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Nr. 583
Tageswanderung 
Region Obwalden
Karte mit eingezeichneter Route Webcam Sachseln
Schwierigkeit: sportlich, mit heiklen Passagen
Einkehrmöglichkeit: Flüeli-Ranft, Zollhaus, Giswil
Anreise: Bahn nach Sachseln OW, Postauto nach Flüeli Ranft "alte Post" (Endstation)
Rückreise: Bahn ab Giswil -Fahrplan

 
 
 

 

Wilde Tobel über dem Sarnersee

Sachsler Höhenweg

Hinweise:

  • Wer einsame, wilde Pfade liebt, kommt hier auf seine Rechnung. Grossartige Aussicht auf den Sarnersee und die Berge.
  • Wie bei Überquerungen von Tobeln üblich, ist die Begehung nach Regenfällen nicht anzuraten - harmlose Bergbäche können zu Wildbächen anschwellen und ein Überqueren verunmöglichen.
  • Im mittleren Teil sind die Wege in schlechtem Zustand - ein paar heikle Stellen sind zu überwinden (schlipfrige Steine, morsche Stege, Treppen und Brücklein).
  • Zur Zeit trifft man auf viele Spuren des Unwetters vom August - der Weg selbst ist davon wenig betroffen.
  • Sperrung wegen Hangrutschen: In diesem Rutschgebiet können Wege vorübergehend gesperrt sein. Bitte vorher konsultieren: http://www.ow-wanderwege.ch
  • Gewandert: Ende September 2005

    4h10, aufwärts 430m, abwärts 690m
    Route: Flüeli-Ranft 743m - Sachsler Dorfbach 970m (1 h) - Gloters-Egg 857m (20min) - 780m - Gerli 880m (20min) - Huggeten 890m - Musschwändeli 891m (30min) - Rütimattwald 820m - Sigetsbach - Obstocken 860m (45min) - Rüti 720m (25min) - Zollhaus 510m (30min) - Giswil 485m (20min)

    Während der ersten Stunde können wir einfach den Wegweisern "Aelggi" folgen - sie würden in 4h45 zum-Mittelpunkt der Schweiz-führen - übrigens ein attraktives Wanderziel, das man auch von Giswil oder von der Stöckalp aus erreichen kann.
    In Flüeli-Ranft beim Wegweiser oberhalb des Kiosks gehen wir halbrechts auf dem Strässchen bergauf Richtung "Aelggi"  - es ist der alte Weg ins Melchtal hinein. Nach knapp 10 Minuten zweigt halbrechts der Wanderweg ab, der parrallel zum Strässchen bergauf führt. Beim Waldrand drehen wir nach rechts und folgen dem breiten Kiessträsschen dem Waldrand entlang, ein Teersträsschen kreuzend. Bei einem Holzarbeiterplatz wird der Weg zu einem schmalen Pfad - wir folgen der Route nach links. Aufstieg (rund 100 Höhenmeter) am Rande einer Schlucht. Die Steine sind teilweise moosig und bei Nässe entsprechend rutschig.

    Bild:
http://bergarena.wordpress.com/2009/10/21/der-geographische-mittelpunkt-von-obwalden-liegt-in-sachseln/Leicht bergab gehts nun ins Tobel hinein. Wir überqueren den Sachsler Bergbach - in trockenen Tagen ein harmloses Unterfangen. Auf der andern Talseite wird der Pfad breiter; bequem gehts der Höhenkurve entlang. Bei der Verzweigung nach 5 Minuten halten wir die Richtung und gehen leicht bergab Richtung "Gloters" durch den Schwandenwald. Beim Aussichtsbänklein auf der Glotersegg lohnt sich eine Pause - Der Sarnersee liegt zu unseren Füssen - schöner Blick bis zum Pilatus. Neu steht hier eine Tafel, die den geographischen Mittelpunkt des Kantons Obwalden anzeigt.

    Schmaler Pfad dem Waldrand entlang ca. 100 Höhenmeter bergab. Dort treffen wir auf den "Sachsler Höhenweg", dem wir fortan folgen.
    Wir drehen scharf nach links ins Tobel hinein Richtung "Obstocken". Nach der Bachüberquerung gehts steil aufwärts in eine Lichtung, die wir queren und im Wald auf den Wegweiser Gerli treffen. Nach einer weiteren Bachüberquerung streifen wir auf einer Waldlichtung den Hof Huggeten. Bereits ist das Aussichtsbänklein zu sehen - vorher ist aber noch ein heikler Bachübergang zu meistern. Um auf den schlipfrigen Felsen zum Bach hinunter nicht auszurutschen, ist ein Seil gespannt. Auf der andern Seite des Tobels gibt es ein paar morsche und glitschige Stege.

     
    Oben auf der Wiese dann lohnt sich der kurze Aufstieg zum Aussichtsbänklein Musschwändeli - hier könnte man stundenlang sitzen.
    Der schöner Wiesenpfad führt kurz dem Hang entlang und 10m auf dem Wiesenrücken hangabwärts zu einem Markierungspfosten. Die Fortsetzung des Weges ist kaum zu erkennen - ein Geissenpfad schlängelt sich links zum Waldeingang (Pfosten liegt am Boden). Im Wald ist der Pfad vom Farnkraut beinahe zugewachsen und allgemein in schlechtem Zustand. Im Rütimattwald queren wir ein Kiessträsschen und folgen weiter dem schmalen Hangweg. Er ist hier so wild, dass man sich fern von jeder Zivilisation wähnt - der alte Schopf, an dem man vorbei kommt, erinnert an ein Hexenhäuschen.

    Hängebrücke über den Sigetsbach, Bild Robert H.Hängebrücke über den Sigetsbach, Bild Robert H.Dann gehts auf einer morschen Brücke über den Sigetsbach. Rückmeldung dazu: (Sep.2016): "Die morsche Brücke über den Sigetsbach gibt es nur noch als Ruine. An ihrer Stelle wurde einige Meter talabwärts eine Hängebrücke erstellt (siehe Fotos), welche gefahrlos zu begehen ist, auch wenn weiterhin ein Nervenkitzel besteht (schwankend auf schmalem Gitterrost!)." Robert H., September 2016

    Nach der Brücke steigen wir hinauf zu einer Weide (Ebnet). Hier nach links, dem Zaun entlang. Die Kühe haben tiefe Löcher in den Weg gestampft - mühsam gehts Richtung Haus, dort links vorbei. Treppenweg durch ein Waldstück zum schön gelegenen Hof Obstocken. Aussichtsbänklein! Das anstrengendste Stück liegt nun hinter uns. Weiter Richtung "Zollhaus".

    Wir treffen auf ein Teersträsschen, dem wir bergab (Wegweiser ist abgerissen) folgen und 2 Minuten später links den nächsten Wegweiser entdecken. Links von der Naturhecke führt ein schmaler Pfad gut markiert durch den Wald bergab, an interessanten Felshöhlen vorbei. Quer durch eine Wiese gehts zum Stall Rüti. Auf bequemem Kiessträsschen mit langgezogenen Kurven wandern wir bergab durch den Wald. Wo wir aus dem Wald treten, müssen wir uns entscheiden:

    Wir wollen auf schnellstem Weg ins Dorf und folgen links dem Zaun der Autobahn, die im Tunnel verschwindet. Dort überqueren wir die Galerie und wandern dem Veloweg entlang zum Bahnhof Giswil.

    Rückmeldung:

    An einem wunderschönen Tag dieser Woche wanderte ich unter der Angabe vom Internet (http://www.wanderparadies.ch) auf dem Sachsler Höhenweg, beschrieben als "neu angelegter wunderbarer Weg". Was ich antraf, war alles andere als ein neu angelegter Weg. Ich sah erst nachher Ihre Wegbeschreibung „Nr.583 Flüeli Ranft - Giswil“; sie entspricht der Realität. Hätte ich Ihre Angaben vorher gesehen, wäre ich niemals auf den Weg gegangen. Emma A., April 2011"

    Gasthäuser
    Links
    Karten und Bücher
    • 1:25'000 Wanderkarte Brünig, mit Wandervorschlägen , bei http://www.snowtrailmaps.ch
    • für einen groben Überblick:
    • Digitale Karten:
    • "Wanderungen zu historischen Berghotels - 22 Touren auf den Spuren alpiner Pioniere" (Pax Montana, Flüeli), 2010, beim Amazon.de
    • "Auf Pilgerspuren unterwegs", 20 Wanderungen zu Wallfahrtsorten in der Schweiz (Stans - St.Antoni - Flüeli, 5 h), Werd-Verlag
    Wanderungen in der Gegend

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