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Nr. 512a
Tageswanderung Glarus
Klöntalersee
Webcam Rhodannerberg
Schwierigkeit: leicht, T1. Gesicherte, steil abfallende Uferwege erfordern Vorsicht und Trittsicherheit
Einkehrmöglichkeit: siehe Liste
Anreise: Bahn über Ziegelbrücke nach Glarus,
Postauto von Glarus nach "Klöntal Rhodannerberg"

Achtung, Postauto fährt nur vom Juni - Oktober. Parkplätze vorhanden.
Postautohaltestellen in Klöntal Rhodannerberg, Plätz, Vorauen, Schwändili und Richisau
Rückreise: Bus ab "Klöntal Plätz" oder "Klöntal Richisau" nach Glarus  -Fahrplan
SchweizMobilPlus-Karte
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Klöntalersee,
                schönes Plätzchen am UferwegUferwanderung am Klöntalersee - mit Verlängerung bis Richisau

Diese Wanderung der Via Suworow Nr.55 entlang lässt sich nach Wunsch kombinieren - ideal auch für gemischt Wanderfreudige.
Im ersten Teil wandert man dem schattigen Ufer des Klöntalersees entlang, nimmt am Ende des Sees in einem der Restaurants das Mittagessen ein und wandert am Nachmittag nach Richisau hinauf - oder verbringt ihn badend am See.

a) Uferweg Klöntalersee: Rhodannerberg - Plätz im Hinterklöntal

Gewandert: Okt.2011 und Mitte Juni 2016

2h10, auf- und abwärts je 70m (leicht, T1, Trittsicherheit)
Bushaltestelle und Restaurant Rhodannerberg 851m - Campingplatz Güntlenau - Picknickplatz (30min) - Bärentritt (30min) - Weisse Brünnen (25min) - Stiegelbrücke (40min) - Plätz in Hinterklöntal am Ende des Sees 853m (5min)

Nach einer Kaffeepause im Restaurant Rhodannerberg (neben der Bushaltestelle) queren wir den Naturstaudamm. Der Stausee ist 1908 nach einem Bergsturz entstanden. Bei der seltsamen Konstruktion im See, wohin ein Steg führt, handelt es sich um den Überlauf bei allfälligem Hochwasser. Wir folgen der Strasse zum Campingplatz Güntlenau am Südufer. Eine Viertelstunde später treffen wir auf ein Toilettenhäuschen; rechts davon in der idyllischen Waldlichtung am Seeufer befindet sich ein kleiner Picknickplatz. Direkt über unsern Köpfen throhnt der Glärnisch mit dem berühmten Vrenelisgärtli - es ist aber aus der Nähe nicht zu sehen.

Nach der Brücke über den Darlibach endet der breite Weg. Wer Lust hat, kann das nahe Denkmal des Zürcher Dichters und Malers Salomon Gessner besuchen. Uns fasziniert der Uferweg, der nun balkonmässig zwischen hohen Felsen und dem See verläuft. Der Weg ist problemlos zu gehen, ab und zu mit Wurzeln oder Steinen durchmischt, und an abschüssigen Stellen sind am Fels Halteseile montiert. Stolpern sollte man allerdings auf keinen Fall!

beschädigtes Bachbett, Mitte Juni 2016Das nächste Bachbett wurde wohl durch Schnee- oder Schlammlawinen arg beschädigt. Zuerst hüpfen wir von Stein zu Stein ans andere Ufer, dann suchen wir uns einen eigenen Weg aus dem Bachbett; die jährliche Wiederherstellung ist wohl eine Sisyphusarbeit für die Wegbauer! Von den Felsen rauscht ein hoher Wasserfall; er ist nicht der einzige nach den letzten heftigen Regenfällen.

Bärentritt am
              KlöntalerseeBald kommen wir zum Bärentritt, einer Engstelle, wo der Weg aus den Felsen herausgehauen wurde. Bei Kämpfen zwischen Suworow und Napoleon's Armeen - wir sind ja heute auf dem Suworov-Weg - sollen hier mehrere hundert Soldaten ums Leben gekommen sein. Die Legende, wonach auch Suworows Kriegskasse im Klöntalersee liege, regt zu Fantasien an. Vom Ruhebänklein an bester Aussichtslage sieht man besonders schön, wie sich an ruhigen Tagen die Berge im See spiegeln.

Die Dunggellaui ist das nächste ausgelaugte Bachbett, das zu durchqueren ist. Der Uferwald ist mit einer dicken Steinschicht überzogent - auch hier werden die Wegbauer noch einiges zu flicken haben. Nach einem moosigen Birkenwäldchen führt der Weg nochmals balkonmässig an der steilen Felswand entlang;  er ist auch hier mit Seilen gesichert. Toller Blick auf den See und die Berge!

Bei den Weissen Brünnen hat sich der Bach ein breites Delta geschaffen. Nach der Bachüberquerung staunen wir über den imposanten Wasserfall. Ob er im Sommer auch zu sehen ist? Die Fortsetzung des Wegs findet man am Waldrand leicht schräg aufwärts.

Das nächste Wegstück zeigt sich mal lieblich am lichten, blumenreichen Uferweg, mal düster im schattigen, feuchten Auenwald, der unter Naturschutz steht. Wir nähern uns dem Mündungsgebiet der Klön. Durch offenes Weidegebiet erreichen wir die Steppelbrücke, wo sich die Wege teilen. Unser Ziel ist das Restaurant Plätz im Hinterklöntal, wo wir Mittagspause machen.

Für Flanierer: Das Restaurant Vorauen steht 5 Minuten entfert in der Nähe des Seeufers, und auf halbem Weg kommt man links über einen Holzstelzenweg zu einer hübschen Kapelle. Am See gibt es den Campingplatz Vorauen mit Kiosk und Bootsvermietung.


Rhodannerberg, Klöntalersee und Glärnisch
Rhodannerberg, Glärnisch

Herbststimmung am Klöntalersee
am
                  Klöntalersee
"Balkonweg" am Klöntalersee
Wasserfall am Delta Weisse Brünnen, Juni 2016
Wasserfall
Gasthaus
                  Klöntal
Gasthaus Klöntal, Plätz
Wegweiser Plätz, Hinterklöntal
Hinterkllöntal Plätz

b) Aufstieg Hinterklöntal - Richisau

1h20, aufwärts 310m, abwärts 60m (sportlich, T2)
Plätz, Hinterklöntal 853m - Schwändeli 1030m (35min) - Moos 1090m (15min) - Vorder Richisau 1102m (30min), Postauto-Endstation und Gasthaus Richisau

Neben der Gartenterrasse des Gasthauses Klöntel in Plätz steht der Wegweiser, der uns wiesenaufwärts zur Pragelpassstrasse führt. Ihr folgen wir 600m und verlassen sie vor einem Stall (Pfeil nach rechts, bei der Ruhebank nach links). Schöner Wiesenweg durch die Weiden, meistens einem Elektrozaun entlang. Einmal queren wir die Strasse und steigen zur Haltestelle "Schwändeli" hinauf. Ein Feldweg Richtung "Richisau" zweigt dort rechts ab und kurvt zum Wald hinauf. Beim Wegweiser Moos verzweigen sich die Wege - unsere Route zweigt links ab.

Durch feuchten, moosigen Wald kommen wir in die Nähe eines Bachs. Ein frisch gemähter Wiesenweg mit üppiger Flora führt uns ein Stück aufwärts, wo das wilde Tobel auf einem Steg überquert wird. Die folgende Abrissstelle ist mit Brettern und Geländer gesichert. Sanft gehts abwärts, und kurz vor der Brücke kommen wir zur Strasse hinunter. Ihr folgen wir nochmals 300m Richtung "Pragelpass" bis zum Hotel-Restaurant Richisau. Auf der schönen Gartenterrasse lässt sich gut auf's Postauto warten.

Klöntal, Aufstieg nach Richisau
oberhalb Schwändeli
Wegverzweigung Moos
Wegverzweigung "Moos"
Flockenblumen
Aufstieg in ein Tobel
Abrissstelle mit Geländer
Abrissstelle mit Geländer
Gasthaus Richisau
Gasthaus Richisau

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Verlängerungsmöglichkeiten und Varianten:

a) ab Plätz Hinterklöntal über Chlüstalden nach Vorder Richisau, 2h, aufwärts 350m, abwärts 100m
Plätz Hinterklöntal 853m - Rossmattertal (Richtung "Chäseren") bis Chlüstalden 1063m (auch "Klönstalden") - Siechenloch - Timmerwald - Vorder Richisau 1102m
b) Abstieg Rhodannerweg - Glarus, 1h, abwärts 380m, Löntsch-Uferweg bis Riedern:
Rhodannerberg 851m - Staldengarten - Riedern 530m (Postautohaltestelle) - Glarus Bahnhof 472m.
c) Aufstieg Netstal - Rhodannerberg, 2h, aufwärts 390m, Löntsch-Uferweg:
"Von Netstal dem Lönsch entlang führt der Weg vorerst über Wiesen in einen lichten Wald. Der Abstecher zum „Chohlgrüäbli“, der neu erstellten Brücke über dem weiter unten gelegenen Tobel des Löntsches und zur Bogenbrücke des oberen Löntschtobels sollte man sich nicht entgehen lassen. Der Tiefblick lässt einen schaudern und erahnen, welch grosse Macht Wasser hat. Der bequem angelegte Wanderweg führt über kleine Brücken und Stege, über Stock und Stein, immer vom Gemurmel des Wassers begleitet, hinauf zum idyllisch gelegenen Klöntalersee." Auszug aus der Wegbeschreibung der Glarner Wanderwege
d) Abstieg nach Glarus über Schwammhöchi, 1h40, aufwärts 250m, abwärts 630m:
Rhodannerberg 851m - Fussweg (Abkürzungen) Schwammhöchi 1100m (40min) - Vordersagg - Untersagg - Bleiche - Glarus (1 h, davon die Hälfte asphaltiert).
Richisau - Klöntalersee - Schwammhöchi - Glarus: http://www.wanderweb.ch
e) Aufstieg von Glarus her via Schwammhöchi, 2h15 (Auszug aus der Wegbeschreibung "Einsatzwoche 2001 Kantonsschule Glarus"):
"Wenn man am Bahnhof in Glarus angekommen ist, marschiert man durch das gemütliche Städtchen, bis zur neu renovierten Stadkirche. Man spaziert am Friedhof entlang, immer der Bleichestrasse nach. Wenige Minuten später wird eine Kreuzung im Kalkbühl erreicht. Der steile Kiesweg Richtung Schwammhöhe führt über eine grosse Wiese, die „Untersagg“ genannt wird, in einen Wald. Die Steigung des Weges nimmt stark zu, doch das bemerkt man kaum, da man immer wieder an beeindruckenden Aussichtspunkten vorbeikommt. Nach einer 20minütigen Anstrengung, kann man sich etwa 5 Minuten an einem flachen Waldweg erfreuen. Dann kommt man an einem Wegweiser vorbei. Er befindet sich auf einer Alp und man kann eine typische Alphütte sehen. Von dort aus gibt es mehrere Möglichkeiten, auf die Schwammhöhe zu gelangen. Man kann auf der Teerstrasse, die wenig befahren ist, bergauf gehen. Oder es gibt auch die Variante, den Wanderweg zu benutzen, der neben der Teerstrasse verläuft.Wenn man diesen Wegen folgt, erspäht man nach etwa 30 Gehminuten eine grosse Weidfläche, die von den hohen Bergen gesäumt ist und die im Sommer von Kühen bewohnt wird. Dort befindet sich ein weiterer Wegweiser, der zum Berghaus Schwammhöhe oder ins wunderschöne Klöntal an den See führt. Wir machten noch einen Abstecher ins Berghaus, von dem man eine hervorragende Aussicht auf den, im Sommer tiefblauen, Klöntalersee geniessen kann."
Glarus - Saggberg - Schwammhöhe - Klöntalersee - Güntlenau - Bärentritt – Hinteres Seeende/Plätz, 4h30: Wanderkolumne Tagesanzeiger 7.8.09
f) 2-Seenwanderung Obersee - Lachengrat 1814m - Schwändeli - Hinterklöntal, siehe Wanderung Nr. 497

Gasthäuser
Links
Karten und Bücher
  • "Glarner Überschreitungen", F.Meienberg; bei Amazon.de; Aktualisierungen im Wanderweb
  • Muotathal - Pragelpass - Richisau, in "Zu Fuss - In 52 Wanderungen durchs Jahr", Thomas Widmer , bei Amazon.de
  • "Magische Schweiz", Wanderungen zu Orten der Kraft - 24 ausgewählte Routen (Klöntalersee), bei-Amazon.de
  • "Naturschönheiten erwandern", 28 Touren zu Wundern der Natur in der Schweiz (Klöntal - Richisau), Amazon.de
  • "Das grosse Wanderbuch Glarnerland", AT-Verlag bei Amazon.de
  • Wandern mit Kindern: Bücher und Links
Wanderungen in der Gegend

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