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Wandertage Schwierigkeit Karte Webcam Violettes (Tag 2)
Eingesandt von:
8
T3
Karte Wanderland mit Schweizer Wanderwegnetz
Ruedi Flueler

Höhenwege im Wallis zwischen Wildhorn, Wildstrubel und Lötschental


Restipass, Blick ins Lötschental
Diese Route wurde der Wandersite freundlicherweise eingesandt von Ruedi Flueler, April 2008.
Herzlichen Dank!


Hinweise:
Wir starten im französischen Teil des Wallis, wandern am Nordhang entlang, Richtung Osten, blicken auf die touristischen Dörfer Ayent, Anzère, Crans-Montana hinunter und bestaunen auf der gegenüberliegenden Talseite das Matterhorn, sowie die vielen anderen bekannten Walliserberge in all ihrer Pracht. In Leukerbad angelangt erwartet uns ein wohltuendes Bad. Für Jene, welche keinen Ruhetag wünschen, besteht die Möglichkeit eine leichte Wanderung zur Lämmerenhütte ob dem Gemmipass zu unternehmen. Am darauffolgenden Tag überqueren wir den Restipass und gelangen ins herrliche Lötschental, wo wir gemütlich den Höhenweg bis zur Fafleralp unter die Füsse nehmen.
Gewandert: 28.08. - 04.09.2004
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Die Etappen
 


1
. Tag: 3h, aufwärts 350m, abwärts 200  -  T 3

Route: Anzère 1549m / Seilbahn-Bergstation Pas de Maimbré 2362m - Donin 2229m – La Selle 2709m - Cabane des Audannes 2508m

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren wir von der Deutschschweiz über Fribourg, Lausanne nach Sion. Auf dem Bahnhofplatz von Sion erwartet uns das Postauto, welches uns über Ayent nach Anzère 1549m bringt. Hier besteigen wir die Luftseilbahn, welche uns rund 800 Höhenmeter abnimmt.


Von der Bergstation Pas de Maimbré wandern wir die ersten Schritte über Alpwiesen zum Pas de Maimbré 2386m. Hier müssen wir über einen etwa 10m hohen Felsen auf einem mit Drahtseil gesicherten Weg hinuntersteigen. Wir gelangen auf den Wanderweg, welcher teilweise etwas ausgestellt, aber mit einer sichernden Hand gut zu meistern ist. Wir können den Weg nicht verfehlen, immer Richtung Norden. Bei Donin vorbei (die „kritischen“ Stellen sind längst vorüber) steigen wir hoch bis La Selle. Ein letzter Blick zurück ins Rhonetal, und wir dürfen den leicht abfallenden Weg über Wiesen geniessen, wir treffen nach rund 2km (ab La Selle) bei der Hütte ein.

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Blick zurück ins Rhonetal

Cabane des Audannes


2. Tag: 5 ½ h, aufwärts 500m, abwärts 800m  -  T 3
Route: Cabane des Audannes 2508m - Serin 1935m - Les Rousses 1767m - Lac de Tseuzier 1777m - Tseuzier1873m - Mondralèche 2041m - La Cave d’Er de Lens 1873m - Cry d’Er 2258m – Cabane des Violettes 2204m


Wir verlassen die Cabane des Audannes auf dem bezeichneten Bergweg über Geröllhalden, kommen anschliessend über Wiesen in lichten Wald und erreichen die Talstation einer Sesselbahn bei Les Rousses. (Der bei Serin links abzweigende Weg nach Tseuzier ist nicht empfehlenswert, da wenig begangen und sehr steil abfallend).

Bei der Talstation der Sesselbahn wandern wir auf der wenig befahrenen Autostrasse links weg, benutzen das 500m lange Strassentunnel und erreichen nach weiteren 1,5km auf der Fahrstrasse den Stausee Lac de Tseuzier. Unser Weg geht weiter auf einem Alpsträsschen nach Tseuzier und Mondralèche, wo wir dann bei La Cave d’Er de Lens auf einen Bergweg kommen.

Ein kräftiger, jedoch ungefährlicher Aufstieg bringt uns auf Punkt 1995m. Nach einer kurzen Verschnaufpause erreichen wir über Wiesen, vorbei an den Masten der Skilifts und Sesselbahnen von Crans-Montana, den Cry d’Er. Schön, dass wir hier oben sind. Von jetzt an wandern wir gemächlich auf gut bezeichnetem Weg zur Cabane des Violettes, welche gebaut wurde, als die grosse Bergstation einer weiteren Seilbahn gleich 100m nebenan, noch nicht existierte.


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3. Tag: 7h, aufwärts 300m, abwärts 1300m  -  T 2
Route: Cabane des Violettes 2204m - Prabaron 1985m - Cave du Sex 1878m - Tièche1971m -  Roti Hittu 2091m - Chäller 1875m - Bodmen 1400m - Leukerbad 1402m

Von der Cabane des Violettes wandern wir auf der Alpstrasse rund 300m ins Tal hinunter, zweigen links auf den Wanderweg ab und überqueren auf dem markierten Weg den Bach. Nach einem kurzen Aufstieg erreichen wir die grosse Alp Prabaron.

Die Alpstrasse macht nach 500m eine steile Rechtskurve Punkt 1902m. Bei dieser Rechtskurve NICHT geradeaus den Wanderweg benützen, sondern wir folgen der Strasse und sehen nach 200m den Wegweiser, links auf den Wanderweg abbiegen, „Bisse de Tsittoret“. Ein wirklich geruhsamer und schöner Weg, diesen Bissen nachzugehen. Wir erreichen Cave du Sex, steigen neben dem Wasserfall die gut angelegten Treppen hoch, überqueren bei Tièche den Bach und wandern auf schönem Weg mit wenigen Höhendifferenzen über die Varneralp Richtung Osten. Es geht auf den Alpwiesen und herrlich-sprudelnden Bächen vorbei an der Roti Hittu. Wir haben sogar Zeit die wunderschöne Bergkulisse der Walliser-Berge zu bewundern.

Nach dem Chäller, es befindet sich dort eine schöne Bergkapelle, müssen wir jedoch wieder auf den Weg schauen. Der breite, aber steilabfallende Weg, welcher mit einem Drahtseil uns die nötige Sicherheit gibt, bringt uns zur Alp Larschi. Wir steigen weiter ab nach Bodmen, wo wir auf der Sonnenterrasse eines Restaurants den Durst stillen und die Beine ausruhen können (und notfalls für die restlichen 2 km das Taxi bestellen können). Frisch gestärkt nehmen wir den Rest unseres Weges auf der Naturstrasse nach Leukerbad unter die Füsse.


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Bisse de Tsittoret 

Blick ins Val d'Anniviers, Mitte links das Matterhorn

Theodulskapelle Chäller

Weg Chäller - Alp Larschi

Rest. Bodmenstübli


4. Tag: 3h30,  T 2 - oder Ruhetag!
Route: Leukerbad 1440 m / Gemmipass 2346m - Jägerboden 2272m - Lämmereneboden 2290m - Lämmerensee 2296m - Lämmerenhütte SAC 2501m - Gemmipass 2346m / Leukerbad


Eine anderen Variante ist, die Gemmi-Luftseilbahn zu benützen. In wenigen Minuten sind wir von Leukerbad auf dem Gemmipass auf 2346m. (Für die ganz Unentwegten ist natürlich auch ein Wanderweg auf die Gemmi eine Alternative. Steiler, mit Drahtseilen gesicherter Weg).

Vom Gemmipass geht unser Wanderweg links weg über den Jägerboden, weiter gemütlich über den herrlichen Lämmerenboden zum Lämmerensee. Dann erfolgt ein kurzer, steiler Aufstieg, und wir sind bereits bei der Lämmerenhütte SAC (vom jungen Hüttenpaar wurden wir sehr freundlich empfangen. Die feine Suppe schmeckte dadurch noch besser). Für den Weg zurück zur Gemmi-Luftseilbahn nehmen wir mehr oder weniger den selben Weg.

Wegzeiten: Gemmipass bis zur Lämmerenhütte ca. 2 Stunden. Von der Lämmerenhütte bis zur Gemmi-Luftseilbahn rechnen wir rund 1 ½ Stunden.
Da wir mit der Luftseilbahn wieder nach Leukerbad fahren, haben wir noch genügend Zeit vor dem Nachtessen eines der Thermalbäder zu geniessen.


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5. Tag: 5h, aufwärts 350m, abwärts 600m  -  T 2
Route: Leukerbad 1402m / Bergstation Rinderhütte 2310m - Wysse See 2381m - Restipass 2626m – Restialp 2098m - Kummenalp 2086m

Es führen verschiedene Wege zur Rinderhütte, wir entschliessen uns, die Seilbahn zu benützen, welche sich rund 10 Minuten ausserhalb von Leukerbad befindet, und sparen uns damit rund 900 Höhenmeter.

Die Bergstation der Seilbahn Rinderhütte befindet sich auf einem Plateau, die Wegweiser zeigen uns den Weg zum Wysse See. Ein erster Stundenhalt, wir geniessen ihn hier am See, bestaunen das wunderschöne Panorama der Walliser-Alpen und sehen vor uns, wie sich der schöne Weg über breite Alpen hinaufschlängelt zum Restipass. Und nun: was für ein herrlicher Blick: direkt vor uns das ganze Lötschental!

Auf gutem Weg wandern wir in gleicher Richtung weiter, verlieren an Höhe, vorbei an sprudelnden Bächen, an blumenbedeckten Wiesen, und ohne dass wir es merken, erreichen wir schon die Restialp. Im kleinen Restaurant ist es schön, eine kühle Erfrischung zu erhalten. Noch rund eine halbe Stunde wandern wir auf der Naturstrasse zur Kummenalp, eine einfache, aber romantische Uebernachtungs-Möglichkeit, mit Waschgelegenheit am Brunnen oder am neben dem Haus vorbeifliessenden Bach.


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Eringerkühe am Wysse See

Restipass, Blick ins Lötschental

Berggasthaus Kummenalp

Kummenalp


6. Tag: 4h, aufwärts 100m, abwärts 300m  -  T 1
Route: Kummenalp 2086m – Lauchernalp 2104m - Weritzstafel 2099m - Tellistafel 1865m - Schwarzsee1860m - Fafleralp 1795m

Heute wandern wir auf einem sehr schönen Höhenweg immer in nordöstlicher Richtung. Beim Bergrestaurant Kummenalp, wo wir übernachtet haben, sehen wir bereits den Wegweiser "Lauchernalp". Die Lauchernalp ist ein Feriendorf, welches vom Lötschental mit einer Seilbahn erreichbar ist. An den Chalets wandern wir vorbei und geniessen die Alpweiden und den Blick auf das dominante Bietschhorn.

Von Weritzstafel führt uns der Weg leicht über der Waldgrenze nach Tellistafel (Restaurant). Wir verlieren leicht an Höhe, der Wanderweg führt uns in gleicher Richtung weiter durch den kühlenden Wald, am Schwarzsee vorbei zur Fafleralp.


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oberhalb Lauchernalp

am Schwarzsee

am Lötschentaler Höhenweg

Fafleralp mit Langgletscher


7. Tag:4h, aufwärts 560m, abwärts 560m  -  T 2
Route: Fafleralp 1795m – Grundsee 1842m - Gletschertor 2000m - Anenhütte 2358m - Guggisee 2007m - Guggistafel 1933m - Fafleralp 1795m

Mit einem Tagesrucksack wandern wir weiter hinein ins Lötschental, der Lonza entlang zum Grundsee, weiter geht es über beruhigende Alpen bis der Weg links abbiegt. Hier wandern wir jedoch geradeaus und erreichen nach rund 600m das imposante Gletschertor, der Abschluss des Langgletschers.

Wir kehren zurück zur Wegabzweigung (ca. 600m), überqueren die noch schmale Lonza und folgen dem Wegweiser zur Anenhütte.

Es lohnt sich einen Spaziergang zum nahen Anensee 2358m zu machen. Aber ich warne: das Wasser ist auch im Sommer eher kühl für ein Bad. Zurück bei der neu erstellten Anenhütte (Essen, Getränke und Uebernachtungsmöglichkeit, kein Winterraum), wählen wir den oberen, höheren Weg.

Wir erreichen den Punkt 2108m, von wo wir bereits nach rund 1 km zum Guggisee kommen. Hier ist die Temperatur für ein Bad herrlich schön. Weiter geht’s auf unserem Tagesausflug über Guggistafel zurück zur Fafleralp.

Fafleralp: Hotel Fafleralp, Tel. 027 939 14 51, Zimmer und Touristenlager,  (7 Minuten zur Postauto-Endstation)

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Gletschertor

Wolkenbilder am Guggisee

Blick zur Lötschenlücke


8. Tag: 4h, abwärts 600m  T 1
Route: Fafleralp 1795m – Kühmad 1625m -Blatten 1540m - Wiler 1389m - Ferden 1320m - Goppenstein 1216m

Wir können von der Fafleralp direkt mit dem Postauto nach Goppenstein fahren - oder wir geniessen den Abschluss unserer Tourenwoche, indem wir noch das Lötschental hinab wandern. Auf schönen Wanderwegen kommen wir vorbei bei Kühmad (schöne Kappelle am Wegrand), Blatten, Wiler und Ferden. Die Wegweiser zeigen uns den Weg, ob links oder rechts von der Lonza, nach Goppenstein.

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Rückmeldung
"Für Tag 5 erscheint eine gute Variante, nicht nur bis Kummenalp, sondern eine Stunde weiter bis Berghaus auf der Lauchernalp zu gehen - dann geht man am 6. Tag zur Fafleralp, lässt dort das Gepäck und weiter ohne Last zur Anenhütte und zurück. Somit gewinnt man einen Tag und geht am letzten Tag nach Goppenstein - endet aber nicht dort, sondern fährt eine Station Zug nach Hohtenn und wandert noch drei Stunden den "Südrampenweg" entlang der Suonen bis Außerberg, wo man im Hotel "Bahnhof" gute Unterkunft findet oder per Bus nach Visp absteigt. Viele Grüße, Reinhard M., Sep.2013"

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