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August 2005
Für das Unterengadin
(West - Ost) hat B. Biert die Panorama Engiadina Bassa beschrieben,
die grösstenteils der Via Engiadina entspricht. Die Broschüre
ist 2004 neu aufgelegt worden und für CHF 4.40 bei.http://www.scuol.ch.erhältlich
- empfehlenswert! Teile davon sind mit seiner Erlaubnis unten abgedruckt.
Vielen Dank!
B.Biert: Die klassische
Höhenwanderung, hoch oben längs der Sonnenseite des Unterengadins,
bietet wohl eines der höchsten Wandererlebnisse überhaupt. Der
Wechsel von ebenen, in weiter, offener Gegend dahin ziehenden Wegen zu
steilen, in tiefe Schluchten einbiegenden Pfaden verleiht dieser Wanderung
einen ganz besoneren Reiz. Dazu kommen noch:
Weitere Wegbeschreibung mit kulturellem Hintergrund: http://www.scuol.ch/files/?id=2296 |
Routenskizze Via Engiadina im Unterengadin Quelle: B.Biert |
Anreise: Bahn nach
Scuol,
Bus Scuol - Martina i.E. - Vinadi an der Grenze zu Österreich
(Fahrplan).
Übernachtungsmöglichkeiten bei Anreise am Vorabend (am besten schon verpflegt):
| 1. Tag: 5 h, aufwärts
750 m, abwärts 210 m
Route: Vinadi 1074 m - Val Zipla 1425 m - Val Mundin - Pra d'Arsüra 1561 m - La Vota - Vadrain 1718 m (3.20 h) - Prà Grond 1672 m - Tschlin 1533 m (1.40) |
Karte
mit Zoom |
Keine Einkehrmöglichkeit unterwegs!
Zwischen Vinadi und Vadrain gibt es ein paar heikle Stellen, die Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erfordern (siehe Erlebnisbericht). Wer sich das nicht zutraut, steigt besser ab Martina zum Höhenweg auf. Wegen starken Regenfällen am Vortag haben wir im Chasa Engiadina in Martina übernachtet und sind dann direkt nach Valdrain aufgestiegen.
Eingesandt:
"Von Vinadi aus stechen
wir nach 50 m auf der Hauptstrasse (Richtung Schuls) rechts in den Wald
hinein. Nun geht es etwa zwei Stunden lang stetig bergauf. Vorbei an der
Waldlichtung
Pra da la Zipla führt der Weg durch ein schönes
Birkenwäldchen. Nun wird es steiler. Auf einem schmalen, wilden, aber
deutlich erkennbarem Fussweglein queren wir die Lawinenhänge des Val
Mundin. Zwischendurch gibt es auch einige wenige heikle Stellen - da
geht es links steil abfallend hinunter, das Weglein ist schmal und man
muss ein bis zwei "Klettertritte" nehmen. An einigen Stellen hat es ein
Seil, an dem man sich halten kann. Nach einem letzten steilen Aufstieg
erreichen wir Pra d'Arsüra. Der Höhenkurve entlang schlängelt
sich der Pfad über La Vota zur Alp Vadrain, wo ein Weg
von Martina her einmündet.
Schlechtwetter-Variante Martina - Vadrain, 2 hIn Vadrain führt die "Via Engiadina", als schöner Wiesenpfad rechts an einer der Aussichtskuppe vorbei und trifft eine Viertelstunde später auf den beschriebenen breiten Kiesweg. Achtung: Fünf Minuten später zweigt links überraschend ein schmaler Waldweg ab! Der Pfad führt bequem der Höhenkurve entlang durch den Wald.
Rechts bei der Kirche von Martina (1035 m) zweigt das Teersträsschen nach "Vadrain" ab. Es schraubt sich in regelmässigen Kehren mühelos den steilen Wald hinauf. Nach 1.40 h auf 1610 m, kurz vor Vadrain, teilen sich die Wege. Nach links führt der direkte Weg leicht bergauf, dem Kiessträsschen entlang Richtung "Tschlin"; geradeaus, rechts um die Aussichtskuppe herum, kommt man in einem kleinen, lohnenswerten Umweg zur "Via Engiadina" hinauf.
Bei den Wiesen von Mundaditsch
gelangen wir in offenes Gebiet und geniessen die eindrucksvolle Aussicht.
Der alte Feldweg endet bei Prà Grond; Tschlin ist in Sichtweite.
Im Zickzack führt uns ein Kiessträsschen zur Brücke Puntsot
hinab. Kurzer Gegenanstieg zum alten Kirchlein San Plasch. Auf gepflästertem
Strässchen schlendern wir bergab durch das hübsche Dorf mit den
vielen Brunnen, den verzierten Häusern und geschmückten Erkern.
Das Hotel Macun befindet sich neben der Postautohaltestelle von Tschlin.
Talverbindung:
|
Tschlin |
Es folgt ein schöner Höhenpfad im lichten Waldsaum, immer wieder mit Sicht ins Tal. Bevor sich der Hang ins Val Sinestra dreht, lohnt sich eine Rast bei der Feuerstelle. Eine Viertelstunde später gelangen wir ins unverfälschten, idyllisch gelegenen Dörfchen Vnà. Es ist 2008 bekannt geworden durch die Berghilfe-Aktion "Zu Gast bei den Einwohnern von Vnà - unser Dorf wird ein Hotel."
Am Rest.Arina ebenaus vorbei führt das Kiessträsschen aus dem Dorf Richtung "Zuort". Schon nach 5 Minuten zweigt links der Wanderweg ab Richtung "Kurhaus Val Sinestra".
Auf der Naturstrasse wandern wir nun eine Stunde lang durch den Wald talauswärts Richtung "Sent", an eindrücklichen Rutschgebieten vorbei. Wo der Vita-Parcours beginnt, könnte man das parallele Weglein oberhalb der Strasse benützen - später zweigt dann unsere Route ohnehin nach rechts ab. Über die Wiesen, mit schöner Aussicht auf die Berge, wandern wir unserem Tagesziel zu. Der schöne Kirchturm von Sent ist von weitem zu sehen. Wer weiter wandert, folgt der Via Engiadina rechts über dem Dorf; die andern steigen auf dem Strässchen ins Dorfzentrum von Sent hinunter.
Talverbindungen:
Vom Dorfplatz Sent gehts aufwärts, am Tourismusbüro vorbei und rechts in einer Schlaufe zur Via Engiadina hinauf (0.10 h). Oben folgen wir dem ansteigenden Kiesweg, der neustens auch als Nordic Walking Trail benützt wird, Richtung "Motta Naluns". Nach einem Steilstück passieren wir den Wegweiser Vastur und kommen 5 Minuten später zu einer wichtigen Abzweigung. Unsere Route folgt links der Hanglinie, an einem Aussichtsbänklein vorbei.
Durch Naturwiesen und Waldstücke gewinnen wir weiter an Höhe, halten bei Salez die Richtung und kommen an einem Distelfeld vorbei, wo sich die Wege verzweigen (Wegweiser fehlt). Richtig ist der obere Weg; wir befinden uns nun auf dem (umgekehrten) Flurina-Weg, der von Familien rege benützt wird (und nicht Kinderwagen-geeignet ist!). Der schmale Pfad führt dem steilen Hang entlang bergauf, bei einer Geröllhalde sollten Kinder geführt werden. Über einen Steg führt der Weg auf die andere Talseite und steigt nochmals steil an; er ist ruppig und voller Steine, Kinderwagen-tragende Eltern keuchen an uns vorbei.
Oben bei der Skilift-Talstation Jonvrai verzweigen sich die Wege.
Die Via Engiadina kurvt hangaufwärts auf 2300 m hinauf; oben gehts auf dem breiten Kiessträsschen nach Motta Naluns hinunter.Flurina-Weg: Neu gibt es einen schönen Pfad links der Höhenkurve entlang, durch Alpenrosen- und Heidelbeerbüsche, Hochmoore und Bergblumen. Der Pfad ist schmal, an einigen Stellen moorig und schlängelt sich im Auf und Ab dem Hang entlang. Kurz vor Motta Naluns mündet er in das Kiessträsschen ein.
Talverbindung:
Gasthäuser:
|
Dorfkern von Scuol image by 360.hikr.org |
4. Tag: 5 h, aufwärts
180 m, abwärts 860 m
Route: Motta Naluns (Bergstation Gondelbahn)
2142 m - Prui (0.30 h) - A.Laret 2206 m (1.10 h) - Alp Valmala 1979 m (1
h) - Alp Tasna (0.40 h) - Chamuera 1808 m (0.50 h) - Brunnen 1600 m (0.35
h) - Ardez 1464 m (0.15 h)
Nach der Fahrt von Scuol nach Motta Naluns beginnt der Tag mit einem bequemen, leicht absteigenden Höhenweg nach Prui, wo man sich stärken kann. Unser nächstes Ziel, die Alp Laret, ist schon von Prui aus sehen. Der Weg führt halbrechts zur nahen Bergstation Prui der Sesselbahn, wo die Via Engiadina abzweigt.
Nach der Alp Russonch dann ein ziemlich steiler Abstieg, teils über Steintreppen und stur den Markierungen entlang, zur Ziegenalp Valmala, wo in Selbstbedienung Getränke, frisch produzierter Ziegenkäse, Ziegenmilch und Brot erhältlich sind. In einem Bogen wird man um das Areal herumgelotst.
Kurz nach der Alp Laret zweigt halbrechts wieder ein schmaler Hangweg ab. Es folgt ein traumhaft schönes Wegstück bequem der Höhenkurve entlang ins Val Tasna.
Talabwärts gehts nun auf der rechten Talseite. Nach 10 Minuten sind zwei verschiedene Routen Richtung "Ardez" angegeben. Die Via Engiadina folgt dem oberen Pfad, der kurz vor der Alp Tasna ein eindrückliches Geröll-Tobel durchquert. Abwechslungsreicher Pfad durch lichten Lärchenwald, der bei Chamuera unvermittelt zu einer Waldlichtung mit traumhafter Aussicht führt. Ein idealer Rastplatz!
Nach einem kurzen Abstieg durch ein Waldstück teilen sich die Wege erneut. Die Via Engiadina dreht nach rechts. Steile Waldwege wechseln ab mit weichen Wiesenpfaden. Oberhalb von Ardez bei einem Brunnen trifft der Pfad auf das Kiessträsschen, wo die Via Engiadina morgen ihre Fortsetzung finden wird. Wir folgen dem Kiessträsschen 5 Minuten nach links und finden einen schönen Wiesenpfad direkt zur Kirche von Ardez hinab. Reich verzierte Häuser! Das Hotel Alvatern befindet sich rechts am Dorfrand.
Talverbindung:
5. Tag:
6 h, aufwärts 760 m, abwärts 810 m
Route: Ardez 1464 m -
Brunnen 1600 m (0.25 h) - Munt 1850 m (1.10 h) - Murtera-Dadoura 2142 m
(0.50 h) - A.Sura 2122 m (0.30 h) - Marangun 2160 m (0.20 h) - A. Suot
im Val Tuoi 2018 m (0.30 h) - Ruinas da Gonda/Snauas 1878 m (0.40
h) - Salön 1798 m (0.20 h) - Resgia 1561 m (0.30 h) - Lavin 1420 m
(0.45 h)
Von der Kirche Ardez steigen wir wieder hinauf zum eingezäunten Brunnen, wo wir die Via Engiadina gestern verlassen haben, und folgen dem Kiessträsschen bergauf. Nach 5 Minuten zweigt links der obere Weg nach Bos-cha ab (siehe leichte Variante); wir bleiben auf dem Strässchen bis Munt, ein schön gelegener Weiler mit Sicht über das ganze Tal. Auf einer Höhe von 1890 m zweigt etwas unscheinbar der Pfad rechts ab - wer ihn verpasst, wandert die Schlaufe auf dem Strässchen weiter. Oben treffen die Wege wieder zusammen. Nach weiteren 5 Minuten verlassen wir den breiten Kiesweg und zweigen links ab, bergauf zur Alp Murtera-Dadoura, wo wir die Höhe erreicht haben.
Auf schönen Hangwegen,
immer der Via Engiadina entlang, wandern wir zur Alp Sura - hier
gibts frische Kuhmilch und eine bequeme Abstiegsmöglichkeit nach Guarda.
Wir aber bleiben oben und folgen dem Kiesweg zur Alp Marangun. Die
Wegspuren führen links am Stall vorbei in die Wiese, den Pfosten entlang
über einen Brettersteg und links haltend zum Hangweg. Dort ist der
Weg wieder deutlicher; er folgt noch 10 Minuten der Höhenkurve ins
Val
Tuoi hinein und senkt sich dann steil dem Bach entlang bergab. Beim
Kiessträsschen rechts und über die Weiden zur Alp Suot
hinunter.
![]() |
Talabwärts gibt es
links und rechts vom Bach Wege mit mehreren Brücken zum Wechseln:
|
Zusatzvariante: Bei der Verzweigung Ruinas da Gonda könnten wir heute oder morgen noch die lohnende, aber anspruchsvolle Etappe über Chamanna dal Beschèr anhängen, die wir aber auslassen.Bei Ruinas da Gonda verlassen wir die Via Engiadina (sie würde eine Schleife über Belvair - Chamanna dal Beschèr und Val Lavinuoz anhängen, was uns viel zu weit scheint - besser wäre, in Guarda zu übernachten und dafür einen Zusatztag anzuhängen - siehe unten). Wir gehen also dem Pfad entlang talabwärts Richtung "Guarda". 20 Minuten später bei Salön könnte man zum letzten Mal auf das Guarda-Kiessträsschen wechseln. Wir bleiben rechts vom Bach und folgen dem steilen Abstieg Richtung "Resgia". Der rot/weiss markierte Pfad ist ziemlich wild und scheint wenig begangen; nebenan rauscht der mächtige Wasserfall.
Im weiteren Abstieg quert der romantische Weg den Bach und mündet bei der Resgia-Brücke in die Naturstrasse Guarda - Ardez ein. Nach rechts über die Brücke. Das Kiessträsschen ist Teil der Senda culturale sowie der Veloroute St.Moritz - Insbruck; schwer bepackte Velos kommen uns entgegen. Naturwiesen mit vielen Schmetterlingen sind zu bewundern. Immer leicht bergab, der Sonne ausgesetzt, erreichen wir zügig unser Ziel Ardez.
Leichte Variante von Dorf zu Dorf: Ardez - Guarda - Lavin, 2.40 h
6. Tag:
3.10 h, aufwärts 130 m, abwärts 60 m
Innweg (Talweg): Lavin
1420 m - Valplan - Susch 1426 m (1 h) - Fuorcha (1 h, Feuerstelle) - Chasout
- Zernez Staziun 1471 m (1.10 h)
Hinweis: Die Via Engiadina zwischen Lavin und Zernez folgt mehrheitlich der Talsohle und hat mit einem Höhenweg nichts gemeinsam. Trotzdem ist die Strecke erholsam und abwechslungsreich. Zernez mit seinen vielen Hotels und Läden eignet sich gut als Unterkunftsort, und es bleibt genügend Zeit für den Besuch des Nationalpark-Museums.
Vom Dorfplatz Lavin
folgen wir der Via Engiadina über die Brücke auf die andere Seite
des Inns und folgen dem breiten Uferweg dem schattigen Waldrand entlang
nach Susch.
Tipp: Wer der stark befahrenen Strasse ausweichen will, folgt in Susch kurz vor der Brücke links dem Veloweg aufwärts über die Burgruine; auf der andern Seite mündet es in das Teersträsschen ein.Die Via Engadina überquert den Inn, folgt 100 m der Hauptstrasse und kehrt links über die gedeckte Holzbrücke wieder ans andere Ufer zurück. Unsere Route folgt dem Teersträsschen, das zur Veloroute gehört. Nach 500 m beginnt rechts ein schöner Wiesenpfad dem Inn entlang - empfehlenswert ist es, ihm zu folgen (Wegweiser fehlt). Bei der komfortablen Feuerstelle Fuorcha treffen die Wege wieder zusammen.
Nun als schattiger Kiesweg,
führt die Via Engiadina dem Ufer entlang Richtung "Zernez". Bald kommen
wir aus dem Wald und sehen Zernez vor uns. Wir haben die Wahl, über
die alte Kirche (schöne Fresken) oder direkt ins Dorfzentrum zu wandern.
Die meisten Hotels befinden sich entweder im Dorfzentrum oder rechts auf
dem Weg zur
Staziun Zernez.
Gasthäuser
|
oberhalb
Zernez |
| Die
Etappen - im Oberengadin
August 2005 |
Karte
mit Zoom |
7. Tag,
6.15 h, aufwärts 820 m, abwärts 570 m
Zernez Staziun 1471 m
- Ertas 1532 m (0.40 h) - Prazet 1600 m (0.50 h) - Brail 1640 m (0.45 h)
- Val Punt Ota 1840 m - La Resgia 1690 m - Ospiz Chapella 1660 m (1.50
h) - Ouna God 1721m (0.20 h, Via Engiadina) - Acla Laret 2006 m (1.10 h)
- Zuoz 1716 m (0.40 h)
Vor der Bahnstation Zernez bleiben auf der Strasse bis zur Brücke, dort rechts über die Geleise Richtung Campingplatz, wo wir nach der Inn-Brücke den nächsten Wanderweg finden. Unsere Route folgt wiederum der Veloroute und ist bis Ertas geteert.
Sonniger Kiesweg, immer leicht ansteigend, nach Prazet (Schafmilch erhältlich). Wir drehen nach rechts und wandern durch gemähte Wiesen an den Dorfrand von Brail.
Variante: Wer in Brail übernachtet, verlässt hier die Via Engiadina und geht 5 Minuten links bergab zur Bushaltestelle Brail (Rufbus). Rechts davon befindet sich das Hotel Post.Via Engiadina folgt dem Pfeil "Dros Bunom" bergauf. Der Pfad überquert die Ova da Punt Ota und senkt sich durch den schöne Arven- und Lärchenwald hangauswärts. Breiter werdend, trifft er auf den Weg, der von der Bahnstation Cinuos-chel heraufkommt, und senkt sich nach La Resgia und weiter nach Ospiz Chapella.
Auf der Strasse gehts an einer grossen Schreinerei vorbei zur Hauptstrasse. Auf dem Seitenstreifen folgen wir ihr 100 m, zweigen dann rechts ab in den Wald. Nun folgt eine eher langweilige Strecke. Auf der breiten Waldstrasse (Kiesbelag) wandern wir in grossem Zickzack bergauf durch den dichten Wald, immer der Via Engiadina entlang (bei Ouna God Abzweigungen nach S-chanf und Val Susauna nicht beachten). Bei Acla Laret endlich geniessen wir die Sicht auf die Berge des Nationalparks gegenüber.
Schöne Höhenwege und Wiesenpfade führen uns in den oberen Dorfteil von Zuoz und führen uns durch gepflästerte Gassen zum schönen Dorfplatz. Wir geniessen die Ruhe in einem der einladenden Restaurants.
Gasthäuser
8. Tag,
4.45 h, aufwärts 440 m, abwärts 450 m
Zuoz 1716 m - Pizzet
1870 m (0.30 h) - Via Segantini - Plaun Grand 1955 m (1 h) - Albulastrasse
1938 m (0.30 h) - Bever 1711 m (1.15 h) - Acla 1741 m - Muntarütsch
1779 m (1.10 h) - Samedan 1708 m (0.20 h)
Vom Dorfplatz Zuoz steigen wir steil auf, gehen am oberen Dorfrand nach links, unterqueren Skilifte kommen am Rest.Pizzet (Winterbetrieb) vorbei, wo der Hartbelag in Naturwege übergeht.
Weiter auf der Via Engiadina Richtung "La Punt". Achtung: Nach einem Brücklein (neuer Zaun) gehts ebenaus in den lichten Wald. Wir gelangen zu einem Bachtobel, das wir weiter oben überqueren. Auf der andern Seite des Tobels ist die Route auch als "Via Segantini" angeschrieben. Er führt der Höhenkurve entlang zu einem schön gelegenen Aussichtspunkt mit Ruhebank. Unter uns liegt Madulain. Nach einem weiteren Brücklein gehts links an der Wildschutztafel vorbei zur Wiese Plaun Grand (Abstiegsmöglichkeiten ins Tal).
Wir bleiben auf gleicher Höhe und folgen dem schmalen Pfad dem steilen Hang entlang Richtung Albulapass. Zweimal fliesst ein breites Rinnsal über den Weg, was bei Minus-Temparaturen gefährlich sein könnte. Wir geniessen den schönen Höhenweg, der in die viel befahrene Albulastrasse einmündet . Ihr folgen wir 5 Minuten bergab bis zur Kurve, wo die Wanderwege abzweigen (Abstiegsmöglichkeit nach La Punt). Die Via Engiadina steigt kurz bergauf überquert die Ova d'Alvra und führt auf der andern Hangseite talabwärts. Auf der Höhe von 1800 m zweigt links ein bequemer Weg nach La Punt ab. Wir aber folgen weiter dem nun leicht ansteigenden Hangweg. Schmaler Wurzelpfad mit Sicht auf den Flugplatz von Samedan.
Beim Taleingang zum Val Bever (Abstiegsmöglichkeit beidseits des Tals nach Bever: 0.10 h) folgen wir dem schönen Waldweg Richtung "Spinas". Wo er in ein Kiessträsschen mündet, macht die Via Engiadina einen Zickzack. Wir folgen dem Weg abwärts, überqueren den Bach, dann wieder taleinwärts bis über die Geleise bis zum Wegweiser und dreht scharf nach links in den Wald hinein. Schöner Hangweg auf der andern Seite des Val Bever, ein Stück weit dem Vita Parcours entlang. Gut auf die Markierungen achten! Nach einer Feuerstelle gelangen wir beim Wegweiser Muntarütsch zu den obersten Häusern von Samedan. Hier verlassen wir die Via Engiadina und wandern auf Quartierstrassen nach Samedan hinunter.
Talverbindung:
9. Tag,
4.50 h, aufwärts 1110 m, abwärts 520 m
Route: Samedan 1708 m
- Muntarütsch 1779 m (0.30 h) - Alp Muntatsch 2186 m (0.45 h) - Alp
Munt 2234 m (0.15 h) - Alp Clavadatsch 2300 m - Punkt 2431 (0.50 h) - Munt
de la Bes-cha 2489 m (0.20 h) - Marguns Bergstation 2273 m (0.45 h) - Corviglia
2486 m (0.40 h) - Abzweigung Signalbahn 2260 m (0.25 h) - Signalbahn 2130
m (0.20 h)
Beim Brunnen der Alp Munt können wir unsere Trinkflaschen auffüllen. Weiter der Höhenkurve entlang Richtung Alp Clavadatsch, dann in einer S-Kurve bergauf zu Punkt 2471.
| Aussichtsreicher Höhenweg mit schöner Flora und traumhaftem Panorama zum Munt de la Bes-cha. Es lohnt sich, hier eine längere Pause einzuschalten und sich an der Aussicht sattzusehen: Vom Corvatsch über die Berninagruppe bis zum Piz Muragl breitet sich das ganze Bergpanorama aus. Weit unter uns der St.Mortizersee und Pontresina! | ![]() |
Auf breitem Kiessträsschen gehen wir bergab Richtung "Signalbahn"; 10 Minuten später zweigt der "Bergwanderweg" rechts ab, macht eine Schlaufe und führt nach einer Hangquerung wieder zum Strässchen hinunter. Bei der Abzweigung "Signalbahn Bergstation" verlassen wir die Via Engiadina und kurven bergab zur Bergstation der Signalbahn.
Zur Übernachtung: Fahrt mit Signalbahn nach St.Moritz-Bad.
Talverbindung:
Von der Bergstation der Signalbahn führt ein bequemes Kiessträsschen in leichtem Ab und Auf zur Station Suvretta. Nach weiteren 5 Minuten passieren wir das schön gelegene Terrassenrestaurant El Paradiso (einzige Einkehrmöglichkeit unterwegs) und gelangen an der Alp Suvretta vorbei in einen Taleinschnitt, wo wir den Suvretta-Bach überqueren.
Auf der andern Talseite gehts 10 Minuten dem Bach entlang talabwärts (unmarkierte Pfade nicht beachten!), dann um den Hang herum wieder leicht aufwärts. Nun beginnt das schönste Teilstück des Tages: schmale Pfade durch Heidelbeerbüsche, immer die schneebedeckten Berge des Berninamassivs und die fantastische Seenlandschaft vor Augen. Nach 100 Höhenmeter Aufstieg haben wir die Anhöhe erreicht.
10 Minuten später, mitten im Abstieg, heisst es gut auf die Bodenmarkierung aufpassen. Der Weg teilt sich, und rechts unter den Ästen eines Baumes steht versteckt der Wegweiser. Die "Via Engiadina" zweigt rechts ab Richtung "Pass dal Güglia" (Julierpass). Der Weg wird nun ziemlich ruppig mit Auf- und Abstiegen im Felsgestein. Auf der Kuppe der Albanatscha, bei den Schützengräben aus dem 1. Weltkrieg eröffnet sich uns das volle Panorama, und sanfte Wiesenhänge laden zum Rasten ein. Im Abstieg durch die Kuhweiden folgen wir weiter der "Via Engiadina", die nach einem kurzen Aufstieg zur Julier-Passstrasse führt.
Die Via Engiadina senkt sich nun zum Silser Talboden hin, verbleibt dort aber nur kurz und steigt im Zickzack bergan zum Plaz, ein schöner Aussichtspunkt; gegenüber liegt das berühmte Val Fex.
Im
Auf und Ab wandern wir auf dem Höhenweg zum hübschen Weiler Grevasalvas,
das bereits zum Bergell gehört - hier wurde der Heidi-Film gedreht,
weshalb es auch Heidi-Dörfchen genannt wird. Ein Kiessträsschen
führt leicht aufwärts durch die Wiesen nach Blaunca, eine
weitere Alpsiedlung. Auf aussichtsreichen Wiesenpfaden dem Hang entlang
nach Plan di Zoch, immer die Bergeller Gipfel in Sicht.
Hier zweigt der Lunghin-Passweg
nach Juf und Bivio ab (Via Alpina). Für
uns beginnt der steile Abstieg durch felsdurchsetzte Wiesenhänge;
teilweise müssen hohe Steintritte überwunden werden. Unten gehts
über ein Brücklein zum Weiler Pila, von wo das Fahrsträsschen
in die Hauptstrasse und rechts zur Postautohaltestelle
Maloja
führt.
oberhalb Champfèr |
Lej da Champfèr |
Blick zurück Richtung Silvaplana |
Blaunca über dem Silsersee |
Maloja und Bergell |
Talverbindung:
Rückreise-(Fahrplan):
Wer noch nicht genug hat:
Christine Aegerter, Basel, Juli 2005:Zu viert sind wir eine wunderbare Woche im Engadin unterwegs und erleben Höhen und Tiefen in jeder Beziehung, die Höhen überwiegen jedoch eindeutig, so oder so!
Am Samstag 9.7. kommen wir mit dem Auto in Bever an. Wir werden in der Touristenpension Kosonek freundlich empfangen und geniessen unser erstes Abendessen im Gruppenraum. Es gibt ein feines Süppchen, dann Spaghetti al dente mit diversen hervorragenden Saucen, Salat und ein Dessert. Schon jetzt habe ich eine wenig Angst um meine Linie!
Bever: Touristenpension Kosonek, Via Maistra 18, Tel. 081 852 44 28
1.Tag: Vinadi - Tschlin
Mit Bahn und Bus fahren wir am frühen Morgen nach Vinadi, wo unsere Wanderung starten soll.
Dieser Tag soll gerade unser anstrengendster sein (zum Glück wissen wir das nicht!). Es regnet und geht zwei Stunden lang steil bergauf. Zum Glück haben wir alle gute Schuhe an und sind einigermassen schwindelfrei. Es geht links steil abfallend hinunter, das Weglein ist schmal und man muss ein bis zwei "Klettertritte" nehmen. Eine Bekannte von uns hätte die heiklen Stellen nie geschafft. Per Zufall haben wir sogar noch etwas Wurst und Käse dabei, beides verschmausen wir nach dem Aufstieg mit Heisshunger. Einkehrmöglichkeiten gibt es nämlich auf der ganzen Route keine. Nachher geht noch etwa 2 ½ Stunden auf schönen Waldwegen leicht bergauf, aber von nun an können wir die Wanderung geniessen! Plötzlich taucht die Kirche von Tschlin aus dem Nebel aus, toll! Das Hotel Macun, wo wir übernachten, ist ein echter Geheimtipp! Das Restaurant ist bis ins letzte Detail liebevoll eingerichtet mit stark orientalischem Touch! Der Chef und Koch verwöhnt uns mit einem einmaligen Gousgous, der Tisch ist wunderbar gedeckt mit Kerzen und Blütenblättern. Nachdem wir satt sind, werden wir schnell unheimlich müde und fallen bald ins Bett, die Schuhe zum Trocknen über der Heizung!
- Tschlin: Hotel Macun, Tel. 081 866 32 70, Doppelzimmer mit Dusche und Halbpension 60.- p.P. / Hp. + 20.-
2.Tag: Tschlin - Sent
Auch das Frühstück am nächsten Morgen mit frischen Gipfeli ist perfekt! Am liebsten blieben wir noch einige Tage faul hier, doch der Wanderweg ruft!
Bevor es los geht, schauen wir uns noch die kleine Brauerei an, in der das immer bekanntere und ausgezeichnete Tschliner Bier hergestellt wird, spannend!
Wir wandern auf gemütlichen Wegen durch saftig grüne Wälder und Ebenen bis nach Vna, brauchen jedoch fast 3 Stunden statt wie angegeben 2. Ob das wohl an uns liegt? In Vna gibt es diverse Einkehrmöglichkeiten und wir haben auch schon wieder ein „kleines Hüngerli“, so dass uns das gelegen kommt. Es verkehrt hier auch ein Bus, den wir aber links liegen lassen, denn wir sind ja nun frisch gestärkt. Wir wandern leicht bergab ins Val Sinestra (45 Min./ Einkehrmöglichkeit) und haben unterwegs eine herrliche Aussicht auf die andere Talseite. Unsere Wanderung führt uns nicht wie geplant über Zuort, das wäre uns zu lang geworden und wir sind ja schliesslich flexibel!
Nach weiteren 1 ½ h kommen wir in Sent an. Das Backpaper-Hotel überzeugt uns nicht. Die Leute sind freundlich, alles ist sauber, aber Preis – Leistung stehen in einem ungünstigen Verhältnis: Nicht einmal ein kleines Handtuch ist im Preis inbegriffen, trocknen wir unsere frisch gewaschenen Füsse eben mit WC Papier! Unser Zimmer ist kalt, die Betten klein und das Frühstück ist spartanisch.Sent: Backpacker-Hotel Swissroof, Tel. 081 864 17 22, CHF 45 pro Person im Vierbettzimmer mit Frühstück + 6.-- Schlafsack
3. Tag: Sent - Scuol
Heute sind wir froh, aufbrechen zu können ...... Wir weichen von unserer geplanten Route ab und nehmen den direkten Weg nach Schuls (1 ½ h). Das Thermalbad in Schuls ist zu verlockend und dafür wollen wir genug Zeit haben! Nach dem Zimmerbezug im Touristenlager des Hotels Filli, welches einfach aber sauber ist, lassen wir uns im römisch-irischen Bad verwöhnen und geniessen jede Minute!Scuol: Hotel Filli***, Tel. 081 864 99 27, Doppelzimmer mit Halbpension (5-Gänger) 50.-- + 35.-- p.P.
4. Tag: Scuol - Ardez
Nach einem reichhaltigen und abwechslungsreichen Frühstücksbüfett mit viel Hausgemachtem kann unsere Wanderung weitergehen! Frisch gestärkt besteigen wir das Bähnli auf den Motta Naluns ........
Von dort führt ein schmales Alpweglein leicht bergauf nach Prui. Dort gäbe es eine Einkehrmöglichkeit, aber nach knapp 30 Minuten Marsch ist das sogar für uns noch zu früh. Nach weiteren 95 Minuten erreichen wir die Alp Valmala. Dort lohnt sich ein Halt. Es gibt wunderbare Gerstensuppe, selbstgebackene Linzerschnitten und vieles mehr!Nach weiteren 50 Minuten erreichen wir die Alp Tasna (keine Einkehrmöglichkeit) und anschliessend geht es knapp 2 Stunden leicht bergab über sonnige Wiesen nach Ardez.
Wir übernachten privat bei Frau Barbüda und sind begeistert, dass wir für eine Nacht eine ganze Wohnung bekommen! Für Feinschmecker auch hier nochmals ein Geheimtipp fürs Nachtessen: Im Restaurant Alvetern essen wir ausgezeichnet, Preis – Leistung stimmen. Das Restaurant ist modern und stilvoll eingerichtet, es ist viel günstiger als es aussieht!Ardez: Privatzimmer Frau Barbüda, Tel. 081 862 23 79, DZ mit Frühstück CHF 38 pro Person
5. Tag: Ardez - Lavin/Susch
Frau Barbüda verwöhnt uns in ihrem wunderschönen Engadinerhaus mit einem herrlichen Frühstück bevor wir weiterziehen. Ich habe schlecht geschlafen und starke Nackenschmerzen (vom schweren Rucksack?) und so wandern Peter und ich auf direktem Weg nach Guarda (90 Minuten, gemütlich, nicht besonders schön) und dann etwa weitere 60 Minuten bis nach Lavin. In Lavin kann ich meinen Kopf kaum noch bewegen, so dass wir den Zug nach Susch nehmen. In Susch gibt es keinen Arzt, aber im benachbarten Zernez finde ich einen, der mir eine Spritze, einen Halskragen und Medikamente gibt. Was wünscht man sich mehr in den Wanderferien?Sabine und Serge sind fit und wandern 1 Stunde lang steil bergauf nach Munt und anschliessend leicht bergauf eine weitere Stunde bis zur Alp Sura. Dort gibt es eine Sennenhütte mit feinem Holundersirup. Nachher wandern sie 1 Stunde lang geradeaus über Wiesen bis zur Alp Suot. Nun folgt 2 Stunden lang ein anstrengender und steiler Abstieg bis nach Resgia und dann nach Lavin. Das Val Lavinuoz lassen die beiden aus, das wäre auch für sie zuviel des Guten gewesen. Und in Lavin nehmen auch sie den Zug nach Susch.
Die Uebernachtung im Hotel Schweizerhof in Susch ist in Ordnung. Die Zimmer sind sauber und der Besitzer ist sehr freundlich. Allerdings wirkt das Hotel auf uns etwas ausgestorben, der Besitzer ist nur per Handy erreichbar und auch nicht immer dort. Um es uns gemütlich zu machen, nehmen wir Weisswein, Stühle und Tischchen auf die kleine Terrasse, wo wir bis in den späten Abend Sonne haben. Es macht nichts, dass uns das Tischtuch davon weht, auf nimmer Wiedersehen!
Susch: Hotel Schweizerhof, Tel. 081 862 29 43, DZ mit Frühstück CHF 40 pro Person
6. Tag: Susch - Brail
Gemütlich dem Inn entlang wandern wir 4 ½ h nach Brail, am Anfang geht es geradeaus, später ist der Weg leicht steigend. Unterwegs finden wir eine Feuerstelle und braten endlich unsere Würste, die wir schon seit 3 Tagen herumtragen und nie braten konnten. Ueber der Baumgrenze ist es bekanntlich schwierig, Holz zu finden.....
Bei Frau Godly übernachten wir privat. Ohne Frühstück, aber günstig!Brail: Privatzimmer Frau Godly, Tel. 081 854 15 03, DZ ohne Frühstück CHF 20 pro Person
7. Tag: Brail - Bever
Nun geht es zurück nach Bever, wo unser Auto und nochmals die Touristenpension Kosonek auf uns wartet.
Fazit: Wir sind von dieser Wanderwoche absolut begeistert! Wir haben viel Abwechslung erlebt, manchmal war es anstrengend - manchmal gemütlich.
Wir haben uns auf alle Fälle wunderbar erholt und können diese Tour wärmstens empfehlen!Christine Aegerter, Basel, Juli 2005Herzlichen Dank! wandersite.ch
Wegbeschreibung Unterengadin (West - Ost)
aus
der Broschüre B.Biert:
"60 km Via Engiadina: Lavin
- Vinadi", B.Biert, Broschüre mit Wegbeschreibung und Höhenkurven,
CHF 4.40 bei http://www.scuol.ch
Tschlin - Valdrain - Vinadi
Vom Kirchlein San Plasch in Tschlin senkt sich der Weg in das Tobel hinein bis zur Brücke Puntsot (Pt.1558), um dann auf der linken Talseite mit drei Kehren steil aufwärts nach Pt.1672 zu führen. Bitte Wegweiser mit Ziel "Vadrain-Vinadi" beachten! ... Bei Pt.1672 halten wir nach rechts und wandern auf dem alten Feldweg weiter durch die Wiesen von Mundaditsch, Pt.1718, in den Wald "Urezzas" hinein, erreichen beim Waldausgang die von Martinaherauf führende breite Kiesstrasse, folgen dieser rund 150 m und erreichen kurz darauf die Anhöhe Vadrain unterhalb von Pt.1718. Es lohnt sich, den Weg um einige Meter nach rechts zu verlassen, um bei der kleinen Baumgruppe die eindrucksvolle Aussicht zu geniessen...Auf unseren Feldweg zurückgekehrt, wandern wir bis zur Hütte der Waldarbeiter in La Vota weiter (Wegweiser "Pra d'Arsüra-Vinadi"), treten durch das Gatter in den Wald hinein und zum Tobel des Val Tiatsch hinunter (Pt.1659). Der Weg verengt sich ab La Vota zusehends zu einem Pfad, der, praktisch immer auf gleicher Höhe verlaufend, die märchenhafte Waldlichtung Pra d'Arsüra erreicht. Die Wanderung ab Vadrain bis hierher ist sehr abwechslungsreich: wir überspringen lustige Gebirgsbächlein, dringen bald in düstere, bald in lichtere Wälder ein, durchqueren eine Anzahl steiler Lawinenhänge und werfen ab und zu einen Blick nach dem österreichischen Dorf Nauders hinüber.
Ab Pra d'Arsüra wird die Gegend immer wilder. Der an einigen Stellen recht steil abfallende Pfad ist aber ungefährlich. (siehe Erlebnisbericht "Eine Bekannte von uns hätte die heiklen Stellen nie geschafft."). Wir überqueren bei Pt.1595 das von den niederstürzenden Lawinen stark zerschundene Val Mundin und erreichen kurz darauf nochmals einen eindrucksvollen Aussichtspunkt mit Blick in die rund 600 m tiefer liegende, wilde Vinadi-Schlucht. Nach diesem Aussichtspunkt steigen wir sehr steil nach links hinunter, schwenken in den God Mundin ein und erreichen bei Pt.1425 die Val Zipla.
Was jetzt folgt, ist nur noch "normales Wandern": nach kurzem Abstieg durchstreifen wir ein für Unterengadiner Verhältnisse sehr seltenes Birkenwäldchen, erreichen die kleine Wiese Pra da la Zipla und anschliessend Vinadi.
Organisierte
Tour Via Engiadina