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Nr. 600
Tageswanderung 
Region Aletschgebiet
Webcam Unterbäch, mit Sicht aufs Bietschhorn
Schwierigkeit: sportlich, T2, Trittfestigkeit nötig (teils schmale Wege, steile Hänge)
Einkehrmöglichkeit: Rarnerkumme, Ausserberg
Anreise: Bahn über Goppenstein nach Hohtenn VS
Rückreise: Bahn ab Ausserberg -Fahrplan
Wanderlandkarte
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Höhenweg Lötschberg Südrampe: Hohtenn - Ausserberg

Bietschtal mit
              Bietschtaler BrückeDer Höhenweg Lötschberg Südrampe ist ein abwechslungsreicher, gut markierter und viel begangener Panoramaweg von Hohtenn nach Brig. Schöner Blick über das Rhonetal, sehr sonnig und rasch schneefrei. Interessant auch wegen der Bahnviadukte und Wasserleitungen. Die Region um Hohtenn weist ein sehr stark mediterran geprägtes Erscheinungsbild auf. Föhren und diverse Kräuter bestimmen das Gebiet, in welchem an den heissen Stellen viele Eidechsen und sogar Schlangen leben (harmlos und ungiftig).

Aus dem Wanderprospekt:
"Die faszinierende Vielfalt von Flora und Fauna begeistern jeden Naturfreund immer wieder von neuem. Staunen Sie über die verwegenen Wasserleitungen, Suonen genannt, die typischen dunklen Walliserhäuser und die zahlreichen Zeugen der örtlichen Kultur. Auch die Eisenbahnfreunde kommen voll auf ihre Rechnung. Hohe Viadukte wechseln mit zahlreichen Tunnels und kühn an die Bergflanke angelegten Abschnitten - Meisterwerke des Bahnbaus im frühen 20. Jahrhundert. Die Wanderung bietet zahlreiche Nebenrouten ins Tal oder zu höher gelegenen Alpen."



3h30, aufwärts 180m, abwärts 240m
Station Hohtenn 1078m -  Lidu 1040m (35min) - Brägji 960m (30min) - Rarnerkumme 1000m (30min) - Eisenbahnbrücke Bietschtal - Riedgarten 975m (40min) - Ausserberg Station 931m (1h15)

Von der Bahnstation Hohtenn gehts vorerst für 5 Minuten auf einem Teersträsschen bergab - der "Lötschberg Südrampe" folgend (Abzweigungen nicht beachten). Der Wegweiser führt kurz steil hinauf zum Bahngeleise und unterquert es. Genussvoll wandern wir für eine Weile dem Geleise entlang. Der Weg ist ist aus dem steilen Felscanyon herausgehauen, von wo wir die kühne Linienführung der Bahn und die deren kunstvolle Brücke bestaunen und knipsen können.
Wieder auf der andern Seite der Geleise, führt ein aussichtsreiches Wegstück dem sonnenexponierten Hang entlang ebenaus ins Jolital. Kurz nach der Wasserfassung könnte man ebenaus zum "Brägji" spazieren - neu führt der Weg parallel dazu einer Suone entlang (5min länger). Man sieht dabei die Hängebrücke, von wo der Sonnenweg von "Hohtenn Dorf" herauf führt (siehe Variante "Sonnenweg").
Zurück beim Südrampenweg, erreichen wir 5 Minuten später den Aussichtspunkt Brägli. In leichtem Auf und Ab gehts weiter dem sonnigen, aussichtsreichen Hang entlang. Bereits sehen wir auf Geleisehöhe unser Zwischenziel, die Rarnerkumme. Im gemütlichen Sommerbeizli mit Blick auf die vorbei fahrenden Züge lohnt sich eine Pause.
  • Obere Variante, +30min: Wer einigermassen schwindelfrei ist, kann direkt vor dem Restaurant rund 100 Höhenmeter zur oberen Wasserleitung aufsteigen; Seile und Brücklein mildern die luftige Wegstrecke ins Bietschtal. Bei der Eisenbahnbrücke treffen die Wege wieder zusammen.
  • Die bequeme Route führt ab Rarnerkumme auf breitem Naturweg leicht abwärts um den Hang herum; auf der andern Talseite sind deutlich die in den Fels gehauenen Suonenwege zu sehen. Der Weg führt durch mehrere kurze Felstunnels; im Taleinschnitt erreichen wir die imposanten Eisenbahnbrücke hoch über dem Bietschbach. Treppauf gehts zu den Geleisen - ein Höhepunkt für Bahnfans. Der Wanderweg ist als Gitter mit Handlauf an die Brücke angehängt (für Hunde ungeeignet), und wer Glück hat, sieht in nächster Nähe einen Zug vom einen Tunnel ins andere rauschen.

    Auf der andern Seite der Brücke folgen wir dem Suonenweg zum Riedgarten, einem schönen Aussichtspunkt mit Picknickplätzen und reicher Flora. Hier könnte man stundenlang sitzen bleiben!

    Nach kurzem Abstieg folgt ein traumhaftes Wegstück einer wasserführenden Suone entlang. Es duftet nach Harz und Wachholder, und die Aussicht ins Rhonetal und die Bergwelt ist atemberaubend. Zum Abschluss sind noch einige teils ruppige Aufstiege zu bewältigen. Schliesslich unterqueren wir eine Wasserleitung - und stehen bald am Dorfrand von Ausserberg. Bergab gehts über Abkürzungen zum "Hotel Bahnhof" bei der Station Ausserberg.
     
    Lötschberg Südrampe, 2016
    Blick ins Rhonetal

    Wasserfassung im Jolital
    Rastplatz mit Beizli Rarnerkumme
    Rastplatz Rarnerchumma

    Riedgarten

    Suonenwanderung

    Anschlussvarianten ab Ausserberg:


    Rückmeldung

    Umgekehrte Route, Start in Ausserberg:
    "Ich habe die Wanderung auf der Lötschberg-Südrampe gemacht, zum zweiten Mal innert Jahresfrist schon. Diesmal wollte ich den Weg nicht in Hohtenn beginnen, sondern dort beenden. Also begannen wir beim Bahnhof Ausserberg, mit dem Vorteil, “Startkaffee” geniessen zu können, was in Hohtenn nicht möglich ist.

    Beurteilung: Sehr empfehlenswerte Variante, man passiert die schönen Suonenwege, solange man noch frisch ist und diesen Wegteil eher geniessen mag. Die Aussicht talauswärts ist berauschend. Der Weg ab der Bietschtalbrücke zur oberen, ausgesetzten Wegvariante ist aufwärts schöner als abwärts, und der Abstieg zur Rarner Chumma ist leichter als der Aufstieg, besonders wenn die Sonne brennt.
    Peter J., Sep.07"
    Herzlichen Dank! Der einzige Nachteil ist, dass die meisten Leute in Hohtenn starten, weshalb umgekehrt Wandernde ständig kreuzen müssen, was an schmalen Stellen mühsam ist. 

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    Walliser Sonnenweg"Walliser Sonnenweg" ab Hohtenn Dorf

    Bahn nach Gampel-Steg, Bus nach Hohtenn Dorf oder häufigere Busverbindung (Richtung Blatten) bis Abzweigung Hohtenn (10min zu Fuss bis Hohtenn Dorf)
    oder
    Bahn nach Hohtenn Station 1078m, Abstieg zur Stägleri-Suon 865m (30min)

    1h10, aufwärts 200m, abwärts 80m
    Hohtenn Dorf 817m - Stägleri-Suon 865m (10min) - Strassenkreuzung 817m (10min) - Lüegiu-Suon - Wegweiser 900m (25min) - Stägleri-Suon -  Lolibach Wasserfassung 910m - Tunnel - Hängebrücke zur Lötschberg-Südrampe 940m (25min)
    ,
    weiter auf dem Südrampenweg nach Ausserberg (+2h30)

    Von der Kirche Hohtenn Dorf steigen wir steil durch das Dorf bis zur Querstrasse. Hier treffen wir auf den Weg, der von der "Bahnstation Hohtenn" herkommt, und wenden uns nach rechts. Nach wenigen Schritten beginnt der schöne Wanderweg der Stägerli-Suon entlang. Teils im Waldsaum, teils über offenem Weidegebiet, wandern wir bequem der Wasserleitung entlang. Achtung: Nach 10 Minuten führt der Weg zur Strasse hinunter
    • Stägleri-SuonFalsch: Wir haben die Abzweigung verpasst, folgten weiter der "Stägleri", balancierten ein Stück auf der Strassenmauer und fanden dann auf der andern Strassenseite die Fortsetzung des Suonenwegs - es ist aber immer noch die Stägleri, welche Trittfestigkeit und ein wenig Schwindelfreiheit benötigen).
    Richtig ist, die Strasse nach diesen 10 Minuten zu queren und dem Hang entlang leicht abwärts zur Lüegiu-Suon zu gelangen; sie verläuft parallel zur Stägleri, ist aber einfacher zu wandern. Ihr folgt man, überquert den Lüegilchi-Bach und kommt am Hof Lüegiu vorbei. Weiter ebenaus der Wasserleitung entlang, bis man auf den Weg trifft, der von Niedergesteln herauf kommt. Ihm folgt man bergauf, bis man beim Wegweiser wieder auf die Stägleri-Suon trifft.

    Tunnel
                      LolibachIhr folgen wir nun und geniessen die mediterrane Landschaft, die Aussicht und das leise Gleiten des Wassers. Auf schönstem Suonenweg, teils in die Felsen gehauen und mit Stahlseilen gesichert, erreichen wir den Lolibach, wo die beiden Suonen ihr Wasser bezeihen. Eindrücklich ist die Felslandschaft beidseits des Bachs. Um diese Schlüsselstelle zu überwinden, haben die Wegbauer einen Tunnel in die Felsen geschlagen; beidseits kann man einen Schalter für die Tunnelbeleuchtung betätigen. Am andern Ende des Tunnels überwindet man die Felsen über hohe Metalltreppen (mit Handlauf), und oben quert man die Schlucht auf einer wackligen, aber gut gesicherten Hängebrücke. Dort trifft man schliesslich mit dem
    Südrampenweg zusammen.
    gewandert: Mai 2016
    Wanderland-Karte, gezeichnet mit
                  SchweizMobilPlus



    Anspruchsvolle Höhenvariante

    Von M.Trachsel erhielten wir im Sep.2005 folgende Wegbeschreibung via "Jolialp". Sie folgt nicht der Südrampe, sondern in die Höhe und scheint anspruchsvoll, aber sehr schön zu sein. Herzlichen Dank!

    7h, aufwärts 1290m, abwärts 1430m, T3
    Hohtenn 1078m - Lüegilchigraben - Alp Tatz 1496m - Jolialp 1744m - Seileggu 2272m -  Galu - Uechtwang - Bietschtal 1600m - Eschji - Bietschtalbrücke 1024m - Riedgarten - Ausserberg Station 930m

    Wanderland-Karte mit eingezeichneter
                            RouteAb der Bahnstation Hohtenn folgen wir während der ersten Viertelstunde dem BLS Südrampenweg Richtung "Ausserberg". Achtung: nicht auf dem (ebenfalls nach Tatz führenden) Strässchen das Bahngeleise unterqueren, sondern dem Strässchen leicht bergab folgen, wo unser Südrampenweg noch vor der Kurve links abzweigt und die Bahnlinie unterquert.

    Gleich nach der Unterquerung verlassen wir den Südrampenweg und folgen dem Wanderweg aufwärts Richtung "Jolialp". In gemütlichem Aufstieg überqueren wir den Lüegilchigraben und erreichen die Alp Tatz. Ein schöner Blick auf die Berge südlich des Rhonetals ist uns gewiss.

    Von der Alp Tatz könnte man nach Ladu gehen, wir aber wählen den rechts weiter ansteigenden Wanderweg (nicht das Teersträsschen), welcher den Seebach überquert und zur Alp Joli (Gemeinde Niedergesteln) führt. Hier finden sich zwei Wegweiser: Einer zeigt links hinauf zum Weiler Ladu und einer ins Jolital. In die Richtung, aus welcher wir kamen, ist die Route mit Hohtenn angeschrieben. Leider wurde jedoch kein Wegweiser für den Weg, welcher die gerade Fortsetzung unseres Aufstiegs bedeutet, angebracht. Also: Rechts am Stall vorbei und den Bach überqueren! 

    Rückmeldung: "Auf der Alp Joli findeten man nach der Bachüberquerung einen weiteren offiziellen Wegweiser. Bis auf die Höhe unterhalb des Schwarzhorns auf 2100m ist der Weg wohl sichtbar, Aufmerksamkeit ist jedoch angebracht. Dasselbe gilt für den Abstieg bis zum Bietschbach". D.Balmer, Okt.2013

    Bald folgt dann ein „privater“ kleiner Wegweiser, wobei die Beschriftung nur schwer lesbar ist. Links könnte man weiter ins Jolital hinaufsteigen. Wir aber gehen geradeaus weiter uns steigen steil durch eine Felswand empor, wobei wir im Laufe des oberen Teils durch weiss-rote Bemalungen die Bestätigung erhalten, auf einer Wanderroute zu sein. Beim Wegweiser auf dem ersten Grat "Prag" machen wir eine Spitzkehre (und ignorieren die Abstiegsmöglichkeit zur Rarnerkumme). Unser Weg steigt an zur Seileggu, einer weiteren Geländestufe. Oben befinden uns nun auf 2100m Höhe unterhalb des Schwarzhorns (zu diesem Gipfel könnte man aufsteigen - unmarkiert, Wegspur gut erkennbar - was aber zusätzlich 1 Stunde in Anspruch nehmen würde).

    Wir gehen weiter den Markierungen entlang und müssen darauf achten, bei 2272m den halbrechts abgehenden Weg zu treffen, welcher ins Bietschtal führt. Er beschreibt später eine Rechtskurve und kurz darauf wieder eine Wendung nach links. Danach geht es bei Galu ca. 30 Minuten auf gleicher Höhe (jedoch nicht uneben!) ins Bietschal hinein. Der Abstieg im Uechtwang ist wild und stotzig, man ist froh, wenn man am Ufer des Bietschbaches anlangt. Herrlich ist der anschliessende Teil auf dem zu Beginn recht zugewachsenen Weg das Bietschal hinunter. Im Bereich Eschji wird es im Sommer so richtig heiss.

    Wir stossen nach ca. 40 Minuten auf den BLS Südrampenweg und überqueren den Bietschbach auf einer Steinbrücke. Unter dem Eisenbahnviadukt geht es flach durch 2 kurze Stollen weiter zum Wegweiser Riedgarten. Einer Suone entlang bummeln wir im Schatten weiter und erspähen durch die Bäume unter uns das Dorf St. German. Kurz vor Ausserberg wir der Weg dann schattenlos und steigt nochmals kurz an, um das Dorf und den Bahnhof Ausserberg zu erreichen (Hotel und Restaurant gleich bei der Station).

    Rückmeldung:

    "Die offizielle Zeit gemäss Wanderweganzeiger von 7 Stunden (ohne Pause) ist bei normalem Wandern realistisch. Der Weg ist tatsächlich über grosse Teile recht anspruchsvoll. D.Balmer, gelaufen am 8 Oktober 2013"



    Gasthäuser
    Links
    Karten und Bücher
    • Wanderkarte 1:50'000 Blatt 274T, erhältlich bei http://www.wandern.ch oder https://shop.swisstopo.admin.ch/
    • 1:60'000 Aletsch, Goms, Brig, Simplon, Kümmerly+Frey, bei-Amazon.de
    • Digitale Karten:
      • http://map.wanderland.ch  mit eingezeichneter Route "Walliser Sonnenweg Crans-Montana - Leukerbad - Gampel - Ausserberg - Mund - Brig, Nr.61", 4 Tage
      • http://www.mapplus.ch, Karte mit ÖV-Haltestellen und vielen Zusatzinfos
    • Wanderprospekt "Lötschberg Südrampe", erhältlich am Bahnschalter Goppenstein und Ausserberg oder bei http://www.sonnige-halden.ch
    • Flyer Lötschberg Südrampe mit Kartenskizze:http://www.bls.ch
    • "Das Wallis nach dem Tunnel", 25 Touren zwischen Rhonegletscher, Matterhorn und Genfersee, Amazon.de
    • "88 Suonen Wanderungen", Wanderungen entlang der Suonen im Wallis Rotten-Verlag, bei Amazon.de
    • "Zu Fuss unterwegs im Wallis - 45 abwechslungsreiche Genusswanderungen zwischen Obergoms und Val d'Hérens, http://www.buchhaus.ch
    • "Oberwallis", Rother Wanderführer, direkt bestellen bei Amazon.de
    • Lötschental, in "Urlandschaften der Schweiz - die schönsten Wanderungen durch wilde Bergwelten", bei Amazon.de
    • UNESCO Welterbe Schweiz: http://www.unesco.ch, mit Informationsbroschüren pdf
    • "Wandern an sagenhaften Suonen Wallis", Rotten Verlag, bei Amazon.de
    • "Bahnwanderweg Lötschberg", in zehn Etappen von Frutigen nach Brig, Rotpunktverlag, bei Amazon.de
    • "52 Wanderungen", Franz Hohler, bei Amazon.de
    • "Wandern im Ober- und Mittelwallis", mit Lötschberg-Südrampe, 35 Touren, exakte Karten, Höhenprofile, Dumont-Verlag, bei Amazon.de
    • "Die schönsten Höhenwege der Schweiz" AT-Verlag, bei Amazon.de
    • "Entdeckertouren Oberwallis - 43 Wanderungen mit 4000er-Blick zwischen Aletsch und Matterhorn, bei Amazon.de
    • "Zu Fuss im Berner Oberland und im Oberwallis", die 41 schönsten Wanderungen in der Lötschberger-Region, http://www.buchhaus.ch
    Wanderungen in der Gegend

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