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W60
Winterwanderung
Saastal VS
Karte -Webcamera Saas Fee
Schwierigkeit: sportlich
Einkehrmöglichkeit: Saas Almagell; unterwegs keine Einkehrmöglichkeit!
An- und Rückreise: Bahn nach Brig
Postauto via Saas Grund Post nach Saas Almagell Post -Fahrplan

 
 
 

 

Zum Mattmark-Staudamm im Winter

Hinweise:
Das Saastal  liegt mitten in den höchsten Bergen der Schweiz. Absolute Schneesicherheit, mildes, reizarmes, südliches Klima, einmalige Landschaften - so wird die "Perle der Alpen" gepriesen. Als Winterwander-Destination ist sie eher unbekannt; noch existieren weder Wegbeschreibungen noch separate Winterwegmarkierungen. Dabei gibt es genügend präparierte Winderwanderwege für eine ganze Woche, die sich dank der guten Busverbindungen bestens kombinieren lassen. Die folgende Wanderung war Teil einer Winter-Wanderwoche. 
  • Die Wege und ungefähren Zeiten ersieht man dem Pistenplan (online-interaktiv mit vielen Zusatzinformationen oder als Gratisprospekt)
  • Bei Lawinengefahr oder Neuschneefällen können Wege gesperrt sein. Infos erhalten Sie in den Tourismusbüros oder auf dem interaktiven Pistenplan unter "aktuell"
  • Nach Wärmeperioden können die Wege vereist sein. Schuhkrallen sind nützlich
  • Wo Loipen mitbenützt werden dürfen, wird auf gegenseitige Rücksicht gezählt. Hunde sind an kurzer Leine zu halten
  • Der Aufstieg zum Mattmark-Staudamm ist recht lang, bei Schneefall kalt und windig. Wir waren 2x bei gutem Wetter oben - am Sylvestertag zusammen mit Dutzenden von Winterwanderern, Schneeschuhläufern, Schlittlern und Tourenfahrern; das zweitemal an einem Samstag - da genossen wir die Szenerie praktisch allein
  • Gewandert: Jan  2007
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Arktische Landschaft 
am Staudamm Mattmark

4h15 (bei weichem Schnee länger), auf- und abwärts je 550m
Route: Saas Almagell Post 1672m - Zermeiggern 1710m (30min) - Eienalp 1870m (40min) - oberste Brücke 2033m (30min)- Staudamm Mattmark 2203m (35min) - Saas Almagell Post (2 h)

Am Dorfplatz von Saas Almagell Post befinden sich Läden und Restaurants - auf unserer heutigen Wanderung die letzte Einkehrmöglichkeit! Für das erste Stück talaufwärts bis "Zermeiggern" gibt es zwei Varianten:


Aufstieg zur Eienalp,
im Hintergrund der Staudamm
Ab Zermeiggern (Kapelle zum Andenken an das tragische Mattmark-Unglück und Sommer-Busstation) gehört die Fahrstrasse den Wintersportlern - sie ist in ihrer ganzen Breite hervorragend präpariert. Wie auf weichem Teppich kann auf den gewalzten Spuren gewandert werden - teilweise führen sie romantisch durch lichten Wald dem Bach entlang talaufwärts. Die gelben Wegweiser nicht beachten!

Vor der Jagdhütte auf der Eienalp geniessen ein paar Wanderer die Sonne. Hier endet die Loipe in einer Schleife hangaufwärts, Schneeschuhläufer folgen bei guten Bedingungen den gelben Markierungen, während die Winterwanderer auf der Strasse nach rechts über die Brücke auf die andere Talseite wechseln. Ein Schneetrax mit groben Ketten hat die Strasse gewalzt, und je nach Schneebeschaffenheit ist eine langsamere Gangart einzuschalten; Wanderer mit Schneeschuhen sind bei weichem Schnee im Vorteil. In gut angelegten Kurven gewinnen wir an Höhe; vor uns steht mächtig der Mattmark-Staudamm, unser Wanderziel.

Bei der obersten Brücke, wo die Strasse erneut die Talseite wechselt, ist mit Stangen eine steile Abkürzung markiert (die Verbotstafel "Durchgangsverbot wegen Gletscherabbruch" gilt für die wärmere Jahreszeit). Hoch oben sieht man den imposanten Allalingletscher, der sich in den letzten Jahren weit zurückgezogen hat. Ein paar Tourenfahrer und eilige Wanderer benützen die Abkürzung. Wir bleiben auf der Strasse, die in einem weiten Bogen an Höhe gewinnt und zum Fuss der Naturstaumauer führt. Ansteigend, der Staumauer entlang, queren wir das Tal erneut. Beim  Restaurant Mattmark (im Winter geschlossen) treffen die beiden Routen wieder zusammen - der ausgegrabene Holzveloständer ergibt ein windgeschütztes Sonnenplätzchen fürs Picknick.

Noch eine letzte Anstrengung - und fünf Minuten später stehen wir auf dem Staudamm Mattmark. Noch ist er nicht gefroren; die alpinen Schnee- und Berglandschaften rundherum sind phänomenal. Wer gute Augen hat, kann die Statue auf dem Monte-Moropass erkennen - dahinter liegt Italien. Erinnerungen an die Tour Monte Rosa werden wach. Talabwärts ist der Rückweg im engen Tal zu überblicken; bald wird es dort schattig sein.


Auf gleichem Weg kehren wir nach Saas Almagell zurück.

Wer einen Schlitten mit breiten Kuven heraufgezogen hat, kann bei hartem Schnee und guten Spuren etwa einen Viertel des Weges fahren.


 
Gasthäuser
Links
Karten und Bücher
  • Wanderkarte 1:50'000 Blatt 284T, bei http://www.wandern.ch oder https://shop.swisstopo.admin.ch/
  • Digitale Karten:
  • "Snowtrailmaps" 1:50'000: wasserdichte Winterwander- Schneeschuh- und Tourenkarten, inkl. Schlittelwege und Langlaufloipen, bei www.snowtrailmaps.ch
  • "Wandern mit dem GA und dem Halbtaxabonnement - Winterwanderungen", Karin Breyer, bei Amazon.de
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  • "Abenteuer Winter"; 21 Touren und Ausflüge für Familien und Abeneuerlustige, Werd-Verlag, bei Amazon.de
  • "Pfade in Weiss", Winterwandern, Schlitteln, Schneeschuhlaufen in den Schweizer Bergen, Amazon.de
  • "Wandern und Geniessen im Winter, die schönsten Schneeschuh- und Winterwander-Weekends in der Schweiz mit Berghotel-Komfort, AT-Verlag, bei Amazon.de
Winterwanderungen im Saastal

Bei der Wandersite findet man nicht nur Wegbeschreibungen und Links dazu, sondern auch Adressen und Telefonnummern der Gasthäuser unterwegs. Es liegt in der Natur der Sache, dass solche Informationen veralten. Hier werden Besucher um Verständnis und aktive Mitarbeit gebeten - Nachwanderer werden es Ihnen danken. Aktualisierungen, Erfahrungen oder eigene Wandertipps nimmt gerne entgegen: info@wandersite.ch
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