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Nr. 768a
Tageswanderung 
Region Jura BL
-Webcam Sissach Webcam Sissach
Schwierigkeit: sportlich: Treppen bei Giessen, 5min ruppiger Abstieg ins Eital, 10min steiler Auftieg zur Höhle
ansonsten leicht
Einkehrmöglichkeit: Rünenberg, Oltingen, Rothenfluh
Anreise: Bahn nach Sommerau
Rückreise: Postauto Rothenfluh Hirschengasse - Sissach Bahnstation (Fahrplan)
Wanderlandkarte
zur Detailkarte, gezeichnet mit SchweizMobilPlus
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Sommerau - Rünenberg - Wenslingen - Oltingen - Rothenfluh


4h10, aufwärts 390m, abwärts 380m
Sommerau 450m- Giessen 530m (50min) - Cholholz - Rünenberg 588m (30min) - Eital 470m - Bettstigi / Bruderloch-Höhle - Wenslingen 563m (1h) - Oltingen 575m (40min) - Talweiher - Rothenfluh (1h10)

Wegweiser Sommerau BLBei der einsam gelegenen Bahnstation Sommerau gehen wir dem Geleise entlang Richtung "Giessen/Rünenberg". Nach der Bahnunterführung nach rechts, auf schmalem Weg dem Geleise entlang. Wo er sich am Waldrand erneut teilt, machen wir eine Spitzkehre nach links und sind eingefädelt. Schöner Weg im Waldsaum ins Grindel-Tal hinein, Feuchtwiesen und Bachufer durchstreifend.

Bald erreichen wir dichten Wald und drehen in den felsdurchsetzten Stierengraben hinein. Das Morschholz liegt kreuz und quer in diesem naturbelassenen Schutzgebiet. Links vom grossen Felsencanyon führen rund 100 Treppenstufen zu dessen oberen Rand, dabei müssen wir immer wieder stehenbleiben und fotografieren. Der Wasserfall Giessen fasziniert uns.

Oben ab Cholholz durchqueren wir die Hochebene von Rünenberg. Die Viertelstunde bis ins Dorfzentrum ist geteert. Wir durchstreifen Rünenberg kreuz und quer, immer Richtung "Wenslingen", kommen an mehreren Hofläden vorbei und geniessen unseren verspäteten Startkaffee im schön renovierten Gasthaus Löwen. Leicht abwärts in den unteren Dorfteil, beim letzten Haus halbrechts aufwärts durch die Felder, an blühenden Kirschbäumen vorbei. Ein weiterer Graben ist zu durchqueren (die Richtung halten!).

Ziemlich steil geht's ins Eital hinunter; die ersten 5 Minuten im Wald sind etwas ruppig (Kalksteine, die bei Nässe glitschig sein können), dann schmaler, gut angelegter Waldweg. Spitzkehre unten an der Strasse, 100m dem Strassenrand entlang, dann auf dem Wiesenweg zum Brücklein am Waldrand queren (Ruhebank). Richtung "Wenslingen" steigen wir im Waldhang sanft aufwärts. Bald türmen sich über unsern Köpfen die Kalkfelsen der Bettstigi auf. Im steilen Zickzack geht's durch die Bettstigi hinauf zur Bruderloch-Höhle; etwa 3m tief kann man hineingehen und mit der Taschenlampe den Bach sehen, der durch die Karsthöhle fliesst. Lehrtafeln erzählen von seltenen Pflanzen und Fledermäusen, die man nicht stören soll (kein Feuer entfachen!). Oberhalb der Höhle befindet sich ein Picknickplatz mit Feuerstelle; allerdings sollte man die Absperrung beachten, da der Bach senkrecht ins Eital hinunterfällt.

Dem Bach entlang wandern wir aus dem Wald, an einem hübschen Seelein vorbei (Ruhebank). Nach der Kläranlage kommen wir ins Dorf Wenslingen, das wir durchstreifen. Auffallend sind die hübschen Jurahäuser und Gärten. Einst standen in vielen Stuben der Region Webstühle für die Seidenbandweberei.

Kirche und Pfarrhaus von
            Oltingen BLWir machen eine Schleife via "Oltingen". Wiederum wandern wir einem Bach entlang, kommen an Obstplantagen vorbei und verlassen beim Egghof die fruchtbare Tafeljurafläche. Unten in Oltingen lohnt sich ein Halt im ehemaligen Pfarrgarten der Kirche. Die roten Türen sind untertags offen, die vier gedeckten, geschnitzten Sitzerker eignen sich bestens für's Picknick. Die angepflanzten Blumen lassen erahnen, wie schön es hier im Sommer aussehen wird. "Die Kirche aus dem 13. Jahrhundert bildet zusammen mit dem markanten Pfarrhaus, der Pfarrscheune (Heimatmuseum mit Posamenter-Webstuhl), dem Beinhaus und dem ummauerten Friedhof ein eindrückliches Ensemble. Noch berühmter sind die spätmittelalterlichen Fresken" (natuerlich-online.ch). Auch in Oltingen stehen sehenswerte Häuser, die auf einem "Dorfrundgang" zu besichtigen sind.

Wir folgen nun dem Ergolz-Bach talwärts. Im bewaldeten Uferbereich wächst eine vielfältige Flora; das Naturschutzgebiet Talweiher mit seinen vielen Seelein wird von Vogelkennern geschätzt.

Wir bleiben links vom Bach; etwas weiter unten am Ende des Sees befindet sich ein komfortabler Picknickplatz mit Feuerstelle. Nach einer Reihe von weiteren Weihern überqueren wir die Ergolz (die letzten 700m müsste man der Strasse entlang wandern). Noch sind die Wiesen nicht beweidet, sodass wir ein weiteres Stück dem Trampelpfad rechts der Ergolz folgen können, bis wir nach den ersten Häusern ebenfalls die Strasse benützen.

Gewandert: April 2019
Giessen
                  Wasserfall
Wasserfall Giessen
Rünenberg, Gasthaus Löwen
Rünenberg
blühende
                  Kirschbäume Hochebene Rünenberg
blühende Kirschbäume
Bruderlochhöhle bei Wenslingen BL
Bruderlochhöhle Wenslingen
Pfarrgarten
                  Oltingen
Pfarrgarten Oltingen
Auenschutzgebiet Talweiher Rothenfluh
Auenschutzgebiet Talweiher



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