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Nr. 762
Tageswanderung 
Region Jura
Karte Webcam La Givrine / St-Cergue
Schwierigkeit: sportlich
Einkehrmöglichkeit: St-Cergue, Col de Marchairuz - Le Brassus
Anreise: Bahn nach St-Cergue
Rückreise: Bahn ab Le Brassus-Fahrplan

 
 
 

 

Auf dem Jura-Höhenweg von St-Cergue über den Col de Maarchairuz nach Le Brassus

Hinweise: Die traumhaft schöne Herbstwanderung auf dem "Uhrmacherweg" beginnt beim Bahnhof St-Cergue. Es ist empfehlenswert, frühzeitig mit der Wanderung zu beginnen. Reizvoll ist sie auch als 2-Tagestour mit Übernachtung auf dem Col du Marchairuz.

Die Strecke wurde vor der Öffnung des Marchairuz-Passes im Jahre 1770 von den Uhrmachern aus dem Vallée de Joux benutzt, die nach Genf reisten, um den Händlern der Rhonestadt ihre Uhrwerke feilzubieten. Die Gratisbroschüre "La route des horlogés" ist erhältlich beim Verkehrsverein, Tel. 021 845 17 77:  http://www.valleedejoux.ch,  info@valleedejoux.ch.

In Le Brassus kann auf telefonische Vereinbarung werktags das Uhrenmuseum von Audemars Piguet besichtigt werden. Mit ihrer grossen Zahl von Komplikationsuhren und aussergewöhnlichen Exponaten gehört die  Sammlung zu den wichtigsten privaten Uhrenmuseen.
Quelle: http://home.datacomm.ch/steinerpulimeno/wandern.html
 

6.20 h, aufwärts ca. 500 m, abwärts 850 m
Route: St-Cergue 1047m - Les Frasses (2 h) - Crête de la Neuve 1494m (1.30 h) - Abzweigung (0.25 h) - Col de Marchairuz 1477m (0.20 h) - Abzweigung (0.20 h) - Le Brassus 700 m (1.45 h)

In St-Cergue folgt man dem Jura-Höhenweg, der immer mit den gelb-roten Markierungen bezeichnet ist, in Richtung Crête de la Neuve. Knapp 2 Stunden geht es ohne grosse Anstrengungen durch Weiden und Wälder. Nach Les Frasses beginnt der einzig grössere Anstieg, der knapp eine halbe Stunde dauert. Nach etwa 3.5 Stunden erreicht man die Crete de la Neuve, wo man unbedingt eine längere Rast einschalten sollte. Die Sicht auf die französischen Alpen und insbesondere das Mont Blanc-Massiv ist umwerfend.

Der Weg führt nun weiter nach dem Col du Marchairuz. Etwa 20 Minuten vor dem Col zweigt der Weg ab nach Le Brassus. Wer sich unbedingt verpflegen muss, kann zum Col weiterwandern, muss nachher allerdings wieder zurück (oder der Strasse entlang hinunter nach Le Brassus gehen). Bei der Abzweigung verlassen wir den Jura-Höhenweg. Der Weg ist nun noch mit den gelben Markierungen bezeichnet. Für den Abstieg sollte man noch etwas Kraftreserven haben, bis Brassus dauert er doch rund 1 3/4 Stunden.

Lohnende Alternative: Uebernachten auf dem Col du Marchairuz und am nächsten Tag weiter auf dem Jura-Höhenweg nach Le Pont.

Variante: Bière - La Longeraie – La Foirausaz - Col de Marchairuz - Combe des Amburnex - Sèche de Gimel - Le Brassus, 4.15 h

Eingesandt von M.Trachsel - vielen Dank!

Anreise : Mit Bahn von Morges nach Bière

Bière ist in der Schweiz vor allem wegen seines Waffenplatzes bekannt. Manch Eidgenosse hat hier seine Rekrutenschule abverdient. Das Dorf selber ist ein verschlafenes Nest am Jurafuss. Typisch weissgekalkte Jurahäuser prägen das Erscheinungsbild. Ruhig plätschern die Brunnen im Zentrum. 
Vom Bahnhof Bière aus wandern wir erst einmal auf einem asphaltierten Strässchen zum Gehöft La Longeraie. Geniessen wir die weiten Blicke über das Juravorland noch, denn nachher geht’s in den wunderbar ruhigen Jurawald hinein. Der Forstweg windet sich in Kehren empor zur Passstrasse, welche auf den Col de Marchairuz führt. Wir folgen der Strasse ca. 300m und steigen danach wieder innerhalb des stillen Waldes aufwärts. Im Gebiet von La Foirausaz erreichen wir wiederum eine Art Hochplateau mit grossen Alpweiden.  Jetzt haben wir schon fast die Krete des Höhenzuges erfasst. Bis zur Passhöhe bewältigt der Wanderer nun aber noch eine gute halbe Stunde durch einsamste Waldlandschaft. 

Auf dem Col de Marchairuz  erwartet eine Buvette den hungrigen Naturfreund. Bevor wir richtig in den Abstieg gehen, folgen wir nun noch etwa eine Viertelstunde dem Jurahöhenweg, der sich von Brugg bis nach Genf hinzieht. In der Combe des Amburnex verabschieden wir uns von ihm. 

Es geht nun noch ca. 2 Stunden bis nach Le Brassus. In dieser Zeit passieren wir ein einziges Gehöft, die Sèche de Gimel. Ansonsten sind nur Wald, Weide und Kühe unsere Begleiter. Eine solche Landschaft erlebt man in der Schweiz sehr selten. Man fühlt sich zeitweise in den hohen Norden versetzt. Glücklicherweise wurde der Wanderweg so angelegt, dass der Abstieg nach Le Brassus auf sanfte Art erfolgt. Das Vallée de Joux erlebt hier keinen eigentlichen Abschluss, sondern geht jenseits der Grenze in Frankreich nahtlos ins Gebiet von Les Rousses über. Daher geniessen wir auch auf diesem Hochplateau hier eine für das Auge wohltuende Weite. Im Winter ist Le Brassus ein Paradies für Langläufer. Die Wanderung lässt sich beschaulich bei einem Zvieri in einer der Gaststätten ausklingen. Den Bahnhof erreicht man vom Dorfzentrum aus in einigen wenigen Minuten.
 


Gasthäuser
  • St-Cergue: Hôtel de la Poste, Rte de Nyon, Tel. 022 360 12 05, Di geschl.
  • St-Cergue: Hôtel Le Point du Jour, Rte de Nyon, Tel. 022 360 25 45
  • St-Cergue: Auberge Des Cheseaux, Tel. 022 360 04 11 (Zimmer)
  • Hôtel Col du Marchairuz, Tél. 021 845 25 30, Fax 845 25 31
  • Le Brassus: Hotel de la Lande, Tel. 021 845 44 41, Fax 021 845 45 40
Links
Karten und Bücher
  • 1:50'000 St-Cergue 260T, erhältlich bei http://www.wandern.ch oder http://www.swisstopo.admin.ch
  • Interaktive Ortskarte Westschweiz
  • Digitale Karten:
  • Parc Jurassien Vaudois, in "Urlandschaften der Schweiz - die schönsten Wanderungen durch wilde Bergwelten", bei Amazon.de
  • Von Alp zu Alp, Schweizerkarte 1:303'000, auf der Rückseite 36 Passwanderungen inkl.Col de Marchairuz, Coop-Shop
  • "Zu Fuss den Jura entdecken", 45 Wanderungen durch die Jurahöhen, bei Coop-Shop
  • "Rundwandern Schweiz", 28 Wanderungen mit gleichem Start und Ziel, 2012, Werdverlag
  • "Naturpärke erwandern", 22 Schweizer Natur- und Kulturlandschaften entdecken, 2012, Werdverlag

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