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Nr. 537
Tageswanderung 
Region Landquart
Karte                    Webcam Grüsch
Schwierigkeit: heikel (mit Varianten)
Einkehrmöglichkeit: Furna Hinterberg, Scära
An- und Rückreise: Bahn und Postauto nach Furna Post oder Furna Hinterberg  -(Fahrplan)
Rückreise: Rufbus ab Valzeina Dorf oder Valzeina Alpenrose via Grüsch nach Landquart
(Rufbusse: Reservation mindestens 1 h bevor Abfahrt: Tel.079 218 27 25)

 

 

Scära - einsame Hochebene zwischen Landquart und Küblis

 
Im Winter erreichbar vom Skigebiet von Grüsch Danusa (Winterwanderweg und Schneeschuhtrail), wird diese hügelige Hochebene im Sommer von drei Seiten her durch Postautos oder Rufbusse erschlossen: 
  • von Trimmis nach Obersays 1095m (Rufbus),
  • von Küblis oder Jenaz nach Furna Post 1366 m oder Furna Hinterberg 1412m (Postauto), 
  • von Landquart oder Grüsch nach Valzeina Dorf 1114m (Rufbus)
Die Höhenziele können zu Fuss beliebig untereinander verbunden werden. Eine Variante (nicht die leichteste) ist hier beschrieben. Das Teilstück Sära - Wiss Stein ist grösstenteils weglos und bei Nässe rutschig. 
Gewandert: Juli 2006
4 h, aufwärts 450 m, abwärts 780 m
Route: Furna Post 1366m - Sattel 1710 m (1.05 h) - Scära 1708m (0.25 h) - Wiss Stein 1384m (1 h) - Sigg 1007m (0.45 h) - Brücke 920m (0.20 h) - Valzeina Alpenrose 1040 m (0.25 h) Da der erste Bus nur bis Furma Post fährt, beginnen wir hier mit unserer Wanderung.
Wir folgen der Fahrstrasse für 7 Minuten und dort dem gelben Wegweiser "Scära" nach rechts. Das Teersträsschen, das sich den Hang hinauf windet, verlassen wir nach weiteren 7 Minuten. Eine Abkürzung führt steil durch die Wiese hinauf. Wo wir beim Chalet wieder auf das Strässchen treffen, folgen wir ihm 50 m nach links. Weiter auf Wiesenspuren steil bergauf, mehr oder weniger der Falllinie entlang. Bei Unsicherheiten eher rechts halten, der Pfad führt weiter oben dem Zaun entlang zu einem Waldstreifen, der durchquert wird. Weiter steil bergauf durch schöne Blumenwiesen.

Wo unser Pfad auf ein Kiessträsschen trifft, haben wir den anstrengendsten Teil hinter uns und haben Musse, die Aussicht zu geniessen. Nach dem Ruhebänklein führt die Route Richtung "Scära" aufwärts durch das idyllische Hochtälchen Scari. Bewundernswert sind die geflochtenen Naturzäune aus Holz. Nach einem Ferienhaus folgen wir dem Wiesenpfad zum linken Rand des Hochmoors an den Waldrand. Dort entweder geradeaus zum Sattel oder links um das Wäldchen herum (markiert). Oben auf Feldwegen nach links, ungefähr dem Grat entlang, in leichtem Auf und Ab. Schöne Ausblicke in die Bergwelt - auf der einen Seite Hochwang und Prättigau, auf der andern Seite Vilan und Schesaplana.
 
Wo die Aufstiegsrouten von "Furna Hinterberg" einmünden, ist es nicht  mehr weit zum Bergrestaurant Scära. Es liegt auf einer lieblichen Hochebene und bietet feine Suppen und hausgemachtes Gebäck an. Bei unserem Besuch war gerade Hauptprobe der Jeninser Theaterleute, die hier oben ein Openair-Theater aufführen werden. Spätestens jetzt müssen wir uns entscheiden, wohin unsere Wanderung führen soll - am besten nach Konsultation der Fahrpläne.
  • Variante Obersays, 3.30 h: Scära 1708m - Laubenzug - Säge 1346m - Stams 1645m - Obersays 1095 m
Wir wählen "Verzeina 2 h"  (für unsere Variante werden wir 2.30 h brauchen).

200 m nach dem Bergrestaurant Scära zweigt hinter dem gestrickten Holzhaus ein unscheinbarer Wiesenweg rechts ab. Er führt über einen kleinen Hügel voller Wiesenblumen und ändert nach dem Holzzaun seinen Charakter völlig. Ein happiger Abstieg beginnt, der nicht nur wegen der Wegbeschaffenheit (Kuhtritte) unsere volle Aufmerksamkeit fordert, sondern auch wegen der schwierigen Wegsuche. Spuren sind kaum auszumachen, hingegen gibt es in regelmässigen Abständen weiss/rot markierte Pfosten. Manchmal braucht es Sperberaugen wegen der hohen Farne und Sträucher.

Bis zum Waldstreifen mehr oder weniger der Falllinie entlang, den besten Weg suchend. Im Wäldchen quert die Route 100 m nach links (Hochmoor). Wieder aus dem Wald, sehen wir weiter unten rechts ein etwas flacheres Wiesenstück, dem wir zusteuern. Unten gehen wir dem linken Rand der Waldlichtung entlang bis zur unteren linken Ecke der Weide. Dort überqueren wir zwischen zwei Markierungen den Drahtzaun und schlängeln uns im Wald zwischen den Bäumen bergab. 10 Minuten über dem Tobelgrund treffen wir dankbar auf einen schmalen Pfad. Nähe Bachufer bei Wiss Stein teilt isch der Weg (Wegweiser fehlt).

Wir wählen den Pfad nach rechts. Er führt etwas luftig über dem abgerutschten Ufer zum breiten Bachbett, das bei Trockenheit problemlos überquert werden kann. Der Weg auf der andern Uferseite ist ebenso schmal und führt zu einem weiteren Bachlauf, den es zu überqueren gilt. 

Wieder auf sicherem Boden, treten wir aus dem Wald und folgen dem Feldweg talabwärts. Auf der andern Seite der imposanten Schlucht sehen wir die Kirche von Valzeina. Der nächste Wegweiser ist irritierend - nach Valzeina müssten wir wieder zurück in die Schlucht. Damit ist aber die linke Talseiten-Variante gemeint - unsere Richtung "Sigg/Grüsch" ist korrekt.
 

heikler Uferweg
Also weiter bergab. Zwischen den Weilern Brand und Riss gibt es einen Betonpfad mit Wiesenmittelstreifen, danach marschiert man während einer Viertelstunde auf Hartbelag talabwärts. Spätestens jetzt müsste der Rufbus bestellt werden. 5 Minuten nach den Häusern von Sigg beim Wegweiser Sigg 1007 m scharf nach links Richtung "Valzeina"!
Nach "Grüsch" sind 1.45 h angegeben (Strassenweg), nach "Valzeina" 1.15 h (Dorf).

Schöner Waldweg, am Aebi-Haus vorbei zur Brücke hinab, wo der Bach auf 920 m überquert wird. Der Weg am Gegenhang ist gut angelegt, teilweise in die Felsen gehauen. Er windet sich leicht ansteigend dem Hang entlang talauswärts und trifft schliesslich auf die Fahrstrasse. Die Bushaltestelle Furma Alpenrose befindet sich ein paar Schritte bergauf neben dem (geschlossenen) Gasthaus.


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