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"Sentierone" heisst der Weg, der von Tenero aus durch das ganze Verzascatal bis nach Sonogno führt. Ab Tenero bis zur Brücke bei Corippo gibt es je einen Weg links und rechts der Verzasca und des Stausees Lago di Vogorno. Oft wird der Weg in Mergoscia begonnen, obwohl auch die beiden Aufstiege ab Tenero links und rechts der Verzasca-Schlucht ihren Reiz haben.
Wegbeschreibungen im Verzascatal:
- Tenero - Contra (direkter Weg nach Mergoscia): Tageswanderung Nr.456
- Tenero - Gordemo - Verzasca Staudamm - Mergoscia - Corippo - Lavertezzo: Tageswanderung Nr.470
- Lavertezzo - Sonogno: Tageswanderung Nr.471
- Tenero - Lavertezzo - Sonogno, mit Höhenkurve: http://www.verzasca.com, Tel. 091 745 16 61
- Tenero - Lavertezzo - Sonogno, Kolumne von Thomas Widmer, Tagesanzeiger vom 6.11.08
Heute wandern wir ein eher unbekanntes Stück des Höhenwegs rechts über dem Lago Vogorno (von Tenero her gesehen). Wir starten beim Verzasca-Staudamm, bei der Postautohaltestelle "Diga Verzasca", und folgen dem Sentierone, der sich dem Fusse des Pizzo Vogorno entlang schlängelt - allerdings ist der Weg nicht flach, sondern weist unzählige Treppenstufen auf und verläuft meist zwischen 100 und 200 Höhenmeter oberhalb der Strasse.
Achtung: Obwohl der
Weg im Frühling rasch schneefrei ist, muss jeweils gewartet werden,
bis allfällige Hangrutsche wieder geflickt sind. Auskunft: tenero-tourism.ch,
Tel. 091 745 16 61
Gewandert: Ende März
2006
4.20 h, aufwärts 420 m, abwärts
400 m
Route: Vogorno Staudamm "Diga Verzasca"
474 m - Selvatica 502 m (0.15 h) - Aussichtbänklein (0.30 h) - Cazza-Brücke
600 m (1 h) - Berzona 490 m (0.45 h) - Abzweigung Schalenstein 635 m (0.10)
- Autobrücke (0.10 h) - Vogorno 592 m (0.20 h) - 650 m - S.Bartolomeo
( 0.40 h) - Corippo Bivio 490 m (0.30 h)
Rechnen Sie zu Beginn eine zusätzliche Viertelstunde ein, um den Staudamm zu besichtigen, mit der berühmten Stelle aus dem James-Bond-Film, wo Abenteuerlustige sich heute am Gummiseil in die Tiefe stürzen. Informationspavillon von Verzasca-Tourismus.Gegenüber der Postautohaltestelle Diga Verzasca steigt unsere Route in den Wald hinauf (der Wegweiser befindet sich an der Tunnel-Mauer). Nach einer Spitzkehre endet das Strässchen bei einem Lagerplatz, den wir zum Wegweiser Selvatica queren.
Offizielle Wegzeit total 3.15 h: Staudamm - Cazzabrücke 1.15 h, Cazzabrücke - Vogorno 0.50 h, Vogorno - San Bartolomeo 0.40 h, San Bartolomeo - Corippo Bivio 0.30 h
Beim Einstieg in den schmalen Waldpfad steht eine Warntafel, dass die Route bei schlechtem Wetter nicht begangen werden sollte (Steinschlaggefahr). Wir folgen dem schmalen Pfad dem waldigen Hang entlang. Er ist durchwegs als rot/weisser Bergweg markiert, voller Laub und versteckter Steine. Wo er sich vor einem Bildstock teilt, ist der obere Weg der Richtige. Fünf Minuten später befindet sich über dem Weg ein Aussichtsbänklein mit Sicht auf den See und das gegenüber liegende Mergoscia. Die nächste halbe Stunde fordert erhöhte Aufmerksamkeit, um nicht zu stolpern; an den gefährlichsten Stellen sind Abschrankungen angebracht. Der Weg führt im steilen Gelände unterhalb eines Felsbandes hindurch. Er wurde kürzlich saniert - viele neue Holz- und Steintreppen sind zu sehen. Unter einem mächtigen Felsen sind Werkzeuge platziert.
Die nächste Wegstrecke hat die Sanierung noch vor sich. Wir kraxeln zwischen gefallenen Bäumen, queren sorgfältig eine schmale Runse und sind erleichtert, als wir die alte Cazza-Brücke erreichen. Am Gegenhang gehts ebenaus zu einem einsamen Haus im Wald, nach dem sich der Weg teilt.
Unsere Route steigt 50 Höhenmeter bergan, um sich oben nochmals zu teilen. Richtung "Vogorno" geht es auf dem unteren Weg in ein schattiges Tobel hinein, wo wir beim Bachüberqueren noch auf Schneeresten stossen. Kurz darauf mündet der Pfad in ein Teersträsschen. Hunderte von Kröten tummeln sich im nahen Weiher. Eine exotische Gartenanlage erweckt unser Interesse.
Am Rande von Berzona müssen wir uns entscheiden: Vorne lockt das "Albergo al Lago" (3 Min.) - der Wanderweg zweigt scharf rechts ab und führt oberhalb des Dorfes im Waldgelände durch. Zehn Minuten später schlägt ein Wegweiser den Abstecher (3 Min.) zum "Schalenstein" vor, der in vorgeschichtlicher Zeit als Kultstein gebraucht wurde. Unsere Route führt auf schönen Waldwegen talaufwärts bis zum Rand einer Schlucht, wo es zur Brücke hinunter geht.
Auf dem Trottoir überqueren wir die eleganten Autobrücke, die über einen Seitenarm des Lago Vogorno gespannt ist. Da der See im Moment wenig Wasser führt, ist unten die alte Strasse zu sehen, die nach all den Jahren seit der Überflutung (1965) noch teilweise intakt ist - mitsamt der Trockenmauern!
Nach
der Brücke steigt unsere Route am Rand der Schlucht im Zickzack bergauf.
Der Weg mündet bei den obersten Häusern von Vogorno in
ein Strässchen, folgt ihm kurz bergab und zweigt fünf Minuten
später scharf rechts ab. Im alten Dorfkern schlängeln wir uns
auf gepflästertem Weg zwischen den Häusern hindurch, den rot/weissen
Markierungen folgend. Oberhalb der schönen Kirche von Vogorno
ist der ganze See zu sehen.
Auf einem Quartiersträsschen wandern wir wieder aufwärts zum sonnigen Höhenweg - es ist hier so mild, dass Trauben gedeihen. Beim obersten Haus führt ein schöner Treppenweg zum Waldeingang, wo sich der Weg verzweigt - unsere Route ist die untere. In einer Waldlichtung führt der Weg unter der Pergola hindurch. Wieder im Wald, überqueren wir einen ausgetrockneten Wildbach. Bei einem Kehrplatz senkt sich der Weg zum Weiler S.Bartolomeo hinunter, wo in der Kapelle alte byzantinische Fresken zu bewundern sind. Der Schlüssel ist in der Osteria Verzasca erhältlich.
Die Fahrstrasse betreten
wir nur kurz. Rechts führt zunächst ein paralleler Pfad am Bildstock
vorbei und führt dann als Höhenweg durch den Wald. Eine halbe
Stunde später senkt er sich bei der Haltestelle Corippo Bivio
wieder zur Fahrstrasse hinab.
Wer aufs Postauto warten
muss, findet unterhalb der Strasse das Grotto Al Bivio di Corippo
oder besucht das hübsche Tessinerdorf Corippo am Gegenhang
(0.20 h ab Haltestelle).
Tipps zum Weiterwandern:
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