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Nr. 466
Tageswanderung Tessin
Region Leventina
Karte mit eingezeichneter Wanderroute -Webcam Catto ob Lurengo
Schwierigkeit: sportlich
Einkehrmöglichkeit: Rif.Suaisa, Sobrio
Anreise: Bahn nach Faido, Postauto Faido - Molare
Rückreise: Postauto Sobrio - Lavorgo - Faido -Fahrplan

 
 
 

 

Leventina: Sentiero dei monti, Teil 2

Hinweise: Parallel zur "Strada alta Leventina" verläuft ein paar hundert Meter höher der "Sentiero dei monti". Highlights: Schöne Wald- und Wiesenwege, teilweise Hochmoor, kaum Hartbelag, grandiose Weitblicke und immer wieder warme Sonnenplätze auch im tiefen Spätherbst. Der Weg wurde gesponsert vom Leventina-Förderer Steiner, weshalb er auch "Sentiero Steiner" genannt wird.
Gewandert: Anfang November 2002 - aktualisiert September 2009 (Henrik Silberstein)

 
  • Die Wanderung kann unternommen werden, wenn auf 1700 m Höhe kein Schnee liegt und nachts kein Frost herrscht (sonst vereiste Stellen an Schattenhängen).
  • Obwohl der Sentiero dei monti (vor dem Schlussabstieg) immer zwischen 1500 - 1700 m verläuft, läppern sich die vielen Auf und Ab's zusammen.
  • Die hier beschriebene Variante folgt beim Schlussabstieg dem "Sentiero vecchio" direkt nach Sobrio. Der "Sentiero dei monti" macht einen Bogen über Puscett und Cascine und wäre mindestens 0.40 h länger.
  • Ein frühzeitiger Abstieg nach Cavagnago ist möglich. Damit verkürzt sich die Wanderung um 0.45 h.
  • Mit dem 9.40 Uhr-Postauto ab Faido kann die Wanderung gut in einen Tag "verpackt" werden. Sobrio ab 16.40 h und 18.40 h (Stand 2005)

  • Teil 1 siehe Wanderung Nr. 465

    5.10 h, aufwärts 680 m, abwärts 1030 m
    Route: Molare 1495m - Matengo 1510 m (0.50 h) - Cassin 1520m (0.15 h) - Aldescio 1550m (0.15 h) - Fragèira 1733m (1 h) - M.Angone 1570m (0.20 h) - Ristorante Suaggia 1542m (0.20 h) - Singiasco 1582m (0.25 h) - Fararenca 1619m (0.25 h) - Usc 1474 m (0.35 h) - Sobrio 1145m (0.45 h)

    In Molare schlendern wir zur Kirche, wo wir den Wegweiser "Sentiero dei monti" finden. Während der ersten anderthalb Stunden geht es bequem der Höhenkurve entlang Richtung Süden. Ein Waschhäuschen am Dorfrand von Molare, ein Aussichtspunkt mit Bänklein bei der nahen Kapelle und der tolle Panoramablick auf der Alp Matengo sind Höhepunkte dieser ersten Etappe.

    Wir kommen bei der Alp Cassin vorbei und wandern auf einem Kiessträsschen nach Aldescio, wo es zwischen den untersten Häusern weiter geht. Nach dem Holzbrücklein finden wir links weitere Markierungen. In stetem Auf und Ab folgt ein romantischer Pfad durch Wiesen, Hochmoor und lichten Wald. Später wird daraus ein ruppiger, stein- und wurzeldurchsetzter Bergweg. Nach einem kurzen, aber happigen Aufstieg sind wir in Fragéira beim höchsten Punkt unserer Wanderung angelangt.

    Sanft geht es bergab, zuerst auf einem alten Saumpfad, dann auf einer Kiesstrasse. Nach MontiAngone mit dem Weiler Buiett kommen wir am schön gelegenen Ristorante Suagga (oder "Suaiza") mit den einladenden Holzbänken vorbei, das leider um diese Jahreszeit geschlossen ist. Es folgt ein angenehmer Waldpfad zur Alp Singiasco.

    Abkürzung: 5 Minuten nach der Alp Sigiasco könnten wir bei einer Verzweigung innert 50 Minuten nach Cavagnago hinunterwandern und dort das Postauto besteigen.
    Wir aber folgen weiter dem Sentiere dei monti, auf und ab, dann für 5 Minuten auf einem Teersträsschen nach Fararenca hinauf. Wieder führt uns ein schöner Weg durch gelben Arvenwald, an Ginstersträuchen vorbei, die ahnen lassen, dass der Sentiero dei monti auch im Frühling lohnenswert sein muss.

    Den gut beschilderten Weg permanent folgen, der "Puscett" weist: durch Fararenca nach Pascorasc (Punkt 1586) - wir befinden uns auf einem gefestigten Weg. Nach dem letzten Haus des Kleinstweilers Pascorasc kommt ein grosser Stein, auf dem der Wegweiser (weiss-rot-weiss) aufgemalt ist: strikt folgen! Auch wenn kurz danach ein deutlicher Weg nach rechts im Wald erscheint (Punkt 1610 - nicht markiert)  links folgen: die Wegmarkierung fanden wir erst beim forschen Herumschauen!

    So kommt man auf eine Anhöhe mit weit verstreuten sehr modernisierten Rustici...schliesslich muss man so dem Weg gefolgt sein, dass man den kitschig wirkenden eingefassten Tümpel mit den Holzenten erreicht: das ist Puscett (Punkt 1678).

    Dort weist das Schild nach "Sobrio via Cascine" ...der Nachteil, man müsste lange auf einer Strasse bis nach Usc marschieren! Man nehme stattdessen gleich hinter dem Wegweiser den Weg rechts hinunter, auf dem alten Pfad, wo wir sehr verblasste Markierungen auf den Steinen entdecken. Der Weg ist eine einzige Finnenbahn, wie wohltuend! Am Waldrand angekommen: ein paar Häuser, aber keine Markierungen. Man muss aber an einem alten grünen Jeep vorbeigekommen sein, der links am Weg steht - nach diesem "Ereignis" 50 m später ins offene Feld treten, abschüssig und den untern Weg fokussieren (Strasse Usc - Puscett), dabei ist ein hoher Zaun zu überwinden (Achtung Baustelle) ... Nach der roten Sitzbank etwa 200 m weiter unmarkierte Abzweigung nach links (Trampelpfad) nach "Usc" nehmen... und in Usc staunt man über eine phantastische Markierung inkl. Wegweiser - sieht alles frisch aus.

    Im Zickzack geht es durch den Weiler Usc bis zum letzten Haus, wo rechts der Abstieg beginnt (Bodenmarkierung). Etwas ruppig und steil, aber gut angelegt, geht es zur Kapelle hinunter, wo einige Stufen nach der Kapelle der Weg deutlich nach links zeigt. Man folgt der tiefen Schlucht, an dessen Ende umfangreiche Bauarbeiten (September 2009) am Bachbett mizuverfolgen sind. Sobrio ist erreicht!

    Rückmeldung:


    Tipp: Hörstation mit Gotthardgeschichten: Sobrio liegt 800 Meter über dem südlichen Eingang des Gotthard-Basistunnels. Von hier aus verbindet der 57 Kilometer lange Tunnel das Tessin in Hochgeschwindigkeit mit der Deutschschweiz: ein enger, finsterer Schlund, der die Reisenden eine kurze Zeit lang umgibt, bevor er sie im Kanton Uri wieder ans Tageslicht entlässt. Die Hörstation finden Sie auf der Terrasse des Ristorante Ambrogini, gleich beim Dorfplatz; sie ist vom 10. Juni bis 31. Oktober in Betrieb. Informationen: Rist.Ambrogini, Tel: +41 (0)79 299 56 78 oder 091 864 13 18 (Zimmer)


     
    Gasthäuser
    • Angone Suaggia / Suaiza: Ristorante Chez Tiz, 091 865 11 78, im Winter geschl., Mo Ruhetag. Info T.Balmelli, Tel. 091 857 13 15, keine Übernachtungsmöglichkeit
    • Sobrio: Ristorante Ambrogini, Tel. 091 864 13 18 (Zimmer), sehr gastfreundlich
    • Sobrio: Osteria Pineta, Tel.091 864 15 62
    Links
    Karten und Bücher
    • 1:50'000 Valle Leventina 266T, erhältlich bei Schweizer Wanderwege
    • 1:60'000 Nordtessin/Sopraceneri, Kümmerly+Frey, bei-Amazon.de
    • Digitale Karten:
    • "Strada Alta, Leventina", Bedrettotal, Wanderführer zu einem der schönsten Wandergebiete des Tessins, Ott-Verlag, bei Amazon.de
    • "Bergwandern im Tessin", 45 Wanderungen auf stillen, geheimnisvollen Pfaden zwischen Gotthard und Como, 2010, AT-Verlag, bei Amazon.de 
    • "Alpinwandern Tessin - anspruchsvolle, einsame Wanderungen und Trekkings südlich des Gotthards", bei Amazon.de
    • "Die schönsten Höhenwege der Schweiz" AT-Verlag, bei Amazon.de
    Wanderungen in der Gegend:

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