Nr.
210
2-Tageswanderung
Region
Zentralschweiz |
Karte
mit
eingezeichneter Route - Webcam
Giswil |
| Schwierigkeit: |
sportlich |
| Einkehrmöglichkeit: |
Stalden,
Chäseren, Stäldili, Flühli |
| Übernachtung: |
Berghotel
Langis |
| Anreise: |
Bahn
nach Sarnen, Postauto Richtung Langis nach Stalden Post |
| Rückreise: |
Postauto
Flühli
- Schüpbach
(oder
im Juli/August über die Panoramastrasse via Sörenberg
nach Giswil/Sarnen)-Fahrplan |
Sarnen/Stalden
- Glaubenberg - Langis - Sewlisee - Flühli LU
Hinweis:
Höhepunkte dieses Übergangs vom Sarnersee ins Entlebuch: viele
blumenreiche Hochmoorlandschaften auf beiden Seiten, Naturschutzgebiete
und ein schöner Natursee. Glaubenberg ist im Winter als Langlaufparadies
bekannt. Für den Aufstieg gibt es Varianten für verschieden trainierte
Wanderer:
|
Sewlisee
|
Aufstiegs-Varianten
a)
5 h: Stalden - Arben - Weidli - Staldimatt - Chäseren - Jänzi
- Egg - Schwendi-Kaltbad - Langis
b)
4 h: Stalden - Arben - Weidli - Wolfsmatt - Egg - Schwendi-Kaltbad - Langis
c)
3 h: Stalden - Arben - Nienenhütte - Hohnegg - Langis
d)
Sarnen - Stalden - Langis mit Postauto
Tipp:
Der erste Tag wird oft als Tagestour gewandert: Postauto Sarnen - Langis
(Autofahrer steigen beim Parkplatz Ei/Sarnen ins Postauto), Wanderung Langis
- Jänzi - Sarnen.
1. Tag: 5 h, aufwärts
1040 m, abwärts 360 m
Route: Stalden
791m - Arbensäge 1025m (0.40 h) - Weidli 1070m (0.15 h) - Staldimatt
1200m - (0.30 h) Chäseren 1538m (1.20 h) - Jänzi 1737m (0.35
h) - Egg 1611m (0.30 h) - Schwendi-Kaltbad 1440m (1 h) - Langis 1432 m
(0.10 h)
-
Hinweis:
Viele der verstreuten Bauernhäusern sind mit Teersträsschen erschlossen,
sodass bei allen Varianten einzelne Hartbelagstrecken in Kauf genommen
werden müssen. Steile Aufstiege.
In Stalden
lohnt sich der Besuch der Kirche bei der Postautohaltestelle. Im Hotel
Schwanderhof nebenan können wir uns stärken.
-
Hinweis:
Um den Teerstrassen auszuweichen und möglichst viel im Schatten zu
wandern, folgten wir zu Beginn dem Wegweiser "Langis", der zwar bis zum
Rufitobel ebenfalls Hartbelag aufweist, dann aber auf schönen schattigen
Pfaden rechts und dann links dem Bach entlang bergauf führt.
Ab Arbensäge,
einer alten Mühle, folgen wir dem Wegweiser "Jänzi". Leider ist
der in der Karte eingezeichnete Weg dem Waldrand entlang nicht mehr passierbar,
da die Umzäunung einer Pferdekoppel so gebaut wurde, dass für
einen Trampelpfad zwischen Hag und Waldrand kein Platz mehr bleibt. Schade!
Wir umgehen den Pferdehof auf einem Teersträsschen in einer langgezogenen
Rechtskurve und kommen via Arben zum Weidli hinauf, wo sich der
Weg verzweigt (siehe auch Variante b). Wir wollen nach Jänzi
und folgen den etwas verblichenen Markierungen direkt bergauf durch die
Wiesen; steil gehts dann zur Staldimatt hoch.
-
Variante:
nach rechts in einem weiten Bogen, aber weniger steil, könnten wir
auf der neugebauten geteerten Zufahrt ebenfalls zur Staldimatt gelangen.
Ab Staldimatt
ist an den Wegen nichts mehr auszusetzen. Wir wandern durch Kuhweiden steil
bergauf, durchqueren ein Waldstück und folgen dem Weg halblinks zu
einem ersten ausgedehnten Hochmoor. Es würde sich lohnen, barfuss
zu gehen. Gut auf die Markierungspfosten achten! Weitere Waldlichtungen
mit Hochmooren folgen. Bei der schön gelegenen Alp
Chäseren geniessen wir ein Glas kühle Milch.
Noch
200 Höhenmeter durch Wiesen und Wald bergauf, und wir befinden uns
auf Jänzi, dem höchsten Punkt des heutigen Tages. Grandioser
Rundblick vom Pilatus über den Vierwaldstätter- und Sarnersee
bis in die Berner Alpen. Nun folgt ein genussvoller Abstieg auf einem kürzlich
sanierten Weg von seltener Schönheit: abwechslungsreich, durch Moorwiesen
und lichten Wald voller Heidelbeerstauden, teilweise auf Holzpfählen,
teils federnd wie auf einem Teppich, dann vorsichtig über die vielen
Wurzeln steigend, wandern wir bergab.
Unvermittelt
taucht die
Egghütte auf, eine Schutzhütte mit Cheminée
und Nachtlager.
Beim
Waldausgang steht ein Brunnen mit Quellwasser. Die letzten 30 Minuten bergab
und dann dem Bach entlang sind ein eigentliches Kinderparadies: unzählige
Brücklein, Picknickplätze, Feuerstellen gibt es hier - viele
Familien haben sich für den Nachmittag häuslich eingerichtet.
Beim Bergrestaurant
Schwendi-Kaltbad
herrscht reger Betrieb, und
es wäre schade, hier nicht einzukehren. Berühmt sind die Älplermagronen
und das Fleisch vom Holzgrill. Auf einem alten Saumpfad erreichen wir Langis
an der Glaubenberg-Passstrasse.
2. Tag: 4.40 h,
aufwärts 360 m, abwärts 910 m
Route: Langis
1432m - Glaubenbergpass 1502m (0.30 h) - Seewenegg 1749m - Ober Sewen
1717m (1 h) - Restaurant Stäldili 1373m (1.10 h) - Holzhackwald -
Eggli - Schwefelquelle 1020m - Chragen 1002m (1.20 h) - Schwandalp 1006m
- Flühli 884m (0.40 h)
Hinweise:
-
2001 wurde
die Region Entlebuch von der UNESCO in die Liste der Biosphärenreservate
aufgenommen.
-
Auf den
Brunnen unterwegs steht "kein Trinkwasser".
-
Auskunft
über Schiessbetrieb: Tel. 041 676 72 00.
Für
die ersten 2 km des heutigen Tages müssen wir mit der Glaubenberg-Passstrasse,
die als Töffstrecke beliebt ist, vorlieb nehmen. Wir kommen bei einer
Armee-Unterkunft vorbei und erfahren, dass unser Zielgebiet wegen Schiessbetrieb
gesperrt ist. Man versichert uns jedoch, den Weg freizuhalten. So werden
wir von einem Wachposten zum andern weiter gemeldet, bis wir das Gebiet
verlassen haben. Kurz vor der Glaubenberg-Passhöhe kann man
links vom Bauernhaus die alte Saumstrecke als Abkürzung benützen.
Ca. 250 m nach der Einmündung in das Strässchen zur Seewenegg
zweigt rechts über die Weiden eine weitere Abkürzung ab. Wir
müssen aus Sicherheitsgründen auf dem Strässchen bleiben,
das bis zur Einmündung der Abkürzung geteert ist. 10 Minuten
später stehen wir auf der Sewenegg und geniessen die schöne
Aussicht ins Entlebuch mit der imposanten Schrattenflue.
Nun
wandern wir rechts dem Hang entlang nach Ober Sewen, einem wunderschönen
Punkt mit Kapelle und Blick auf den idyllischen Sewensee (Badeverbot,
Naturschutzgebiet) und den Schneebergen im Hintergrund. Es folgt ein schöner
Bergpfad bergab; gut auf die Markierungen achten!
-
Variante:
Wer Lust auf kühle Milch hat, wählt kurz vor der Alp Fürstein
die rechte Spur, die der Höhenkurve entlang zur Alp führt.
Auf Kies-
und Waldwegen gelangen wir zur
Alpwirtschaft Stäldili, mit
erstaunlich vielseitiger Küche, wo wir uns stärken können.
Kurz
nach dem Restaurant zweigt rechts der Weg ab zum Chragen, unserem nächsten
Ziel. 250 m später wählen wir die Route links via Eggli/Chessiloch;
sie ist kürzer und schattig, aber steil und wild und ist abwärts
nur bei trockenem Wetter und nicht für kleinere Kinder zu empfehlen.
Rechts sehen wir die wilde Schlucht vom Seebenbach mit dem berühmten
Chessiloch. Nach der Hängebrücke lohnt sich ein 10-minütiger
Abstecher zu diesem imposanten Wasserfall.
Nun
kommen wir zur Schwefelquelle, ein gemütlicher Picknickplatz am Glasereipfad.
Tafeln beschreiben, wie hier früher Glas geschmolzen wurde. Beim Chragen
stehen Reste eines Schmelzofens. Kurze Zeit später zeigt ein Wegweiser
zwei
Varianten nach Flühli:
-
0.30 h:
Auf dem geteerten Strässchen (1 km) zur Hauptstrasse (Postautohaltestelle
"Hüttlenen"). Dort auf dem Uferweg der Waldemme entlang nach Flühli
Post
-
0.40 h:
Rechts kurz bergauf zu einem Bauernhof, dann ein eher mühsamer Kuhpfad
der Höhenkurve entlang zur Schwandalp, wo kurz nach dem Gebäude
ein Teersträsschen nach Flühli hinunter führt.
Auf
der Schwandalp befindet sich am Schwandalpweiher "eine der grössten
und schönsten Kneippanlagen
der Schweiz" (kostenpflichtig).
Unter
schattigen Kastanienbäumen im Gartenrestaurant des "Kurhaus Flühli"
lässt sich gemütlich aufs Postauto warten.
Gewandert:
Juni 2002.
| Gasthäuser |
-
Stalden:
Hotel
Schwanderhof, Tel. 041 666 59 69, Mo/Di geschl.
-
Schwendi-Kaltbad,
Restaurant, Tel. 041 675 21 41, Touristenlager, Mo geschl.
-
Langis:
Berghotel Langis, Tel. 041 675 10 68
-
Stäldili:
Alpwirtschaft Stäldili, Tel. 041 488 11 92, Zimmer + Lager
-
Flühli: Kurhaus Flühli,
historisches Hotel (Jugendstil), Pächterwechsel pendent
-
Gastroliste
Biosphäre Entlebuch
|
| Links |
|
| Karten und
Bücher |
-
1:50'000
Blatt 245 T Stans
-
1:25'000
Sörenberg-Flühli
-
Online-Panoramakarte
Sarnersee
- Lungernsee - Brünig
-
Digitale
Karten:
-
"Gratwegs
ins Entlebuch, Wanderungen im ersten Biosphärenreservat der Schweiz",
Rotpunktverlag, aktualisiert im Wanderweb.ch
(Amazon.de).
-
"Wanderungen zu historischen
Berghotels - 22 Touren auf den Spuren alpiner Pioniere", 2010,
beim Werdverlag
|
| Wanderungen
in der Gegend |
|
Bei der Wandersite
findet man nicht nur Wegbeschreibungen und Links dazu, sondern auch Adressen
und Telefonnummern der Gasthäuser unterwegs. Es liegt in der Natur
der Sache, dass solche Informationen veralten. Hier werden Besucher um
Verständnis und aktive Mitarbeit gebeten - Nachwanderer werden es
Ihnen danken. Aktualisierungen oder eigene Wandertipps nimmt gerne entgegen:
info@wandersite.ch