zur Titelseite
alle Tageswanderungen




Nr. 843
Tageswanderung Glarus
Region Elm
Webcam Elm
Schwierigkeit: sportlich, T2 bis T3 (Trittfestigkeit und Schwindelfreiheit)
Einkehrmöglichkeit: Elm, Nideren
An- und Rückreise: Bahn nach Schwanden GL,
Bus Schwanden - Elm Station (oder Dorf)
  -(Fahrplan)
Wanderlandkarte
zur Detailkarte,
gezeichnet mit SchweizMobilPlus

Elm - Tschinglenschlucht - Nideren - Rundwanderung Firstboden

  • So kann die Tour nach Wunsch zusammengestellt werden:
    • Nicht-Trittfeste und -Schwindelfreie fahren mit der Seilbahn hinauf und hinunter, streichen also b)
    • Der Aufstieg zum Firstboden ist machbar für alle, die etwas Kondition haben und denen ein paar steile Tritte und Wurzeln nichts ausmacht
    • Nicht-Trittfeste und -Schwindelfreie wählen für den Abstieg vom Firstboden den gleichen Weg wie beim Aufstieg (T2)
    • Autofahrer können bei der Tschinglenbahn parkieren
Tschingelhörner mit
                        Martinsloch, Glarner Hauptüberschiebung
Tschingelhörner, Martinsloch


a) Elm Station - Talstation Tschinglenbahn
25min, aufwärts 90m, abwärts 5m, T1
Elm Station 960m - Spielplatz Unterbach - Camping Wisli - Zündli, Talstation Tschinglenbahn 1040m

In Elm kann man wahlweise bei der ehemaligen Bahnstation oder in Elm Dorf neben der Kirche aussteigen, die Haltestellen liegen 10min auseinander.
- Wer in Elm Dorf aussteigt, kann zu Beginn das unentgeltliche UNESCO-Museum neben der Kirche besichtigen, wo Spannendes zum heutigen Wandergebiet erklärt wird; man kann das natürlich auch für den Schluss aufsparen, nachdem man die Glarner Hauptverschiebung mit eigenen Augen gesehen hat. Dorfabwärts kommt man an schönen alten Häusern wie dem Suworow-Haus vorbei und kann im Restaurant Sonne den Startkaffee genehmigen.

- Wer in Elm Station aussteigt, folgt besser nicht dem Pfeil zur Tschinglenbahn (Fahrstrasse mit Ausflugsverkehr), sondern geht 200m dorfaufwärts bis zum Restaurant Sonne. Dort zeigt der Wanderwegweiser zur Sernf-Brücke hinunter. Geradeaus gehts am Spiel- und Picknickplatz vorbei zur Unterbach-Brücke.

Achtung! Brücke
            queren und dann dem schmalen Uferweg folgen!Die Brücke überqueren! Geradeaus wäre zwar unser Ziel "Firstboden" angegeben, doch das ist ein überaus steiler und gefährlicher Pfad über die Nordseite des Plattenbergs, von dem abgeraten wird.
Auf der andern Brückenseite folgen wir dem Lauf des
Untertalbachs, auch bei der Holzbeige!  Der Wegpfeil zeigt zwar nach links (zur Strasse!), ein weiterer für unsern Uferweg ist fast unsichtbar seitlich an der Holzbeige festgemacht. Schade um den schönen Pfad, dem wir problemlos bis zur WC-/Waschanlage des Campings Wisli folgen können. (Gut zu wissen: für den Rückweg: vom Wisli her ist der Pfeil nicht zu übersehen). Die letzten 5 Minuten bis zur Talstation der Tschinglenbahn folgen wir der Strasse.


b) Aufstieg
durch die Tschinglen-Schlucht

1h30, aufwärts 440m, abwärts 10m, T3
Talstation Tschinglenbahn - Schwammegg 1427m (1h20) - Tschinglen-Wirtschaft - Alp Nideren 1480m (10min)

Der Grossteil der Wanderer fährt mit der Gondel hinauf und wandert durch die Schlucht hinunter. Wir bevorzugen die umgekehrte Variante, nur schon wegen dem Regenwasser, das in den letzten Tagen die Wege überspült hat. Aufwärts lässt sich sorgfältiger wandern. Gleich zu Beginn nach der Brücke orientiert eine Warntafel, dass sich bei nasser Witterung, nach Gewitter und Starkniederschlägen Hangmuren und Steine lösen können, besonders im Rutschgebiet "Vor den Wänden". Wer unsicher ist, lasse sich vom Seilbahnwart der nahen Talstation beraten.

Nach einem Wiesenstück kommen wir in den Wald, wo eine erste Schwierigkeit, die Querung von Wildbächen, zu meistern ist, wozu Stöcke hilfreich sind. Beim Lauiboden führt der Weg im Zickzack bergauf und quert dann in die felsige Schlucht. Eine Tafel weist auf die speziell geformten Felsformationen hin, die man von hier aus gut beobachten kann (wer sieht das Gesicht im Fels?). Der Weg ist problemlos zu gehen, aber auf der einen Seite steil abfallend, sodass man keinesfalls stolpern sollte. Auf der Ruhebank unter dem Felsen kann man gefahrlos rasten, die wilde Schlucht auf sich wirken lassen und den Gondeln nachschauen, welche über die Schlucht fahren.

Ein weiteres Abenteuer ist die Querung der Mättlirus; dieser Wildbach führt heute viel Wasser - wer mit Turnschuhen wandert, wird kaum trockenen Fusses darübersetzen. Auf beiden Seiten des kleinen Tobels sind Ketten angebracht. Der folgende Aufstieg ist kunstvoll aus den Felsen gehauen, auch hier sichert eine starke Kette. Über weitere Treppen kommen wir in einem Bogen aus der felsigen Schlucht heraus, das Gelände wird grasig und lieblich, doch auch hier sollte man auf den steil abfallenden Weg achten.

In einem Bogen geht's zur Verzweigung Schwammegg, von wo die Passwanderer zum Segnaspass abzweigen. Wir halten die Richtung, unterqueren die Seilbahn und folgen dem ebenen Weg zur nahen Tschinglen-Wirtschaft auf der Alp Nideren. Dabei haben wir den Wasserfall des Tschingelbachs im Blick. Rechts auf der andern Talseite befindet sich unser nächstes Ziel, der Firstboden. Es lohnt sich, in der gemütlichen Gartenwirtschaft einzukehren, welche von Freiwilligen mit viel Herzblut geführt wird.
Und wer schon genug hat, ist ein knapp 10 Minuten bei der Berstation der Tschinglenbahn.

Uferweg zur
                  Tschinglenbahn,bei der Holzbeige die Richtung halten
Uferweg zur Tschinglenbahn
imposante
                  Tschinglen-Schlucht
Tschinglen-Schlucht
Wildbach Mättlisrus, gesicherter Weg zum
                  Bachbett
Wildbach Mättlisrus
felsige Treppen, gesichert
felsige Treppen, gesichert
Tschinglen-Wirtschaft, Alp Nideren
Tschinglen-Wirtschaft, Nideren

c) Rundwanderung Firstboden
1h50, aufwärts 360m, abwärts 320m, T2 - T3, je nach Variante
Alp Nideren 1480m - Stellihorn 1625m - Firstboden 1740m (50min) - Märchtiplanggen 1630m - Stellihorn - Nideren (50min) - Bergstation Tschinglenbahn 1520m (8min)

Von der Alp Nideren geht's leicht abwärts zum Biflenbach und Tschinglenbach, die wir auf breiten Stegen (ohne Geländer) überqueren. Dazwischen befindet sich eine gut eingerichteten Feuerstelle. Danach teilt sich der Weg; unsere Route Richtung "Firstboden" führt rechs aufwärts über eine Naturwiese. Das Gebiet ist bekannt für seine reiche Flora. Ein kleines Hochmoor trennt uns vom imposanten Wasserfall. Bald kommen wir in den Wald, wo es ziemlich ruppig über Holztreppen und Wurzeln aufwärts geht.

Holzhütte Aussichtspunkt Firstboden, eingeweiht März
            2017Oben an der Waldgrenze, beim Wegweiser Stellihorn, wählen wir den direkten Weg "Firstboden 20min". Im Zickzack wandern wir wiesenaufwärts zu einer eingezäunten Aussichtsbank, von wo die Tschinelhörner und das Martinsloch perfekt ins Szene gesetzt und die Entstehung Glarner Hauptüberschiebung anschaulich erklärt werden. Nach wenigen Minuten erreichen wir den Firstboden und sind begeistert von der kürzlich eingeweihten Holzhütte und der langen Picknickbank, alles mit grandiosem Rundblick zu geniessen. Das Dach der Hütte hat das Thema der Glarner Hauptüberschiebung aufgenommen, und im Fernrohr und auf der Panoramatafel kann man sie genauer studieren. Neben der grossartigen Berglandschaft beeindruckt auch der Blick über das Sernftal.

Wer nicht die gleiche Route nehmen will, kann auf schönen Wegen um den Firstboden herum laufen; allerdings gibt es da eine kurze Stelle, wo man trittfest und schwindelfrei sein sollte (T3).
Dazu folgt man zunächst dem Pfeil "Elm" und kurvt auf der Nordseite eine Viertelstunde bergab. Beim Wegweiser
Märtiplanggen steht eine kleine Schutzhütte. Nun keinesfalls weiter nach Elm absteigen - der Weg gilt als gefährlich! Wir drehen also nach rechts, dem Hang entlang, und schon sind wir an der erwähnten heiklen Stelle. Der schmale, seitlich steil abfallende Weg ist mit Ketten gesichert. Danach kommen wir aus dem Wald und queren eine Schutthalde, wo man nicht stolpern sollte. Tief unten erblickt man Elm! Eine Tafel erklärt, dass in dieser Gegend einst der Bergsturz von Elm seinen Anfang nahm... Nach 5 Minuten sind wir bereits dem Gefahrengebiet entronnen. 

Ein gemähter Grasweg führt zwischen Erlengebüsch und hohem Farn der Höhenkurve entlang, bis wir an einem weiteren Aussichtspunkt nochmals ausruhen können. Eine Tafel erklärt die Bedeutung des Schiefers bis in die heutige Zeit, wo das Mineralwasser für das Elmer Citro teils aus den ehemaligen Stollen gewonnen wird. Bald sind wir um den Hang herum wieder beim Wegweiser Stellihorn.

Der restliche Abstieg nach Nideren ist vom Aufstieg her bekannt. Dort können wir nochmals einkehren oder direkt zur Tschinglenbahn aufsteigen. Die Gondel fasst nur 4 Personen und fährt bei viel Betrieb durchgehend. Die Fahrt über der Schlucht geniessen wir doppelt, weil wir von oben her unseren Weg verfolgen können.

Steg ohne Geländer über den Tschingelbach
Steg über den Tschingelbach
ob Nideren,
                  Tschinglen-Wasserfall
Tschinglen-Wasserfall
Aussichtspunkt unterhalb Firstboden
unterhalb Firstboden
Aussichtspunkt Firstboden, Blick ins Sernftal
Firstboden, Blick ins Sernftal
Schutthalde Märtiplanggen, heikle Stelle
heikle Stelle Märtiplanggen
zur Titelseite

Tipp für 2-Tagestour

Übernachtungauf der Alp Tschinglen (Nideren), Tschinglen-Wirtschaft, dann am nächsten Tag:

  • Elm / Nideren - Segnaspass - Flims, Tageswanderung Nr.514


  • Sardona-Welterbe-Weg

    Auf dieser 6-tägigen Route erleben Sie die ganze Faszination der imposanten Gebirgszüge der Tektonikarena Sardona, UNESCO-Weltnaturerbe. Voraussetzung: Gute Ausdauer! Der Weg ist mit Nr.73 markiert und kann bei http://www.eurotrek.ch gebucht werden. Obige Tageswanderung ist Teil dieser Route:

    Kartenausschnitt und Infos: http://www.wanderland.ch/de/route73


     
    Martinsloch in Elm
    Jeweils am 13. und 14.März um 8:52 Uhr sowie am 30.September  und 1.Oktober um 9:33 Uhr wirft die Sonne ihre Strahlen durch das Loch in der Felswand des Tschingelhorns auf den Kirchturm von Elm - ein spezielles Naturschauspiel! Vielleicht sind Sie ja gerade zu dieser Zeit in Elm?


     
    Gasthäuser
    Hotel-Restaurant Sonne, Elm
    Links
    Karten und Bücher
    Wanderungen in der Gegend

    Bei der Wandersite findet man nicht nur Wegbeschreibungen und Links dazu, sondern auch Adressen und Telefonnummern der Gasthäuser unterwegs. Es liegt in der Natur der Sache, dass solche Informationen veralten. Hier werden Besucher um Verständnis und aktive Mitarbeit gebeten - Nachwanderer werden es Ihnen danken. Aktualisierungen, Erfahrungen oder eigene Wandertipps nimmt gerne entgegen:Aktualisierungen oder eigene Wandertipps nimmt gerne entgegen: info@wandersite.ch
    alle Tageswanderungen
    zur Titelseite
    nach oben