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alle Tageswanderungen
Nr. 723
Tageswanderung Bern
Karte  -Webcam Belp
Schwierigkeit: je nach Variante sportlich oder leicht
Einkehrmöglichkeit: Kehrsatz, Kühlewil, Gutenbrunnen, Mühlethurnen
sowie diverse Restaurants an Nebenrouten (siehe Liste)
Anreise: Bahn nach Kehrsatz-(Fahrplan)
Rückreise: Bahn ab Thurnen

 
 
 

 

Gürbetaler Höhenweg

Aus dem Wanderprospekt:

"Der Gürbetaler Höhenweg im Grossraum Bern ist ein Panoramaweg mit grandioser Aussicht auf die Alpen. Wer die ganzen 17 km zurücklegt, braucht etwa fünf Stunden reine Wanderzeit. Start- und Zielorte sind Kehrsatz und Mühlethurnen (Bahnstation Thurnen).

Daneben werden 5 kürzere Teilstrecken vorgeschlagen, die alle attraktiv sind. Sie beginnen oder enden an mehreren Orten im Gürbetal und auf dem Längenberg. Allerdings sollte vorher unbedingt der Fahrplan beachtet werden. 

  • Die S-Bahn ab Bern nach Belp, Toffen, Kaufdorf und Mühlethurnen verkehrt halbstündlich.
  • Das stündliche Postauto zwischen Kehrsatz und Niedermuhlern Post hält unter anderem in Kühlewil Heim, Englisberg Dorf, Englisberg Neuhaus und Zimmerwald Post.
  • Zwischen Riggisberg und Abeggstiftung gibt es einen einzigen Postautokurs.
  • Auf der Fahrstrasse Toffen - Rümligen - Riggisberg fahren die Postautos (mit Ausnahmen) stündlich.
Zahlreiche Gasthäuser, Trinkbrunnen, Ruhebänke an schönen Aussichtspunkten und Grillplätze tragen dazu bei, dass Sie den Wandertag voll geniessen können. Die Route eignet sich für Jung und Alt und hat für jeden Geschmack etwas bereit: Naturerlebnisse sind garantiert, und wer sich für die Bauernhauskultur interessiert, kommt voll auf die Rechnung. Schliesslich warten Museen auf Ihren Besuch, die z.B. Wohn- und Textilkultur, Dorfgeschichte, Musikinstrumente oder Oldtimerautos zeigen.

Die liebliche Region ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erschlossen. BLS-Züge und Postautos bringen Sie von Bern aus innert 30 - 60 Minuten an alle Startorte, und vom Ziel aus kommen Sie problemlos und rasch wieder nach Hause."

Die Route ist sehr abwechlungsreich und durchgehend mit "Gürbentaler Höhenweg" markiert. Ein paar Hartbelagstrecken nicht nicht zu vermeiden. (1( B.30 h)
Gewandert: Mai 2006
 
 

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Gürbetaler Höhenweg
5.10 h, aufwärts 500 m, abwärts 520 m
Route:
Ort Höhe 
ü.M.
Wander-
zeit
total
h
Kehrsatz Bahnstation 570 m
Kühlewil Wohnheim, Bushaltestelle 800 m 0.50 h 0.50 
Englisberg Dorf, Bushaltestelle 815 m 0.10 h 1.00 
Winzeried  757 m 0.40 h 1.40
Hofmatt  738 m 0.15 h 1.55 
Gruebe  748 m 0.10 h 2.05 
Rossweid  781 m 0.10 h 2,15 
Brätliplatz 770 m 0.20 h 2.35 
Falebach  790 m 0.10 h 2.45 
Obertoffen  757 m 0.05 h 2.50 
Oberfeld  854 m 0.20 h 3.10 
Pfaffenloch 800 m 0.10 h 3.20 
Guetebrünnen Restaurant  709 m 0.10 h 3.30 
Weiermatt  783 m 0.20 h 3.50 
Uf der Mur 747 m 0.10 h 4.00 
Eybrunne 780 m 0.20 h 4.20 
Abegg-Stiftung 750 m 0.05 h 4.25 
Mühlibach 666 m 0.15 h 4.40 
Mühlethurnen Dorf 580 m 0,20 h 5.00 
Thurnen, Bahnstation 549 m 0.10 h 5.10 
-
Der Wanderprospekt  wird Ihnen gerne per Post zugestellt: Verkehrsverband Gürbetal, http://www.smit.ch, Tel. 031 819 39 39, info@guerbetal.ch
Kopien können hier heruntergeladen werden:
 

Karte Teil 1

Karte Teil 2

Karte Teil 3

Beschreibung Teil 1

Beschreibung Teil 2


Von der Bahnstation Kehrsatz gehts zur Bushaltestelle "Bahnhof", dort links an der Zimmerbergstrasse entlang und durch Quartierstrassen zum Waldrand hinauf. Auf Wanderweg bergauf durch den Wald. Oben auf der Anhöhe befindet sich das Altersheim Kühlewil (mit Cafeteria für Gäste), wo unsere Route nach links abzweigt.

Durch landwirtschaftliches Gebiet gelangen wir in den Weiler Englisberg, wo die Fahrstrasse bei der Bushaltestelle "Englisberg Dorf" überquert wird - wer sich den Aufstieg ersparen will, kann hier mit der Wanderung beginnen. Nun 100 m der Strasse entlang dorfaufwärts und links abzweigen! Auf dem Feldweg werden wir über die Kuppe geführt - den Abstecher zum Aussichtspunkt nicht beachten! Schöner Blick auf die Stadt Bern. Der Weg führt leicht abwärts, kreuzt eine weitere Fahrstrasse und führt dann im Wald der Höhenkurve entlang.

Kurz vor dem Waldausgang könnte man geradeaus weiter gehen. Wir wählen den kleinen Umweg zum "erratischen Block", auch Teufelsstein genannt, und bleiben im Schatten des Waldes. Nach 300 m sehen wir rechts etwas versteckt den rund 4 m hohen Findling, der vor Tausenden vor Jahren vom Aaregletscher aus den Alpen talwärts transportiert und hier, an der Seitenmoräne des Gletschers, abgelagert wurde.  Bis hier hinauf reichte vor ca. 10'000 Jahren während der letzten Eiszeit die Eisdecke. Statt zur Abzweigung zurückzugehen, können wir in gleicher Richtung im Waldsaum weitergehen, bis bei einem Holzbearbeitungsplatz ein unmarkierter Pfad rechts zum Wald hinausführt. Dort treffen wir die markierte Route Belp - Höhenweg, auf der wir drei Minuten später bei Winzenried wieder in den Gürbentaler Höhenweg einmünden.

Weiter Richtung "Hofmatt/Thurnen". Eine traumhafte, intakte Landschaft liegt vor uns, im Hintergrund ragen die Schneeberge in den Himmel, alte, blumengeschmückte Bauernhäuser stehen am Weg. So stören auch die zehn Minuten Hartbelag bei Hofmatt nicht . Nach der Gruebe mit seinem schönen Party-Spycher gehts kurz bergauf zum Wegweiser Rossweid, wo unsere Route scharf links abbiegt. Unter dem mächtigen Lindenbaum lohnt sich eine Rast.  Wir geniessen eine prächtige Sicht auf die Berner Alpen. In der Ferne grüssen Eiger, Mönch und Jungfrau, etwas näher steigt die markante Pyramide des Niesens auf. Unter uns liegt die noch weitgehend unverbaute Ebene des Gürbetals mit ausgedehnten Wiesen.

Es folgt für uns die schönste Etappe des Höhenwegs. Im leichten Auf und Ab gehts auf Naturwegen durch fruchtbares Landwirtschaftsgebiet und lichte Wälder dem Hang entlang. Aussichtsbänke und bei Gruebefeld ein Brätliplatz mit Feuerholz, Tisch und Bänken an schönster Lage sind Höhepunkte am Weg.

Nach einer Kiesgrube gelangen wir zum Weiler Falebach, wo man im Hof von Hans Beyeler jeweils von 10 - 18.30 Uhr zur Stallvisite eingeladen ist. "In seiner Ursprünglichkeit ist Falebach der wohl besterhaltene Weiler auf dem Längenberg. Drei prächtige Höfe, drei Speicher und ein Ofenhaus bilden die Siedlung. Der 1760 erbaute Hof ist ein wertvolles Denkmal bäuerlicher Baukunst."

Der Gürbetaler Höhenweg zweigt nach dem letzten Bauernhof links ab und senkt sich durch ein Waldstück zur Verzweigung Obertoffen hinab. Die folgenden 100 Höhenmeter Aufstieg im Sonnenhang bringen uns ins Schwitzen. Beim Aussichtsbank Boden weiter bergauf zum Wegweiser Oberfeld, wo wir die Höhe erreicht haben. Scharf nach links, zwei Minuten ebenaus durch Weidegebiet, dann links bergab in den Wald.

Es folgt der anspruchsvollste, aber spannendste Teil des Weges. Durch schönen Buchenwald wandern wir zunächst dem Hang entlang, bis sich beim Pfaffenloch, einer "auf eigenes Risiko" begehbare Höhle die Szenerie ändert. Rechts türmen sich riesige Sandstein-Felswände auf; oben in den vielen Löchern sollen seltene Vögel brüten. "Ein früheres Quellheiligtum unter den Felsen, eine Kapelle sowie das einstige Kur- und Heilbad sind schon lange verschwunden. Die Gegend hat jedoch ihren magischen Reiz bis heute erhalten". Die Wanderer tun gut daran, achtzugeben und zum Staunen stehenzubleiben. Gegen den Abhang ist der Weg zwar mit Seilen gesichert, doch sind rund 100 teilweise unregelmässige Treppenstufen zu überwinden.

Unten führt der Pfad aus dem Wald und zum schön gelegenen Restaurant Guetebrünne. Auf der Terrasse sitzen, die Aussicht bewundern und es sich gut gehen lassen - empfehlenswert! Von hier könnte man in 25 Minuten zur Bahnstation Kaufdorf hinunterwandern. Wir aber bleiben auf dem Höhenweg, folgen für fünf Minuten dem Fahrsträsschen, gehen bei der Linkskurve aber geradeaus weiter zu den Häusern hinauf, wo ein Stand mit Süssmost und Gebäck zur Selbstbedienung aufgestellt ist. Nach dem Bauernhaus gehts scharf rechts hinauf in den Wald - der Wegweiser ist leicht zu übersehen - uns hat der Bauer zum Glück zurückgepfiffen; nach seiner Meinung sollte der Wegweiser versetzt werden.

Wir steigen also nochmals bergauf, durchqueren den Wald und treffen auf der Hochebene von Weiermatt ein Teersträsschen, auf dem wir 10 Minuten später und 40 Höhenmeter tiefer zur Verzweigung Uf der Mur gelangen; nach rechts. "Thurnen", unser Tagesziel, ist noch eine Stunde entfernt. Nach einer weiteren Viertelstunde auf Hartbelag erblicken wir unter uns die Gebäude der Abegg-Stiftung; die Schneeberge sind näher gekommen, bereits ist auch der Thunersee zu sehen. Durch die Allee, nun gekiest, zum Wegweiser Eybrunne (nach "Riggisberg" wären es noch 15 Minuten) geniessen wir das aussichtsreiche Teilstück.

Bis Thurnen wandern wir nun auf dem Jakobsweg. Eine Kastanien-Allee führt hinab zur Abegg-Stiftung. Vor den ersten Gebäuden zweigt unsere Route rechts ab, einem Wäldchen zu. Ein schmaler, steiler Trampelpfad führt zu einer grossen Sägerei hinunter. In einer Spitzkehre werden wir durch das Areal und zum Mülibachtobel geführt, das wir nun durchqueren werden.

Breiter Waldweg bergab zum Mülibach. "Die schützenswerte alte Kehrbrücke am Mülibach von 1800 ist aus grossen Bruchsteinen gefertigt. Sie quert im waldigen Tobel in leichtem Bogen den steil hinabstürzenden Mülibach und ist die bisher älteste bekannte Brücke im Gürbetal." Wo wir auf eine Fahrstrasse treffen, überqueren wir sie nach 100m (Bärenskulptur) und folgen dem Trampelpfad bergab, dem Bachtobel entlang. Direkt neben einem Betonbrücklein führt eine Eisentreppe zum Bach hinunter. Ein romantisches Weglein schlängelt sich dem Ufer entlang, über Holzbrücklein und einem Picknickplatz mit Feuerstelle vorbei (Waldspielgruppe).

Bald kommen wir zu den obersten Häusern von Mühlethurnen. Wir überqueren die Fahrstrasse und werden auf dem Sprenggi-Weg durch die Häuser gelotst. Die letzte Teilstrecke verläuft wieder dem nun eingedolten Bachlauf entlang, direkt zur Bahnstation Thurnen. Das Bistro befindet sich im Bahnhofgebäude, etwas versteckt um die Ecke.

"Der Bahnhof und die Vorhalle vom Bahnhof Mühlethurnen (oder Station Thurnen, wie sie heute genannt wird) sind Zeugen aus der Anfangszeit der Gürbetalbahn (1900/1905). Die offene Halle diente den Kurgästen des Gurnigelbades, die hier von der Bahn auf die Postkutsche und später auf das Postauto umstiegen. Das markante tonnenförmige Wellblechdach ist somit ein Relikt, das an die ehemalige Kur- und Badeherrlichkeit erinnert."



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Teilstrecken
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Tipp für 2-Tageswanderung
  • 1.Tag, 2.10 h: Kehrsatz - Englisberg - Winzeried 757m (1.40 h, Gürbetaler Höhenweg) - Zimmerwald 840m (0.40), Übernachtung in Zimmerwald
  • 2.Tag, 3.45 h: Zimmerwald 840 m - Hofmatt 738m (0.30 h, Abstieg zum Höhenweg) - Gutenbrünnen - Abeggstiftung - Mühlethurnen (3.15 h), 

  • evtl. mit Besichtigung des Textilmuseums Abegg-Stiftung, geöffnet Ende April - Mitte November, täglich 14.00 bis 17.30 Uhr

Rückmeldung:

"Wir haben die Wanderung gestern und heute gemacht. Es war tatsächlich traumhaft, die Aussicht auf Eiger/Mönch/Jungfrau und die anderen, einfach sensationell. Übernachtet haben wir bei Familie Streit in Zimmerwald (empfehlenswert), zum Nachtessen waren wir im Rest.Löwen."
Fam.Rufer, Nov.2006


 
Gasthäuser
  • Belp: Hotel-Rest.Linde, Rubigenstr.46, Tel. 031 819 60 03
  • Gruben: Spycher Gruben, Fam.Blatter, Tel. 031 819 86 64, nur für Gruppen auf Voranmeldung
  • Gschneit/Oberbütschel: Rest.Sternen, Bütschelgschneit, Tel. 031 809 03 53
  • Bütschelegg: Aussichtsrest.Bütschelegg, Tel. 031 809 03 24, 1 km oberhalb Oberbütschel, nicht direkt am Weg
  • Gutenbrünnen ob Kaufdorf: Rest.Gutenbrünnen, Tel. 031 809 15 21, Mo/Di geschl. (einziges Restaurant am Höhenweg), nette Bedienung
  • Kaufdorf: Rest.Linde, Tel. 031 802 04 64
  • Kaufdorf: Rest.Bahnhof, Tel. 031 809 17 34
  • Kehrsatz: Café Schmutz, Zimmerwaldstr.7, Tel. 031 961 31 13 (am Wanderweg)
  • Kehrsatz: Rest.Il Brunello, Tel. 031 961 02 04 (bei der Bushaltestelle Bahnhof Kehrsatz)
  • Kühlewil: Beizli Alterszentrum, Tel. 031 960 31 11 
  • Mühlethurnen: Rest.Adler, Tel. 031 809 02 78
  • Mühlethurenen: B&B Fam M.Schneider, Tel. 031 809 03 75 (Privatzimmer im 200 Jahre alten Bauernhaus)
  • Mühlethurnen: Gastroliste
  • Niedermuhlern: Rest.Sternen, Tel. 031 819 26 15, Mi/Do geschl.
  • Niedermuhlern: Rest.Bachmühle, Tel. 031 819 17 02, offen: Sa/So ab 11 Uhr, werktags ab 17 Uhr, eigene Bushaltestelle, 1,5 km ab Niedermuhlern Post
  • Riggisberg: Rest.zur Hoffnung, Tel. 031 809 30 84 
  • Riggisberg: Rest.Brunne im Wohnheim Riggisberg, Tel. 031 808 81 43, Gästezimmer
  • Riggisberg/Hasli: Rest.Rössli, Tel. 031 809 01 17, Mi geschl.
  • Rüeggisberg: B&B Cottage Holiday, Dorfstrasse 21, Tel. 031 809 40 80, 3 DZ mit Aussicht auf Garten und Alpen
  • Rümligen: Rest.Schwanen, Tel. 031 809 02 79
  • Toffen: Rest.Bären, Tel. 031 819 03 92, So geschl.
  • Toffen: Rest.-Bar Oldtimer-Galerie, Tel. 031 819 99 90
  • Thurnen: Bahnhofbistro, Tel. 079 459 33 94
  • Zimmerwald: Gasthof Löwen, Tel. 031 819 19 72, Mo/Di geschl, Zimmer
  • Zimmerwald: B&B Karl & Kathrin Streit, bei der Kirche, Telefon 031 819 54 14 (Zimmer und Ferien auf dem Bauernhof)
  • Zimmerwald: Café Alterszentrum, Tel. 031 960 31 11
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