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Nr. 553
Tageswanderung 
Region Obwalden
Webcam JochpassWebcam Jochpass, 2200m
Schwierigkeit: sportlich, abkürzbar
Einkehrmöglichkeit: Melchsee Frutt, Distelboden, Tannalp, Engstlenalp, Jochpass, Trübsee, Engelberg
Anreise: Bahn nach Sarnen, Postauto Sarnen - Stöckalp, Seilbahn Stöckalp - Melchsee Frutt
Rückreise: Bahn ab Engelberg -Fahrplan
Billett: RailAway-Angebot ab allen wichtigen Bahnhöfen der Schweiz
Wanderlandkarte
zur Detailkarte, gezeichnet mit SchweizMobilPlus

Melchsee Frutt - Tannalp - Engstlenalp - Jochpass - Engelberg

Zentralschweiz4-Seen-Höhenwanderung

Blick vom Hochstollen gegenüber. Aussicht, auf Melchsee, Tannensee, Engstlensee und Titlis
Altbekannte Passroute, vorbei an Alpweiden und Bergseen. Die Route, auch als "4-Seen-Höhenwanderung im Herzen der Schweiz" bekannt, ist für jedermann geeignet.
Mit verschiedensten Seilbahnen und Sessellifte kann der Weg nach Belieben abgekürzt oder verlängert werden. Wanderzeit: Juli - Oktober.
Heute ist er durchgehend mit 474 Vier-Seen-Weg markiert.
 

Gewandert 1995 und Aug.2017


6h40, aufwärts 640m, abwärts 1540 m  (siehe Varianten und Abkürzungen)
Melchsee-Frutt 1920m - Tannalp 1974m (1h30) - Engstlenalp 1834m (40min) - Jochpass 2208 m (1h30) - Trübsee Titlisbahn 1796m (1h10) - Gerschnialp 1256m - Engelberg 1000m (1h50)

Die Wanderung beginnt auf der Hochebene Melchsee-Frutt. Auf dem Platz vor der Bergstation Melchsee-Frutt können wir dem Pfeil "Tannalp" folgen - er führt am Frutt-Lädeli und Restaurants vorbei, dann dem Melchsee entlang zum Panoramalift.

Unten am Panoramalift kommen die beiden Startvariationen zusammen. Wir folgen 70m dem Strässchen, ignorieren aber die Abzweigung zum "Bonistock", sondern folgen der Abzweigung erst beim nächsten Wegweiser, es ist der Nr.474 Vier-Seen-Weg, unsere heutige Tour. Wir nehmen dem Wanderweg links bergauf, am Picknickplatz vorbei. Weiter oben dreht er nach rechts und führt, dem Fuss des Bonistocks entlang bis zum Damm des Tannalpsees. Genussvoller Höhenweg mit Blick auf den mäandrierenden Bach und in die Berge!

Vom Staudamm könnte man geradeaus auf dem Fahrsträsschen Richtung "Tannalp" gelangen. Schöner ist der markierte Weg über den Staudamm. Auf der andern Seite folgen wir dem Uferweg des Tannalpsees. Die Uferlandschaft mit den kleinen Inseln ist eine wahre Augenweide. Einmalig ist da auch die Blumenpracht im Vorsommer. Gegen Ende des Sees mündet die Via Alpina in unseren Weg. Die gemeinsame Route führt durch ein Hochmoor zur Tannalp. Im Berggasthaus Tannalp, gegenüber der fotogenen Kapelle, macht man gern eine Kaffeepause. Hier könnte man auch übernachten.

Dann geht die Wanderung 
einigen Alphüttenam vorbei und leicht abwärts zum Felsriegel Spycherflue. Hier befindet sich der schwierigste Teil unserer Wanderung. Der Weg wurde aus den Felsen gehauen; bei Nässe vorsichtig gehen, die Felstritte können rutschig sein! Dann führt der Bergweg im steilen Hang schräg abwärts Richtung "Engstlenalp", die wir schon von weitem sehen. Sie liegt in einer weiten Mulde und wird noch heute landwirtschaftlich genutzt. 

Engstlenalp war schon zu alten Zeiten sehr bekannt als Ausgangspunkt für Wanderungen und Bergtouren. Der Baustil des Berghotels erinnert noch an die Zeiten, da man mit Maultieren hier vorbeizog oder Station machte. Wer Zeit hat, sollte unbedingt hier übernachten.

Melchsee-Frutt, vom Aussichtsturm aus
                gesehen
Melchsee-Frutt
Melchsee, links der
                Bonistock
Melchsee, links der Bonistock
Staudamm Tannensee, Blick zur
                Hohmad
Staudamm Tannensee
Tannalp
Tannalp
Abstieg zur Engstligenalp (kitzlige Stelle)
Abstieg zur Engstlenalp

Ab Engstlenalp folgen wir dem historischen Weg Richtung "Jochpass", am Alprestaurant Rossboden vorbei. Das Wandersträsschen ist breit; der Passübergang wird auch gerne von Bikern genutzt; doch zum Glück haben sie auf weiten Teilen eine separate Piste. Gegen Ende des Engstlensees treffen wir mit dem Uferweg zusammen. Im Talende oberhalb vom Engstlensee auf 1899m gibt es einen Wegweiser zur Talstation des Sessellifts. Wir gehen weiter zu Fuss, zusammen mit einer Gruppe von Bikern. Für sie ist wohl mühsamer als für uns, der Weg ist nun steil und steinig; doch teilweise ist für sie eine Zusatzschleife eingebaut. Immer schöner wird die Aussicht, und fast zuoberst sehen wir den Titlis. Auch der Blick zurück über den Engstlensee ins Berner Oberland lohnt sich.

Mitten auf dem Scheitelpunkt des Jochpasses liegt ein kleiner See, der von Gletschermoränen eingefasst ist. Über den Jochpass zogen schon im frühen Mittelalter Saumkolonnen mit Waren vom Kloster Engelberg nach Innertkirchen und dann über den Griespass nach Italien. Auf dem Rückweg brachte man wieder Erzeugnisse aus Italien mit.
Der Wanderweg vom Jochpass führt auf Bergwegen ziemlich steil bergab. Biker haben ihr eigenes Trassee. Immer wieder bleiben wir stehen, um das Bergpanorama zu bewundern.Bergsteiger mit riesien Rucksäcken kommen uns entgegen; nicht weniger als drei Weitwanderrouten führen über den Pass: Die Via Alpina, die Via Sbrinz, der Nidwaldner Höhenweg. Besonders beliebt bleibt unsere Vier-See-Wanderung Melchseee-Frutt - Engelberg.

Unterhalb der Felsen, schon nah beim Trübsee, müssen wir uns entscheiden:

Unsere Route Nr.474 und die Via Alpina kurvt abwärts zum Trübseebach, folgt kurz dem Seeufer und steigt aufwärts zur Mittelstation Trübsee der Titlisbahn. Rechts von der Seilbahnstation steht unser Wegweiser; der Blick auf Engelberg lässt ahnen, dass der Abstieg sehr steil sein wird. Zunächst teppabwärts ins Gelände, führt der Bergweg in engen, gut angelegten Kehen parallel zur Seilbahn talabwärts. Dann kommen wir hinunter zur Gerschnialp und haben eine Stärkung im Restaurant verdient.

Durch Wiesen geht es leicht abwärts in den Gerschniwald, wo ein steiler Pfad auf kürzestem Weg zur Bänklialp hinunter führt (auf halbem Weg trifft man auf ein Strässchen ans gleiche Ziel). Hier kommen wir aus dem Wald, überqueren den Aabach und queren die Ebene unter einer schönen Allee. Bei den ersten Häusern von Engelberg sind wir über zwei Ecken bereits beim Bahnhof.

Am Engstlensee
am Engstlensee
Wanderung Engstlenalp - Jochpass
Blick zum Jochpass
Jochpass, Abstieg zum Trübsee, Blick auf den                Titlis
Jochpass, Titlis
Jochpass
Jochpass
Abstieg vom
                Jochpass zum Trübsee
Abstieg zum Trübsee
Abstieg
                Trübsee-Gerschnialp-Engelberg
Trübsee, Weg nach Engelberg
In Trübsee gibt es verschiedenste Varianten:
  • a) Ab Talstation Jochpasslift: auf dem Strässchen dem See und Spielplätzen entlang, dann rechts von der Kapelle kurz aufwärts zur Trübsee-Mittelstation der Titlisbahn (20min) - Talfahrt nach Engelberg
  • b) Auf gekiestem Seerundweg links um den Trübsee herum ebenfalls zur Trübsee-Mittelstation (ca. 50min)
  • c) Ab Talstation Jochpasslift: Wanderweg via Windegghütte und Unter-Trübsee nach Engelberg (total 2h30, gemütlichere Variante, Via Sbrinz)
  • d) Vier-Seen-Weg 474 und Via Alpina: Trübsee Mittelstation - Gernschnialp - Engelberg (siehe obige Beschreibung, 2h10)

  • Tipp zum Abschluss: Wer mag, spaziert durch den autofreien Dorfkern, an den vielen Läden und einladenden Cafés vorbei zur Klosterkirche, die zu besichtigen sich lohnt

  • Aabach-Uferweg in Engelberg

    Bahnhof Engelberg

    Wegweiser in Engelberg
    Blick über Kloster Engelberg zum Grossen
                  Spannort
    Kloster Engelberg
    Blick über Kloster
                  Engelberg zum Titlis
    Kloster Engelberg, Titlis

    Variante 2-Tagestour

    1.Tag, 3h30
    Melchsee-Frutt 1920m - Bonistock 2168m (1h50) - Chringen 2150m - Tannalp 1974m (1h) - Engstlenalp 1834m (40min)

    Von der Bergstation der Gondelbahn auf der Melchsee-Frutt geht der Weg erst auf dem Strässchen hinauf zum (ehemaligen) Hotel Kurhaus, wechselt dort auf den Wanderweg zur Boni. Es gibt wohl kein interessanteres Gebiet auf Melchsee-Frutt als ein Gang zum Bonistock. Was es da an Blumen, an Gesteinsbildungen, an Karrenfeldern zu sehen gibt, lässt seiner Art suchen. Dabei gilt es diese Landschaft nicht nur zu Durchwandern, sondern vor allem sie mit scharfen Augen zu beschauen und zu betrachten. Man bindet sich nicht an den Wanderweg, vielmehr lässt man sich von einer Wissensneugierde erfassen und auf die nebenanliegenden Flächen leiten. So vergehen die Stunden viel zu schnell und man braucht volle 2 Stunden bis zum Hotel auf der Boni, auch wenn man nur das Wichtigste beschaut und eingehend betrachtet. Das alles ist einmalige Kost für Leib und Seele.

    Auf dem Bonistock (Seilbahnstation) erlebt man eine einmalige Rundsicht auf die umliegende Alpenwelt mit ewigem Schnee und Eis. Vor 15 Tausend Jahren war auch dieses Gebiet in ewig Schnee und Eis eingehüllt und heute ist hier alles wie ein Paradies von Blumen und manigfaltigen Gesteinen. Der Abstieg nach Tannalp geht erst vom Hotel Bonistock in gleicher Höhe auf einem sehr angenehmen Weg zur Chringen und dann allmählich abwärts auf einem Alpweg zur Tannalp.

  • Wegbeschreibung: https://www.melchsee-frutt.com
  • Weiter wie oben zur Engstlenalp (oder Übernachtung auf der Tannalp).

    2. Tag, 4h30
    Engstlenalp 1834m - Jochpass 2208m (1h20) - Trübsee1796m (1h) - Unter-Trübsee 1300m - Engelberg 1000m (2h10)


    Abkürzungsmöglichkeiten: 

     
    Gasthäuser
    Links
    Karten und Bücher
    • 1:60'000 Vierwaldstättersee, Engelberg, Luzern, Schwyz, Kümmerly+Frey, bei-Amazon.de
    • "Wanderungen zu historischen Berghotels - 22 Touren auf den Spuren alpiner Pioniere" (Engstlenalp), 2010, beim Amazon.de
    Wanderungen in der Gegend

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