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7 T2

Auf dem Alpenpässeweg:

Goms - Binntal - Simplon - Gibidumpass - Visp

Wanderlandkarte
zur Detailkarte  (gezeichnet mitSchweizMobil Plus)

Alpenpässeweg Wegweiser Nr.6"Einwandern" dem bewaldeten Nordhang des Goms entlang. Dann dreht die Route über Ernen ins Binntal. Es folgen sehr schöne, historische Passwanderungen auf meist ungefährlichen Bergwegen. Oft wandert man den Spuren der Walser, und natürlich ein Stück auf dem 34-tägigen Alpenpässeweg. Er ist (eher dürftig) mit Nr.6 markiert.

Gewandert: Mitte Juli 2018


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Anreise: Bahn nach Ulrichen  (Fahrplan)
1. Tag, Ulrichen - Blitzingen
6h10, aufwärts 910m, abwärts 970m, 17km

Ulrichen Dorf 1346m - Rottebrücke - Ägenebrücke (15min) - oberer Waldweg - Abzweigung ob Geschinen 1420m (1h10min) - Merezebach 1500m - Abzweigung ob Münster 1440m (50min) - Münster-Brücke 1329m - Biele - Reckingerbrücke (1h10) - Blinne-Brücke beim Schwimmbad1320m - Waljini 1393m (30min) - Chastebiel ob Ritzingen 1410m (1h) - Spissbach - Spisswald 1380m (50min) - Bodme 1256m (15min) - Blitzingen 1297m (10min)
         PS: Wir haben oberhalb Münster den Waldweg verpasst und sind dann bis Reckingen dem Rottenweg gefolgt. Von dort Wiederaufstieg zum Alpenpässeweg. Zeitverbrauch etwa gleich lang.

WanderlandkarteVon unserem Hotel in Ulrichen queren wir das Tal Richtung Nufenenpass (im Volg am Weg können wir ab 7 Uhr noch Einkäufe tätigen), gehen über die Rottenbrücke (die Rhone heisst im Oberwallis Rotte) und steigen aufwärts in den Wald, dem Wegpfeil "Reckingen Waldweg" folgend - der Alpenpässeweg ist im Goms oft als "Waldweg" markiert. 50 Höhenmeter weiter oben beginnt ein traumhafter Hangweg im Waldsaum, der immer wieder Blicke auf Ulrichen, Geschinen und in die Berge ermöglicht. Nach der Brücke über den Merezebach geht's
durch einen blumenreichen Hang bachaufwärts. Weiter oben dreht der Weg nach rechts und führt hoch über Münster durch Wald und Weiden und an typischen Walliser Alphäusern vorbei.

Dort verpassen wir irgendwo den Pfeil; wir folgen dem Wiesenweg in den Talgrund, Münster gegenüber... Kein Problem, unten gibt es ja den Rottenweg, der vor der Brücke links aufsteigt und etwas erhöht dem Lauf der Rotte folgt. Schöner Pfad dem Waldrand entlang. Auf dem Flugfeld von Münster ist Spannendes zu sehen: Helikopter transportieren Stück um Stück der Gestelle der neuen Starkstromleitung, welche zwischen Ernen und Ulrichen die Landschaft verunstaltet. Allerdings werden die Masten später grün gestrichen, sodass sie weniger zu sehen sind, und die untere Leitung wird demontiert.

Durch das Wäldchen bei Biele gelangen wir in die Talebene hinunter, der wir auf Flursträsschen entlanggehen, bis wir bei der
gedeckten Reckinger-Brücke wieder an die Rotte kommen. Der Rottenweg führt kurz dem Fluss entlang, dreht dann an schönen Walliserhäusern vorbei zum nahen Waldrand. Fünf Minuten später, bei der Blinne-Brücke, schräg gegenüber vom Schwimmbad teilt sich die Route (und unsere Gruppe auch):
Abkürzungsmöglichkeit: Rottenweg ab Reckingen, Einsparung -1h10, -340m auf-/abwärts
Ein Teil unserer Gruppe bleibt auf dem Rottenweg (Richtung "Bieligermatte/Ernen") und geniesst eine Pause im Liegestuhl des Waldschwimmbad-Kiosks, dann führt ihr Weg durch den Campingplatz am Ufer der Rotte entlang. Vor Ritzingen gehts kurz links aufwärts, an einem weiteren Campingplatz vorbei, und dreht dann zur Bieligermatte. Dort findet man am Ufer der Rotte die Fortsetzung des Rottenwegs. Er führt durch Wald und Wiesen zum Weiler Bodme, wo man sich in der Gade-Bar treffen will.

Die quirlige Gruppe will zum "Waldweg" (Richtung "Chastebiel") hinauf. Rund 100 Höhenmeter weiter oben bei Waljini ist der Alpenpässeweg/Waldweg wieder erreicht. Es folgt ein abwechslungsreicher Weg in steten Auf und Ab, mit vielen Möglichkeiten, ins Tal abzusteigen. Mehrere Tobel werden durchstiegen, eines davon noch voller Lawinenschnee. Oberhalb Bodme führt ein direkter Abstieg mitten durch eine Waldlichtung zum Weiler hinunter. Schön sind die alten braungebrannten Walliserhäuser! Es gibt einen grossen Spielplatz, die Gade-Bar mit improvisiertem Gartencafé und Liegestühlen - wie gemacht für müde Wanderer.

Der Aufstieg zum Dorf Blitzingen führt über die Brücke, an der Bahnstation vorbei. Oben im Dorf steht rechterhand unsere Unterkunft, wo man trotz Wirtesonntag extra für uns kocht.
Gasthäuser und Links
Blick auf Münster im Goms
Blick auf Ulrichen im Goms
Waldweg Ulrichen - Geschinen
Waldweg Ulrichen - Geschinen
Merezetobel ob
                  Münster
am Merezebach ob Münster
Walliser Stadel ob Münster
Walliser Stadel ob Münster
Waldweg ob Blitzingen
Wald-/Alpenpässeweg ob Gluringen
Alpenpässseweg; Abstieg
                nach Blitzingen
Abstieg nach Blitzingen



2. Tag, Blitzingen - Ernen - Binn (Blitzingen - Fürgangen mit Zug)
3h45, aufwärts 550m, abwärts 350m, 11km
Fürgangen 1202m - Mühlebach (15min) - Ernen Dorfplatz 1196m (30min) - Trusera 1260m - Binnegga 1340m (45min) - Ausserbinn 1304m (25min) - Grumela Grabe 1180m - Steinmatten 1310m (45min) - Santigläis 1328m (30min) - Ze Binne (20min) - Binn 1400m (15min)

        Hängebrücke Fürgangen MühlebachPS: Gemäss Wegzustandsbericht ist der Waldweg bei Niederwald wegen Lawinenschnees nicht passierbar. Unsere Wirtin empfiehlt den Zug nach Fürgangen (mit Gästekarte gratis) und die Hängebrücke nach Mühlebach

WanderlandkarteIn Fürgangen steigen wir aus dem Zug, unterqueren unterhalb der Bahnstation die Strasse und stehen auf der 280m langen Hängebrücke, 92m über der Schlucht. Sie ist stabil gebaut, deren Boden ist aus Holz und blickdicht. Ein wenig schaukelt sie schon, aber man kann sich beidseitig festhalten und nicht hinunterfallen.

Auf dern andern Seite in Mühlebach lockt Amy's Schafstube zum Startkaffee. Danach folgen wir dem Strässchen nach rechts bis zur Milebachbrücke. Nach weiteren 100m den gelben Pfeil am Schopf beachten: der schöne Wanderweg führt rechts dem hölzernen Wasserkännel entlang und dreht dann nach links, alles auf schönsten Wiesenwegen dem Bächlein entlang bis nach Ernen. Dort geradeaus durch den alten Dorfteil (Einkaufsmöglichkeit) zum Dorfplatz. Beim Tellmuseum sind Tell-Fresken aus dem Jahre 1578 zu bestaunen; Musikanten eilen mit ihren Instrumenten zur Probe in die Kirche, zur Zeit sind Musikfestwochen angesagt.

Für die Fortsetzung unseres Weges gehts am Tourismusbüro vorbei links dorfaufwärts, bis wir mit dem oberen (Velo-)Weg von Mühlebach zusammentreffen und unsere Nr.6 wiedersehen. Spitzkehre nach rechts zum Wald hinauf. Rund 20min müssen wir auf dem Teersträsschen aufwärts laufen, bis rechts der schöne Suonenweg Trusera abzweigt. Ein Genussweg, den wir später nur ungern wieder verlassen; unsere Route führt halblinks aufwärts zum schönen Aussichtspunkt Binnegga. Hier drehen wir ins Binntal. Auf bequemem Höhenweg wandern wir dem aussichtsreichen Hang entlang; mediterran anmutende Flora mit Wachholder- und Föhrenduft bezirzen unsere Sinne.

Im Weiler Ausserbinn fragen wir uns, was richtig ist: Die Schweizmobil-Karte oder der Wegweiserpfeil Nr.6. Es stellt sich heraus, dass für den 2km-Marsch der trottoirlosen Fahrstrasse entlangeine neue Ausweichvariante geschaffen wurde. In einer Spitzkehre gehen wir durch die Häuser zur Fahrstrasse hinunter (Postautohaltestelle und Restaurant nebenan). Auf der andern Strassenseite finden wir den Pfeil abwärts.
Den Wanderern werden für den fussfreundlichen Umweg zusätzliche 150 Höhenmeter zugemutet; bis zum Tunnel Steinmatten sind 30min angeschrieben (in Wirklichkeit werden wir 45min . Wenn man für den steilen Umweg zu müde ist - oder auch bei Nässe - empfiehlt es sich, im nahen Restaurant auf das Postauto zu warten, das stündlich vorbeifährt. Beim Tunneleingang "Steinmatten" kann man wieder aussteigen.

Für uns ist es keine Frage, wir wählen den Abstieg, der zwar unglaublich steil scheint, aber gut angelegt ist. Bei Nässe könnte der Weg rutschig sein. Unten geht es über den Grumela Grabe, dann kurz ebenaus und dem Wegweiser folgend wieder waldaufwärts Richtung "Steinmatten". Wir treffen auf ein Kiessträsschen, dem wir bis zur zweiten Kurve folgen. Dort zweigt rechts gut markiert ein neuer Wiesentrampelpfad ab, der parallel zur bereits hörbaren Fahrstrasse dem Hang entlang führt. Nach einem Waldstück mündet unser Weg in die Route, die von Grengiols herkommt, und steigt zur Fahrstrasse hinauf, direkt bei der Haltestelle Steinmatten.

Während die Strasse im Tunnel verschwindet, folgt die Wanderroute der Naturstrasse, die vor 100 Jahren in die Felsen gehauen wurde. Hoch über der Twingi-Schlucht schlängelt sie sich der Höhenkurve entlang, führt durch kleine Tunnels und lässt uns staunen: Über die Erbauer, die damals noch ohne Maschinen gearbeitet haben, und über die spannenden LandArt Objekte, die uns den Weg verkürzt (bzw. verlängert).

Kurz nach Santigläis ist der Schluchtweg zu Ende; wir kommen zum Weiler Ze Binne mit dem kleinen Beizli am Stausee. Hier sehen wir auch, wie es morgen weitergehen soll mit der Nr.6 (über die Brücke waldaufwärts). Richtung "Binn" kurven wir strassaufwärts. Oberhalb des Weilers den gelben Markierungen folgen: Nach kurzem Zickzack verlassen wir das Strässchen nach links und wandern dem Hang entlang durch ein Wäldchen. Wieder im Offenen, mündet unser Weglein unterhalb der Chilchebiel-Kirche in die Strasse, der wir bis zur Bogenbrücke folgen. Dahinter steht das Hotel Ofenhorn Binn, flankiert von alten, typischen Walliser Häusern.

Gasthäuser und Links

Wasserkännel Ernen
Wasserkännel vor Ernen
Suone Trusera ob Ernen
Suone Trusera
Panoramaweg Binnegga
Panoramaweg Binnegga
Twingischlucht Binntal
über der Twingischlucht
Stausee Ze Binne,
                  mit Wegweiser zum Saflischpass
Stausee Ze Binne
Ankunft in
                    Binn, im Hintergrund das Hotel Ofenhorn
Ankunft in Binn

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3. Tag: Binn - Saflischpass - Rosswald (Binn - Heiligkreuz - Rufibort - Sickerchäller mit Taxi; holprige Naturstrasse ab Heiligkreuz)
4h15, aufwärts 620m, abwärts 730m, 11km
Binn/Sickerchäller 1932m - Mässhüttä 2032m (20min) - Saflischpass 2565m (1h55) - Fleschboden 2302m - Rosswald 1819m (2h)

WanderlandkarteAuf dem Sickerchäller beginnen wir unsere Passwanderung auf der schönen Hochebene. In Fahrtrichtung wandern wir Richtung "Saflischpass", aber nur bis zum Wegweiser Mässhüttä. Er steht mitten in der Ebene, und wer die Richtung hält, liegt falsch und merkt es schlimmstenfalls 1h15 später am Blausee... Also gut auf die Pfeilrichtung achten, auch wenn man gleichzeitig den Kühe ausweichen muss! Der Passweg führt halbrechts hangaufwärts, macht weiter oben eine weite S-Kurve, wo sich ein windgeschützter Platz für eine Pause anbietet.Und falls - wie bei uns - die nächste Mulde noch voller Schnee liegt, kann man sie rechts umwandern - dort trifft man auf die Bikeroute. Wir drehen nach links und wandern dem Fuss der Geröllberge Milihorn und Bättlihorn entlang. Wären da nicht Schneeflecken und Alpenblumen, man könnte irgendwo in einer Wüste gelandet sein.

Auf der Passhöhe Saflischpass verschlägt es uns den Atem: Die hohen Walliser Berge liegen vor uns, das Weisshorn, das Fletschhorn, die Mischabelgruppe mit dem Dom. Auf den verschiedenen Hügelchen lagern die Passwanderer und sind trunken von der Aussicht an diesem Prachtstag. Dann werden wir Zeugen einer Hirtenfamilie, wie sie mit ihren Schwarznasenschafen z'Alp geht.

Der Abstieg ist sanft und zieht sich hin, immer im Blick die Schneeberge. Kurz vor dem Stausee umrunden wir den Hügel zum Berggasthaus Fleschboden, das wie ein Vogelnest über dem Tal sitzt.
Eine Einkehr lohnt sich. Toller Blick auf's vergletscherte Bietschhorn, das Aletschorn, das Eggishorn. Hier könnte man supergünstig übernachten.

Nachher geht es steiler bergab, zuerst neben dem Kiessträsschen, dann eine Schlaufe durch den Wald, dann wieder steil auf dem Kiessträsschen. Bei der Kapelle kreuzen wir die Gibjeri-Suone, der wir morgen entlang wandern werden. Heute lotst uns die Nr.6 steil strassabwärts, dann links versetzt durch die Wiese, direkt nach Rosswald zu unserem Hotel hinunter. Es befindet sich neben dem Restaurant Rosswald und oberhalb der Seilbahnbergstation. Daneben gibt es einen Lebensmittel-/Sportladen und einen Spielpark mit kleinem See.

Gasthäuser und Links
Mutprobe: Kühe bei Mässhütten.
                  Der Weg ist vorne links, rechts von der Schlucht
Maesshüttä, vorne der Hangweg
Schnee am
                  Saflischpass, Mitte Juli 2018
Schnee am Saflischpass
Wegweiser am Saflischpass, dahiter die
                  Wüstenberge
Wegweiser am Saflischpass
Entspannung auf dem Saflischpass
Saflischpass, Mischabelgruppe
Blick vom Fleschboden ins Rhonetal
Blick vom Fleschboden
Rosswald, Blick ins Rhonetal
Rosswald


4. Tag: Rosswald - Bortelhütte - Wasenalp
5h30, aufwärts 870m, abwärts 750m, 13km
Rosswald 1819m - Suonenweg nach Stafel 1997m - Spiessbach 1954m (1h15) - oberer Weg 2094m - Steinental 1940m - Schlosswang 2100m - Bortelalp 2069m - Bortelhütte 2107m (2h) - Furggubäumbach 1910m - Schrickbode 1925m (1h)  - Heitrich 2048m - Wintrigmatte 2042m (1h) - Wasen 1960m (15min)

WanderlandkartePS: Landschaftlich sehr schön. Für uns war dies die anspruchsvollste Etappe; nach dem vielen Schnee vergangenen Winters waren fast sämtliche Wasserläufe noch voller Lawinenschnee, einig waren schon eingebrochen, andere hielten, aber wie lange? Dazu kam der Suonenweg zwischen Schiessbach und Steinental (nur für Schwindelfreie), dessen Ausweichroute oberhalb auch nicht ganz ungefährlich war. Bei guten Bedingungen T2, sonst T3

Vom Hotel Kleenhorn in Rosswald wandern wir wiesenaufwärts bis zum Strässchen mit den Wegweisern; der 6-er Pfeil ist unklar, er scheint uns auf den Bikeweg zu schicken. Doch gemäss Karte steigen wir unter dem Skilift weiter wiesenaufwärts, bis wir auf den Suonenweg treffen. Ab jetzt ist alles gut markiert. Auf dem schönen Gibjeri-Suonenweg wandern wir um den Hang herum, manchmal mit Blick auf die elegante Simplonstrassenbrücke tief im Tal. Am Ende beim Wärterhäuschen geht der schmale Weg links vorbei zur Kapelle und dem hübschen Weiler Stafel, wo Bike- und Wanderweg wieder zusammentreffen.

Gibjeri-Suone zwischen Spiessbach und
              Steinental RosswaldLeicht abwärts führt unsere Route zum Spiessbach (wir kreuzen die Suone und könnten auch deren Lauf folgen). Der Bach ist bei unserem Besuch immer noch voller Lawinenschnee und schwierig zu queren - der Suonenweg sei besser gewesen, wurde uns gesagt. Auf der Gegenseite steigen wir zu ihm auf.

Gleich gibt es wieder eine Entscheidung zu treffen: Die Fortsetzung der Gibjeri-Suone sei "nur für Schweindelfreie". Das sind nicht alle unserer Gruppe, so nehmen wir den oberen Weg, laut Wegweiser 10min länger (zu knapp!); es sind zusätzliche 160Hm auf- und abwärts. Erholsame Partien wechseln ab mit steilen Wegen und hohen Felstritten. Eine abgerutschte Stelle wurde notdürftig geflickt, ein Fehltritt wäre fatal. So sind wir froh, als es wieder abwärts ins Steinental geht, wo man mit dem Suonenweg wieder zusammentrifft.

Der Bach ist noch voller Lawinenschnee, dessen Querung aber problemlos. Wichtig ist, dass man auf der andern Seite wieder aufwärts wandert, der Weg "zur Bortelhütte" ist aber perfekt markiert. Es wartet ein teils anstrengender, schöner Aufstieg um den Schlosswang herum, Alpenrosen und Heidelbeeren säumen den Weg. Ein kurzer felsiger Abstieg fordert nochmals heraus, dann führt der Weg von der Bortelsalp aufwärts zur nahen Bortelhütte, wo wir eine Einkehr verdient haben.

Bei der Bortelhütte die Pfeilrichtung beachten: Der Weg geht unterhalb der Hütte vorbei und dem Hang entlang, mehrere Bäche überquerend - die meisten noch voller Schnee. Dann steigen wir bergab zum Furggubäumbach, nach dessen Querung wieder aufwärts über den waldigen Schrickbode nach Heitrich, wo direkt unter unseren Füssen der Simplontunnel durchführt. Die Gegend ist geröllig und felsig, mit schönen Alpenblumen und Bächlein; uns gefällt diese Landschaft, auch wenn wir langsam müde sind. Die letzten zwanzig Minuten um die Wasenalp herum wandern wir auf bequemem Waldsträsschen.

Beim Weiler Wintrigmatte verlassen wir den Alpenpässeweg und laufen eine knappe Viertelstunde auf dem Teersträsschen nach Wasen hinunter. Es ist ein hübscher Weiler mit 250-jährigem Ortsbild; das Hotel Wasenalp befindet sich gleich unterhalb der Kapelle. Der warmherzige Empfang, die Aussicht vom Wintergarten auf Brig und das Aletschgebiet, die hübschen Zimmer: Wir sind begeistert und nun doppelt froh, dass wir nicht den ganzen Weg zum Simplonpass geplant hatten.

Gasthäuser und Links

Gibjeri_Suone ob Rosswald
Gibjeri-Suone ob Rosswald
felsige Stelle am
                  Schlosswang zur Bortelhütte
felsige Stelle Schlosswang
Bortelhütte
Bortelhütte
lawinengefüllte Bäche Nähe Bortelhütte
lawinengefüllte Bäche
Heitrich, direkt über dem
                  Simplontunnel
Heitrich
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5. Tag: Wasenalp - Simplonpass
3h20, aufwärts 490m, abwärts 440m, 9km
Wasen, Gasthaus Wasenalp 1960m - Wintrigmatte 2042m (20min) - Bärufalle 2095m - Bodme 2307m (1h) - Unners Schallbett 1933m (1h) - Simplonpass Kulm, Hotel Bellevue 2005m (40min) - Hospiz - Hotel Simplonblick 2005m (20min)

WanderlandkarteNach dem "Frühstück mit Aussicht" im Wintergarten der Wasenalp laufen wir zur Wintrigmatte hinauf und sind wieder auf dem Alpenpässeweg. Das Natursträsschen führt uns zur Alp Bärufalle, wo ein schmaler Pfad bergauf führt. Es lohnt sich ein Blick zurück - unsere gestrige Route Saflischpass - Rosswald ist gut zu sehen. Auf schönsten Wanderwegen geht's durch die Weiden; das Moss ist ein Hochmoor mit kleinen Tümpeln und vielen Bächlein. Parallel zu einem der Bäche steigen wir bergauf und achten und auf die Wegverzweigung (wir haben nicht darauf geachtet):
Gemäss Karte lotst uns der Alpenpanoramaweg noch 100 Höhenmeter zum Bodme hinauf, was sich wegen der Aussicht lohnt, aber, wo wir den grossen Wegweiser-Felsen nicht verpassen dürfen (er ist auf der Rückseite mit "Simplon" angeschrieben). Wir verlassen die Chaltwasserpass-Route nach rechts und wandern ebenaus über die aussichtsreiche Hochebene. Schon fünf Minuten später beginnt der Abstieg durch einen Hang voller Heidelbeerstauden, der Weg ist kaum zu sehen, und wo er sich gabelt, ist geradeaus die richtige Wahl. Er trifft weiter unten auf den markierten Hangweg, der von der Skiliftstation her kommt (umgekehrt ist der untere Weg zur "Wasenalp" angeschrieben).

Wir aber wandern weiter Richtung "Schallbett", abwechselnd durch Wald oder Heidegebüsch. Im steileren Gelände macht der Weg einige Kurven, ist nun nicht mehr zu verfehlen, und sanft geht's zum Schluss nach Schallbett hinunter. Früher gab's da ein Restaurant, heute nur noch eine Postautohaltestelle.

Wer zum Simplonpass weiterwandert, bleibt auf dem Fussweg oberhalb der Gebäude - der Weg verbreitert sich und wird zur begrasten Piste auf dem Dach der Autogallerie. Ihr folgen wir rund 1 km, bis die Autos im Tunnel verschwinden und wir treppauf- und abwärts das Hindernis umgehen müssen. Auf der andern Seite landen wir auf der alten Strasse, die den Felsen entlang führt. Nach dem Tunnelende gibt es für die Wanderer seitlich der Gallerie ein separater Balkon, sodass wir zwar mit Lärm, aber problemlos die 500m bewältigen. Am Ende der Gallerie laufen wir weitere 300m auf dem Wiesenstreifen hinter der Absperrung.

Wir sind nun auf der Passhöhe des Simplonpasses. Auf der andern Seite der Strasse sehen wir
links ein aufsteigendes Strässchen, rechts davon das Gebäude des ehemaligen Hotels Bellevue mit der Haltestelle "Simplon Kulm",
Wer dem Alpenpässeweg folgen will, macht folgende "Besichtigungsschleife": Man folgt diesem Strässchen 40Hm aufwärts über den Hügel Rotels, erreicht auf der andern Seite das Hospiz und unterquert die Strasse zum Hauptwegweiser. Das Hotel Simplonblick befindet sich rechts in Sichtweite.

Gasthäuser und Links


Wasenalp, Frühstück im
                  Wintergarten
Wasenalp: Frühstück mit Aussicht
Alp
                  Bärufalle Nähe Wasenalp, Blick auf Saflischpass
im Hintergrund der Saflischpass
Bodme ob Rothwald: Was
                  für eine Aussicht!
Bodme: Was für eine Aussicht!
Wegweiserstein Alp Bodme
                  ob Rothwald
Wegweiserfels Bodme
Abstieg zum
                  Schallbett durch Heidelbeergebüsch
Heidelbeeren ob Schallbett
Hotel Simplonblick
                  am Simplonpass
Hotel Simplonblick



6. Tag: Simplonpass - Bistinenpass - Gibidumpass - Giw
(Sesselbahn nach Visperterminen)

5h30, aufwärts 930m, abwärts 970m, 14km
Hotel Simplonblick 2005m - Hotel Monte Leone - Blatte 1899m (30min) - Bistinenpass 2417m - Bistinenpass, Abzw.Nanztal 2386m (1h50) - Grosse Läger 2120m - Bististafel 1900m - Gamsa-Brücke 1817m (1h10) - Gibidumpass 2201m (1h30) - Giw 1962m (30min)

PS: Schlechte Wettervorhersage, weshalb wir den technisch leichteren und auch etwas kürzeren Weg (-1h) über das Nanztal wählen.
Fullmoos-Route:
Die Zahlen für den landschaftlich grandiosen oberen Weg
Bistinenpass - Fullmoos - Gibidumpass wären: 3h40, aufwärts 240m, abwärts 430m. Entlang der Heido-Suone, die vom Oberfullmoos zum Gibidumsee führt, gibt es zwei kurze, ausgesetzte Abschnitte. Diese Wegstücke sind bergseits mit einem Handlauf versehen, und man läuft auf zwei Brettern. Der Rest ist völlig ungefährlich und landschaftlich einmalig.
WanderlandkarteDie erste halbe Stunde auf dem Simplonpass wandern wir leicht abwärts: Parallel zur Fahrstrasse führt ein schmales Teersträsschen vom Hotel Simplonplick zum Hauptwegweiser, wo unsere Nr.6 dem Fussweg neben der Strasse folgt. Nun gut auf die Pfeile achtgeben; der Start ist ein wenig kompliziert. Das Hotel Monte Leone umgehen wir rechts über zwei Brücklein und treffen auf ein Alpsträsschen, dem wir geradeaus folgen (den Stockalperweg haben wir unterdessen verlassen). Fünf Minuten später weist der Wanderpfeil Nr.6 rechts wiesenabwärts und führt zum Weiler Blatte. Dort geht's rechts am Weiler vorbei dem Hang entlang. Unterwegs münden weitere Wege in unsere Route, aber wir sind eingefädelt, und der Weg Richtung "Bistinenpass" ist gut markiert.

Unsere Route ist schon von weitem zu sehen; in regelmässiger Steigung führt der dem Hang entlang aufwärts. Oben dreht er nach rechts und folgt längere Zeit einem Bachlauf, um dann ein paar Bächlein querend im Zickzack zum Pass hinaufzuführen. In einem Steinhaufen sind mehrere Wegpfeile montiert. Wer Richtung "Oberes Fulmoos" gehen will, kann dem Abkürzungspfeil folgen, doch die Nr.6 führt rechts um den Hügel herum, gleich wie unsere Route ins "Nanztal". Unterwegs ist darauf zu achten, dass man nicht die rechte Spur zur "Nanzlicke" erwischt! Wir gehen also um den Hügel herum zum nächsten Wegweiser (siehe Bild). Das Wetter ist garstig, wir frieren, jeden Moment könnte es zu regnen beginnen, und so ist unsere Entscheidung schnell gefasst.

Wir biegen scharf rechts ab Richtung "Nanztal". Der erste Teil des überraschend sanften Abstiegs bis zur Waldgrenze verläuft auf einem alten, grasbewachsenen Saumweg. Unten grasen Kühe, aus dem Kamin einer Alp steigt Rauch. Dann wird aus dem Saumweg zur Schotterpiste, welche ziemlich steil durch den Wald kurvt, am Alpgebäude Bististafel vorbei und hinunter zur Gamsa-Brücke im Nanztal. Hier fehlen die Wegweiser.

Richtig ist, nach der Brücke bachaufwärts zu wandern. Nach 3 Minuten zweigt rechts ein Natursträsschen ab, das uns zur Passhöhe hinauf führen wird, abwechselnd durch Wald und Heidegebüsch. Unterwegs treffen wir auf einen lustigen Baumkletterer (siehe Bild). Auf dem
Gibidumpass (auch "Gebidum") treffen wir mit dem Panoramaweg zusammen; es hat hier dasselbe Steinmonument wie auf dem Bistinenpass. Bei schönem Wetter lohnt sich der Abstecher zum Gibidumsee (5min).

Für den Abstieg vom Gibidumpass zur Sesselliftstation Giw kann man entweder das Kiessträsschen benützen oder links versetzt auf dem Wiesenweg abkürzen. Die nächste Kurve wird offiziell abgekürzt, danach folgt man am besten dem Kiessträsschen bis zur Bergstation Giw. Im Bergrestaurant nebenan geniessen wir ein Walliser Plättli.
Danach fahren wir mit dem Sessellift nach Visperterminen hinunter und übernachten dort. Gleichzeitig verlassen wir den 34-tägigen Alpenpässeweg.

Gasthäuser und Links

Aufstieg Bistinenpass,
                  Blick zum Simplonpass
Blick zum Simplonpass
Wegweiser
                  Bistinenpass, Abzweigung Nanztal
Bistinenpass, Abzw.Nanztal
Aufstieg zum Bistinenpass
Aufstieg zum Bistinenpass
schöner Abstieg ins Nanztal
schöner Saumweg ins Nanztal
Baumkletterer zwischen Nanztal und Gibidumpass
Baumkletterer
Zvieriplättli im Restaurant Giw
Zvieri-Plättli in Giw

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7. Tag: Visperterminen - Hohtee - Reblehrpfad - Visp
3h15, aufwärts 140m, abwärts 840m, 10km
Visperterminen 1340m - Riedhof 1372m (20min) - Hohtee 1205m (1h) - oberster Weinberg 1010m (30min) - Reblehrpfad - Bächji 850m (30min) - Friedhof (40min) - Visp 651m (15min)
WanderlandkartePS: Heute ist unser Abreisetag. Wir beschliessen die Tour mit dem Weg durch den höchsten Rebberg Europas, wo der Heida-Wein herkommt. Unsere Koffer werden wir am Bahnhof Visp entgegennehmen.
In Visperterminen gehen wir strassabwärts bis zur ersten Haarnadelkurve, wo unser Weg Richtung "Hohtee" geradeaus weiterführt. Leicht aufwärts umwandern wir das Riedbachtobel und kommen zum Weiler Unner Ried. An der grossen Scheune gehen wir links vorbei und finden dort den gelben Pfeil.

Nun beginnt ein schöner, ebener Wanderweg. Doch aufgepasst: Eingangs Wald steigt unsere Spur ein paar Schritte schräg aufwärts! Weiter dem bequemen Weg folgen, es ist ein ehemaliger Suonenweg, der im Wald für längere Zeit dem Hang entlang führt. Wo ein anderer Weg von unten herkommt, bleiben wir auf unserer Spur, auch wo wir eine Naturstrasse schräg kreuzen. Erst bei einem Holzerplatz (Waldlichtung) mündet unser "Suonenweg" in die Waldstrasse ein, die wir aber 100m weiter vorn wieder verlassen.

Leicht aufwärts gehts wieder in den Wald hinein, und kurz folgen wir der wasserführenden Bodmeri-Suone, bis wir bei Hohtee an einem Haus mit zauberhaften Garten vorbeikommen. Nach einem kurzen Abstieg machen wir im Telwald eine Spitzkehre nach links. Der Weg führt uns schräg abwärts durch den Wald. Beim nächsten Wegweiser gibt es verschiedene Varianten - wir wählen "Bächji - Visp", die Richtung haltend, bis wir bei Rotgstei in eine Waldlichtung kommen. Dort machen wir eine Spitzkehre nach rechts und erreichen fünf Minuten später den "höchsten Weinberg Europas".

Ein Reblehrpfad mit spannenden Informationen begleitet uns nach Visp hinunter. Zunächst kurven wir auf dem Teersträsschen durch die Reben hinunter, mit schönem Blick auf die Berge. Bei der Kurve Bächji (Ruhebank bei der Wegkapelle) kreuzen wir die Fahrstrasse Visperterminen - Brig. Es wäre aber schade, hier das Postauto zu besteigen, denn nun beginnt der schönste Teil des Rebwegs.

Unterhalb der Strasse wandern wir auf Naturwegen durch die Reben, immer wieder unterbrochen durch die Schautafeln - wer alle liest, lernt viel über die Arbeit der Weinbauern in dieser Gegend.

Bei den ersten Häusern von Visp angekommen, geht's auf der Strasse am Friedhof vorbei, von wo es noch eine Viertelstunde bis zum Bahnhof ist
(rechts im Hang gäbe es einen schönen Suonenweg nach Brig...). Wir aber laufen alles geradeaus, bis wir nach der Kirche in der hübschen Altstadt ankommen. Die historischen Gebäude sind alle angeschrieben und sehenswert, so dauert es etwas länger. Natürlich schliessen wir den Weg noch mit einem Heida-Wein ab.
Schlussbummel durch die verkehrsberuhigte Bahnhofstrasse zum Bahnhof Visp.

Gasthäuser und Links


Visperterminen
Visperterminen
Bodmeri Suone im Telwald ob Visp
Bodmeri-Suone
Hohtee (auch Hohtenn)
Aussichtspunkt Hohtee
Reblehrpfad Visperterminen
höchster Weinberg Europas
Visp, Gerichtsgebäude am Martinsplatz
Ankunft in Visp


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