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Nr. 569
Tageswanderung 
Region Obwalden
Karte mit rot eingezeichneter WanderrouteWebcam Melchsee-Frutt
Schwierigkeit: heikel; ausgesetzte Stellen zwischen Seefeldgrat und Abgschütz
Einkehrmöglichkeit: Stöckalp, Älggialp, Melchsee-Frutt
Anreise: Bahn nach Sarnen, Postauto nach Stöckalp OW 
Rückreise: Seilbahn Melchsee-Frutt - Stöckalp  -Fahrplan
Parkplatz bei der Talstation Stöckalp
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Quelle: http://www.melchsee-frutt.ch

 

Mittelpunkt der Schweiz

Bergtour zum geografischen Mittelpunkt der Schweiz

 
Hinweis: Anstrengende, aber abwechslungsreiche Tour mit vielen Höhepunkten. Mit Seilen und Ketten gesicherte Felspartien, Treppen, Schluchten und immer wieder grandiose Aussichtspunkte.  Umgekehrt ist die Wanderung nur nach Trockenperioden zu empfehlen; die feuchten Wege sind teils sehr glitschig.
Gewandert: Oktober 2001.


Aufstiegsvarianten zur Älggi-Alp (mit Übernachtung), z.B.
ab Giswil via Kleines Melchtal, 4h30: http://www.aelggialp.info  oder  Best of Ob- und Nidwalden
ab Brünigpass via Hüttstett, 5h30: http://www.wanderland.ch
 


6h45, aufwärts 1560m, abwärts 700m
Route: Stöckalp 1075m - Stepfen 1500m - Innerbach 1832m - Bachegg 1860m - Älggi-Alp 1645m, geografischer Mittelpunkt der Schweiz (3 h) - Seefeld-See 1844m - Seefeld-Grat 2045 m - Abgschütz 2222m - Blauseeli 2000m - Melchsee-Frutt 1936m (3h45)

Bei der Stöckalp gehts zuerst 10 Minuten der Strasse entlang Richtung Melchsee-Frutt, bis unser Weg zur Älggi-Alp nach rechts abzweigt. Dabei sehen wir rechts hoch oben die Bergstation einer Materialseilbahn, wo unser erster Stundenhalt sein wird. Beim Rehboden auf 1208 m wählen wir den direkten Weg "Älggi 2h40" über "Stepfen".

  • Variante via Chlisterli:

  • Der längere, aber weniger steile Weg über Chlisterli ist mit 3 h angeschrieben und quert beim Rehboden zur andern Bachseite zur Alp Chlisterli. Diese Alp (mit Kapelle) war Aufenthaltsort vom Hl. Bruder Klaus zu Beginn seines Einsiedlerlebens  - hierhin ist Bruder Klaus vor der zudringlichen Pilgerschar entronnen; hier hat er sich in höchster Not, nach seiner schon in Liestal gescheiterten Wallfahrt 1467, versteckt. Dieser Weg war bei unserer Wanderung nach einer Regenperiode total versumpft, weshalb wir den direkten Weg wählten.
    Der direkte Weg steigt im Wald bergauf, wird extrem steil und führt meist dem Rand der wilden Schlucht entlang. Der Weg ist erstaunlich gut markiert und gesichert. Zwei Felspartien werden mit Hilfe von Treppen und Leitern überwunden. Auf der Alp Stepfen geniessen wir eine tolle Aussicht ins Tal. Es lohnt sich auch ein Blick in die zum WC umgebauten Seilbahnkabine, die ein ideenreicher Älpler in seine Hütte integriert hat! Weit oben im Sonnenhang sehen wir die Alp Innerbach, unser nächstes Ziel.

    Der Weg ein Stück der Höhenkurve entlang, neigt sich dann zum Bach hinunter, wo der Umweg über das Chlisterli mit unserem Pfad zusammentrifft. Die folgende 20-minütige Wegstrecke ist wohl während des ganzen Jahres nass, sumpfig und rutschig, und ein paar Mal müssen Bäche überquert werden (Reservesocken nicht vergessen). Gut auf die neuen Markierungen achten! Endlich steigt der Weg aus dem Tobel auf die rechte Seite hoch und führt über die Alp Innerbach zur Passhöhe Bachegg hinauf (1 h). Schöne Panoramasicht! Im Hintergrund sehen wir die Alphütten der Seefeldalp und staunen, dass unser Weg an jener Geröllhalde entlang führen soll. Doch zuerst zum Mittelpunkt der Schweiz!

    Hier auf der Bachegg ist die einzige Unsicherheit des Tages (die beiden Wegweiser sind überklebt). Das neue Alpsträsschen rechts liegen lassend, wandern wir in der gleichen Richtung weiter, wie wir hergekommen sind. Der Weg bergab ist tief eingefurcht und mündet 100 Höhenmeter tiefer in ein Alpsträsschen ein.

    Variante: Wer den Abstieg zur Älggialp auslassen will, kann hier dem Wegweiser direkt nach "Abgschütz" folgen.
    Von weitem sieht man rechts unten die Älggialp und ca. 200 m links vom Restaurant im eingezäunten Areal den Triangulationspunkt. Wir wandern weitere 120 Höhenmeter bergab, an der Kapelle vorbei und direkt zum kleinen Hügel, wo wir einen Finger in den Mittelpunkt der Schweiz stecken können. Picknickplatz. - Im nahen Berggasthaus Aelggi-Alp haben wir feinen Luzerner Lebkuchen aus dem Holzbackofen genossen.

    Für den Weiterweg müssen wir nicht mehr den gleichen Weg retour. Nach 5 Minuten weist eine Hausinschrift "Abgschütz" zu den Felsen hinauf. Steil, aber gut markiert und mit Seilen gesichert, steigen wir über die Felspartie und kommen über Weiden zu einem Alpsträsschen, das zum Seefeld-See führt; ein idyllisches Plätzchen zum Picknicken. Entlang der Markierungspfosten steigen wir nun rechts zur Alphütte hinauf und freuen uns, dass es sich in der von ferne beobachteten Geröllhalde mühelos wandern lässt. Regelmässig gehts bergauf, teilweise ist der Weg überaus glitschig, und wir sind froh, nicht bergab gehen zu müssen.

    Auf dem schmalen Seefeld-Grat können wir uns nicht vorstellen, wo es die letzten Meter noch bergauf gehen soll. Also verlassen wir uns auf die Markierungen! Sie führen uns links leicht abwärts zu den Felsen, wo uns ein Wegweiser scheinbar senkrecht hinauf schickt. Jetzt wird's eher ein Klettern als ein Wandern! Zum Glück sind fast überall Seile und Ketten befestigt, die uns helfen, den Aufstieg zu bewältigen. Gewaltig ist die Sicht oben auf dem Abgschütz, vom Titlis und Sustenhorn bis in die Berner Alpen, tief unter uns den Seefeld-See und die Aelggi-Alp, und auf der andern Seite das Wandergebiet der Melchsee-Frutt mit dem Melchsee.

    Ohne gross an Höhe zu verlieren, gehts vom Grat nach rechts (der Wegweiser zeigt zu wenig nach rechts; entsprechende Wegspuren bergab sind falsch), wo auf der andern Seite des Zauns ein gut angelegter Zickzackweg talabwärts führt.

    Variante: 30 Minuten vor Melchsee-Frutt steht ein Wegweiser, wo wir, wenn wir es wollen (oder das letzte Bähnchen nicht mehr erreichen würden) in 1h40 zu Fuss zur Stöckalp hinabsteigen könnten.
    Wir aber wandern auf gleicher Höhe weiter, am romantischen Blauseeli vorbei und hinunter zum Damm des Melchsees. Am Ende des Damms umgehen wir die Hotel-Bauruine links und befinden uns im Zentrum von Melchsee-Frutt (Laden).
    Nebenan befindet sich die Bergstation der Seilbahn Melchsee-Frutt - Stöckalp.

    Alp Stepfen

    WC Stepfenalp

    Abgschütz

    Blausee

    Aufstieg zur Bachegg ab Melchtal:
    Bei der Kirche in Melchtal (894 m) wandert man hinab zur Melchaa und folgt ihr aufwärts bis zum Flüemätteli. Da weist der Wegweiser rechts aufwärts. Nach wenigen Minuten erreicht man den Wasserfall vom Arnibach. Nun geht es ordentlich aufwärts zum unteren und oberen Hangifeld. Durch eine schluchtartige mit Wald bestückte Gegend geht es dann leicht aufwärts zum Talischwendli. Von da geht es wiederum aufwärts zur Arnialp. Da gönnt man sich eine Ruhepause. Über Alpweiden steigt man dann in vielen Kehren hinauf zur Forstegg. Eine herrliche Rundsicht ist die Belohnung für den etwas anstrengenden Aufstieg. Ringsum Berge und wieder Berge bis zur riesigen Gletscherwelt im Berner Oberland. Nun geht es gemütlich abwärts zur Bachegg.
    Quelle: http://www.melchsee-frutt.ch/




     
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    Karten und Bücher
    • 1:25'000 Wanderkarte Brünig, mit Wandervorschlägen , bei http://www.snowtrailmaps.ch
    • 1:50'000 Obwaldner Wanderkarte
    • 1:60'000 Vierwaldstättersee, Engelberg, Luzern, Schwyz, Kümmerly+Frey, bei-Amazon.de
    • Online-Panoramakarte Engelberg - Jochpass - Melchsee-Frutt - Hasliberg
    • Digitale Karten:
    • «Vom Kern der Schweiz», Streifzüge um die Mitte, Moritz Leuenberger etc., bei Amazon.de
    • "Magische Schweiz", Wanderungen zu Orten der Kraft - 24 ausgewählte Routen (Seefeldalp), bei-Amazon.de
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