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Schwierigkeit |
Karte |
Webcam |
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T2 |
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Von
Sennhütte zu Sennhütte im Gantrisch-Gebiet
Alpentrekking Schwarzsee
- Morgeten - Stockhorn
Allgemeines
Die folgende Hütten-
und Höhenwanderung ist ein Projekt von "http://www.share-wander-value.ch",
die zum Ziel hat
-
Das Wandern in den Alpen, als
gesunde körperliche Aktivität zu fördern
-
Bestehende alpwirtschaftliche
Infrastrukturen und agro-touristische Angebote zur Beherbergung von Wanderern
und Gästen nachhaltig zu nutzen und damit der heute vorwiegend urbanen
Bevölkerung ein Teil der noch bestehenden alpinen Agrarkultur vermitteln
-
Essen und Trinken als Genuss
und Lust, als Teil der Lebensqualität und des Wohlbefindens zu offerieren.
Regional oder "sur place" produzierte Nahrungsmittel (Alpkäse, Milchprodukte,
Alpschwein, Rind) werden soweit möglich in biologischer Qualität
angeboten (auch Früchte und Gemüse werden je nach Saison und
wo möglich aus der Region stammen).
-
Durch den Aufenthalt in einer
einfachen Alphütte als Kontrast zur alltäglichen Wohnsituation,
zu den gewohnten Konsum und Einrichtungsstandards Anregungen bieten, die
eigenen Ansprüche und den Lebensstil zu hinterfragen. Der Komfort
und die Preislage sind zu vergleichen mit den Angeboten von SAC-Hütten.
Die Stockhornkette, vom
Stockhorn bis zum Schwarzsee und das Gantrischgebiet, bietet attraktive
Wandermöglichkeiten. Das Wandergebiet ist aus dem Raum Bern - Freiburg
oder aus dem Simmental mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.
Es verfügt über ein gut ausgebautes Wanderwegnetz mit den markanten
Aussichtspunkten Stockhorn, Gantrisch, Bürglen und Kaiseregg. An der
Strecke liegen auch 10 grössere und kleinere Bergseen. Mit der Stockhornbahn
oder dem Sessellift Schwarzsee-Kaiseregg erreichen Wanderer die nötige
Höhe, um in einer zwei- bis dreitägigen Wanderung ohne grosse
Steigungen und Gefälle zum Ziel zu kommen.
Die Alp Morgeten in
der Mitte ist als Rast-, Verpflegungs- und Übernachtungsort ideal
gelegen. Auch eine Wanderung aus dem Gantrischgebiet über den Morgetenpass
ins Simmental, mit einer Übernachtung auf Morgeten, ist eine reizvolle
Variante.
Tipps:
Die Etappenbeschreibung ist
zum grössten Teil der Homepage von http://www.share-wander-value.ch
entnommen. Christian Haueter, herzlichen Dank!
Anreise: Bahn nach
Fribourg, Bus Fribourg - Schwarzsee-Gypsera, Seilbahn Schwarzsee - Riggisalp
(Fahrplan)
Rückreise: Seilbahn
ab Bergstation Stockhorn oder Mittelstation Chrindi nach Erlenbach im Simmental
(Bahnstation)
Die
Etappen
1. Tag, 4.00 h:
Schwarzsee/Riggisalp 1484 m
- Riggisalpsee 1460m - Kaisereggpass 2072m - (Kaiseregg 2185 m) - Kaisereggalp
1799 m
Ausgangspunkt
der Wanderung ist der Schwarzsee. Der Schwarzsee ist ein grosser
Bergsee mit einer Breite von 400 - 500 Metern und einer Länge von
1,5 km. Er weist aber lediglich eine Tiefe von ca. 10 Metern auf.. Der
Schwarzsee war bekannt für seinen Fischreichtum und schon in früheren
Zeiten ein Ort für Sommerlustbarkeiten. An schönen Sonntagen
trafen sich die Sennen der umliegenden Alpen, tranken Wein für eine
Woche und frischten in Faustkämpfen die alten Fehden ihrer Vorfahren
auf. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde das damalige Badehaus und die
Schwefelquelle durch einen Bergsturz verschüttet. Die erste Zufahrtsstrasse
baute die Gemeinde Plaffeien, um am untern Seeende den verarbeiteten Gips
aus der Gipsmühle abzuführen. Der Lokalname „Gypsara“ ist auf
diesen Ursprung zurückzuführen.
Mit der Sesselbahn „Schwarzsee
- Riggisalp können die ersten 500 Höhenmeter überwunden
werden.
Ab dem Berghaus Riggisalp
führt der Wanderweg über die sanft gelegene Riggisalp,
am Riggisalpseelein vorbei, Richtung Salzmatt. Anschliessend steigt
der Wanderweg auf dem Nordostgrat über dem Geissalpseelein vorbei,
bergauf Richtung Kaisereggpass. Der Namen Kaiseregg hat allerdings
nichts mit einem Kaiser zu tun, sondern wurde von „Käseregg“abgeleitet.
-
Zusatzvariante:
Der Aufstieg
vom Kaisereggpass auf die Kaiseregg dauert ca. 20 Minuten und gewährt
uns einen Rundblick vom Mont-Blanc über die Waadtländer Alpen
bis zur Berner Alpen-Kette.
Der Kaisereggpass ist
der Übergang in den Talkessel des Walop mit seinen zwei Bergseen und
einer reichen Alpenflora. Der Ausgang des Talkessels führt ins Simmental,
die Kantonsgrenze Freiburg-Bern, verläuft jedoch quer über das
Tal. Zunächst steigen wir ab zur Kaisereggalp, wo man übernachten
kann.
-
Kaisereggalp:
Tel.033 773 62 36 Sennhütte, Zwischenverpflegung möglich (15
Plätze Massenlager). Für Übernachtung und Verpflegung Anmeldung
notwendig.
-
Schwarzsee-Gypsera - Unter Bödeli
- Unterer Euschels - Riggisalp - Salzmatt - Hürlisboden - Schwarzsee;
4 h: Wanderkolumne Thomas Widmer, http://bazonline.ch
-
http://www.map.wanderland.ch,
digitales Wanderwegnetz der Schweiz, mit nationalen und regionalen Wanderrouten
sowie ÖV-Haltestellen
2. Tag, 3
h:
Kaisereggalp 1799m - Vorder Walop 1664m
- Hinter Walop Buufel 1717m - Alp Vortel 1939m - Widergalm 2053 m - Erbetli
- Chüearnischhüttli 1826m - Schafarnisch Alp - Chummli 1855m
- Chänelpass 1791m - Hinter Richisalp 1793 m
Hinweise:
-
Die Wanderwege ab Kaiseregg
sind wenig begangen, sind aber markiert. Dafür ist die Gegend umso
urtümlicher und idyllischer.
-
Die Karten 1:25000 Blatt 1226
Boltigen und Blatt 1206 Guggisberg werden für diese Etappe unbedingt
empfohlen.
-
In der Gantrisch-Wanderkarte
1:50'000 sind die Wege zwischen Alp Vortel und Chänelpass nicht
rot eingezeichnet. Für die Planung ist die Online-Karte http://www.map.wanderland.ch
nützlich.
Die Wanderroute führt von
der Kaisereggalp längs dem Talkessel des Walop entlang in Richtung
"Widdergalm". Auf dem Grat vom Widdergalm, ca 100 m links vom Punkt
2053 (in Gantrisch-Wanderkarte nicht eingezeichnet) steigen wir ab
in Richtung „Chüearnisch“. Im Erbetli stehen noch die Ruinen
eines alten Stalles, und beim Chüearnischhüttli weiden
schon lange keine Kühe mehr. Das Chüearnischhüttli war zu
Fussgängers Zeiten im Sommer eine gut frequentierte „ Buvette“, eine
Bergbeiz. Die Traversierung des Schafarnisch Richtung "Falkenfluh
bietet einen luftigen Ausblick auf die Bufalalmend und zu den „Berglihütten“
(der Fussweg läuft ziemlich parallel zur Höhenlinie 1900 m).
Die Alp Chummli wird
ebenfalls nur noch mit Schafen genutzt, und man fragt sich unweigerlich,
ob es auf der durchwanderten Strecke in 25 Jahren noch Kuhalpen und Sennen
geben werde, die Wanderer beherbergen, oder ob die Globalisierung diesen
Teil der alpinen Kultur zum Verschwinden bringt? Der Talkessel der beiden
Richisalpen
ist eine der schönsten Alpen des Simmentals.
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Vorder Walop Bodenhütte,
Tel. 033 773 66 39 Sennhütte, Zwischenverpflegung möglich (3-6
Plätze Massenlager). Für Übernachtung und Verpflegung Anmeldung
notwendig.
-
Hinter Walop „Buufel
od Bulferli“, Tel. 033 773 69 52 Sennhütte, Zwischenverpflegung
möglich (6 Plätze Massenlager). Für Übernachtung und
Verpflegung Anmeldung notwendig.
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Berglihütten „Aegerters
Bärgli“, Tel. 033 783 16 94 Sennhütte, “Berglibeiz“ Zwischenverpflegung
möglich (6-9 Plätze Massenlager). Für Übernachtung
und Verpflegung Anmeldung erwünscht.
-
Vorder
Richisalp, Tel. 033 783 11 76 Sennhütte, Zwischenverpflegung möglich
(4 Plätze Massenlager). Für Übernachtung und Verpflegung
Anmeldung notwendig.
-
Hinter
Richisalp, Tel. 033 783 12 55 Sennhütte unmittelbar neben Bergsee,
Verkauf von Alpkäse. Zwischenverpflegung möglich (Zimmer, 4 -5
Betten). Übernachtung und Verpflegung auf Anfrage
-
Tageswanderung Nr.722 Oberwil
i.S. - Vorder Richisalp - Känelpass - Sangernboden
-
http://map.wanderland.ch,
digitales Wanderwegnetz der Schweiz, mit nationalen und regionalen Wanderrouten
sowie ÖV-Haltestellen
3. Tag,
3 - 4 h:
Hinter Richisalp 1793m - Alphütte
Hohmad bei Pt.1870m (Ausichtspunkt) - Richtung Alpiglen - Grenchenpochte
(Passübergang Pt 1884) - Grenchengalm 1883m - Schattigseeli - Sonnig
Riprechten 1652m - Mittlist Morgeten 1655 m
Hinweis:
Ab Richisalp bis zum Stockhorn begegnen wir in regelmässigen
Abständen einem anderen Relikt vergangener Zeiten. Die Stockhornkette
war die nördliche Grenze des „Reduits“, und während des zweiten
Weltkrieges wurden auf der Strecke Kaiseregg-Stockhorn abertausende Kubikmeter
an Stollen, Bunkern und Befestigungsanlagen gebaut. Da für die beauftragten
Bauunternehmer zum Teil der Profit vor der Landesverteidigung kam, wurden
Zement und Armierung recht sparsam eingesetzt, so dass einige Anlagen zerfielen,
ohne dass ein Schuss auf sie abgegeben wurde, was nach Kriegsende zu mehreren
Prozessen führte.
-
In der Gantrisch-Wanderkarte
1:50'000 sind die Wege zwischen Alpiglen und Grenchengalm nicht
rot eingezeichnet.
Die Karte 1:25000 Blatt
1226 Boltigen wird für diese Etappe unbedingt empfohlen.
Von der Alp Hinter Richisalp
führt ein Fussweg auf das Hohmad, eine wilde, wetterexponierte
Alp mit einer herrlichen Aussicht ins Nieder- und Obersimmental. Nach einem
kurzen Abstieg Richtung "Alpiglen" führt der Weg talaufwärts,
Richtung "Galiten/Widdersgrind". Beim Punkt 1884 überqueren
wir einen kleinen Pass und erreichen die Grenchenpochte. Hier halten
wir uns baldmöglichst an die rechte Talseite, und in einem kurzen
Aufstieg erreichen wir den
Grenchengalmpass mit seiner Spitzhütte.
Auf dem Pass werden das Stockhorn und unser Tagesziel, die Alp Mittlist
Morgeten, sichtbar.
-
Alp Hohmad, Tel. 033 783 13
74 Sennhütte, Schöner Aussichtspunkt, Zwischenverpflegung möglich
-
Alp
Mittlist Morgeten, Tel.033 783 18 49 chhaueter@gmx.ch.
Sennhütte in Hüttendörfchen, Alprestaurant mit Bio Produkten,
25 Sitzplätze in alter Sennhütte, (17 Plätze Massenlager,
Alphütte mit 5 DZ). Für Übernachtung und Verpflegung Anmeldung
erwünscht. Verkauf von Alpkäse/Bio Alpkäse; Alpenbad und
Molkenbad
Gäste können unter
Anleitung ihren eigenen Käse herstellen, Anmeldung erforderlich. Weitere
Angebote und Aktivitäten unter http://www.morgeten.ch
-
http://map.wanderland.ch,
digitales Wanderwegnetz der Schweiz, mit nationalen und regionalen Wanderrouten
sowie ÖV-Haltestellen
4. Tag, 5.30 h: Mittlist
Morgeten - Morgetenpass 1959m - Leiterenpass 1905 m - Schitterwang
- Kuhlauenen 1688m - Obere Walalp 1714m - Oberstockensee 1689 m -
Oberstockenalp 1776m - Stockhorn 2190 m
Von Mittlist Morgeten
steigen wir auf zum Morgetenpass. Auf schmalen Bergpfaden gehts
weiter zum Leiternpass. Hier beginnt ein bequemer Höhenweg,
mehr oder weniger der Höhenkurve entlang, teilweise etwas ausgetreten
von den weidenden Kühen und Schafen. Er führt am Fuss des Schitterwang
und Chuelauenen vorbei zur Oberen Walalp (Käse erhätlich).
Ab Obere Walalp
gibt es drei Varianten:
-
a) Obere Walalp - Oberstockensee
- Oberstockenalp (Sennerei mit Restaurant) - Stockhorn-Gipfel
-
b) Obere Walalp - Baachegg -
Stockhorn Nordseite - Stockhorn-Gipfel
-
c) Obere Walalp - Oberstockensee
- Hinterstockensee - Mittelstation Chrindi 1907m (am wenigsten Höhendifferenz,
siehe auch: http://www.lenk-simmental.ch)
Variante a):
Von der Oberen Walalp
gehts ohne grosse Höhenunterschiede durch den Bergwald zum Oberstockensee
und zur Oberstockenalp. Der Wald wurde ehemals durch den Gletscher
glatt geschliffen und wächst heute auf verkarsteten Felsen. Es war
derselbe Gletscher, der auch die Gipstrichter der beiden Stockenseen mit
feinen Sedimenten abgedichtet hatte. Von der Oberstockenalp (Sennerei
mit Restaurant) wandern wir steil bergauf zur Bergstation des Stockhorn-Gipfels.
Gaststätten und Unterkunft:
-
Alp Morgeten, Fotos http://www.alporama.ch
-
Alp
Mittlist Morgeten, Tel.033 783 18 49 chhaueter@gmx.ch.
Sennhütte in Hüttendörfchen, Alprestaurant mit. Bio Produkten,
25 Sitzplätze in alter Sennhütte (17 Plätze Massenlager,
Zimmer mit 6 Betten). Für Übernachtung und Verpflegung Anmeldung,
erwünscht. Verkauf von Alpkäse/Bio Alpkäse.
-
Gäste können unter
Anleitung ihren eigenen Käse herstellen, Anmeldung erforderlich. Weitere
Angebote und Aktivitäten unter http://www.morgeten.ch
-
Alp
Obrist Morgeten, Tel. 033 783 15 57; Zimmer und Lager. Bei schönem
Wetter Verkaufsstand auf dem Morgetepass Verkauf Bio-Alpkäse, Fleischspezialitäten,
Getränke.
-
Alp Chuelauenen, Tel. 033 783
Sennhütte, idyllisch gelegen, Zwischenverpflegung möglich.
-
Alp Obere Walalp, Tel. 033 783
16 81 Sennhütte, keine Verpflegung.Verkauf von Bio-Alpkäse.
-
Alp
Oberstockenalp, Tel. 033 681 14 88 Sennhütte/Berggasthaus, 30
Lagerplätze
-
Bergstation Stockhorn-Gipfel:
Panoramarestaurant
Stockhorn, Tel. 033 681 21 81
-
http://map.wanderland.ch,
digitales Wanderwegnetz der Schweiz, mit nationalen und regionalen Wanderrouten
sowie ÖV-Haltestellen
Rückreise:
-
Die Tour enden am Stockhorn.
Mit der Seilbahn fährt man entweder vom Stockhorngipfel
oder von der Mittelstation Chrindi nach Erlenbach hinunter:
http://www.stockhorn.ch
-
Bahn Erlenbach - Spiez (Fahrplan)
Infos
zur Gegend
Es ist schwierig,
sich das vor uns liegende Bunschental als ganzjährigen Wohnsitz und
die kärglich vorhandene natürlichen Ressourcen als unsere Existenzgrundlage
vorzustellen. Um 1850, als der Alpenraum am dichtesten besiedelt war, wurde
das Bunschental von bis zu 60 Personen ganzjährig bewohnt! In dieser
Zeit war das Bunschental nur über den 1400 m hohen Flühberg zu
erreichen. Im Winter war es oft ganz von der Aussenwelt abgeschnitten.
Dies änderte sich erst mit der Industrialisierung und mit der Emigration
unserer damaligen „Wirtschaftsflüchtlinge“ nach Übersee oder
als Käser nach Osteuropa.
Von Westen her entwässert
der Morgetenbach mit seinem 80m hohen Wasserfall das Tal, von Osten her
der Bunschbach. In der Mitte des Tales fliessen sie gemeinsam in einer
tiefen Schlucht nach Weissenburg. Im Dreieck dieses Zusammenflusses liegt,
oder besser hängt, die „Leiterenweide“. „Nomen est Omen“. Der kürzeste
Weg in die „Leiterenweide“ führte ehemals über mehrere Holzleitern
aus der Bunschenschlucht in dieses Heimwesen. Vom Wohnhaus weg führte
die kürzeste Verbindung über ein 100 Meter ob der Schlucht gespanntes
Hanfseil. Eine Astgabel mit einer eingesetzten Lauffläche aus Eibenholz
war das "Fahrwerk", ein dünnes Hanfseil der Sitz, und ein alter Lappen
die Bremse. Die innovativen Betreiber des unten in der Schlucht gelegenen
Weissenburgbades nutzten diese Art der Fortbewegung schon damals als „Event“
mit der Ankündigung: „Um neun reitet Johann Feuz auf dem Seil“
In der Blütenzeit der
Bäderkultur war das in der Bunschenschlucht gelegene Weissenburgbad
eine Adresse mit Renommee. Die Bourgeoisie Europas und der Schweiz fuhr
hier zur Kur. Gurnigelbad, Schwefelbergbad und Weissenburgbad hatten damals
etwa den gleichen Stellenwert wie heute die Destinationen Gstaad oder St.
Moritz. Diesem Umstand ist auch zu verdanken, dass aus dieser Zeit und
aus dieser Gegend viele historische Photodokumente von Wanderphotographen
existieren.
Der Grat zum Schwarzenburgerland
bildet zugleich die Grenze zwischen den Gemeinde Oberwil und den Gemeinden
Guggisberg und Rüschegg. Ab hier beginnt nördlich der Stockhornkette
auch siedlungsgeschichtlich eine Kulturgrenze zwischen alemannischen und
burgundischen Einflüssen. In frühgermanischer Zeit teilte offenbar
ein ausgedehntes Waldgebiet, das vom Gantrisch- Schwarzseegebiet bis nach
Bern reichte, das Siedlungsgebiet der Alemannen und Burgunder. Bis ins
Jahr 1423 gehörte das Amt Schwarzenburg, damals unter dem Namen „Herrschaft
Grasburg“ dem Burgunderherzog Amadeus von Savoyen. Dieser verkaufte es
den Städten Bern und Freiburg, welche es bis zum Wiener Kongress 1815
gemeinsam im Fünfjahresturnus verwalteten. Diese Doppelverwaltung,
bei der die beiden Besitzer möglichst viel nutzten und nichts investierten,
blieb auch für die Bevölkerung nicht ohne Folgen. Im Jahre 1838
waren von 6000 Einwohnern der Gemeinden Guggisberg und Rüschegg beinahe
30 % armengenössig.
Links
-
http://www.schwarzsee.ch
-
Sesselbahn
Schwarzsee - Riggisberg, Tel. 026 412 12 77
-
http://www.share-wander-value.ch
-
Stockhorn: Alpengarten, dazu
das Buch "Unsere Alpenflora", SAC-Verlag, bei Amazon.de
-
http://www.alternatives-wandern.ch/unterkuenfte.htm
-
Alphütten-Trekking, eine
geführte Tour: http://www.lenk-simmental.ch
-
3 Tage "Alptrekking auf verschlungenen
Höhenpfaden", mit Käseherstellung und Musik am Hüttenfeuer;
ein Angebot von
http://www.alpverein.ch;
siehe auch http://www.share-wander-value.ch/
-
Rundwanderung Wasserscheide
- Schwalmeren - Schibespitz - Morgetenpass -Gantrischseeli - Wasserscheide,
3.30 h, , in "Magisches Bernbiet", AT Verlag, bei Amazon.de
-
Gurnigel - Leiterenpass - Hohmad
- Walalp - Stockhorn, "Die schönsten Gratwanderungen der Schweiz",
AT-Verlag, bei Amazon.de
Wanderungen
in der Gegend
-
Sangernboden - Pfyffe - Gurnigel
- Wattenwil,
Tageswanderung Nr.707
-
Panoramaweg Gantrisch: Gurnigel
Berghaus - Schüpfenflue - Pfyffe - Zollhaus FR, Tageswanderung
Nr.707a
-
Gurnigel - Leiterenpass - Stockhorn,
Tageswanderung
Nr. 705
-
Gurnigel - Leiternpass - Morgetenpass
- Gurnigel, Rundwanderung Nr.727
-
Oberwil im Simmental - Känelpass
- Sangernboden, Tageswanderung Nr.722
-
Gurnigel - Unt.Gantrischhütte
– Morgetenpass - Walalp - Hinterstockensee - Chrindi, 6 h, Wanderkolumne
Tagesanzeiger
7/09
-
Zwei Wandertage in den Gastlosen,
2-Tageswanderung
Nr.254
-
Alphüttenzauber,
vom Jaunpass zum Stockhorn, 4 Tage
-
Alpenpanoramaweg
-
Von
Schwarzsee nach Crans Montana
-
Von
Gurnigel nach Leysin - 6-tägiges Trekking mit Zelt und Rucksack,
spannender Erlebnisbericht
-
Zwischen Bäumen auf Seilbrücken
balancieren - ein Familienabenteuer bei Rüschegg im Gantrischgebiet:
http://www.seilpark-gantrisch.ch
-
Wandervorschläge Stockhorn
mit Online-Karte: http://www.stockhorn.ch
-
10'000
km Berner Wanderwege am Bildschirm: mit Wegbeschreibung, Karte, Höhenprofil
und GPS zum Ausdrucken (Fr.3.-/Anfrage): http://www.wanderprofi.ch
Karten,
Literaturhinweise
-
1:25'000 Wanderkarte Bern-Süd
Gantrisch, mit Wandervorschlägen , bei http://www.shop.wandern.ch,
oder
-
1:50'000 Wanderkarten Blatt
253T Gantrisch, erhältlich bei http://www.wandern.ch
oder http://www.swisstopo.admin.ch
-
Digitale
Karten:
-
"Wanderbuch Region Bern-Gantrisch",
bei http://www.wanderprofi.ch
-
Gantrisch und Stockhorn, in
"Berner Hausberge", AT-Verlag, bei Amazon.de
-
"Hüttentrekking Schweiz
- 30 Mehrtagestouren von Hütte zu Hütte", bei Amazon.de
-
"z'Bärg im Obersimmental
- Wege zum Alpkäse", Band 4, ein Wanderbegleiter für Alp- und
Käseliebhaber, bei http://www.weberag.ch
-
Alp Walop; "Alpwandern", 16
Touren zu Kuh-, Ziegen- und Schafalpen im Schweizer Alpenbogen, Werdverlag
PS: Wer die
Tour gewandert ist und seine Erfahrungen weitergeben möchte, melde
sich bitte bei: info@wandersite.ch.