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- Cabane
des
Becs de Bosson
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Diese Wegbeschreibung stammt nicht von
der Wandersite und wird ungeprüft publiziert. Aktualisierungen nimmt gerne entgegen: info@wandersite.ch.
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Eingesandt
von Birgit Rubin; gewandert
Anfang September 2009 - herzlichen Dank!
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Hinweise:
- Das Wallis ist vor allem bekannt durch seine von
Gletschern umgebenen Viertausender, wie der Grand Combin,
das Zinalrothorn und das Weisshorn. Durch dieses Mekka der
Hochalpinisten haben wir eine Tour geplant, die uns (fast)
ohne Eisberührung vom Tal der Hérémence (bei Sion) bis
nach Zinal führt. Unser schweißtreibendes Unternehmen
führt uns nicht nur auf Hütten, die zwischen 2660m und
3256m hoch liegen, sondern auch von Tal zu Tal, so dass
fast jeden Tag ein Pass überquert werden muss. Uns
erwartet hochalpines Ambiente ganz nah einer
Gletscherwelt, deren Gefahren und Risiken jedoch in
sicherer Entfernung bleiben.
Der
Schwierigkeitsgrad der Tour ist EB/T3,
d.h. wir wandern in sportlich langen Etappen durch
anspruchsvolles Gelände. Es sind alles
gute Bergwege ohne Kletterstellen.
- Schlüsselstelle
ist die 25m hohe, fast senkrechte Leiter am Pas des
Chèvres am dritten Tag (die allenfalls umgangen werden
kann) sowie der etwa 30-minütige Weg über den Gletscher
zwischen Dix-Hütte und Pas de Chèvres: damals war er
aper, durchgängig markiert und gut begehbar (wir hatten
keine Grödel). Aber da sollte man vorher den Hüttenwirt der
Dix-Hütte anrufen oder mailen und nach dem Zustand fragen
- Die
Route ist eher konditionell anspruchsvoll, weniger technisch
schwierig. Der Mont L'Etoile Gipfel ist viel steiles
Schuttgelände, aber mit Trittscherheit und Schwindelfreiheit
wirklich OK
- Die Tour war
eine meiner besten in der Schweiz - anstrengend, viele
Höhenmeter, die hohen Übernachtungen, aber genial,
immer an Rand der 4000er lang! Das Wetter war aber auch
perfekt damals.
- Anreise:
Bahn nach Sion VS, Postauto Sion - Le Chargeur
(an der Staumauer Grande Dixence) (Fahrplan).
- Rückreise:
Postauto Zinal - Sion
- Schweizer
Online-Karte mit Haltestellen und Unterkunftsadressen: https://www.mapplus.ch
Die Etappen:
Tag 1:
Von der
Bergstation Le Chargeur (2364m) zur Cabane de Prafleuri
(2660m)
Tagesetappe 1:40
Std., 400m Aufstieg, 100m Abstieg
Ab Sion fahren
wir mit dem Bus nach Le Chargeur am Fuß der
Staumauer des Lac de Dixence. Hier ist ein kleines
Informationszentrum. Für den ersten Aufstieg hilft uns die Kraftwerk-Seilbahn.
Der Wanderweg zur
Hütte hat eine geänderte Wegführung, die in der gelben Karte
für Arolla von 2005 noch nicht so verzeichnet ist.
Der markierte Weg
führt zunächst hinab in die Combe de Prafleuri,
quert den Bach, dann steigt er fast bis zum Punkt 2317
und trifft auf den Weg, der von "Pralong" hinaufführt. Hier
hält man sich links und steigt langsam hinauf zur Cabane
de Prafleuri. Rechts des Weges haben wir in der
Abendsonne eine große Herde Steinböcke in den Felsen über
uns bewundern dürfen.
- Übernachtung:
Cabane
Prafleurie, 2662m, Tel. (+41) 027 281 17 80 oder
(+41) 079 628 46 32 (ca. 1h30 ab Dixence Barrage)
Gasthäuser und Links:
Tag 2:
Cabane de
Prafleuri (2660m) - Col de Roux (2804m) - Lac des Dix
(2364m) - Pas du Chat - Gipfel Tête Noir (2981m) - Cabane
des Dix (2928m)
Tagesetappe 4:30
Std., 750m Aufstieg, 400m Abstieg
Von der Cabane
de Prafleuri geht es auf neuem, aber bei Feuchtigkeit
recht rutschigem Weg über den Col de Roux hinunter
zum Lac des Dix. Wir wandern auf breitem Weg am
größten Stausee der Schweiz entlang bis zu dessen Ende. Hier
folgt der steile Aufstieg über den Pas du Chat zum Punkt
2574. Dann wird der Weg weniger steil und führt
zunächst auf der Moräne in die Geröll- und Eislandschaft des
M.Blanc de Cheilon hinein.
 Der Gipfel des Tête
Noir liegt fast am Weg und ist am einfachsten im
großen Linksbogen zu erklimmen. Er bietet einen
unvergleichlichen Ausblick in die Nachbartäler bis hin zum
Dent Blanche und Matterhorn. Zum Abstieg zur Cabane des
Dix gehen wir zurück zum Gedenkkreuz und nehmen den
markierten Weg.
- Übernachtung: Cabane
des Dix, Tel. (+41) 027 281 15 23 (Hütte) oder (+41)
079 373 20 01 (Hüttenwart)
Links:
Tag 3:
Cabane des Dix
(2928m) - Glacier de Cheilon - Pas de Chèvres (2855m) -
Remointse de Pra Gra (2497m) - Cabane des Aiguilles
Rouges (2810m)
Tagesetappe 5:30
Std., 700m Aufstieg, 900m Abstieg
Vorbemerkungen:
- Gletscher
zwischen Dix-Hütte und Pas de Chèvres: damals war er
aper, durchgängig markiert und gut begehbar (wir hatten
keine Grödel). Aber da sollte man vorher den Hüttenwirt der
Dix-Hütte anrufen oder mailen und nach dem Zustand fragen
- Leiter zum
Pas de Chèvres: Wir sind ohne Klettersteigset
gegangen und würde keins mitnehmen, ausser es ist jemand
besonders unsicher, dann wird es helfen.
- Variante für
nicht Schwindelfreie: Parallel zum Pas de Chèvres (200 m
links von den Leitern) führt ein unglaublich steiler Weg
über den etwas höheren, aber steinschlaggefährdeten
Col de Riedmatten 2919m.
Der berühmte Gebirgswettlauf La Patrouille des Glaciers
führt hier durch (der
Hüttenwart hat uns davon abgeraten).
Unterhalb des Passes treffen die beiden Varianten wieder
zusammen (Tour Val d'Hérens)
Wir überqueren den
flachen Gletscher auf mit roten Punkten markierten
Weg problemlos und ohne besondere Ausrüstung. Dann erfolgt
der Aufstieg mit Markierung Richtung "Col de Riedmatten"
durch steiles Blockgelände. Unterhalb der Felswand halten
wir uns rechts und erreichen über die etwa 25m hohe, fast
senkrechte, aber stabile Leiter den Pas de Chèvres
(1:30 Std. von der Hütte).
Vom Pas de
Chèvres steigen wir in 50 Minuten hinab zur verfallenen
Hütte bei Punkt 2399 und biegen dann unmarkiert nach
links auf den Fahrweg, der bei leichter Steigung in 40 Minuten
zum verlassenen Weiler Remointse de Pra Gra führt
(Wasserstelle!).
- Aussichtspunkte:
Von Remointse de Pra Gra geht es in 5
Minuten zum nahegelegenen Grasgipfel mit dem Kreuz oder
auf markiertem Weg in 20 Minuten (?) Richtung Hütte zum
Gipfel des Tete de Tronc.
Von Remointse de Pra Gra brauchen wir 1:20 Std., um im
großen Bogen unterhalb der zackigen Aiguilles Rouges die Cabane
des Aiguilles Rouges zu erreichen.
- Übernachtung:
Cabane des Aiguilles Rouges, Tel. +41 (0)27 283 16
49
Zusatzvariante:
Gipfelmöglichkeit Mont
de l’Etoile 3370m/3 Stunden:
Nach kleiner Rast
in der Hütte steigen wir mit kleinem Gepäck in knapp 2
Stunden hinauf zum Gipfel mit herrlichem 360 Grad Rundblick.
Der Weg ist zunächst rot-weiss, dann blau-weiss und dann
grün-weiss markiert (Schwierigkeit T3). Er führt zunächst
über eine lange Moräne, biegt dann nach rechts und geht
durch Geröll und über fast sandige Hänge und eine schwarze
Kuppe auf schuttigem Weg hinauf zum ersten Gipfel. Der
eigentliche Gipfel mit dem Steinmann ist eine interessante
Fotokulisse, bleibt aber für uns unerreichbar (Grat mit
Kletterei). Für den Rückweg zur Hütte brauchen wir eine
knappe Stunde.
Tag 4:
Cabane des
Aiguilles Rouges (2810m) - Lac Bleu (2092m) - Alpage de
l’Etoile (2270m) - Les Haudères (1450m) - La Sage
(1644m)
Tagesetappe 6:15
Std., 600m Aufstieg, 1550m Abstieg
In 1:20 Stunden
wandern wir von der Cabane des Aiguilles Rouges auf
schönem Weg hinab zum Lac Bleu.
Auf dem folgenden
Abschnitt des Höhenweges in Richtung "Le Tsalè de la Coûta"
ist nach etwa 30-45 Minuten der markierte Weg gesperrt und
die Wegführung geändert. Der neue Weg ist auf der Karte
Arolla von 2005 nicht eingezeichnet. Es gibt leider keinen
Hinweis darauf, dass der markierte Weg einen Anstieg von gut
300-400m mehr erfordert als der eingezeichnete Weg. Die Mühe
wird mit einem herrlichen Panoramaweg belohnt. Mit
wunderbarer Aussicht führt der wenig markierte, aber
deutlich sichtbare Weg auf und ab bis zur Alpage de
l’Etoile auf 2270m (2:10 Std von Lac Bleu).
Von hier kann man
den steilen Abstieg nach Les Haudères (1:45 Std.)
und dann den Anstieg durch den Wald nach La Sage (1
Std) machen. (Wir wanderten alternativ weniger steil, aber
etwas weiter auf unmarkiertem Weg über Punkt 2171 und La
Niva hinunter nach Evolène. Der Weg führt dann etwa 2 km
entlang der Straße, bevor er steil nach La Sage
hinaufsteigt.)
Abkürzungsmöglickeit:
Alternativ kann man diesen Tag leichter gestalten, indem man
direkt nach La Gouille absteigt und mit dem Bus nach
Les Haudères und La Sage fährt.
Gasthäuser und
Links:
Tag 5:
La Sage (1644m)
- L’A Vieille (2370m) - Pas de Lona (2787m) - Cab. des
Becs de Bosson (2983m)
Tagesetappe, 6:30
Std., 1600m Aufstieg, 300m Abstieg
Etwa 1600
Höhenmeter wollen überwunden werden bis zur Hütte. Zunächst
führt der Weg von La Sage durch den Wald in 2:30 Std
nach Volvoron (Wasserstelle am letzten Haus vor dem
Aufstieg rechts vom Fels). Dann weiter mit herrlichen
Aussichten in 2 weiteren Stunden hinauf nach l'A Vielle.
Über Weiden und
Alpwege wandern wir zum Schluss recht steil hinauf zum Pas
de Lona (1:15 Std). Vom Pass brauchen wir weitere 45
Minuten auf dem schottrigen Kammweg zur herrlich gelegenen
und sehr freundlichen Cabane des Becs deBosson.
Links:
Tag 6:
Lac de Lona
(2640m) - Basset de Lona (2792m) - Lac de Moiry (2250m) -
Col de Sorebois (2835m) - Corne de Sorebois (2895m) -
Bergstation Sorebois (2438m) / Zinal (1675m)
Tagesetappe, 6:15
Std., 800m Aufstieg, 1340m Abstieg (bei 1 Talfahrt)
Der Weg führt von
der Hütte hinab zum Pas de Lona und weiter zum
Bergsee Lac de Lona. Über Matten steigen wir auf
einem Fahrweg zum Basset de Lona, dem Übergang vom
Val d´Herens ins Tal Val d’Anniviers. Wir steigen weiter auf
dem neuen Fahrweg in ausgedehnten Kehren ab zum Lac de
Moiry mit Einkehrmöglichkeit, den wir nach 3 bis 3:30
Stunden ab Hütte erreichen.
Der Aufstieg für
hinauf zum Col de Sorebois mit Gipfel Corne de
Sorebois ist recht steil und dauert etwa 2 Stunden.
Nach 45 Minuten sind wir an der Bergstation Sorebois
und nehmen gemütlich die Bahn nach Zinal.
Gasthäuser und Links:
Tag 7:
Zinal (1675m) -
Les Doberts (1760m) - Alp Combautanna (2578m) - Cabane de
Tracuit (3256m)
Tagesetappe 5 Std.,
1600m Aufstieg, 0m Abstieg
Hier beginnt der
vielleicht grandioseste Teil der Tour. Selten wird man in
den Alpen so nah an eine dem Wanderer sonst vorenthaltene
Welt geführt - hautnah erscheinen die Eisabbrüche und Séracs
der von Weisshorn, Zinalrothorn und Dent Blanche sich
herabwälzenden Gletscher.
Von Zinal
steigen wir über Les Doberts und Alp Combautanna
hinauf zur Cabane de Tracuit. Der erste
Aufstieg ist steil und mühsam, aber oberhalb der Alp Tracuit
wird der Weg flacher.
Tag 8:
Cabane de
Tracuit (3256m) - Roc de la Vache (2581m) - Zinal (1675m)
Tagesetappe, 5
Std., 100m Aufstieg, 1700m Abstieg
Zunächst auf dem
Hüttenweg abwärts bis zur Kreuzung zum Roc de la Vache
- herrlicher Aussichtspunkt! Von hier steigen wir über den Punkt
1908 auf angenehmen Wegen hinab ins Tal der Navisence
und auf breitem Weg nach Zinal
Links
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