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Nr. 955
Tageswanderung 
Region Prättigau
SwisswebcamsWebcam Furna
Schwierigkeit: sportlich
Einkehrmöglichkeit: St.Antönien, Schuders (Variante), Schiers
Anreise: Bahn via Landquart - Schiers nach Küblis. Postauto nach St.Antönien Platz/Post
Autofahrer lassen ihr Auto am besten beim Bahnhof Schiers oder Küblis stehen.
Rückreise: Bahn ab Schiers -(Fahrplan)
Variante: Postbus Schuders - Salginatobelbrücke - Schiers auf der historischen Verkehrsroute:  wenige Kurse, teils mit Anmeldung http://www.fahrplanfelder.ch

St.Antönien - Chleibach - Salfsch - Schraubbach - Schiers  

Karte zur Wanderung
zur Detailkarte 
(gezeichnet mit
SchweizMobil Plus)
Hinweise:
  • Einsame Wanderung im Prättigau: Viel Wald, viel Wasser, viele Brücken, darunter eine neue Hängebrücke und die historische Salginatobelbrücke.
  • Teilweise sumpfige Wege (Schuhputzen ist anschliessend angesagt).
  • Im Herbst können Teilstrecken von Mo - Fr wegen Holzschlags gesperrt sein. Der Weg kann unter Einhaltung von grösster Vorsicht begangen werden, es wird allerdings jegliche Haftung seitens der Forstverwaltung und des Unternehmers abgelehnt.
  • Abkürzungsmöglichkeit: Ab Sagebrücke Aufstieg nach Schuders 1272m (45min); Talfahrt nach Schiers mit Postbus.
  • Leichte Variante: Postbus Schiers - Schuders; Wanderung Schuders - Sagebrücke - Schraubbachtal - Schiers, 2h30
  • Achtung Schneeschuhwanderer: Die Chleibachbrücke darf bei Schneelast nicht begangen werden
  • Gewandert: September  2008.
Salginatobelbrücke
Salfsch mit Drusenfluh

5 h, aufwärts 240m, abwärts 1000m
Route: St.Antönien Platz 1414m - Aschüel 1620m (40min m) - Hängebrücke Chleibach 1320m (1 h) - 1400m - Salfsch 1288m (40min) - Sagebrücke im Schraubbachtal 1035m (40min) - Hellstutzbrücke - Salgina-Einmündung / Picknickplatz 758m (1h10) - Schiers 654m (50min)

Im Walserdorf St.Antönien stehen bei der Haltestelle Platz/Post mindestens drei Restaurants, wo man sich für den Aufstieg stärken kann. Neben der Post folgen wir dem Strässchen Richtung "Stels/Salfsch" bergauf. Nach 5 Minuten bei der Verzweigung wechselt die Route auf Naturbelag. Wir wandern im Zickzack bergauf, kommen Berghaus Michelshof vorbei und drehen bei einer Scheune rechts zu den Häusern. 7 Minuten lang folgen wir der Strasse leicht bergauf nach Aschüel. Strässchen nach links.

Direkt nach dem Parkplatz Nr.21 beginnt unser Wanderweg Richtung "Salfsch/Schuders"; ein weicher Wiesenpfad führt über ein Hochmoor - hier muss es im Bergfrühling zauberhaft sein! Wo der Weg breiter wird, gut auf die Markierung achten - der absteigende Pfad folgt noch ein Stück dem Wissbach Richtung Wald. Nun kreuzen wir eine feuchte Weide, wo die Rinder der Weg total zertrampt haben. Wieder im Wald, dreht unsere Route rechts dem Hang entlang, während sich links ein riesiges Erosions-Tobel auftut. Feuchtgebiete wechseln ab mit dichtem Wald; Farne säumen den Weg, man fühlt sich fernab der Zivilisation. Im leichten Auf und Ab gelangen wir schliesslich ins Chleibachtal, steigen hinunter zur neuen Hängebrücke, welche den tosenden Wildbach überquert. Die alte Brücke wurde weggerissen, und längere Zeit war hier kein Durchkommen mehr.

Am Gegenhang gehts über Treppen wieder zum Höhenweg hinauf, der nun weniger feucht und tannadelweich der Höhenkurve entlang führt. Unzählige kleine Töbelchen werden elegant umwandert, ein Holzschlaggebiet gekreuzt, und schliesslich gelangen wir durch eine sumpfige Kuhweide zum schön gelegenen Weiler Salfsch. Gegenüber auf gleicher Höhe liegt Schuders, dazwischen das Schraubbachtal. Tolle Sicht in die Bündner Bergwelt auf der einen und in die Österreicher Bergwelt (Drusenfluh) auf der andern Seite.

Die abenteuerlichen Pfade sind zu Ende; bis nach Schiers führt nun ein Natursträsschen, das auf feuchten Teilstrecken einige Male kurz geteert ist. Kurvenreich gehts ins Schraubbachtal hinein und alles dem Schraubbach entlang sanft talabwärts. Mächtig sind die Felsen am Weg und im Bach. Bei der Sagebrücke haben wir die Wahl:


Wir bleiben unten und folgen weiter dem Lauf des wilden Schraubbachs. Nach 10 Minuten überqueren wir den Bach auf der schindelgedeckten Hellstutzbrücke - schöne Zimmermannsarbeit. Wo der Wissbach einmündet, wird das Bachbett breit und das ganze Tal ist voller Geschiebe - wahrscheinlich muss der Trax nach jedem Hochwetter die Strassenspur wieder neu walzen. Mehrere Betonmauern halten das Geschiebe einigermassen zurück und bilden dabei eindrückliche Wasserfälle. Beim Wegzweiser zur "Salgina-Tobelbrücke" mündet die Salgina in den Schraubbach ein.


Wer lieber unten wartet, geht noch 150 m dem Schraubbach entlang - dort befindet sich ein komfortabler Picknickplatz mit Feuerstellen und gedeckter Hütte. Weiter gehts neben dem breiten Kiesbett zum Kieswerk, wo das Material sortiert und verwertet wird; der Weg führt mitten durch die hohen Kieshügel hindurch - eine unwirkliche Mondlandschaft.

Nach einer Sägerei treffen wir auf das Schulhaus von Schiers. Rechts gehts in 10 Minuten durch das Dorf zum Bahnhof Schiers.
 

St.Antönien

Hochmoor bei Aschüel

Chleibach-Hängebrücke

Salfsch, Blick auf Schuders

Schraubbachtal

Picknickplatz


Ausbau zu einer 2-Tagestour mit:


Gasthäuser
Links
Karten und Bücher
  • 1:50'000 Blatt 248T und 238T, erhältlich bei http://www.wandern.ch oder https://shop.swisstopo.admin.ch/
  • 1:60'000 Prättigau / Albula, Kümmerly+Frey, bei-Amazon.de
  • Digitale Karten:
  • Wanderung Stels - Chrüz - St.Antönien, in "Rheintal/Prättigau/Mittelbünden", Terra Grischuna, bei BAW
  • "Hinauf ins Rätikon", Wanderungen im Grenzland zwischen Prättigau, Montafon und Liechtenstein, Rotpunktverlag, bei Amazon.de
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