|
|
Eingesandt von Doris Gasser, März 2009 - herzlichen Dank!3.50 h, je 300 m auf- und abwärts
"Die Tour war eine Zangengeburt für mich. Ich musste noch nie die Karte so oft zur Hilfe nehmen, wie auf dieser Wanderung und zweimal musste ich den Weg suchen. Mit allem Suchen habe ich für diese Tour gut 4.30h gebracht. Eigentlich wollt ich noch weiter nach Ueberdorf, aber ich hatte genug. Deshalb habe ich eine Frau angehalten die mich netterweise nach Schmitten auf den Bahnhof geführt hat.
Ich hoffe, dass andere diese Beschreibung ergänzen können. Das Gebiet ist vielseitig und überraschend attraktiv. Es macht neugierig auf mehr."
Meine Probleme haben schon beim Bahnhof Fribourg angefangen, ich habe keinen Wegweiser Richtung "Gotteronschlucht-Galterntal" gefunden. Deshalb bin der Fussgängerzone durch die Stadt gefolgt. Es lohnt sich, der schönen Stadt etwas Zeit zu schenken. Bei der Hauptstrasse gehts durch die Altstadt zur Saane (Sarine auf Französisch) hinunter.
Beim Schulhaus kommt man über die erste Brücke, aus Stein (St. Johann). Rechts dem Fluss entlang bis zur nächsten Steinbrücke (Ponte Milien) kurz dem linken Ufer entlang bis zur Holzbrücke (Pont de Berne). Jetzt kommt man auf einen Platz mit Brunnen. Hier beginnt der Weg zur "Gotteronschlucht-Galterntal". Unbedingt dem Weg an der linken Flussseite entlang marschieren. Er ist gekennzeichnet mit Gotteronschlucht-Galterntal (der rechte Weg geht hinauf zur Autobrücke und hört dort auf).
Dem betonierten Strässchen entlang dem Fluss folgen, es ist eine wilde und romantische Gotteronschlucht. Aber Achtung Steinschlag. In der Schlucht hat es eine Eisenbahn, vermutlich für Kinder, später ein Restaurant (leider war es geschlossen) und eine grosse Fischzucht. Nach ca.20 Minuten ist der Weg entlang des Flusses zur "Ameismühle" gesperrt - schade.
So muss man aus der Schlucht hinauf steigen. Ein neu angelegter Weg geht nach oben. Dort angekommen, bin ich dem Trampelpfad entlang dem Tobel gefolgt. Bis ich zu einer Wanderwegtafel kam, die übers Feld nach "Tafers" zeigte. Beim Spital bin ich links ins Dorf abgezweigt.
Ab dem Dorf Tafers bin ich strassaufwärts Richtung "Juuch / Wyssebach" zum schönen Aussichtspunkt Rüteli aufgestiegen. Es gibt noch einen zweiten Wege nach "Wyssebach", unten dem Bach entlang. Der Unterschied zwischen dem tiefen Tobel und der Höhe ist imponierend. Auf dem Höhenweg über den Brunnenbergrain hat es eine schöne Brätlistelle mit Aussicht. Vom obersten Punkt geht der Wanderweg dem Waldrand entlang via Pfaffenhölzli hinab nach Wyssenbach. Grosse Wanderwegkreuzung.
Ich überquere die Strasse und folge dem Weg Richtung "Ueberstorf". Ich möchte dem Bach nach gehen, finde aber den Weg nicht. So gehe ich nach kurzem Weg hinauf Richtung St. Antoni hinauf. Vor dem Dorf treffe ich auf einen Wegweiser, der links weggeht in den Wald, dem Hügel entlang Richtung "Ueberstorf". Achtung im Wald dem Weg nach unten folgen (keine Markierung).
Nach 20 min. kommt man zum Menzihaus, eine Kreuzung in verschiedenen Richtungen, aber wieder kein Wanderwegzeichen, also gehe ich geradeaus. Der Strasse entlang nach Niedermuhren.
Variante Fribourg - Gorges du Gottéron - Plasselb
4.40 h, aufwärts 530m, abwärts 310m
Route: Fribourg 629m - Gottéron-Schlucht - Ameisenmühle - St.Ursen - Etiwil - Baletswil - Entenmoos - Gauglera - Neuhaus 973m - Plasselb 856m
Wie Bern und Burgdorf ist Fribourg eine Zähringerstadt. Dies sieht man ihr auch an. Das Münster, die Altstadt und die Brücken geben einen Eindruck, den die Stadt grösser erscheinen lässt, als sie in Wirklichkeit ist. Der Bus Nr. 4 (nach Fribourg-Auge) fährt uns in wenigen Minuten vom Bahnhof hinunter in die Altstadt und danach über die Holzbrücke, welche die Saane überspannt. Hier mündet der Galternbach in die Saane und hier beginnt auch unsere Wanderung durch den Galterngraben, französisch Vallée du Gottéron genannt.Die ersten gut 20 Minuten sind asphaltiert und von einigen Häusern gesäumt, zwei davon beinhalten Wirtshäuser. Doch schon auf diesem Abschnitt beeindrucken die Sandsteinfelsen an den Steilhängen. Nachdem ein Wanderweg links hinauf nach "Tafers" abgezweigt ist, verengt sich der Graben zu einer veritablen Schlucht. Der Wanderweg wurde sehr schön auf Holzstegen angelegt, er folgt dem Bachlauf in stetem auf und ab. Ca. 1 Stunde nach Abmarsch in Fribourg erreichen wir die Ameismühle; an der Stelle gelegen, wo sich die Galtera in die Schlucht zwängt.
Nun empfängt uns ein liebliches Wiesental. Ein schmaler Pfad folgt weiter dem Bach. Um nach St. Ursen zu kommen, überqueren wir das Gewässer noch einmal und steigen auf grasigem Feldweg zur Kappelle hinauf. Die schöne Kirche des Ortes zieht uns in ihren Bann. Nun weitet sich die Szenerie und gibt den Blick frei auf die Hügelwelt des Senselandes sowie als recht markante Erhebung im Osten das Guggershörnli. Wir durchqueren den Weiler Etiwil und folgen dem Rand eines kleinen Waldes zu den Häusern von Baletswil. Innerhalb eines weiteren Waldes steigen wir steiler an und erhaschen beim folgenden Aussichtspunkt eine wunderbare Sicht auf das Mittelland und den Jura.
Es ist nun nur noch ein Katzensprung bis nach Rechthalten. Ab hier besteht der restliche Teil der Wanderung leider fast nur noch aus Hartbelag. Anstelle des Hauptwanderweges nehmen wir im Entenmoos den rechts abgehenden flachen Fahrweg bis nach Gauglera, welches zur Gemeinde Giffers gehört. Bei der Kreuzung, wo sich der Start des Lauf-Treffs befindet, links abbiegen (kein Wegweiser). Auf der asphaltierten, aber kaum befahrenen Strasse steigen wir zum Weiler Neuhaus auf, der mit 973m die höchste Erhebung der Wanderung ist. Der Schluss nach Plasselb führt uns durch ein Ferienhausgebiet auf einer kurvigen Strasse, welche wir zwischendurch gottlob auf Feldwegen abkürzen können.
Markus Trachsel, April 2009
| Gasthäuser |
|
| Links |
|
| Karten und Bücher |
|
| Wanderungen in der Gegend |
|