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Diese Wegbeschreibung stammt nicht von der Wandersite und wird ungeprüft publiziert.
 

Pässewanderung Vals - Innertkirchen

  • Quelle: www.wanderzeit.ch (inaktiv)

Christian B. als Heimwehbündner hat sich vorgenommen, Graubünden zu Fuss zu durchqueren. Im ersten Teil wanderte er von Müstair nach Vals, im zweiten, hier vorgestellten Teil von Vals nach Innertkirchen.
Herzlichen Dank!


1. Teil -
Müstair nach Vals

Ferien machen ist immer wieder etwas Schönes. Fremde Länder und andere Kulturen faszinieren uns, weil sie anders sind. Dabei vergessen wir oft, dass wir selbst in einer der beliebtesten Ferienregion leben.
Wir haben uns deshalb entschieden, eine längere Wanderung im Kanton Graubünden zu unternehmen. Ursprünglich dachten wir, den Kanton in seiner grössten Ausdehnung zu durchqueren. Ganz erreicht haben wir das Ziel nicht, was für uns jedoch mehr ein Ansporn zum Weitermachen als eine Enttäuschung ist. Wir hatten immerhin in elf Tagen etwa 250 km zurückgelegt. Eine Bedingung war, dass wir den ganzen Weg ausschliesslich zu Fuss zurücklegen. Das heisst keine Bahn, keine Autos, kein Zug. Ein schönes Gefühl, so ganz ohne Stress zu reisen!
Gewandert: Sommer 2004
 
 
2. Teil - Vals nach Innertkirchen
Als Fortsetzung unserer Graubünden-Wanderung haben wir uns vorgenommen, dieses Jahr noch weiter nach Westen vorzustossen. 
Eckdaten: Leistungskilometer: 275.1, Streckenkilometer: 144.0, Höhenunterschied (rauf/runter): 8531m / 9161m, Wanderzeit: ca 51 Stunden in 10 Tagen 
Gewandert: Sommer 2006
Gana di Negra, Bild:
                    Bild: www.montagnaticino.com

Etappen



Anreise: Bahn nach Ilanz, (Bahn- und Busfahrplan)
  • Übernachtung im Hotel Rätia, Ilanz, Tel. 081 925 23 93. Sehr günstige, saubere und gute Zimmer; absolut empfehlenswert.
  • Am Morgen des ersten Tages sind wir dann mit dem Postauto von Ilanz nach Vals gefahren und von dort losgelaufen.


Die Etappen:

1. Tag: 6h10, aufwärts 1290m, abwärts 456m
Route: Vals 1250m - Zerfreila 1850m - Canalbrücke - Lampertschalp 1991m - Läntahütte 2090 m

Auf dem gut markierten und einfachen Weg von Vals über Zerfreila, Canalbrücke, Lampertschalp bis zur Läntahütte. Glücklicherweise haben wir es gerade noch vor dem Regen in die wärmende Hütte geschafft. Die Hütte war bis auf den letzten Platz belegt. Die Hundeführergruppe machte es uns leider nicht leicht mit dem einschlafen... Wir entschieden uns deshalb noch einen Tag in der Läntahütte einzulegen.

Gaststätten

  • Vals: https://vals.ch/, Tel. 081 920 70 70, mit Gastroliste
  • Rest. Zevreila, Tel. 081 935 11 66 am Stausee (mit Fahrplan Shuttlebus)
  • Lampertschalp: Alpwirtschaft Lampertschalp (?)
    • "Die schönsten Alpwirtschaften der Schweiz" AT-Verlag, bei
  • Läntahütte, Tel. 081 935 17 13

Links


2. Tag: 3h50, aufwärts 823 m., abwärts 735 m

Route: Läntahütte 2090m - Soredapass 2759m - Capanna Scaradra di Sopra 2173m

Der zweite Tag begann mit einem steilen Aufstieg von der Läntahütte zum Soredapass. Der Abstieg auf der Westseite war jedoch noch steiler und sehr steinig. Es war teilweise kritisch, da sich ohne weiteres Steine lösen und runterstürzen konnten. Da noch andere Gruppen unterwegs waren, mussten wir sehr vorsichtig absteigen. Da wir sehr früh losgingen, schafften wir es, die Capanna Scaradra di Sopra vor dem einsetztenden Regen zu erreichen. Im laufe des Nachmittags bekamen wir dann noch besuch von zwei Deutschen Wanderern, welche ebenfalls in der Läntahütte gestartet waren, aber eigentlich bis Campo Blenio wollten. Sie hatten länger als erwartet und waren vom Regen total durchnässt.

Gaststätten


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3. Tag: 6h10, aufwärts 1114m, abwärts 1422m

Route: Capanna Scaradra di Sopra 2173m - Lago Luzzone 1608m - Campo Blenio 1206m - Capanna Bovarina UTOE 1870m

Am dritten Tag lag Schnee auf den umliegenden Bergen und so beschlossen wir, unseren ursprünglichen Plan zu ändern und anstatt über die Greina zu wandern, direkt zur Capanna Bovarina UTOE zu laufen. Der Weg von der Cap.Scaradra di Sopra über den Lago Luzzone, Campo Blenio war angenehm und gut zu bewältigen. Wieder schafften wir es kurz vor dem Regen in die Bovarina-Hütte.
 

Gaststätten


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4. Tag, 7h45, aufwärts 1013m, abwärts 1488m

Route: Capanna Bovarina 1870m - Passo di Gana Negra 2401m - Lukmanierpass 1914m - Val Medel - Platta 1389m

Gana di Negra, Bild: Bild: www.montagnaticino.comAm Morgen lag etwas Schnee vor der Hütte, und wir mussten abermals unsere Pläne ändern. Ein Anruf in der Capanna Cadlimo - unser geplantes Tagesziel - bestätigte unsere Befürchtungen. Bei der Hütte lag 30 - 40 cm Schnee und der Übergang zum Oberalppass war mit hohen Verwehungen nicht passierbar.

Wir beschlossen deshalb über die Gana Negra zum Lukmanier und von dort Richtung Val Medel zu laufen. Im Laufe des Tages schmolz der Schnee etwas. Trotzdem hatten wir auf der Gana Negra noch ca 15 cm Schnee und waren froh, dass der Übergang keine Schwierikgeiten bot. Die Aussicht war aber traumhaft. Nachdem wir uns auf dem Lukmanierpass gestärkt hatten, liefen wir wie geplant das Val Medel raus bis nach Platta (Hotel dalla Posta). Achtung: es hat zwischen der Passhöhe und Platta keine Übernachtungsmöglichkeiten.

Gaststätten

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5. Tag, 4h35, aufwärts 748m, abwärts 736 m

Route: Platta 1389m - Mompé Medel - Sedrun 1441m

Der Weg von Platta nach Sedrun war einfach und sehr gut markiert. Wir entschieden uns, ein Privatzimmer bei der Familie Estermann zu nehmen. Eine Entscheidung, die sich lohnte! Die herzliche Betreuung und das ausgezeichnete Frühstück werden uns noch lange in Erinnerung bleiben! Am Abend genossen wir zudem das Bogn Sedrun.

Gaststätten

  • Sedrun: B&B Familie Estermann, Via Gonda 16, Tel. 081 949 12 94
  • Sedrun: Restaurant Bahnhofbuffet, Tel. 081 949 14 55 (Mi nachmittag geschl.)
  • Sedrun, diverse Hotels: Gastroliste: https://www.disentis-sedrun.ch, Tel. 081 920 40 30
Links


6. Tag, 4 h, aufwärts 913m, abwärts 273m

Route: Sedrun 1441m - Rueras - Milez 1876m - Oberalppass 2050m

Ein angenehmer Weg durch das Skigebiet von Sedrun/Oberalp. Zuerst folgten wir der Senda Sursilvana was wir jedoch ziemlich schnell wieder sein liessen. Das ständige auf und ab des angeblichen "Höhenwegs" war uns nicht sehr sympatisch und so entschlossen wir uns, die Karte zu lesen und uns genehmere Wege unter die Füsse zu nehmen. Auf dem Oberalp angekommen feierten wir dann unseren Erfolg, quer duch den Kanton Graubünden gewandert zu sein ausgiebig. Wir übernachteten im Hotel Piz Calmot.

Gaststätten

  • Milez: Alpwirtschaft Las Palas,  Tel. 079 542 89 20, geöffnet bei schöner Witterung im Sommer täglich von 10 -18 Uhr (Achtung, Stand 2011)
  • Oberalppass: Gasthaus Piz Calmot, Tel. 058 200 68 30, Zimmer
  • Oberalppass: Rest. Alpsu, Tel. 081 949 11 16

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7. Tag, 3h20, aufwärts 453m, abwärts 1015 m

Fellilücke August 2014, Bild René LutzRoute: Oberalppass 2050m - Fellilücke 2478m - Murmetsbüel 2010m - Treschhütte 1475m

Der steile Aufstieg vom Oberalppass zur Fellilücke war praktisch schneefrei und bereitete uns deshalb wenig Probleme. Der Abstieg auf der Hinterseite jedoch war etwas kritisch. Zwischen den losen Blöcken lag noch viel Schnee, und jeder Tritt erforderte Konzentration. Ab Murmetsbüel war es dann wieder angenehm, und bevor der Regen einsetzte, kamen wir in der gut belegten Treschhütte an.

Gaststätte


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8. Tag, 5h30, aufwärts 964m, abwärts 997 m

Route: Treschhütte 1475m - Wassen 928m - Meiental 1274 m - Färnigen 1455m

Nach einem steilen Abstieg wanderten wir der Reuss entlag das Urserental hinauf bis nach Wassen. Von dort dem gemütlichen Wanderweg entlang ins Meiental bis nach Färnigen. Dort übernachteten wir im Hotel Edelweiss.

Gaststätten

  • Wassen: Hotel Hirschen, Tel. 041 885 11 37
  • Meien: Restaurant Alpenglühn, Tel. 041 885 11 38
  • Färnigen: Hotel Edelweiss, leider geschlossen

Links


9. Tag, 6h15, aufwärts 991m, abwärts 1250 m

Route: Färnigen 1455m - Sustenpass 2259m - Hotel Steingletscher 1863m - Gadmen 1200m

Der Aufstieg über die alte Passstrasse von Färnigen bis zum Sustenpass verlief problemlos. Eine angenehme Steigung und ein gut ausgebauter Weg liessen bei strahlendem Wetter unsere Wanderherzen höher schlagen. Einzig die Markierung ist nicht gerade vorbildlich. Der Abstieg auf der Berner Seite war denn auch besser markiert. Wir übernachteten im Restaurant Bären in Gadmen.

Gaststätten


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10. Tag, 3h15, aufwärts 215m, abwärts 787m

Route:  Gadmen 1200m - Fuhren 1150m - Nessental 925m - Hopflauenen - Innertkirchen 625m

Die letzte Etappe führte uns das Gadmertal hinaus bis nach Innertkirchen.
Wir genossen den Tag und erholten uns von den Strapazen im Hotel Hof und Post. Der Service war ausgezeichnet und die neu eingerichtete Wellness-Oase genau das richtige nach einer Wanderung!

Gaststätten


Links


Rückreise: Postauto Ilanz - Meiringen, Bahn ab Meiringen (Fahrplan).

Tunnel bei Schwendi/Nessental

schöner Wiesenpfad

Hopflauenen mit Stausee

Saumweg bei Hopflauenen

Innertkirchen


Info


Dokumentation

  • "Alpinwandern Graubünden - Weitwandern in 65 Etappen", Donatsch/Meinherz, bei Amazon.de
  • "Das Grosse Wanderbuch Graubünden", David Coulin, AT-Verlag, bei Amazon.de
  • "Hüttentrekking Schweiz - 30 Mehrtagestouren von Hütte zu Hütte", bei Amazon.de
  • Berg-Beizli-Führer: 1230 Bergrestaurants am Höhenweg sind in diesem tollen Verzeichnis beschrieben, mit Öffnungszeiten und zahlreichen Infos (Gastfreundlichkeit, kulinarische Spezialitäten, Übernachtungsmöglichkeit, Telefonnummern)


PS: Wer diesen Trek gewandert ist und seine Erfahrungen weitergeben möchte, melde sich bitte bei: info@wandersite.ch.