna begeistern jeden Naturfreund immer wieder von neuem. Staunen Sie über die verwegenen Wasserleitungen, Suonen genannt, die typischen dunklen Walliserhäuser und die zahlreichen Zeugen der örtlichen Kultur.
Auch die Eisenbahnfreunde kommen voll auf ihre Rechnung. Hohe Viadukte wechseln mit zahlreichen Tunnels und kühn an die Bergflanke angelegten Abschnitten - Meisterwerke des Bahnbaus im frühen 20. Jahrhundert.
Die Wanderung bietet zahlreiche Nebenrouten ins Tal oder zu höher gelegenen Alpen. Problemlos können auch nur einzelne Etappen begangen werden - ab Hohtenn liegen die Stationen Ausserberg, Eggerberg und Lalden direkt am Weg.
Siehe auch Tageswanderung Nr. 600 sowie 2-Tageswanderung Nr. 353 und Beschreibung auf der BLS-Homepage (mit Wanderkarte).

Unterwegs: Verpflegung in Ausserberg, Eggen und Mund sowie Bachblütenlehrpfad zwischen Ausserberg und Eggerberg.
http://www.sonnige-halden.ch


Dokumentation

Links: Wanderungen und Trekkingtouren in der Gegend



eitere Erlebnisberichte, Gasthausempfehlungen oder Korrekturen nimmt gerne entgegen:..info@wandersite.ch.

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