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Wenn es im Norden regnet, im Süden aber mit Nordwind Schönwetter angesagt ist, zieht es viele Deutschschweizer auf die andere Seite des Gotthardtunnels. Die Strada alta bietet sich als erstes Wanderziel an. An der Sonnenseite hoch über der Leventina zu wandern ist immer wieder ein Erlebnis. Die Wanderung kann sogar im Winter unternommen werden, sobald der Schnee auf der Südseite bis 1300 m geschmolzen ist; allerdings sollte es nicht so kalt sein, dass die feuchten Stellen an Schattenhängen gefroren sind.
Wer zu Fuss ins Tal absteigt, wählt wegen dem vielen Kastanienlaub am Boden vom Herbst bis in den Frühling besser den umgekehrten Weg von Süden nach Norden (ausser wenn der Nordwind bläst!).
- Seit kurzem ist die Strada alta Teil des "Kulturwegs der Alpen" und des Trans Swiss Trails (Trekking 98).
- Die Beschreibung der ganzen 3-tägigen "Strada alta" finden Sie unter unter Trekking Nr. 67.
4 h, aufwärts 200 m, abwärts
500 m
Route: Lurengo 1324 m - Bosco d'Öss
1343 m (0.40 h) - Freggio 1037 m (0.40 h) - Osco/Paese 1137 m (1 h) - Calpiogna
1143 m (1 h) - Rossura 1056 m (0.40 h).
In Lurengo folgen wir dem schönen Waldweg zum Bosco d'Öss, wo der steile Abstieg auf einem recht ruppigen Zickzackweg voller Wurzeln und Steine beginnt.
Auf dem Aussichtsbänklein in Freggio geniessen wir unsere Pause mit Blick auf die Kehrtunnels der Gotthardbahn. Wer anschliessend die Kirche besichtigen möchte, folge dem Wegweiser "Strada alta". Die andern kürzen den Weg ab und steigen durch die Häuser zum Strässchen hinauf. Wir wandern am schönen Rundholz-Haus, das etwas oberhalb vom Dorf im Bau ist, vorbei und geniessen die folgende Strecke durch Weiden und lichten Wald. Bald ist Osco zu sehen, wo wir an der wärmenden Sonne vor dem Ristorante Salzi Platz nehmen und uns verwöhnen lassen.
Nach Osco zweigt bei der ersten Strassenkurve ein romantischer Pfad ab. Hier beginnt eine der schönsten Strecken der Strada alta. Am bewaldeten Berghang kreuzt der Weg die markanten Gräben der Wildwasser Ri del Ri und Ri Sciresa. Nach dem Maiensäss Targnett und dem tief eingeschnittene Tal des Baches Formiei folgt die grosse Waldlichtung mit dem geschützt gelegenen Dorf Calpiogna.
In der Dorfmitte zweigt rechts ein schöner Wiesenpfad ab. Wieder im Gehölz, überquert die Strada alta den gefürchteten Wildbach Ri Bassengo auf neuem Steg und tritt dann auf die Wiesen vor dem idyllischen Weiler Figgione hinaus. Von Stein zu Stein hüpfend, gehts dann über den Wildbach Croarescio zum typischen Leventinerdorf Rossura. Der Wanderweg führt oberhalb der Strasse mitten durch die alten Häuser ins Dorfenzentrum. Wer noch Zeit hat, besichtigt den interessanten Holz-Neubau am Dorfende oder besucht die imposante, auf einem Hügel thronende Kirche San Lorenzo mit den wertvollen Fresken aus dem 15. Jahrhundert. Rund um die Kirche ist ein Kappellenkranz von Kreuzwegstationen angeordnet.
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