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Malcantone: Sentiero del Castagno - KastanienwegHinweise: Zwischen dem Gipfel des Monte Lema (1620 m) und dem Luganersee liegen die Täler des Malcantone. Das besonders angenehme Klima und die üppige Vegetation laden zu dieser schönen Wanderung ein. Arosio ist das höchstgelegene Dorf im Malcantone mit schöner Aussicht ins Val Colla, auf die Bucht von Agno und nach Lugano. |
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Bei der Bushaltestelle von Arosio muss man sich entscheiden, ob man zuerst das Grotto Sgambade besuchen will (wo der eigentliche Sentiero del Castagno seinen Anfang nimmt), oder ob man dieses Stück allenfalls für den Schluss aufsparen will. Autofahrer können ihren Wagen beim Grotto parkieren.Teil a)
Teil
b)
Von der Bushaltestelle "Arosio
Bassa", wo das Strässchen vom Grotto Sgambada in die Hauptstrasse
einmündet, gehen wir 100 m nach links (Telefonkabine). Für umgekehrt
Wandernde zeigt links ein unscheinbarer Pfeil nach "Mugena/Caroggio" -
von dort her werden wir zurückkommen. Wir aber steigen nach rechts
durch die Gassen von Arosio zur Kirche San Michele hinauf.
Sie thront hoch über Arosio, mit herrlichem Blick über das obere
Malcantone und die Caroggio-Ebene. Die Eingangstüre der Kirche ist
aus Kastanienholz gefertigt; eine Besichtigung lohnt sich. Speziell ist
auch die Sonnenuhr aus dem Jahre 1664.
Nun ebenaus zum Dorfausgang; das "Ristorante S.Michele" lassen rechts liegen lassend, den Wegweisern "Sentiero del Castagno" Richtung "Mugena" folgend. Der Hangweg führt durch einen gepflegten Kastanienhain und senkt sich beim Friedhof von Mugena zur Strasse hinunter. Links an der Strasse befindet sich das Albergo il Castagno. Unsere Route führt nach rechts, quer durch die verwinkelten Gassen von Mugena. Beim Dorfausgang gehts wieder kurz zur Strasse hinunter. 100 m nach der Ortstafel zweigt unser Sentiero halbrechts ab.
Es folgt der wohl schönste Teil der Route. In abwechslungsreichem Auf und Ab führen die Naturpfade durch ausgedehnte Kastanienwälder, vorbei an Weihern, Bächen, Schautafeln und Aussichtspunkten. Zuerst folgen wir dem Lauf der Magliasina, die wir bei einem künstlichen Weiher (Löschwasser-Reservoir) überqueren. Idyllischer Picknickplatz mit Feuerstelle.
Durch lichten Kastanienwald kurvt der Weg auf einen Hügel, von wo man einen wunderbaren Blick ins Tal geniesst. Rechts kurvt der schmale Pfad steil bergab ins Val Firinescio. Dem Bachlauf entlang gehen wir talaufwärts bis zur Brücke. Am Gegenhang beginnt nach einem kurzen Aufstieg ein bequemer Weg talauswärts. Viele Einheimische sind am Lesen der Kastanien, die zahlreich am Boden liegen. Wir kommen an einem Köhlerplatz vorbei, wo gezeigt wird, wie früher aus Kastanienholz Holzkohle gefertigt wurde. Gegenüber sieht man die hübschen Dorfer von Mugena und Arosio.
Der Weg wird breiter und macht beim Waldparkplatz oberhalb Vezio eine Spitzkehre. In weiten Kehren schraubt sich der Weg den Waldhang hinauf. Nach einer Viertelstunde haben wir die Höhe erreicht. Ebenaus gelangen wir zu den obersten Häusern von Fescoggia. Im Dorfzentrum gehts nach links zur Strasse hinunter (der Sentiero del Castagno macht eine unnötige Spitzkehre zum Parkplatz am oberen Dorfausgang - wohl für jene, die dort mit der Route beginnen).
Am unteren Dorfrand von Fescoggia gehts 100 m nach links, der Fahrstrasse entlang. Beim Wegweiser folgen wir dem Teersträsschen bergab durch den Wald; nach 7 Minuten treffen wir auf den Wegweiser "Breno" (siehe Strada Verde), den wir ignorieren. Für uns heisst es "weiter bergab"; für kurze Minuten auf Naturbelag. Unten auf der Ebene teilt sich der Weg erneut; eine sehr schöne Variante ist der Weg zum "Ponte di Vella" (und weiter nach Cademario, Miglieglia oder Novaggio; siehe 2-Tageswanderung Nr.19). Für unseren "Sentiero del Castagno" aber halten wir die Richtung.
Der Belag wechselt wieder auf Teer und führt bei unterhalb Vezio nach rechts zur Brücke (Ponté) über den Magliasino-Bach. Kurz vor Caroggio macht der Weg eine Spitzkehre nach links und führt wieder bergauf zum unteren Dorfrand von Mugena, immer mit Blick auf die vielen Kastanienbäume. Für 10 Minuten geniessen wir weichen Waldboden, bevor das Strässchen an einer Weide vorbei nach Arosio hinauf kurvt.
Rückmeldung G.J., Juli 05:
"Vielen Dank für den Tipp dieser tollen Wanderung. 3/4 davon sind wunderbar, nur das letzte Stück von Fescoggia zurück nach Arosio ist aus meiner Sicht gar nicht empfehlenswert, da man fast ausschliesslich auf geteerten Strassen wandern muss. Wir hatten noch das Pech, dass am Tag unserer Wanderung die Sonne unerbärmlich auf uns nieder brannte! Ich empfehle dies im Beschrieb zu vermerken. Wenn wir es gewusst hätten, wären wir bis Fescoggia gewandert und dann auf demselben Weg wieder zurück marschiert.
| Strada Verde
Route: Arosio 830m - Mugena 810m - Fescoggia 840m - Breno 803m - Tortolgio - Miglieglia 738 m - Astano 638 m, total 4 h (Wegweiser 3.30 h zu knapp) Das Teerstück Fescoggia - Arosio kann man vermeiden, wenn man nicht zum Ausgangspunkt zurückgeht, sondern weiter am Fusse des Monte Lema entlang nach Astano wandert. |
| Die Einwohner des Malcantone
lebten während Jahrhunderten von der Kastanie. Die Kastanienkultur
wurde vor 2000 Jahren von den Römern eingeführt und hat die natürliche
Vegetation verdrängt, allerdings nur dank pfleglicher Anstrengungen.
Der gegenwärtige Zustand vieler Kastanienhaine und - Wälder zeigt
deutlich, dass ohne menschliche Beihilfe die Kastanie leicht von andern
Laubbäumen verdrängt wird. Auf dem Sentiero del Castagno wurden
ca. 100 ha der Haine wieder in den Originalzustand versetzt - verbunden
mit der Förderung der Vermarktung der Produkte. Der aussichtsreiche
und perfekt in die Landschaft eingebettete "Kastanienweg" führt den
Wanderer durch diese Zeugen vergangener Zeiten. Der Pfad ist zusätzlich
zur gelben Markierung mit dem Symbol der Kastanie ergänzt.
Quelle: http://www.ticino.ch |
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