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Geo-Weg von Ziegelbrücke nach AmdenHinweis: Geologisch interessante und aussichtsmässig prächtige Wanderung auf der Sonnenseite des Tals. Sie eignet sich gut als späte Herbstwanderung, zumal das Gebiet meist nebelfrei und nach Schneefällen rasch schneefrei ist. Auskunft erhält man über das Wettertelefon (Tel. 055 611 18 00). |
Amden und Mattstock Blick vom Kerenzerberg |
Aus dem Heidiland-Prospekt:
"Dieser erdgeschichtliche Erlebnispfad im Gebiet Schänis/Weesen/Amden zeigt an 15 Standorten auf anschauliche Art, welche Vorgänge zur Entstehung der heutigen Landschaft geführt haben. Die Wanderung gibt Aufschluss über das Eisstromnetz der Ostscheiz vor 20'000 Jahren, erklärt die Gebirgs- und Naturkräfte in der Gegend und zeigt auf, dass sich der Klimawechsel im Gestein abzeichnet. Erleben Sie selbst, wie der Boden, auf dem Sie stehen, entstanden ist. Als Ausgangsort der Wanderung können Sie zwischen Amden, Weesen, Ziegelbrücke und Schänis wählen. Je nach Etappen und Richtung, die Sie wählen, kann die Wanderung 2 bis 5 Stunden dauern."
Tipp: Zu dem Geoweg ist eine Begleitbroschüre erschienen, welche interessante und informative Details zu den einzelnen Geo-Weg-Stationen und Sehenswürdigkeiten auf dem Weg liefert. Diese Begleitbroschüre ist für CHF 7.00 erhältlich bei:
Tourismus Amden-Weesen Tel. 055 611 14 13 oder Bahnhof Ziegelbrücke Tel. 055 610 11 31
3.40 h, aufwärts
800 m, abwärts 270 m
Route: Ziegelbrücke
423 m - Lindenboden 520 m - Biberlichopf 566 m - Rittersberg 785 m - (1.40
h) Gufler 660 m - Schafbett 1010 m (1.35 h) - Amden 908 m (0.25 h).
Beim
Bahnhof Ziegelbrücke folgen wir dem Wegweiser Richtung Federispitz/Rittersberg.
Nach ca. 200 m Trottoir überqueren wir die Geleise über eine
Passerelle,
am Denkmal des Linthkanal-Erbauers Konrad Escher vorbei. Der Wanderweg
steigt sofort steil bergauf, an wuchtigen Nagelfluh-Felsen und einer ersten
Schautafel vorbei. Nach dem Passieren einer Deponie kommen wir zum
"Lindenboden", wo der Wegweiser einen viertelstündigen Ausflug
zum Aussichtspunkt "Biberlichopf" vorschlägt. Diese Zusatzschleife
lohnt sich: nicht wegen der Aussicht, die von Bäumen und Sendeanlagen
verstellt ist, sondern wegen der alten Bunker-Ruine aus dem 1. Weltkrieg:
darunter liegt ein römischer Wachtturm aus der Zeit um Christi Geburt!
Zurück beim Lindenboden, wandern wir Richtung "Rittersberg". Nun folgt eine Strecke, wo wir die Markierungen mit Argusaugen suchen müssen. Beim ersten Schopf kehren wir scharf nach links, beim zweiten dann wieder nach rechts durch ein Gatter. Weglos, aber markiert, gehts nun durch die Wiesen, zuerst ebenaus, dann dem dem Waldrand entlang steil bergauf. Bald sehen wir zwei Wegweiser, die uns nun auf gutem Weg nach Rittersberg führen. Schöne Aussicht auf Churfirsten und Walensee! Bei der sonnigen Holzbeige am Waldrand finden wir einen idealen Platz zum Picknicken.
Die nächsten 20 Minuten zur Schlucht hinunter wandern wir auf einem Teersträsschen. Hoch über der Schlucht sieht man die imposante Abrissstelle des Erdrutsches vom Jahre1999. Von hier aus ist es kaum zu glauben, dass unser Weg durch die Felsen oberhalb der Strassengalerien führen soll. Bei der nächsten Schautafel am "Gufer" finden wir nach der Brücke linker Hand den Wegweiser Richtung Amden. Auf gutem, teilweise neu gebautem Kiesweg gehts zur Absturzstelle, wo eine luftige Hängebrücke über das Tobel gespannt ist. Für die Wanderer ist zum Glück ein guter Weg durch die Gesteinsmassen gebaut worden, sodass wir unsern Mut nicht erproben müssen.
Nun folgt der interessanteste Teil der Wanderung. Auf Treppenstufen, die teils in Fels gehauen sind, gehts steil bergauf. Stahlseile sichern die abschüssigen Stellen, und Schautafeln erklären die Entstehung der verschiedenen Felsarten. Das letzte Stück vor dem "Schafbett" ist Wandervergnügen pur: auf bequemem Höhenweg mit wunderbarer Aussicht gehts zum Picknickplatz Schafbett. Hier rasten wir auf einem der Holzbänke und geniessen die Wärme der Sonne.
Wir
folgen dem Hohlweg Richtung Amden (25 Minuten), kommen am Altersheim vorbei
und besteigen beim Einbiegen in die Hauptstrasse (Haltestelle "Amden
Brugg") den Bus nach Ziegelbrücke.
Wer
zu früh ist, wandert noch 300 m auf der Strasse bergaufwärts,
wo neben der Haltestelle "Amden Post" verschiedene Restaurants zum
Einkehren einladen.
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