zur Titelseite
Wandertipps
der "Wandersite"
Wandertipps 
im Internet
Allgemeine
Wanderlinks
Verschiedenes
Trekking-Routen Ganze Schweiz Unterkunft Ausflugsportale
1-Tageswanderungen nach Regionen Wetter und Notfall Alles über die Schweiz
2-Tageswanderungen Nachbarländer Fahrpläne und Adressen Wanderinfos
Winter-Wanderungen Geführte Touren Tourismusbüros Foren und Pinwände
Wandern mit Kindern Ausrüstung Geschenk-Ideen
Aktuell Hotel-Wanderwochen Bücher und Karten info@wandersite.ch
67
Wandertage Schwierigkeit Karte mit Zoom Webcam Catto
2 - 5 T2
Strada alta Leventina
 

Wegweiser in der Bahnhofunterführung Airolo

Die Strada alta Leventina ist ein schöner Höhenweg auf der Südseite der Leventina, hoch über dem verkehrsgeplagten Tal. Ausgedehnte Wälder, immer wieder tolle Ausblicke ins Tal und in die Berge.

Neben einigen Hartbelagstrecken viele schöne Wiesen- und Waldwege, durchgehend rot-weiss als "Bergwege" markiert. Die Wanderzeiten auf den Wegweisern sind eher knapp bemessen.

Stimmen dazu:

  • E.G., 2004: "Ich war mit einer durchschnittlichen Wandersfrau unterwegs. Die Marschzeiten konnten problemlos  eingehalten werden.

  • Tipp: Wer 6-7 Std. wandern kann, schafft die ganze Strada alta Leventina in 2 Tagen (1 Übernachtung), inkl. An- und Rückreise."
  • V.G., Juli 05: "Ich habe letzte Woche die 3-tägige Wanderung der Strada alta gemacht. Zuerst herzlichen Dank für die exakte Beschreibung der Etappen. Ihre Zeitangaban entsprachen schon viel eher der Realität als diejenigen auf den Wegweisern. Ob die Tessiner tatsächlich so viel schneller sind als der Rest der Schweizer Bevölkerung? Das fantastische Grotto Bel hat übrigens auch Zimmer anzubieten. Ich hoffe, dass ich ein anderes mal die höhere Variante zum Ritomsee machen kann."
  • Wenn es im Norden regnet, im Süden aber mit Nordwind Schönwetter angesagt ist, zieht es viele Deutschschweizer auf die andere Seite des Gotthardtunnels. Die Strada alta bietet sich als erstes Wanderziel an. An der Sonnenseite hoch über der Leventina zu wandern ist immer wieder ein Erlebnis. Die Wanderung kann sogar im Winter unternommen werden, sobald der Schnee auf der Südseite bis 1300 m geschmolzen ist; allerdings sollte es nicht so kalt sein, dass die feuchten Stellen an Schattenhängen gefroren sind.

    Wer zu Fuss ins Tal absteigt, wählt wegen dem vielen Kastanienlaub am Boden vom Herbst bis in den Frühling besser den umgekehrten Weg von Süden nach Norden (ausser wenn der Nordwind bläst!).

    Seit kurzem ist die Strada alta Teil des "Kulturwegs der Alpen" (Trekking 63) und des Trans Swiss Trails (Trekking 98). Auch der Europäische Fernwanderweg E1 führt hier vorbei.
    Die Route ist eingezeichnet:

    Hinweis: Die Markierung der Strada alta beginnt eigentlich in Airolo. Zwar verläuft der Aufstieg vom Dorfausgang Airolo bis zum Höhenweg auf schönen Saumwegen. Doch oben sind um Bugnasco und Altanca  asphaltierte Strecken in Kauf zu nehmen, sodass viele Wanderer mit dem Postauto nach Ronco, Deggio oder Lurengo fahren.

    Viele der Dörfer wirken ausser der Ferienzeit wie ausgestorben. Entsprechend prekär sind Einkaufsmöglichkeiten. Die verbliebenen Gasthäuser sind bieten jedoch freundliche Bedienung und einfache, günstige Übernachtunsmöglichkeiten. Fast alle Dörfer sind (spärlich) per Postauto mit dem Tal verbunden; es ist ratsam, den Fahrplan zum voraus zu konsultieren.
    Letztmals gewandert: Juni 2003

    zur Titelseite
    nach oben


     
     
    Offizielle Route (3 Tage)

    (in Klammern die Zeiten der Wegweiser)
     

    Hinreise: Bahn nach Airolo
    Rückreise: Bus nach Biasca oder Bellinzona  (Fahrplan).
     


    Wegweiser Airolo

    1. Tag, 5.35 h (5 h), aufwärts 590 m, abwärts 580 m, 17 km, davon 7,5 km asphaltiert
    Airolo 1141 m - Valle (0.15 h) - Madrano 1156 m (0.15 h) - Brugnasco 1385 m (0.45 h) - Altanca 1390 m (0.50 h) - Ronco 1368 m (0.20 h) - Deggio 1205 m (0.30 h) - Lurengo 1330 m (0.50 h) - Bosco d'Öss 1346 m (0.20 h) - Freggio 1037 m (0.50 h) - Osco 1156 m (0.40 h)

    Vom Bahnhof Airolo geht es an der Post vorbei zur Gotthardstrasse hinauf und beim Friedhof "Airolo Cimitero" halblinks. Durch Quartierstrassen wandern wir nach Valle, wo die Strada alta abzweigt und als schmaler Pfad zum Bach hinunter führt. Dort zur oberen Brücke und auf Wiesenpfaden hinauf nach Madrano. Hier den Weg links durch die Häuser hindurch nicht verpassen! Das Strässchen kreuzen und auf schönsten Wiesen- und Saumpfaden ansteigen.

    Bei Strada dei Morti kommen wir zur Fahrstrasse; 10 Minuten später sind wir in Brugnasco (Siesta-Kiosk und Café-Bar). Auf dem Teersträsschen nach Altanca marschieren wir nochmals 20 Minuten, bis wir rechts eine Tafel mit einer Fussweg-Variante entdecken: Vor der Tafel führt ein unscheinbares, romantisches, zur Zeit etwas wildes und ungepflegtes  (Juni 2003) Weglein kurz bergab und dann ebenaus, an verschiedenen Hangrutschen vorbei, durch hohes Gras, Stauden und Brennesseln, unterquert die steile Ritomsee-Standseilbahn und steigt dann bei der Kirche von Altanca wieder zum Teersträsschen hinauf. Beim nächsten Wegweiser "Altanca Foss" den Pfeil zum Ritomsee-Restaurant (liegt auf 1850 m) nicht beachten!

    Kurz nach Ronco zweigt rechts ein schmaler Wiesenpfad ab, auf dem wir bis kurz vor Deggio bleiben können.  Ab Deggio folgt eine halbe Stunde Hartbelag - zuerst auf der Fahrstrasse, nach 10 Minuten bei einer Wegstation halblinks auf einem Alpsträsschen. Bei den obersten Häusern am Waldrand beginnt ein schöner Wanderweg zwischen Naturwiesen voller Schmetterlinge und Grillen.

    Nach Lurengo wandern wir im Wald. Ein bequemer Weg zum Bosco d'Öss, dann steigen wir auf einem ruppigen, steilen Zickzackweg voller Wurzeln und Steine bergab. Stolpergefahr; gut auf die Markierungen achten!

    In Freggio auf dem Aussichtsbänklein geniessen wir unsere Pause mit Blick auf die Kehrtunnels der Gotthardbahn. Wer anschliessend die Kirche besichtigen möchte, folge dem Wegweiser "Strada alta" (Spitzkehre auf der Strasse). Die andern kürzen den Weg ab und steigen links durch die Häuser zum Strässchen hinauf. Weiter gehts dem Teersträsschen entlang bis zum obersten Bauernhaus. Die folgende Strecke durch Weiden und lichten Wald sind ein Genuss. Bald ist Osco zu sehen, wo wir übernachten können.
     

    2. Tag, 4.20 h (3.55 h), aufwärts 440 m, abwärts 620 m, 12 km, davon 3 km asphaltiert
    Osco 1156 m (0.40 h) - Calpiogna 1140 m (1 h) - Figgione 1040 m (0.30 h) - Rossura 1060 m (0.10 h) - Tengia 1103 m (0.25 h) - Calonico 970 m (0.50 h) - Grotto Pro Bell 898 m (0.15 h) - Anzonico 979 m (0.50 h)

    Heute gilt es, sich beim Frühstück ausgiebig zu stärken - es ist die letzte Einkehrmöglichkeit für die nächsten 3 Stunden! 5 Minuten nach Osco, bei der 1. Haarnadelkurve, betreten wir wieder Wald. Schmale, idyllische Pfade. Vor dem 2. Bachübergang den oberen markierten Weg benützen. Nach der Brücke steiler Aufstieg nach Calpiogna. Nicht verpassen: Kurz nach der Gartenwirtschaft "La Baita" rechts in den schmalen Wiesenpfad einbiegen. Im anschliessenden Waldstück sämtliche Abzweigungen ausser "Strada alta" ignorieren! Wir gelangen nach Figgino und Rossura, wo wir auf den Pfad hinter den Häusern geführt werden.

    Vor Tengia marschieren wir 10 Minuten auf der Strasse. Beim schönen Doppelbrunnen am oberen Dorfrand gibt es zwei Varianten nach Anzonico: Die "Strada alta" via Sorsello und Monti di Cò 1388 m (zusätzliche 30 Minuten Wanderzeit, schöne Fernsicht) oder den Wanderweg unten durch, dem wir folgen.

    Bequemer Feldweg an einem Wasserfall vorbei, hinauf zur Feriensiedlung (dort halblinks). Im Wald beginnt der Abstieg, vorbei an einem weiteren  Wasserfall, bis wir in einer Spitzkehre auf die Strasse gelangen. Eine Viertelstunde später sind wir in Calonico (schöne Kirche) und wandern auf einem Nebensträsschen weiter bergab, vorbei an einem Bauernhof und ebenaus zum Grotto Bel, das idyllisch unter hohen Kastanienbäumen im Wald steht. Wer zu müde ist für weitere steile Wege, kann in der Nähe den Bus besteigen.

    Der neu angelegte Wanderweg führt am Rande des grossen, originellen Spielplatzes ebenaus in den Wald; wir verlieren an Höhe und wandern auf ein paar Kehren bergab. Nach 10 Minuten geht der Weg steil bergauf, kreuzt die Strasse und führt über viele Wurzeln durch einen schönen Föhrenwald hoch über der Strasse. Zum Schluss wandern wir auf schönsten Wiesenpfaden dem Waldrand entlang nach Anzonico.

    Kirche von Calonico

    Blick ab Osco nach Süden

    Nähe Anzonico

    Wegweiser in Anzonico

    3. Tag,  4.30 h (4 h), aufwärts 335 m, abwärts 980 m, 12 km, davon 1 km Hartbelag
    Anzonico 979 m - Segno 1090 m (0.40 h) - Cavagnago 1020 m (0.10 h) - Ronzano 1105 m (0.50 h) - Sobrio 1130 m (0.10 h) - Valecc (0.10 h) Valloneschlucht - Bidrè di sopra - Bidrè 1032 m (0.25 h) - Diganengo 964 m (0.40 h) - Corecco 800 m (0.25 h) - Pollegio 296 m (1 h)

    Am Südrand von Anzonico, bei der Kappelle Sant’ Antonio, setzt sich die "Strada alta" fort. Aussichtsreicher Weg über Wiesenhänge und aufwärts in den Wald. Durch einen Hag zu zwei Ferienhäusern und weiter ebenaus. Im Zickzack gehts später bergab nach Segno mit der mittelalterliche Kirche Sant’ Ambrogio. Über Wiesengelände senkt sich der Weg zum grossen Dorf Cavagnago hinunter und kreuzt bei der Kirche die Strasse. Steilen Wiesenhängen entlang, dann im Kastanienwald ansteigend, überquert der Höhenweg mehrere Gräben und tritt dann auf die Heuwiesen unterhalb das Dörfchens Ronzano hinaus. Plötzlich erblicken wir den Glockenturm des Kirchleins von Sobrio. Diese sonnige vordeste Ortschaft an der "Strada alta" wird gerne als zusätzlichen Etappenort gewählt.

    Tipp: Hörstation mit Gotthardgeschichten: Sobrio liegt 800 Meter über dem südlichen Eingang des Gotthard-Basistunnels. Von hier aus verbindet der 57 Kilometer lange Tunnel das Tessin in Hochgeschwindigkeit mit der Deutschschweiz: ein enger, finsterer Schlund, der die Reisenden eine kurze Zeit lang umgibt, bevor er sie im Kanton Uri wieder ans Tageslicht entlässt. Die Hörstation finden Sie auf der Terrasse des Restaurants Ambrogini, gleich beim Dorfplatz; sie ist vom 10. Juni bis 31. Oktober in Betrieb. Info: Osteria Ambrogini, Tel: +41 (0)79 299 56 78 oder 091 864 13 18 (Zimmer)
    In Sobrio beginnt der romantische Teil der Wanderung. Auf einem Teersträsschen wandern zum Aussichtspunkt Valecc (Spielplatz). Dort führt ein Pfad an Ginsterhängen vorbei in die imposante Schlucht Vallone. Nach einer Steintreppe geniessen wir hart am Abhang die imposante Sicht ins Tal.  "Die Überraschung folgt aber erst noch: Granitsteintreppen am Abgrund wären ja noch kein Grund zur Beunruhigung - doch hier sind die Stufen mit Algen überwachsen und an diesem Herbstmorgen unangenehm rutschig. Da wird es uns schon etwas mulmig... Noch die eine oder andere heikle Passagen ohne oder nur mit  notdürftiger Wegsicherung sind zu überstehen, bis wir dann bei Bidrè die Schlucht verlassen. Andere, weniger heikle Passagen der Strada Alta sind weit besser gesichert..." H.+ C.S.,2007.

    Sieben Minuten nach Bidrè di Sopra stehen wir vor einem 3 m breiten Tor zu einem Privatgrundstück. Mittlerweile ist dieses vollständig eingezäunt und der Weg ist ums Areal herum markiert, wenn auch auf der anderen Seite des Hauses der kurze Aufstieg durch den Wald über steiniges Gelände nicht so gut ersichtlich ist. Wir kommen an der alten Bärengrube vorbei und geniessen den bequemen Höhenweg durch den Wald. Nach einem letzten kurzen Aufstieg nähern wir uns Diganengo.

    Beim Casa forestale beginnt der lange, aber gut angelegte Abstieg durch den Wald, über den Weiler Corecco und hinunter nach Pollegio. Hinter der Häuserzeile gehen wir 200 m nach links und gelangen rechts zur Hauptstrasse mit Laden und Restaurant. Bus nach Biasca.
     
    Sobrio
    Wegweiser Pollegio

    zur Titelseite
    nach oben


    Vorschlag für 2 Tage:

    Anreise: Bahn nach Airolo, dann

    Rückreise: Alle Etappenorte ausser* sind mit Postauto erreichbar, allerdings fahren die Busse nicht sehr häufig. Es ist darum vorteilhaft, die Fahrpläne zum voraus zu konsultieren oder beim Hinweg den im Postauto aufliegenden Plan mitzunehmen. Von praktisch allen Orten sind auch Wanderwege ins Tal hinunter markiert.
     

    1. Tag: 4 h, aufwärts 330 m, abwärts 580 m
    Route: Altanca 1390 m - Ronco 1368 m (0.20 h) - Deggio 1208 m (0.30 h) - Lurengo 1324 m (0.50 h) - Bosco d'Öss* 1343 m (0.20 h) - Freggio 1037 m (0.50 h) - Osco/Paese 1137 m (0.40 h)

    Von Altanca wandern wir grösstenteils der Strasse entlang nach Ronco und Deggio. Im folgenden Wiesengelände steht die Kappelle San Martino, einem der ältesten kirchlichen Bauten des Tales. Oberhalb der Kirche führt der Weg durch die Wiesen nach Lurengo. Hier beginnt ein schöner Waldweg zum Bosco d'Öss, von wo wir auf einem recht ruppigen, steilen Zickzackweg voller Wurzeln und Steine nach Freggio absteigen.
    In Freggio auf dem Aussichtsbänklein geniessen wir unsere Pause mit Blick auf die Kehrtunnels der Gotthardbahn. Wer anschliessend die Kirche besichtigen möchte, folge dem Wegweiser "Strada alta". Die andern kürzen den Weg ab und steigen durch die Häuser zum Strässchen hinauf. Wir wandern am schönen Rundholz-Neubau, der weiter oben im Bau ist, vorbei und geniessen die folgende Strecke durch Weiden und lichten Wald. Bald ist Osco zu sehen, wo wir an der wärmenden Sonne vor dem Rist. Salzi Platz nehmen und uns verwöhnen lassen.
     

    2. Tag: 5.45 h, aufwärts 500 m, abwärts 450 m (obere Route ab Tengia)
    Osco 1137 m - Calpiogna 1143 m (1 h) -  Figgione 1040 m (0.30 h) - Rossura 1060 m (0.10 h) - Tengia 1099 m (0.25 h) - Monti di Cò* 1362 m (0.50 h) - Anzonico 984 m (1.15 h) - Segno 1090 m (0.40 h) - Cavagnago 1020 m (0.10 h) - Sobrio 1098 m (0.45 h)

    Nach Osco zweigt bei der ersten Strassenkurve ein romantischer Pfad ab. Hier beginnt eine der schönsten Strecken der Strada alta. Am bewaldeten Berghang kreuzt der Weg die markanten Gräben der Wildwasser Ri del Ri und Ri Sciresa. Nach dem Maiensäss Targnett und dem tief eingeschnittene Tal des Baches Formiei folgt die grosse Waldlichtung mit dem geschützt gelegenen Dorf Calpiogna.

    In der Dorfmitte zweigt rechts ein schöner Wiesenpfad ab. Wieder im Gehölz, überquert die Strada alta den gefürchteten Wildbach Ri Bassengo auf neuem Steg und tritt dann auf die Wiesen vor dem idyllischen Weiler Figgione hinaus. Von Stein zu Stein hüpfend, gehts dann über den Wildbach Croarescio zum typischen Leventinerdorf Rossura. Der Wanderweg führt oberhalb der Strasse mitten durch die alten Häuser zum Dorfende. Talseits auf einem Hügel erhebt sich die sehenswerte Pfarrkirche San Lorenzo mit wertvollen Fresken aus dem 15. Jahrhundert; rund um die Kirche ist ein Kappellenkranz von Kreuzwegstationen angeordnet. Bei einer Brücke senkt sich der Weg zur Strasse hinunter, und schon ist das Dorf Tengia in Sicht.

    Bei der Kapelle in Tengia gibt es für den Weiterweg nach Anzonico zwei Varianten: Der eine ist weniger anstrengend und führt von Tengia 1099 m über Ri Bassengo bis auf eine Höhe von 1208 m. Durch Wälder und Wiesen wird auf einem bequemen Weg Calonico 961 m mit seiner weithin sichtbaren Kirche San Martino erreicht. (Je 15 Minuten vor- und nach Calonico ist der Weg asphaltiert.) Beim Grotto Pro Bell gelangt man in den Wald und auf neuer Route bergab und bergauf durch den Wald nach Anzonico; 1.55 h.
    Mühsamer und 30 Minuten länger, aber aussichtsreicher, ist der obere Weg, der von Tengia zur Berghütte Sorsella 1234 m führt. Beim Aufstieg durch den Wald zu den Monti di Cò kommen wir an einem schönen Stufen-Wasserfall vorbei. Eine herrliche Aussicht belohnt die grössere Anstrengung. 
    Monti di Cò
    Über Ravatoi, Casioni und Bosco Salvagata erreichen wir schliesslich ebenfalls Anzonico, wo übernachtet werden kann. An den steilen Hang gebaut, weist der Ort neben soliden Tessiner-Steinhäusern noch viele, gut erhaltene Leventiner-Holzhäuser auf.

    Am Südrand von Anzonico, bei der Kappelle Sant’ Antonio, setzt sich die Strada Alta fort. Nach aussichtsreichem Weg über Wiesenhänge und durch Gehölz folgen die Ställe von Segno und die mittelalterliche Kleinkirche Sant’ Ambrogio. Über Wiesengelände senkt sich der Weg zum grossen Dorf Cavagnago hinunter und kreuzt bei der Pfarrkirche die Poststrasse nach Sobrio. Steilen Wiesenhängen entlang, dann im Kastanienwald ansteigend, überquert der Höhenweg mehrere Gräben und tritt dann auf die Heuwiesen unterhalb das Dörfchens Ronzano hinaus. Plötzlich erblicken wir den Glockenturm des Kirchleins von Sobrio (siehe Tipp "Gotthardgeschichten")

    Henrik Silberstein, Sep.09, http://www.hikr.org/tour/post17058.html:
    "Wir wurden in Sobrio herzlich empfangen durch die beiden Gastgeberinnen in der "Osteria Ambrogini", die mich von früheren Besuchen gleich wiedererkannten – fassten den Speiseplan für den Abend zusammen und führten uns auf die reservierten Zimmer, zum Glück ohne TV. Das schätzten wir besonders auch im Restaurant. Zuerst wurde ein Tessinerteller und Salat gereicht, danach gab es Hirsch und Kartoffeln, im dritten Gang ein Tärtchen mit Birnen und zum Schluss ein Espresso. Die Gastgeberinnen der Osteria verdienen meine eigenen 5 Sterne!"
    zur Titelseite
    nach oben

    Vorschlag für 1 Tag
    Wer nur einen Tag Zeit hat, wählt natürlich die schönsten Strecke aus, zum Beispiel
  • 4.00 h: Lurengo - Osco - Rossura: (Tageswanderung Nr. 454)
  • 6.10 h: Osco Paese - Anzonico - Sobrio

  • Hoch über der Strada alta: "Sentiero dei monti"

    Es gibt ein paar hundert Meter höher einen weiteren parallelen, sehr schönen Höhenweg, den "Sentiero dei monti":

  • Ritomsee - Passo Forca - Lurengo - Predelp - Capanna Prodör - Molare - Sobrio.
  • Er ist unter der Tageswanderung Nr. 465 und Nr. 466 beschrieben   (siehe auch Erlebnisbericht: http://www.hikr.org/tour/post17058.html)

    Vorschlag für Tourenverlängerung ab Sobrio (siehe Trekking Nr. 68: Hoch über dem Val Blenio)

    3. Tag: 4 h, Sobrio - Valloneschlucht - Cap. Pian d'Alpe
    4. Tag: 4.20 h, Cap. Pian d'Alpe - Cap. Piandioss
    5. Tag: 4.30 h, Cap. Piandioss - Baretapass - Acquacalda (oder bis Olivone) im Bleniotal (Busstation, Fahrplan).

    ... oder weiter auf dem Trans Swiss Trail bis Chiasso

    Wer noch nicht genug hat - Anschlusstouren ab Acquacalda:

    zur Titelseite
    nach oben
    Geführte Tour Strada alta


    Verpflegungs- und Unterkunftsmöglichkeiten

    siehe auch Liste der Übernachtungsmöglichkeiten an der Strada alta: http://www.leventinaturismo.ch/upload/lista%20strada%20alta%202010.pdf

    Links und Wegbeschreibungen Touristinfo: Dokumentation

    Rückmeldungen



    zur Trekkingliste
    zur Titelseite
    nach oben
    <