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Hinweis: Der Höhenweg Lötschberg Südrampe ist ein abwechslungsreicher, gut markierter und viel begangener Panoramaweg von Hohtenn nach Brig. Schöner Blick über das Rhonetal, sehr sonnig und rasch schneefrei. Interessant auch wegen der Bahnviadukte und Wasserleitungen.3.30 h, aufwärts 180 m, abwärts 240 m
Die Region um Hohtenn weist ein sehr stark mediterran geprägtes Erscheinungsbild auf. Föhren und diverse Kräuter bestimmen das Gebiet, in welchem an den heissen Stellen viele Eidechsen und sogar Schlangen leben (harmlos und ungiftig).Aus dem Wanderprospekt, erhältlich am Bahnhof Goppenstein und beim Verkehrsbüro Ausserberg:
"Die faszinierende Vielfalt von Flora und Fauna begeistern jeden Naturfreund immer wieder von neuem. Staunen Sie über die verwegenen Wasserleitungen, Suonen genannt, die typischen dunklen Walliserhäuser und die zahlreichen Zeugen der örtlichen Kultur. Auch die Eisenbahnfreunde kommen voll auf ihre Rechnung. Hohe Viadukte wechseln mit zahlreichen Tunnels und kühn an die Bergflanke angelegten Abschnitten - Meisterwerke des Bahnbaus im frühen 20. Jahrhundert. Die Wanderung bietet zahlreiche Nebenrouten ins Tal oder zu höher gelegenen Alpen."Hier die Beschreibung der ersten Etappe; der ganze Höhenweg von Hohtenn nach Brig ist unter 2-Tageswanderung Nr. 353 beschrieben.
Von Hohtenn gehts vorerst für 5 Minuten auf einem Teersträsschen bergab - immer "Lötschberg Südrampe", Abzweigungen nicht beachten. Der Wegweiser "Höhenweg BLS Südrampe" führt kurz steil hinauf zum Bahngeleise. Genussvoll wandern wir für eine Weile dem Geleise entlang. Der Weg ist ist aus dem steilen Felscanyon herausgehauen, von wo wir die kühne Linienführung der Bahn und die deren kunstvolle Brücke bestaunen und knipsen können.
In leichtem Auf und Ab gehts weiter dem sonnigen Hang entlang, um bei der Rarnerkumme wieder auf Geleisehöhe aufzusteigen. Gemütliches Sommerbeizli, von wo die vorbei fahrenden Züge bestens beobachtet werden können.
Die bequeme Route führt ab Rarnerkumme der Höhenkurve entlang um den Hang herum; auf der Gegenseite sind deutlich die in den Fels gehauenen Suonenwege zu sehen. Auf breitem Weg, der teilweise durch Tunnels führt, erreichen wir die imposanten Eisenbahnbrücke über dem Bietschbach. Der Wanderweg ist an die Brücke angehängt (für Hunde ungeeignet), und wer Glück hat, sieht einen Zug vom einen Tunnel ins andere rauschen.Obere Variante, + 0.30 h: Wer schwindelfrei ist, kann direkt vor dem Restaurant zur oberen Wasserleitung aufsteigen; Seile und Brücklein mildern die luftige Wegstrecke ins Bietschtal. Bei der Eisenbahnbrücke treffen die Wege wieder zusammen.
Auf der andern Seite der Brücke folgen wir dem Suonenweg zum Riedgarten, einem schönen Aussichtspunkt mit Picknickplätzen und reicher Flora. Hier könnte man stundenlang sitzen bleiben!
Nach kurzem Abstieg folgt
ein traumhaftes Wegstück einer wasserführenden Suone entlang.
Es duftet wunderbar nach Harz, Sanddorn und Wachholder. Zum Abschluss noch
eine anstrengende Kuppe auf felsigen Wegen - und wir stehen am Dorfrand
von Ausserberg. Bergab gehts zum "Hotel Bahnhof" und der Station
Ausserberg
(0.05 h).
Virtuelle Wanderung auf "Google earth": http://homepage.mac.com/hstoeffler/wandern/bls.html |
Panoramakarte Lötschberg Südrampe |
Zusatzvarianten ab Ausserberg:
Steppenvegetation bei Lidu |
Wasserfassung im Jolital |
Riedgarten |
Suonenwanderung |
Umgekehrte Route:
"Ich habe die Wanderung
auf der Lötschberg-Südrampe gemacht, zum zweiten Mal innert Jahresfrist
schon. Diesmal wollte ich den Weg nicht in Hohtenn beginnen, sondern dort
beenden. Also begannen wir beim Bahnhof Ausserberg, mit dem Vorteil, “Startkaffee”
geniessen zu können, was in Hohtenn nicht möglich ist.
Beurteilung: Sehr empfehlenswerte
Variante, man passiert die schönen Suonenwege nach dem kurzen Abstieg
nach Ausserberg, solange man noch frisch ist und diesen Wegteil eher geniessen
mag. Die Aussicht talauswärts ist berauschend. Der Weg ab der Bietschtalbrücke
nach oben zur oberen, ausgesetzten Wegvariante ist aufwärts schöner
als abwärts, und der Abstieg zur Rarner Chumma ist leichter als der
Aufstieg, besonders wenn die Sonne brennt.
Peter J., Sep.07" - Herzlichen
Dank!
Von M.Trachsel erhielten wir im Sep.2005 folgende Wegbeschreibung via "Jolialp". Sie führt im ersten Teil in die Höhe und scheint anspruchsvoll, aber sehr schön zu sein. Herzlichen Dank!
5.30 h, aufwärts 1000 m, abwärts 1150 m
Hohtenn 1078 m - Lüegilchigraben – Alp Tatz – Jolialp – Seileggu 2100 m - Galu – Uechtwang – Bietschtal – Eschji – Bietschtalbrücke – Riedgarten – Ausserberg Station 930 mWir folgen zu Beginn ab der Bahnstation Hohtenn für ca. 5 Minuten dem BLS Südrampenweg und unterqueren die Bahnlinie. Gleich danach biegt links der Weg nach der "Jolialp" ab.
In gemütlichem Aufstieg überqueren wir den Lüegilchigraben und erreichen die Alp Tatz. Ein schöner Blick auf die Berge südlich des Rhonetals ist uns gewiss. Von der Alp Tatz könnte man nach Ladu gehen, wir aber wählen die rechts weiter ansteigende Route, welche den Seebach überquert und zur Alp Joli (Gemeinde Niedergesteln) führt.
Hier finden sich zwei Wegweiser: Einer zeigt links hinauf zum Weiler Ladu und einer ins Seetal. In die Richtung, aus welcher wir kamen ist die Route nach Hohtenn angeschrieben. Leider wurde jedoch kein Wegweiser für den Weg, welcher die gerade Fortsetzung unseres Aufstiegs bedeutet, angebracht. Also: Rechts am Stall vorbei und den Bach überqueren!
Bald folgt dann ein „privater“ kleiner Wegweiser, wobei die Beschriftung nur schwer lesbar ist. Links könnte man weiter ins Jolital hinaufsteigen. Wir aber gehen geradeaus weiter uns steigen steil durch eine Felswand empor, wobei wir im Laufe des oberen Teils durch weiss-rote Bemalungen die Bestätigung erhalten, auf einer Wanderroute zu sein. Wir machen auf dem ersten Grat eine Spitzkehre und erreichen via Seileggu eine weitere Geländestufe. Wir befinden uns nun unterhalb des Schwarzhorns auf 2100m Höhe (zu diesem Gipfel könnte man aufsteigen -unmarkiert, Wegspur gut erkennbar - was aber zusätzlich 1 Stunde in Anspruch nehmen würde).Wir gehen weiter den Markierungen entlang und müssen darauf achten, den halbrechts abgehenden Weg zu treffen, welcher ins Bietschtal führt. Er beschreibt eine Rechtskurve und kurz darauf wieder eine Wendung nach links. Danach geht es ca. 30 Minuten auf gleicher Höhe (jedoch nicht uneben!) ins Bietschal hinein. Der Abstieg im Uechtwang ist wild und stotzig, man ist froh, wenn man am Ufer des Bietschbaches anlangt. Herrlich ist der anschliessende Teil auf dem zu Beginn recht zugewachsenen Weg das Bietschal hinunter. Im Bereich Eschji wird es im Sommer so richtig heiss.
Wir stossen nach ca. 40 Minuten auf den BLS Südrampenweg und überqueren den Bietschbach auf einer Steinbrücke. Unter dem Eisenbahnviadukt geht es flach durch 2 kurze Stollen weiter zum Wegweiser Riedgarten. Einer Suone entlang bummeln wir im Schatten weiter und erspähen durch die Bäume unter uns das Dorf St. German. Kurz vor Ausserberg wir der Weg dann schattenlos und steigt nochmals kurz an, um das Dorf und den Bahnhof Ausserberg zu erreichen (Hotel und Restaurant gleich bei der Station).
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