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W41
Winterwanderung
Engadin
Karte     Webcam Scuol
Schwierigkeit: leicht - sportlich, je nach Variante
Einkehrmöglichkeit: Lavin, Guarda, Ardez, Ftan
Anreise: Bahn nach Lavin -(Fahrplan)
Rückreise: Bus Ftan - Scuol

 
 
 

 

Lavin - Guarda - Ftan

Hinweise:
  • Wanderung von Dorf zu Dorf auf der Sonnenseite des Unterengadins. Je nach Schneeverhältnissen kann die Tour abgeändert, verkürzt oder bis zu einer 3-Tagestour verlängert werden.
  • Die Strecke zwischen Lavin und Guarda kann bei Lawinengefahr gesperrt sein. Vor der Wanderung unbedingt Infos einholen, ob die Wege geöffnet sind: /http://www.engadin.com, Tel. 081 861 22 22
  • Sämtliche Dörfer sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln erschlossen.

  • Gewandert: März 2005
Pistenplan
Pistenplan Ftan-Scuol
4h15, aufwärts 510m, abwärts 260m
Route: Lavin 1432m - Guarda 1653 m (1h15) - Bos-cha 1664m (20min) - Ardez 1560m (1 h) - Ruine Chanua 1620m (20min) - Ftan 1684m (1h20)


Die Tafel beim Stationsgebäude von Lavin weist nur auf den lila markierten Winterwanderweg Lavin - Susch hin. Für unseren Weg von Lavin nach Ftan müssen wir uns mit den Sommer-Wegweisern begnügen. Der Weg ist zwar im Winter bestens präpariert, doch ist er zwischen Lavin und Guarda nicht lawinensicher - es wird dann auch davor gewarnt, den Weg nach links oder rechts zu verlassen. Nach einer schneearmen Kälteperiode ist keine Gefahr in Sicht, und so nehmen wir die Wanderung in Angriff.

Bei der Station Lavin wenden wir uns Richtung "Scuol", unterqueren die Bahngeleise und steigen auf dem schneebedeckten Natursträsschen stetig leicht bergauf. Sämtliche Abzweigungen links und rechts nicht beachten und immer den Wegweisern "Guarda" folgen! Wir befinden uns auf dem "Senda culturale", einem kulturellen Weitwanderweg, der historischen Handelsroute folgend, der die Bergdörfer miteinander verband. Einige vereiste Stellen erfordern vorsichtiges Gehen. Nach 20 Minuten kommen wir an den "Ruinas da Gonda" vorbei, eine im 17.Jh. aufgegebene Siedlung - zu gefährlich war wohl der Ort im Winter. Gekrümmte Birken und Erlen sind Zeugen der Lawinenniedergänge.

Nach einer Stunde erreichen wir die Fahrstrasse mit dem öffentlichen Parkplatz für Guarda (inkl. WC-Anlage). Ein schmaler Pfad oberhalb der Strassenmauer neigt sich vor dem Ortseingang zur Strasse hinunter. Wir gehen geradeaus und gelangen auf der gepflästerten Dorfstrasse ins viel besuchte und fotografierte Bilderbuchdorf Guarda hinein. Beim Hotel Meisser warten Trekking-Lamas auf die Gäste. Wir kommen am Hotel Piz Buin vorbei und folgen abwechslungsweise dem teilweise aperen Teersträsschen und dem Trampelpfad parallel dazu.

Kurz nach Bos-cha bei der alten Mühle sind zwei Wegvarianten Richtung "Ardez" angezeigt:


b) Kein offizieller Winterwanderweg: Uns reizt der gespurte Trampelpfad, und so gehen wir nach links in den Wald hinein; nach 100m verzweigen sich die Wege, wir drehen nach rechts, leicht aufwärts durch den lichten Wald bis zum Aussichtsbänklein auf 1700m. Nun folgt eine heikle Passage in ein Tobel hinein; entgegenkommende Wanderer sind nicht begeistert. Das stete Auf und Ab, ein paar Treppen, schmale, teilweise vereisten Stellen erfordern grosse Sorgfalt - wir sind froh um unsere Schuhkrallen. Nach 10 Minuten bei einem weiteren Aussichtsbänklein treten wir aus dem Wald und aus der Gefahrenzone; es sei denn, bei der nachfolgenden Hangquerung herrsche Schneerutschgefahr - bei warmen Temperaturen kann auch hier Gefahr lauern. Auf einer Tafel steht, dass auf dem soeben begangenen Weg Eissturzgefahr herrsche und die Begehung auf eigene Gefahr erfolge.

Wir folgen für 5 Minuten der Via Engiadina, die dann links ins Val Valmala abzweigt. Unser Weg senkt sich leicht - wir befinden uns rund 100 Höhenmeter oberhalb Ardez, das wir nun erblicken. Hier mündet auch der breite gewalzte Weg von der unteren Route in unsere Route ein.

Wir bleiben auf der "Senda culturale", die uns an der Ruine Chanua (9.Jh) vorbeiführt. Weiter folgen wir den gelben Wegweisern "Ftan"; auf romantischen Pfaden gehts durch den Wald und langsam zur Strasse hinunter. Ihr folgen wir 10 Minuten bis zur Brücke, wo wir bei guten Bedingungen wiederum dem gelben Wegweiser folgen können. Allerdings sind diese Wege nicht präpariert, sondern nur von Einheimischen gerne begangen und deshalb oft machbar.
Auf dem Trampelpfad gehts von der Brücke rund 200m dem Bach entlang talaufwärts, dann scharf nach rechts. Wenn er gut gespurt ist, folgt nun eine schöne Strecke durch den Wald.
Nach 20 Minuten kommen wir aus dem Wald und haben wiederum die Wahl: Ist die Fortsetzung des Pfades vereist, können wir zur Strasse hinunter wechseln. Der obere Weg führt durch ein Waldstück zur Hochebene von Ftan. Langlaufloipen säumen den Weg, und ebenen Weges gelangen wir zur Strasse beim Dorfeingang.

Wir überqueren die Strasse nach rechts in den Wald hinein, von wo ein gewalzter Fussweg in einer Kurve am Hotel Paradies und der alten Mühle vorbei und leicht aufwärts zur Kirche von Ftan führt. Links abwärts gehts zur nahen Postautohaltestelle an der Hauptstrasse, gleich neben dem Hotel Engiadina.

Wer einen zweiten Tag anhängen will, hat ab Ftan verschiedene Möglichkeiten:


Tipp für 3-Tages-Winterwanderung im Unterengadin


Winterwandern ohne Gepäck auf der Via Engiadina:


 
Gasthäuser
Links
Karten und Bücher
  • "Snowtrailmaps" 1:50'000: wasserdichte Winterwander- Schneeschuh- und Tourenkarten, inkl. Schlittelwege und Langlaufloipen, bei www.snowtrailmaps.ch
  • Geöffnete Winterwanderwege - interaktive Pistenkarte:/https://www.bergbahnen-scuol.ch/de
  • "Winterwandern in Graubünden", T.Lampert, Terra Grischuna, bei Amazon.de
  • "Unterengadin", Rother Wanderführer, 2002, bei Amazon.de
  • "Zu Fuss - In 52 Wanderungen durchs Jahr", Thomas Widmer bei Amazon.de
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