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Puschlav - Oberengadin - Bergell:

Poschiavo - Berninapass - Fuorcla Surlej - Malojapass - Soglio

Die Etappen:
http://www.bergbahnenengadin.ch

Hinweis
Wandern vor traumhafter Kulisse vom Oberengadin ins Bergell. Die Bergwege sind perfekt markiert und viel begangen.Für diese Trekkingtour braucht man ein wenig Kondition und Trittsicherheit; die Wege sind manchmal etwas ruppig, aber gut und sicher angelegt. Die Einteilung kann dank der vielen Unterkunftsmöglichkeiten beliebig geändert werden - beim folgenden Vorschlag bleibt Zeit für die Erkundung der Umgebung.
Gewandert: Juli 2007

Gasthäuser
1. Wandertag: 4.20 h, aufwärts 1100 m, abwärts 20 m - Abkürzungsmöglichkeit an jeder Bahnstation*
Poschiavo* 1012 m - Cadera* 1383 m (1.15 h) - Motta di Cadera 1500 m (0.30 h) - Puntalta 1680 m (0.35 h) - Gletschergarten - Cavaglia* 1703 m (0.40 h) - Alp Grüm* 2091 m (1.20 h)

Karte mit 
eingezeichneter Route
Vom Bahnhof Poschiavo gehen wir durch die Via Stazione zum Wegweiser an der Hauptstrasse. Nach links der Fahrstrasse entlang Richtung "Cadera / Cavaglia", am Museum vorbei. Den ersten Wegweiser nach dem Museum nicht beachten! 100 m später zweigt unsere Route links ab (Curtinel Strasse).
Bei der Wegkreuzung die Richtung halten; nach dem Bauernhaus geht das Teersträsschen in ein Kiessträsschen über - ab hier fast alles Naturbelag!

Das Geleise kreuzend, gelangen wir durch landwirtschaftliches Gebiet an einem blauen Kreuz vorbei zu einem Teersträsschen (Wegweiser fehlt, Markierung beidseitig). Wir gehen 200 m nach rechts leicht abwärts.

Nach dem Brücklein steigt ein Wanderweg dem Grat eines Hochwasserdamms entlang zum Waldrand hinauf. Dort beginnt der schöne Saumweg rechts in den Wald hinein. Nach einer guten halben Stunde, nachdem wir ein Kiessträsschen gekreuzt haben, gut auf die Markierung achten und nicht dem steilen Bikeweg folgen. Unsere Route steigt in gut angelegten Kurven nach Cadera hinauf; die Haltestelle lassen wir rechts liegen.

Nach dem Überqueren des Geleises, nun wieder auf offenem Gebiet, folgen wir 200 m dem breiten Kiessträsschen und biegen rechts in den Saumweg ein. Der Weg ist perfekt markiert. Wir kommen an ein paar Ferienhäusern vorbei, wo der besterhaltene Teil des alten Saumwegs beginnt. In anstrengender Handarbeit wurden Felsen und grosse Steine so aneinandergefügt, dass die Fuhrwerke darauf fahren konnten; links und rechts ist der Weg von Trockenmauern gesäumt. Nach einem Waldstück mit Geleiseüberquerung kommen wir zum Weiler Motta di Cadera, von wo man einen schönen Blick auf den Lago di Poschiavo geniesst.

Wieder im Wald, wird der Weg holpriger; grosse Felsstücke wurden hier verlegt - im Aufstieg bereitet dies aber keine Probleme. Die letzte Viertelstunde vor Puntalta verläuft den Schienen entlang; zuerst oberhalb, dann unterhalb. Von Puntalta nach Cavaglia sind 15 Minuten angegeben; es lohnt sich aber, den Umweg über den Gletschergarten zu wählen, der auf der andern Seite des Bahngeleises beginnt (oder endet).

Gletschergarten: Der Rundgang ist von Cavaglia her markiert - wir wandern also in Gegenrichtung der Pfeile. Auf stabilen Treppen mit Geländer gehts auf den Hügel hinauf. Bis zu 6 m tiefe, jahrtausendalte Gletschertöpfe sind zu bewundern. Über abgeschliffene Felsen und zwischen Zwergföhren hindurch wird man an einen Aussichtspunkt gelotst, mit Sicht ins Puschlav und zum Gletscher des Piz Palü. Zurück bei den Gletschertöpfen, gehts links weiter. Im Bereich der aufgeschichteten runden Steine hört man einen Brunnen plätschern - links etwas versteckt befindet sich ein Picknickplatz mit Feuerstelle - nach rechts gehts steil bergab zum Cavaglia-Einstieg, wo man sich mit Prospekten bedienen und einen freiwilligen Obolus spenden kann.

Fünf Minuten später erreichen wir auf dem Kiessträsschen die Bahnstation Cavaglia. Zur "Alp Grüm" gibt es zwei etwa gleich lange, sehr schöne Wegvarianten

10 Minuten vor dem Ziel treffen die beiden Wege zusammen. Traumhafte Sicht auf die Gletscherwelt! Der Bahngallerie entlang erreichen wir die Bahnstation Alp Grüm; die Berninabahn macht hier einen spektakulären, fotogenen Halbkreis.


Gasthäuser

Links

oberhalb Poschiavo

Alp und Lagh da Palü

Palü-Gletscher
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2.Tag: 4.30 h, aufwärts 160 m, abwärts 350 m - Abkürzungsmöglichkeit an jeder Bahnstation*
Alp Grüm 2091 m* - Belvédère 2189 m (0.15 h) - Poz dal Drago 2162 m (0.10 h) - Staudamm Lago Bianco 2250 m (0.20 h) - Spartiacque/ / Wasserscheide 2240 m (1 h) - Lej Pitschen 2230 m (0.15 h) - Alp Bondo/Buond Sur  2136 m (0.20 h) - Abzw.Lagalp* 2100 m (0.15 h) - Talstation Diavolezza* 2082 m (0.20 h) - Bernina Suot* 2046 m (0.45 h) - Morteratsch* 1896 m (0.50 h)

Die kurze Strecke von der Alp Grüm zum Hotel Belvédère hinauf ist die steilste des Tages. Das Gasthaus ist von Poschiavo aus zu sehen und bietet eine grandiose Sicht ins Puschlav und zum Gletscher. Bequemer Höhenweg dem Hang entlang zur Verzweigung Pozzo del Dagro (von wo man in je 20 Minuten zum kleinen See Lagh de l'Ombra absteigen oder nach Sassal Masone aufsteigen könnte). Wir aber halten die Richtung und wandern auf steinigem Weg leicht bergauf Richtung "Ospizio Bernina". Kurz vor dem Staudamm teilen sich die Wege erneut:

Wir wählen den Pfad links dem See entlang. Dazu gehen wir links zum Staudamm hinauf, wo ein schmaler, steiniger Weg dem Ufer des Lago Bianco entlang führt. An der Wasserscheide am nördlichen Damm treffen die Uferwege wieder zusammen. Über Hochmoorgebiet gehts am tiefblauen See Lej Nair vorbei zum Lej Pitschen und weiter Richtung "Lagalp" (die Abzweigung "Bergstation Diavolezza 2.30 h" nicht beachten!). Der Weg wird breiter und unterquert zweimal die Bahnlinie, die das Gelände in Halbkreisen durchfährt.

Bei der Alp Bondo gehts ein Stück dem Geleise entlang. Auf den Weiden werden Kühe und Kälber gemeinsam gehalten - Hunde an der Leine halten! Bei der Abzweigung "Station Lagalp" die Richtung halten. Bequemer Weg durch die Hochebene zur Talstationder Diavolezza-Seilbahn mit der Bahnhaltestelle "Bernina Diavolezza"nebenan.

Wir wandern 100 m links an der Talstation vorbei und queren ein feuchtes Hochmoorgebiet; falls es zu nass ist, kann man dem Wiesenweg halbrechts folgen; 5 Minuten später treffen die Wege wieder zusammen. Auf der andern Talseite sehen wir die Bernina-Häuser - zum erstenmal ist hier Pontresina ("Puntraschigna" auf Rätoromanisch) angegeben. Unser Weg umgeht eine Weide, leitet zum Waldrand hinauf, um nach der Haltestelle Bernina Suot wieder zur Ebene hinabzuführen (nach der Weidesaison kann der direkte Wiesenpfad benützt werden).

Richtung "Morteratsch" geht es ebenaus durch Moorfelder und Weiden, bis eine Treppe zum Waldhügel God Chapütschöl hinaufführt. Der Weg schlängelt sich an romantischen Plätzchen, durch duftenden Föhrenwald, an imposanten Wasserfällen vorbei und gibt den Blick frei Richtung Morteratschgletscher. Bergab gehts zur Bahnstation Morteratsch. Auf der Gartenterrasse des Restaurants geniessen wir den Blick auf den Morteratschgletscher und das Bernina-Massiv.


Gasthäuser

Links:

Alp Grüm: Sicht ins Puschlav

Lago Bianco am Berninapass

L.Bianco und L.Nair 

Morteratschgletscher und Piz Bernina
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3. Tag:  3.40 h, aufwärts 240 m, abwärts 340 m. Abkürzungsmöglichkeit: Pferdekutsche
Route: Morteratsch* 1896 m - Alp Nova (0.10 h) - Surovas, Verzweigung Bahnhof Pontresina/Puntraschigna 1822 m (1.10 h) - Val Roseg 1999 m (2 h)
Ebenaus wandern wir ab Station Morteratsch  dem Geleise entlang zur Alp Nuova. Bei der Alp Nova überqueren wir die Bahnlinie und gehen talabwärts. Beim Wegweiser zur "Chamanna Boval" teilt sich die Route. Bis Resgia folgen wir mit Vorteil dem schmalen Wanderweg parallel zum Fahrsträsschen; er führt durch lichten Lärchenwald, der sich im Herbst golden färbt.

Die Bahnstation Surova lassen wir rechts liegen; kurz danach teilt sich der Weg (siehe Ortsplan):

Wir wählen den direkten Weg durch den Wald, 200 m dem Geleise entlang. Dann nach links um Hang herum ins berühmte Rosegtal hinein, an einem "Konzertplatz" vorbei. Neben der gekiesten Pferdekutschenstrasse, wo an schönen Tagen oft reger Kutschen-/Bike- und Trottinett-Verkehr herrscht, gibt es links und rechts vom Bach schöne Fusspfade und romantische Picknickplätze im lichten Lärchenwald. Doch auch hier hat man viel zu tun mit Grüezi-Sagen. Auf dem letzten Stück wechseln wir auf die Kiesstrasse. Bei der Brücke, wo sich das Tal weitet, queren wir nach rechts über die Ebene zum viel besuchten Restaurant des Hotels Roseggletscher. Traumhafte Sicht auf den Roseggletscher.

Varianten:

Gasthäuser Links:

Aussichtspunkt Chünetta

Rosegtal

Dessertbuffet im Hotel Roseggletscher


 
 
4. Tag, 4.40 h, aufwärts 770 m, abwärts 890 m
Val Roseg 1999 m - Fuorcla Surlej 2755 m (2.15 h) - 2552 m (0.30 h) - Lej da la Fuorcla 2489 m -  2354 m -  Prugnieu 2195 m (1.05 h) - Alp Prasüra 1950 m (0.30 h) - Segl /Sils Maria 1820 m (0.20 h) 

Hinter dem Hotel Roseggletscher beginnt der gut angelegte, etwas ruppige Aufstieg zur Fuorcla Surlej. Einkehrmöglichkeit und sensationelle Aussicht auf die Bernina!

Eine Viertelstunde nach dem Passübergang von Fuorcla Surlej wählen wir nicht den Weg zur Mittelstation der Corvatschbahn (Wander-Autobahn), sondern gehen noch ein kurzes Stück bergab Richtung "Hahnensee". Beim Wegweiser bei Punkt 2552 m zweigen wir dann links ab Richtung "Segl". 

Wir treffen auf den Skipistenweg, der von der Mittelstation herabkommt, und gehen um den Hang herum, am Lej da la Fuorcla vorbei, immer Richtung "Segl", auch bei den nächsten Wegweisern. 

Bei Punkt 2354 m haben wir die zwei Varianten zur Wahl:

  • Furtschellas-Höhenroute: Aufwärts nach Curtinella 2500 m und die Bergseen von Rabgiusa 2444 m zur Bergstation Furtschellas 2313 m, mit der Seilbahn nach Sils Maria hinunter fahren.
Abstieg zu Fuss:
Wir folgen wir weiter den Wegweisern "Segl". Ein traumhafter Höhenweg dem Hang entlang bis Prugnieu 2195 m (von wo man nochmals zur "Bergstation Furtschellas 0.35 h" aufsteigen könnte). Hier beginnt für uns der Abstieg durch den lichten Wald, an der Alp Prasüra vorbei ins Dorf Segl/Sils Maria hinab.
Unten lohnt sich ein Bummel durch den Dorfkern von Sils Maria.
Gasthäuser
Links:

Webcam Silsersee

oberhalb Val Roseg

Aufstieg Fuorcla Surlej

Aussicht auf der Fuorcla Surlej

Höhenweg nach Sils Maria

Sicht auf die Seenplatte

5. Tag, 4 h, aufwärts 60 m, abwärts 500 m
Sils Maria, Platta im Fextal 1890 m - Isola 1812 m (0.45 h) - Plan Cunchetta 1799 m (0.45 h) - Maloja 1809 m (0.30 h) - S.Gaudenzio 1509 m (1.40 h) - Casaccia 1458 m (0.20 h)

Wanderung ab Sils Maria zum linken Ufer des Silsersees. Abwechslungsreiche Wanderung dem Silsersee entlang Richtung "Maloja". Der Weg schlängelt sich im leichten Auf und Ab dem lichten Uferwald entlang. Auf halbem Weg in Isola laden die Pension Lagrev sowie eine traumhaft in der Uferwiese gelegene Gartenwirtschaft zu einer Pause ein.

Nach einem Zeltplatz ist der Wanderweg etwas erhöht, parallel zur Strasse angelegt.

In Maloja dem Wegweiser folgen, er führt direkt zu den verschiedenen Hotels und Läden. Hier lohnt sich der markierte Abstecher zu den Gletschermühlen und zur Turmruine Belvedere.

Der Abstieg von Maloja ins Bergellertal ist steil - Vorsicht bei Nässe! Auf der rechten Talseite wandern wir an Spuren einer römischen Strasse und den Ruinen von San Gaudenzio vorbei nach Casaccia, ein Durchgangsort an der Passstrasse und Ausgangsort für den historischen Septimerpass.

Abkürzungsmöglichkeit mit Postauto.
 
 
Gasthäuser
Webcam Maloja

Links


Gartenbeiz am See in Isola

S.Gaudenzio

Via Bregaglia in Casaccia

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6. Tag, 4.30 h, aufwärts 340 m, abwärts 700 m
Bergeller Höhenweg "La Panoramica":
Casaccia 1458 m - Barga d'Ora 1368 m - Roticcio 1268 m (1 h) - Durbegia 1410 m (1.30 h) - Cavril 1555 m - Parlong 1274 m (1 h) - Soglio 1097 m (1 h) Berühmter Höhenweg nach Soglio, mit überraschend vielen Höhendifferenzen und teils wilden Wegen. Sie gehört zu den meist begangenen Wanderrouten im Bergell, die so genannte «Panoramica». Wie ihr Name andeutet, handelt es sich bei diesem Höhenweg von Cassaccia nach Soglio um eine Route mit Panorama-Qualitäten: Ausblicke auf die Bergeller Kletterberge, Tiefblicke ins Haupttal hinunter mitsamt seinen Dörfern.

Ausgangspunkt dieser am Sonnenhang verlaufenden Wanderung ist das Dörflein Casaccia am Fusse des Maloja- und Septimerpasses. Vom örtlichen Friedhof aus führt der Weg zunächst durch weites Wiesland und zweigt dann nach rechts ab, wo er im Schatten des Waldstücks der rechten Talseite weiterverläuft. Am Ausgleichsbecken von Löbbia vorbei fällt der Weg bei Barga und Roticcio leicht ab. Nach dem Weiler Roticcio erfolgt die erste kleinere Steigung. Nach dem tiefen Einschnitt der Aua da Mulina schlängelt sich der Weg durch kleinere steile Wiesen hindurch. Ungeübte Wanderer können auf einer kleinen Sitzbank im Schatten kurz Atem schöpfen und den Blick über die gegenüberliegenden Dreitausender schweifen lassen.

Weiter hinauf führt der Weg, durch lichten Tannen- und Laubwald hindurch, bis ein Plateau erreicht ist, das den Blick auf den Talgrund freigibt, auf die Steindächer von Vicosoprano, dem ehemaligen Hauptort des Bergells. An dieser Stelle ist in der Felswand des Berghangs eine Eisentür zu erkennen. Es handelt sich hierbei um ein Stollenfenster, das beim Bau des Druckstollens von Casaccia nach Castasegna als Materiallager diente. Mit diesen visuellen Eindrücken im Kopf gehts weiter, durch dichten und schattenspendenden Fichtenwald Richtung Durbegia, dem vielleicht schönsten Aussichtspunkt dieser Wanderung. Nachdem fast die Hälfte der Strecke zurückgelegt wurde, empfiehlt es sich, auf dieser Maiensäss eine längere Rast oder Picknickpause einzulegen. Wer sich nicht aus dem Rucksack verpflegt, kann auf das Angebot eines Wanderkiosks zurückgreifen, übrigens die einzige Restaurationsmöglichkeit auf der ganzen Strecke.

Nachdem man sich sattgesehen hat an den Gipfeln des gegenüberliegenden Bondasca-Massivs, einem der beliebtesten Kletterreviere Südbündens, kreuzt der Wanderweg das Tobel des «Valer»-Bachs. Kurz darauf ist der höchste Punkt dieser Wanderung erreicht. Der Weg wird zum Pfad und führt über einen weiteren Wildbach, die «Fopeta». Durch Laubwald und steile Wiesen hindurch ist bald Pravis erreicht. Von diesem Weiler aus ist es nicht mehr weit bis zu den Häusern von Parlongh. An dieser Stelle mündet der Weg von Coltura und Montaccio in die «Panoramica» ein.

Es folgt das letzte, auch historisch interessante Wegstück: Über eine Vielzahl von mehrere hundert Jahre alte Steinplatten führt die «Panoramica» durch einen von Felsen durchsetzten steileren Hang bergab. Nach einer letzten Wegbiegung ist das Plateau von Soglio erreicht. Inmitten von Wiesen erblickt man den schlanken Kirchturm, die eng sich anschliessenden Holzhäuser mit Steinplattendächern und eine Reihe Palazzi, die einst von den Mitgliedern der Adligenfamilie «von Salis» bewohnt wurden.

Soglio, das eindrücklichste Dorf im Bergell, war wohl schon in prähistorischer Zeit besiedelt (Grabfunde). Urkundlich erstmals um 1219 erwähnt. Aussichtsreiche Lage auf der sonnigen Bergterrasse über der Maira. Palazzo Salis (Hotelbetrieb) stammt aus dem 17. Jh. und heisst eigentlich Casa Battista; Umbau 1701. Dahinter: bedeutender Barockgarten (im Sommer Gartenwirtschaft), wegweisend für ähnliche Gartenanlagen in Graubünden.
 
Gasthäuser Links:
Überblick Tag 6 + 7

Wanderkiosk Durbegia

Soglio

de Salis: gediegen dinieren

gediegen schlafen


7. Tag, 1 h, abwärts 410 m
Soglio 1097 m - Plazza930 m - Brentan 780 m - Castasegna 686 m

Im Herbst besonders schön ist die Wanderung von Soglio nach Castasegna, das an der Grenze zu Italien liegt.

Bei der Dorfkirche von Soglio folgen wir der Fahrstrasse talwärts -  vor der ersten Linkskurve kann man links die (unmarkierte) Abkürzung benützen. Bei Plazza zweigt rechts der alte Fahrweg (Naturstrasse) nach Castasegna ab. Er führt durch das Wildbachtobel, am imposanten Caroggia-Wasserfall vorbei (Tunnel). Weiter auf dem Kastanienlehrpfad durch lichte Kastanienwälder via Brentan nach Castasegna (Dorfladen mit Kastanienprodukten).

Gasthäuser


Heimreise ab Castasegna: 9.28, 11.28, 13.28 Uhr  (oder ab Soglio 6 Min. früher), Stand 2007: Fahrplan SBB
 

Caroggia-Wasserfall

Castasegna


Wer noch nicht genug hat - weiter nach Chiavenna:

a) Höhenroute:

Soglio - Savogno, 5 h, aufwärts 610 m, abwärts 770 m
Neue, sehr schöne Höhenroute über verlassene Montis und an einem Zollhaus vorbei nach Savogno. "Der Weg Ist fast wie ein Stück GTA im Piemont." (wanderweb-forum)
Rückmeldung, April 2008:
"Die Via Panoramico Soglio - Savogno - Chiavenna ist auf der italienischen Seite neu ausgezeichnet und gut unterhalten. D.h. ich hatte immer eine Markierung in Sichtweite.
Eine kleine Kletterstelle oberhalb Villa di Chiavenna kann mit einem Abstieg Richtung Villa / Motta bis zur Fahrstrasse, auf der Richtung Westen, Wiederaufstieg auf einem Pfad mit angenehmer Steigung auf die Via Panoramico Richtung Savogno umgangen werden. +20 Minuten.
Mit den Abstiegen / Gegenanstiegen in Tobel und Weganlage in steilen Berghängen, stellenweise ausgesetzt, ist es als anspruchsvoller Bergweg, wenn auch nicht hochalpin, einzustufen. Lars Henkels" Savogno - Piuro - Chiavenna, 3 h, aufwärts 250 m, abwärts 850 m
Wanderung durch Wälder und Felssturzgebiet nach Chiavenna


b) Talweg

Castasegna 686 m - Borgonuovo - Prosto 382 m (2.30 h) - Chiavenna 333 m (0.30 h)
Am unteren Dorfrand von Castasegna, 150 m nach dem alten Zoll, beginnt links der gelb markierte Wanderweg nach Chiavenna, der "Percorso storico". Er führt dem Bach entlang, durch Auen- und Kastanienwald, talabwärts. Die Abzweigung rechts nach dem Staubecken ignorieren! Unsere Route überquert eine moderne Brücke, wo sie in einem Bogen nach Chete aufsteigt. Wir befinden uns nun auf der linken Talseite, kommen am Weiler Canete vorbei und wandern durch Wiesen und lichten Wald. Nach dem Weiler Giavera gehts wieder auf die rechte Talseite, die Hauptstrasse unterquerend, zu einer Ansammlung von Ställen hinauf. Schöner Abstieg via Brigola (Restaurant) nach Santa Croce. Wiederum wechseln wir die Talseite und wandern auf Quartierstrassen nach Aurogno.

Richtung "Borgonuovo" führt ein gepflästerter Weg durch Kastanienwald bergab. Unten lohnt sich ein Abstecher zum Grotto Fuin (Wasserfälle). Weiter an der Kirche Sant'Abbonio vorbei, an gut erhaltenen Trockenmauern vorbei. Unser Weg überquert einen Wildbach und führt beim Albergo Prosto auf die Hauptstrasse. An Kirche, Läden Grotto und dem alten Ospedale von Prosto vorbei, folgen wir weiter den gelben Markierungen, um einen Felsbuckel herum. In der Waldlichtung weiden Schafe und Pferde. Der Weg führt direkt in die Altstadt von Chiavenna auf den grossen Platz vor dem Castello. Eine Besichtung des schönen Städchens lohnt sich.

Zum Bahnhof Chiavenna gehts nach links, am Park Pratogiano vorbei. - Oder auf der ViaSplugaüber den Splügenpass wieder zurück in die Schweiz...

Links und Literatur
  • Chiavenna: http://www.valchiavenna.com, Tel. +39 0343 37 485; Touristinformation am Bahnhof mit Unterkunftslisten (Hotels und B&B)
  •  Crotto al prato bei den Sportanlagen in der Nähe des Friedhofes. Komplettes Menu für 14 Euro und köstlich!
  • Ins schönste Alpenstädtchen, aus "Grenzland Bergell", Wege zwischen Maloja und Chiavenna, bei Amazon.de
  • ViaSpluga: Thusis - Chiavenna (umgekehrt) oder zurück in die Schweiz Chiavenna - Innerferrera GR
  • Villa di Chiavenna – Savogno – Borgonovo, 3 h, aus der Weltwoche 17/08, mit Kartenausschnitt
  • Trekkingrouten mit Zelt, Via Bregaglia Chiavenna - Maloja: http://www.camino10.com/AlpenTrekking.htm
  • Bergell - Forum Wanderweb: http://wanderweb.ch
  • http://www.viabregaglia.ch
  • Spezialisierter Shop für italienische Wanderkarten und Führer: http://www.maps-store.it
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