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Wiesen - Landwasserviadukt - Bad Alvaneu - TiefencastelHinweis: |
Landwasserviadukt |
Beim Statiönli-Kiosk von Wiesen Station kann man sich für die Wanderung stärken - sofern er offen ist. Sonst tuts ein Trinkbrunnen. Der Hauptwegweiser gibt zwei Routen zum "Leidboden" an: eine obere nach links (nicht getestet, siehe Rückmeldung) und eine flussnahe untere Route nach rechts über die Geleise, der wir folgen.
Beim Stall zeigen fälschlicherweise sämtliche Wegweiser ebenaus den Geleisen entlang zum Wiesner Viadukt. Unser Weg aber neigt sich hangabwärts, wo ein frisch markierter Bergweg unter dem Wiesner Viadukt hindurch führt (wer die Abzweigung verpasst, nimmt vor der Eisenbahnbrücke den Trampelpfad bergab). Zunächst der Höhenkurve entlang, wandern wir auf bequemem Weg auf der rechten Seite der Schlucht talabwärts. Nach einer Viertelstunde zweigt rechts ein schmaler Pfad ab, dem wir folgen. Im ständigen Auf und Ab führt uns der Weg dem Hang entlang, mehrere Abrissstellen überwindend. Bei trockenem Wetter ist das Kies dort rutschig, ein Stolpern wäre fatal. Ob die obere Route einfacher ist? Auf jeden Fall sind wir froh, beim Leidboden wieder flachere Wege zu gehen.
Wir sind jetzt ziemlich nah am Fluss, finden ein Badeplätzchen mit Feuerstelle, ignorieren die erste Brücke (sie führt zum Schönboden). Bei der zweiten Brücke überqueren wir das Landwasser und wandern im schattigen Wald flussabwärts. Unvermittelt taucht hoch über unsern Köpfen das berühmte Landwasserviadukt auf. Die Steine im Fluss verlocken zu einer Pause. Wir unterqueren das Viadukt und gelangen in offenes Gelände, wo wir die Fahrstrasse streifen. Links ginge es nach "Filisur" hinauf - wir aber folgen nach der Brücke dem Wegweiser "Tiefencastel" nach rechts, die Strasse unterquerend und ihr kurz folgend.
Landwirtschaftliche Produkte werden verkauft, wo unsere Route - hier ein Teersträsschen - nach rechts abdreht und die Ebene überquert. Zehn Minuten später befinden wir auf der linken Talseite, wo wir bei Zinols auf Naturbelag weiter wandern. In der Albula, deren Ufer wir nun folgen, darf wegen plötzlicher Hochwassergefahr nicht gebadet werden. Wo links der Golfplatz beginnt, führt eine gedeckte Holzbrücke zum Bad Alvaneu mit Terrassenrestaurant. Wer Lust hat, kann ein Bad nehmen oder in der Trinkhalle vom Schwefelwasser kosten.
Zurück am Uferweg, kommen wir an einem feudalen Spielplatz mit Feuerstellen, Sitzbänken und Schutzhütte vorbei. Dort halbrechts durch den lichten Uferwald zur Schweizer Familie Feuerstelle mit Inschrift "Mittelpunkt Graubünden".
In Surava sehen wir auf der andern Seite der Brücke einen Trinkbrunnen und das Restaurant Pöschtli. Der Weg bleibt am linken Flussufer. Die nächsten fünf Minuten bis zum Spielplatz Gravas sind geteert, dann beginnt ein schmaler, romantischer Waldweg. Abrissstellen werden mit mehreren Brücklein und Stegen überwunden. Wo der Weg breiter wird, folgen wir dem Bahn-Symbol "Staziun", dem Waldhang und später dem Ufer entlang. Über die Brücke und links gehts zur "Bäckerei Stgiel" im Dorfzentrum von Tiefencastel. Ein separates Trottoir führt links der Strasse entlang in fünf Minuten bergauf zur Station Tiefencastel. Berühmt ist die blumengeschmückte Fassade des Bahnhofgebäudes.
*Rückmeldung von Judith H., 16.8.05
Heute bin ich von Wiesen nach Tiefencastel gewandert, eine schöne Tour! Ganz am Anfang habe ich die Route links (45 Min.) ausprobiert. Das ist ein zuerst breiterer, später schmaler spannender wurzeliger Weg durch lichten Nadelwald mit Bänken an den schönsten Aussichtspunkten. Er ist ohne Probleme begehbar.
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