|
|
Sicht vom Seeljiboden
ins Sapüntal
|
Hinweise
- Route:
Der 6-tägige Schanfigger Höhenweg fängt in Chur an und führt
über markierte Wanderwege über Tschiertschen und Arosa
wieder zurück nach Chur
- 2023 wurdie der Schanfigger Höhenweg als Nr.75 markiert und in die regionalen Routen von SchweizMobil integriert
- Beste Zeit:
Juli - September. Die Wege über den Tritt, über das
Weissfluhjoch und von Triemel bis Hütten sollten unbedingt
schneefrei sein.
- Wege:
Viele schmale Bergwege, weiche Moorpfade, aussichtsreiche
Hangwege. Vorwiegend Naturwege; ausserhalb Chur wenige kurze
Hartbelagstrecken (je 10 Min.) sowie 1 h bei Tschiertschen.
- Schwierigkeit:
1. - 5.Tag: T2, 6.Tag: T3 (Skala).
Zwischen Triemel und Hütten ist
Trittsicherheit nötig (Umgehungsmöglichkeit: vorzeitiger
Abstieg). Allfällige Schneereste um Bereich Weissfluhjoch
erfordern besondere Vorsicht.
- Abkürzungsmöglichkeiten:
Jede Etappe kann als Tageswanderung unternommen werden; mit
ÖV besonders bequem erreichbar sind Tschiertschen, Arosa und
das Weissfluhjoch. Entsprechend einfach ist es, die Tour den
eigenen Wünschen anzupassen und sie zum Beispiel auf 3, 4
oder 5 Tage abzukürzen.
- Gemütliche,
leichtere Variante in 8 Tagen: Ruedi Flueler hat mit
seiner Gruppe eine Senioren-Variante
ausgearbeitet
Gewandert:
Anf.Sep.2005
- Tipp für
Winterwanderungen: Die Wege zur Walsersiedlungen Strassberg
(Casanna-Skihaus) und Heimeli sind ab Langwies
gespurt (je 2 h); für den Rückweg können Schlitten gemietet
werden.
Anreise:
Bahn nach Chur, evtl. Stadtbus Nr.9 nach Chur
Meiersboden
Rückreise:
Bahn
ab Chur (Fahrplan)
1. Tag: Chur / Meiersboden - Tschiertschen,
T2
| Route: |
Wanderzeit |
| Chur
Bahnhof - Krematorium - Chur Meiersboden 642m (evtl.
mit Bus Nr.9) |
55min |
| Meiersboden
642m - Passugg 770m |
30min |
| Passugg
770m - Ober Grida 982m - Maiensäss Ricaldei -
Usser-Praden 1135m - Sagentobel - Inner-Praden 1161m |
1h45 |
| Inner-Praden
1161m - Höhi 1262m - Tschiertschen 1343m |
1h |
| Total:
aufwärts 850m, abwärts 110m |
4h10 |
- Abkürzungsmöglichkeiten:
Chur
- Meiersboden mit Stadtbus Nr.9, und Passugg - Inner Praden
- Tschiertschen mit Postauto Chur - Tschiertschen
Dem Bahnhof Chur
gegenüber, zwischen Globus und Café Maron, schlendern wir durch
Bahnhofstrasse und Poststrasse, beim Kreisel die Richtung
haltend, in die hübsche Altstadt (Fussgängerzone). Beim
Martinsplatz gehts halbrechts durch das Metzgertor zum Plessurquai,
dem wir bachaufwärts folgen.
Auf dem Trottoir
zwischen Plessur und Geleise der Chur-Arosabahn wandern wir
talaufwärts. Den Wegweiser beim St.Hilarienbrüggli ignorieren!
Bei der nächsten Brücke überqueren wir die Plessur und steigen
hinter dem Krematorium waldaufwärts. Nach 5 Minuten
zweigt links ein Weglein ab, das uns allmählich wieder zum
Ufer der Plessur führt (Variante Passugg via "Araschgen" siehe
Tageswanderung
Nr.541). Wo die Strasse zum Meiersboden die Plessur
quert, folgen wir dieser zur Zivilschutzanlage Meiersboden.
Auf einem Flurweg
wandern wir zum Weiler Äber und treffen oberhalb des alten
Kurhauses (heute Hotelfachschule) auf die
Kantonsstrasse, die wir queren. Über die Treppe steigen wir
zum Schulhausplatz hinauf und folgen dort dem
Wegweiser "Churwalden/Grida".
Nach einem Waldstück
folgt ein steiler Wiesenpfad dem sonnigen Waldrand entlang bis
hinauf zum Weiler Grida. Tolle Sicht auf Chur! Oben am
Waldrand, 50m nach dem Wegweiser Ober Grida,
verlassen wir die Churwalden-Route und wandern Richtung "Usser
Praden" in den Wald hinein. Nach einer langgezogenen
Linkskurve wechseln wir auf die Schattenseite.
Der breite Weg
steigt regelmässig hangaufwärts. Nach 20 Minuten zweigt links
unsere Route ab, ebenaus in eine Waldlichtung, wo sich der Weg
oberhalb des Hauses verengt. Wieder im Wald, führt der gut
angelegte Pfad oberhalb der Schlucht der Höhenkurve entlang
talaufwärts ins Steinbachtobel. Einige hoche Tritte
sind zu bewältigen. Der Bachübergang ist bei Trockenheit
problemlos; bei Hochwasser ist der Wildbach wohl unpassierbar.
Am Gegenhang führt
der Weg über ein paar Treppen aufwärts, dann schräg den
Waldhang hinunter. Kurz vor dem Waldausgang macht die Route
einen giftigen Schwenker bergauf (der bequemere Weg zum
Waldrand quert später einen Wiesenhang und sollte deshalb nur
in der vegetationslosen Zeit benützt werden). Oberhalb der
Bushaltestelle "Krone Ausserpraden" treffen die beiden Wege
wieder zusammen. Parallel zur Strasse führt der Pfad beim
Dorfbrunnen von Usser Praden auf die Strasse.
Am "Rest.Tobelmatte"
vorbei marschieren wir 7 Minuten auf der Fahrstrasse. Nach dem
Tobel steigt rechts ein steiler, schmaler Pfad durch den Wald,
der oben in den breiten, von "Inner Praden" her kommenden Weg
einmündet.
- Wanderführer-Tipp:
"Weitere 400m auf der Strasse nach Inner Praden:
Kleine Dorfkirche aus dem Jahre 1642 mit der ältesten
Kirchenorgel Graubündens, alte Holzbauten mit Haussprüchen."
Weiter aufwärts, den
weiss/roten Markierungen folgend. Nach einer Spitzkehre haben
wir die Höhe fast erreicht. Nähe Waldrand, hoch über dem Tal,
beginnt der schönste Teil der Wanderung. Der schmale Pfad folgt
der Höhenkurve und führt im Waldsaum durch lichten Lärchenwald,
mit Blick ins Calfreisental (Schanfigg). Oberhalb der
Bushaltestelle "Höhi" führt der Wiesenweg an einem
komfortablen Picknickplatz mit Feuerstelle vorbei und mündet bei
der "Willkommen in Tschiertschen"-Tafel in die Strasse. Der
Strasse entlang erreichen wir in 10 Minuten die
Postautohaltestelle in Tschiertschen.
Gasthäuser und
Links:
2. Tag: Tschiertschen - Ochsenalp - Rot
Tritt - Maran - Arosa, T2
| Tschiertschen
1343m - Löser-Brücke 1683m (1h20) - Ochsenalp 1936m
(1h10) |
2h30 |
| Ochsenalp
1936m - Rot Tritt 2006m |
35min |
| Rot Tritt
2006m - Prätschalp 1985m - Ober Prätschsee 1987m -
Maran 1862m |
40min |
| Maran 1862m
- Arosa 1739m |
30min |
| Total:
aufwärts 650m, abwärts 250m |
4h15 |
- Abkürzungsmöglichkeit:
Gratis-Ortsbus Maran - Arosa
Im Dorfzentrum bei der
Kirche von Tschiertschen gehen wir strassaufwärts durch
das Feriendorf Richtung "Ochsenalp", an den Restaurant
Hühnerköpfe und Furgglis vorbei. Beim Fahrverbot weiter auf dem
Teersträsschen, nun ebenaus durch den ausgedehnten Bleiswald.
Nach einer guten Stunde endet das Teersträsschen, und bald
erreichen wir die Löser-Brücke. Auf schönem Weg gehts
ins romantische Urdentäli. Dem Hang des Weisshorns entlang führt
der Weg aufwärts zum "Gatter und über Bergweiden zur Ochsenalp,
einer grossen Alp mit Gartenwirtschaft.
Nach der Ochsenalp
verzweigen sich die Wege. Der Schanfigger Höhenweg führt
bergauf zum Aussichtspunkt Rot Tritt, von wo wir eine
traumhafte Panoramasicht ins untere Schanfigg und ins Churer
Rheintal geniessen. Picknickplatz mit Feuerstelle. Der Abstieg
Richtung "Arosa" führt über über die Prätschalp und
den Ober Prätschsee nach Maran.
- Variante: Wer
müde ist, kann beim Sporthotel Hof Maran den Gratis-Orstbus
nach Arosa besteigen.
Zu Fuss folgen wir kurz
der Ringstrasse und wandern auf dem Eichhörnliweg durch
den Schutzwald nach Arosa hinunter. Das letzte Stück
führt über die Skiabfahrtspiste zur Talstation des
Tschuggenlifts und zum nahen Bahnhof Arosa.
- Alle Gäste, die
im Sommer in Arosa
übernachten, erhalten die "Arosa-Card" gratis. Damit kann
man kostenlos Bergbahnen, Badi, Bus, Pedalo, Eishalle und
vieles mehr benützen. Ein tolles Angebot!
Gasthäuser und
Links:
3. Tag: Arosa - Medergen - Heimeli, T2
| Route: |
Wanderzeit |
| Arosa 1734m
- Stausee 1607m (30min) - Furggaalp 1695m (20min) -
Tschuggen Alp 2041m (1h10) - Medergen 2000m (20min) |
2h20 |
| Medergen
2000m - Seeljiboden 2072m (30min) - Jatz / Heimeli
1831m im Sapüntal ( 50min) |
1h20 |
| Total:
aufwärts 480m, abwärts 380m |
3h40 |
- Hinweis: Abwechslungsreiche
Bergwanderung
auf weiss-rot-weiss markierten Wegen.
Beim Bahnhof Arosa
gehen wir nach rechts zum Postgebäude und folgen 10 Minuten der
Strasse bergab zum Untersee. Beim Strandbad rechts sehen
wir den Hauptwegweiser wo der "Schanfigger Höhenweg" nach links
abzweigt. Zunächst auf bequemem Kiesweg talauswärts, dann auf
schmalem Wurzelpfad bergab durch ein Waldstück, das Geleise
querend, wandern wir zum Stausee hinunter, wo wir dem
Kiessträsschen Richtung "Medergen" folgen. Nach einer scharfen
Kurve (Abzweigung nicht beachten) gehts gleichmässig bergauf zur
Furggalp.
Ein Wiesenpfad führt
in den Wald hinein und ziemlich steil bergauf. Beim
Aussichtsbänklein lohnt sich ein Blick auf das unter uns
liegende spannende Bahntrassee. Noch zehn Minuten, der Wald
wird lichter, der Weg flacher und führt der Höhenkurve entlang
in den Taleinschnitt hinein. Am Gegenhang sehen wir die Hütten
von Tieja, zu denen wir nun aufsteigen. Über Alpweiden
gehts zur Tschuggenalp. Das Kiessträsschen führt im
leichten Ab und Auf am Naturfreundehaus vorbei zur Alp
Medergen, wo wir auf der Sonnenterrasse des
gastfreundlichen Restaurants eine Rast verdient haben. Gekocht
wird am Holzfeuer, da der Strom fehlt. Es lohnt sich ein Blick
in die heimelige Gaststube.
Oberhalb des
Gasthauses quert der Pfad leicht ansteigend den Wiesenhang zum
Seeljiboden. Auf dem Wegweiser sind zwei Varianten zum
"Strelapass" angegeben:
- Seebjiboden -
Tritt - Latschüelfurgga - Strelapass, 2 h, Eisenleitern -
spezielle Vorsicht bei Schneefeldern - Schwierigkeit T3!
(eindrückliche Bilder: https://www.alpinrunner.ch)
- Seebjiboden -
Heimeli - Strelapass, 2h15
Wir wählen den Weg
Richtung "Heimeli", wo wir übernachten wollen. Durch Kuhweiden
senkt sich der Pfad ins Chüpfer Tälli, überquert den
Bach und folgt bei der nächsten Verzweigung dem Pfeil "Heimeli
10 Min." nach rechts. Der Höhenkurve entlang wandern wir ins Sapüntal
und steigen nach der Brücke zum Gasthaus Heimeli hinauf.
- Variante:
Abstiegsmöglichkeit Heimeli - Langwies Bahnstation (1317m):
1h30
Gasthäuser und
Links:
- Arosa
Unterkunftsliste: https://arosalenzerheide.swiss,
Tel. 081 378 70 20
- Furggalp:
Alpwirtschaft, geöffnet Anfangs Juni - Ende Oktober
- Medergen: Rest.
Alpenrose, Tel. 081 374 21 57 oder 081 374 12 68,
Sonnenterrasse, Küche mit Holzherd (kein Strom)
- Sapüntal: Berggasthaus Heimeli,
Tel. 081 374 21 61, einfache Zimmer und Lager, Reservation
empfohlen. Gemütliche Hüttenatmosphäre (Im Winter ist der
Weg nach Langwies gespurt)
- Langwies: Gasthaus
Edelweiss Tel. 081 374 17 77, Zimmer, im Dorf, 7min oberhalb Bahnstation
- Langwies:
Dorfladen
mit Sitzgelegenheit im Freien, im Dorf neben der Kirche,
Tel. 081 356 42 42
4. Tag: Heimeli - Strelapass - Weissfluhjoch
- Durannapass - Strassberg, T2
- Vorsicht: Anstrengender
Aufstieg zum Strelapass. Bei Schneeresten ist nach dem
Felsenweg im Haupter Tälli besondere Vorsicht unerlässlich
(schattiger Geröllhang, Steinschlaggefahr). Im Zweifelsfall
ab Strelapass auf dem sonnigen Panoramaweg zur
Haltestelle "Höhenweg" wandern (1 h) und mit der
Standseilbahn zum Weissfluhjoch fahren.
- Ausstiegsmöglichkeiten:
Strelapass - Schatzalp 1h (Schatzalp - Davos mit
Standseilbahn oder zu Fuss 1h), Weissfluhjoch - Davos mit
Standseilbahn
- Leichtere
Variante: ab Jatz/Heimeli Abstieg zur Sapünbrücke und
Aufstieg durchs Fondei-Tal nach Strassberg, 4h, siehe Schanfigger
Höhenweg, gemütliche Variante
| Route: |
Wanderzeit |
| Jatz/Heimeli
1831m - Strelapass 2350m |
1h40 |
| Strelapass
2350m - Haupter Tälli - Totalp - Wasserscheid am
Weissfluhjoch 2629m (Seilbahnverbindung mit Davos) |
1h05 |
| Wasserscheide
2629m - Casannapass 2233m (1h15) - Grünsee 2110m
(10min) - Durannapass 2117m (5min) |
1h30 |
| Durannapass
2117m - Sattel 1970m (20min) - Strassberg 1919m (35min
h) |
55min |
| Total,
aufwärts 760m, abwärts 670m |
5h10 |
Nach einem
reichhaltigen Frühstück verlassen wir das Heimeli
Richtung "Strelapass", dem Hauptertällibach entlang
bergauf. Rechts am Berghang sehen wir ein grosses Rudel Gemsen.
Zuhinterst im Tal überqueren wir den Bach (Brettersteg ohne
Handlauf!), gehen kurz nach rechts und steigen im Zickzack den
steilen Berghang hinauf. Oben beim Strela-Passrestaurant sind
viele Touristen anzutreffen - sie kommen vom bequemen Davoser
Panoramaweg oder von der Schatzalp her.
Wir aber folgen nun
dem Wegweiser Richtung "Wasserscheid / Weissfluhjoch". Ebenaus
gehts zum breiten Felsenweg, der imposant in die
Felsen gehauen ist und durch Galerien führt. Teilweise sind
die Seilgeländer gerissen - also besser bergseitig gehen!
Danach wird auf gutem Weg ein steiler Schotterhang durchquert
- vor Steinschlag wird gewarnt. Bald steigen wir auf den Totalp-Skipisten
bergauf. Wie eine Mondlandschaft sieht das Gelände aus, kaum
ein Pflänzchen wächst im steinigen Tal.
Tipp: Falls
der Felsenweg gesperrt ist, kann man ab Strelapass auf dem
Panoramaweg zur "Haltestelle Höhenweg" (2218m) wandern und mit
der Parsennbahn zum Weissfluhjoch fahren (oder
aufsteigen).
Oben bei Wasserscheid
stehen Aussichtsbänke zum Ausruhen zur Verfügung. Die
"Weissfluhjoch-Bergstation" wäre in 15 Minuten zu erreichen.
Ab Wasserscheid
folgen wir dem Wegweiser Richtung "Grünsee", der Skipiste
entlang bergab. Nach einer Viertelstunde nicht der
neuen Piste nach rechts folgen, sondern halblinks in den
Taleinschnitt hinein! Der markierte Pfad verlässt dort den
Pistenweg nach rechts, folgt dem Hang und führt über
Steilstufen zum Masten hinunter, wo er wieder auf den
Pistenweg trifft - falls noch Schneeresten liegen, kann also
dem bequemeren Pistenweg gefolgt werden. Bei den folgenden
Wegweisern gehen wir immer Richtung "Grünsee". Das Seelein,
das wir bald unter uns sehen, ist aber nicht der Grünsee, doch
eignet es sich bestens als Picknickplatz nach dem etwas
ruppigen Abstieg. 20 Minuten später kommen wir am Casannapass
vorbei und könnten an den Gestaden des idyllischen Grünsees
nochmals eine Pause einschalten.
Schöner Wiesenpfad
durch Hochmoorlandschaft zum Durannapass, am
"Duranna-Beizli" vorbei und abwärts zum Sattel, wo ein
Natursträsschen zum hübschen Walserdörfchen Strassberg
führt. Ab und zu kommen uns Biker auf dem Weg Langwies -
Klosters entgegen. In Strassberg beziehen wir unser
ruhiges Nachtquartier.
Gasthäuser und
Links:
| Route: |
Wanderzeit |
| Strassberg
1919m - Berggasthaus Casanna 1944m (20min) - Blackter
Fürggli 2141m (40min) |
1h |
| Blackter
Fürggli 2141m - Nufsch 2061m (30min) - Alagsch 2045m
(20min) - Zalüenja 2070m (1h20) - Hochwang-Hütte 1958m
(20min) |
2h30 |
| Total,
aufwärts 300m, abwärts 260m |
3h30 |
- Hinweis:
Genussreiche Panoramawanderung durch eindrucksvolle
Moorlandschaft, im Wechsel von Trocken- und Feuchtgebiete.
Wasserdichte Schuhe sind von Vorteil.
- Mit
Zusatzschleife (Tipp Wanderführer): Strassberg -
Berggasthaus Casanna - Mattjisch Horn (2460m) -
Arflinafurgga - Faninpass - Zalüenja - Hochwanghütte, 3h45
- Aus- und
Abstiegsmöglichkeiten:
a) zu Fuss:
Hochwanghütte 1958m - Fatschel 1542m (1 h) - St.Peter Rathaus
1259m (20min), Postauto nach Chur (Fahrplan)
b) Hochwanghütte -
Triemel, Bergstation des Sessellifts, 30min.
Ab Berghaus
Stassberg folgen wir fünf Minuten der Naturstrasse
Richtung "Langwies", wo unser Höhenweg rechts bergauf abzweigt.
Oberhalb vom Berggasthaus Casanna steigt ein schmaler
Wiesenpfad hangaufwärts und dreht zehn Minuten später beim
Wegweiser nach links, dem Zaun entlang. Immer den
weiss-rot-weissen Pfosten folgend, mündet der Pfad in den Weg
ein, der von Langwies herauf kommt. Hier die Richtung halten und
zum Sattel hinauf zielen; Murmeltierpfiffe begleiten den Weg.
Oben auf dem Blackter Fürggli lohnt sich ein Blick
zurück - das ganze Fondei-Tal bis zum Durannapass ist zu sehen!
Auf der andern Seite
des Passes ist der Pfad von den Kühen arg zertrampelt. Nach
einer knappen halben Stunde geniessen wir auf einer Kuppe den
schönen Blick auf das Schanfigg, das wir nun in einem
Halbkreis umrundet haben - gegenüber sehen wir Medergen, wo
wir am 1.Tag vorbeikamen. Die Angaben auf dem nahen Wegweiser
Nufsch (Hochwang 1h15) sind falsch - der nächste
Wegweiser Alagsch stimmt schon eher (1h45). Hier die
Richtung halten und der Höhenkurve entlang von Pfosten zu
Pfosten auf dem weichen Wiesenpfad weiter wandern. Es folgt
ein traumhaftes Wegstück durch ein Meer von Alpenrosen-,
Heidelbeerstauden und blühenden Erika hindurch. Gut auf die
Pfosten achten - der Moorpfad zweigt bei einem Bächlein
links b.
Wir kommen an der Zalünja-Alp
vorbei, wo am höchsten Punkt eingezäunte Aussichtsbänke zur
Rast laden, dem Aroser Weisshorn direkt gegenüber. Beim
Wegweiser Zalüenja das Kiessträsschen queren und den
Pfosten entlang leicht rechts haltend bergab wandern. Einem
Erlen-gesäumten Bächlein entlang gehts steil abwärts zu einem
breiten Kiessträsschen, diesem rechts über die Brücke folgen
und den Markierungen entlang zur nahen Hochwang-Hütte
("Skihaus Hochwang"). Auf der Sonnenterrasse geniessen wir
Aussicht und Verpflegung.
Gasthäuser und
Links:
- Strassberg: Berggasthaus
Casanna, Tel. 081 374 20 82, Zimmer und Lager,
ganzjährig geöffnet; Reservation erwünscht. Im Winter ist
der Weg ab Langwies gespurt (2 h).
- Sesselbahn
Triemel - Fatschel: 2023 geschlossen
6. Tag: Triemel - Maladers - Chur, T3
| Route: |
Wanderzeit |
| Hochwanghütte
1958m - Triemel 1849m (30min) - Bargun 1791m (40min) -
Lafet 1855m (30min) |
1h40 |
| Lafet 1855m
- Hütten 1918m (1 h) - Balnettis 1453m (1 h) -
Stoggwald 1255m - Maladers 1000m (1h10,
Bushaltestelle) |
3h10 |
| Maladers
1000m - Tumma 820m - Brandacker 780m (25min) -
Churer Kathedrale 630m (20min) - Chur Bahnhof 582m
(15min) |
1h |
| Total |
5h50 |
- Hinweise:
Wanderung durch einmalige Alpenflora, wilde
Tobel und Bergwälder nach Chur. Bei Hochwasser
erhöhte Vorsicht beim Überqueren der Tobel, die
teilweise mit Ketten gesichert sind. Schmale Pfade
an steilen Grashängen, Trittsicherheit
erforderlich.
- Abkürzungsmöglichkeit:
Bus ab Maladers oder Brandacker nach
Chur.
|
-
Webcam
Chur |
Zunächst führt unser
Weg von der Hochwanghütte fast ebenaus zur Alp Triemel.
Oberhalb der Sesselbahn-Bergstation kreuzen wir ein Strässchen
und folgen dem unscheinbaren schmalen Pfad der Höhenkurve
entlang; er ist mit rot/weissen Pfosten markiert. Der Höhenweg
führt im leichten Auf und Ab über mehrere kleine Bachläufe, an
voll behangenen Heidelbeerbüschen vorbei zu den oberen Hütten
von Bargun (Abstiegsmöglichkeit nach Castiel 1h15).
Um den Hang herum
gehts ins Stellitobel. Nach einer weiteren
Bachüberquerung steigt der Weg hinauf nach Lafet, eine
schön gelegene Feriensiedlung, von wo man auf der einen Seite
das Schanfiggertal überblickt, auf der andern Seite bis nach
Chur sieht (Abstiegsmöglichkeit nach Castiel, Teersträsschen).
Wir folgen dem weichen Wiesenpfad und finden am nordwestlichen
Dorfrand die Fortsetzung unseres Höhenwegs.
Dem Wiesenhang
entlang wandern wir ins imposante Castieler Tobel hinein;
ein Stolpern auf dem schmalen Weg im steilen Hang wäre fatal.
Am Schluss gehts Ketten-gesichert durch die Felsen steil zum
Bach hinunter und auf der andern Seite nochmals rund 100
Höhenmeter im Zickzack bergauf zum Wegweiser Hütten.
Es ist der oberste Punkt unseres heutigen Tages, mit schöner
Sicht ins Tal.
Der Abstieg bis
"Balnettis" ist problemlos - wir folgen den vielen Kurven des
Natursträsschens bergab; unterwegs gibt es eine steile
Abkürzung (die wir nicht benützten).
- Rückmeldung
Monika, Juli 2007: "Am 6. Tag beschreiben Sie den Abstieg
zum Weiler Balnettis über den Fahrweg. 2 Personen unserer
Gruppe nahmen die "steilen Abkürzung". Wir fanden sie
überhaupt nicht steil, ausser vielleicht wenn es regnet oder
nass ist, Sonst viel schöner als das Fahrsträsschen. Sehr
schöne Wiesen."
Beim Weiler Balnettis
führt der Höhenweg scharf nach rechts ins bewaldete Calfreiser
Tobel hinein - der Weg ist so schmal und teils
überwachsen, dass wir manchmal zweifeln, ob wir auf der
richtigen Spur sind. Zwei Bachläufe sind zu überqueren; einzelne
Stellen erfordern nochmals Trittsicherheit; die sichernden Seile
hätten wir uns ein wenig zahlreicher gewünscht. Nach dem
Ausstieg aus dem Kessel gehts auf schönem Pfad kurz ebenaus. Gut
auf den Wegweiser achten - unser Weg zweigt links ab und führt
dann als bequemer Saumpfad regelmässig durch den lichten Wald
bergab.
Bei den ersten
Häusern von Maladers benützen wir für 10 Minuten das
Teersträsschen ins Dorfzentrum (wer müde ist, kann am
"Kehrplatz" im unteren Dorfteil den Bus nach Chur besteigen).
Beim Dorfbrunnen, vor dem Lebensmittelgeschäft
(Wegweiser fehlt), gehts nach rechts am Friedhof
vorbei zum Dorfausgang, wo wir dem Kiesweg bergab folgen. Beim
Weiler Tumma scharf nach rechts, dem Kiessträsschen
entlang durch den Wald. Eine Treppe führt fünf Minuten später
zur Hauptstrasse bei der Bushaltestelle Brandacker
hinunter.
Auf der andern Seite der
Strasse führt der Wanderweg kurz bergab und folgt dann der
Höhenkurve des Waldhangs; ein letztes schönes Stück auf
unserem Schanfigger Höhenweg. Wir queren einen wilden
Brennesselgarten und betreten hoch über dem Schwimmbad das
Kiessträsschen zum Priesterseminar. Beim Gang durch den
bischöflichen Rebberg sehen wir die Altstadt von Chur unter
uns. Wir folgen der Treppe bergab, überqueren die Hauptstrasse
und folgen dem Pfeil "Rätisches Museum".
Durch die gepflästerte
Fussgängerzone flanieren wir an der Kathedrale vorbei,
in die verwinkelten Gassen der Altstadt hinein. Es lohnt sich,
in einem der Strassencafés die Tour abzuschliessen. Wo die
Obere Gasse in die Engadinerstrasse einmündet, kann man den
Bus zum Bahnhof besteigen oder in 10 Minuten den Geleisen der
Aroserbahn entlang den Bahnhof Chur erreichen.
Gasthäuser und
Links:
Wer noch
nicht genug hat...
Infos
Karten,
Literaturhinweise
- 1:25'000
Wanderkarte Aroa und Umgebung, ganzer Höhenweg, bei Arosa Tourismus,
am Kiosk oder: https://arosalenzerheide.swiss
oder bei Amazon.de
- 1:50'000 Blatt
248T Prättigau, bei
https://www.schweizer-wanderwege.ch
oder https://shop.swisstopo.admin.ch/
- Digitale Karte: https://schweizmobil.ch,
Wanderwegnetz der Schweiz, mit eingezeichnetem Schanfigger Höhenweg
- "Davos-Prättigau
- die schönsten Tal- und Höhenwanderungen", Rother, bei Amazon.de
- "Rheintal /
Prättigau / Mittelbünden", Bündner Wanderführer, bei bei BAW
- "Das Grosse
Wanderbuch Graubünden", David Coulin, bei AT-Verlag
- "Alte Wege im
Schanfigg", Hans Danuser, erhältlich bei: https://www.walserverein-gr.ch
- 1. Tag: Arosa
- Medergen - Heimeli, 3h45
- 2. Tag:
Heimeli - Sapün - Holzbrücke ob Langwies P.1428m -
Strassberg, 3h45
- 3. Tag:
Strassberg - Strassberger Fürggli - Fideriser Heuberge,
3h45
- "Walserweg
Graubünden", in 23 Etappen vom Hinterrhein ins Rätikon,
Rotpunkt, bei Amazon.de
Wandern in
der Gegend
- "Schanfigger
Haute-Route", 3 Tage Wandern ohne Gepäck: Litzirüti -
Medergen - Heimeli: https://www.langwies.ch
- Via Sursilvana: Oberalppass -
Disentis - Chur, 7 Tage
- Tschiertschen - Engadin
- Tirano, 10 Tage
- Walserweg Graubünden,
19 Tage
- Wandern ohne Gepäck:
Davos - Arosa - Lenzerheide
- Auf Höhenwegen vom
Schanfigg in die Landschaft Davos, 6 Tage
- "Weitwandern in
Graubünden", Übersichtskarte gratis bei https://www.graubuenden.ch
- Reichenau-Tamins
- Ems - Chur, Tageswanderung
Nr.512
- Flims -
Caumasee - Conn - Tamins, Tageswanderung
Nr.542
- Tamins -
Kunkelspass - Taminaschlucht - Bad Ragaz, 2-Tageswanderung
Nr.101
- Chur - Passugg
- Tschiertschen, Tageswanderung
Nr.541
- Chur
Haldenstein - Untervaz - Landquart, Tageswanderung
Nr.515
- Chur -
Mittenberg - Maladers - Chur, Tageswanderung
Nr.516
- Chur/Brambrüesch
- Dreibündenstein - Feldis, Tageswanderung
Nr.511
- Kulturführung
im Prättigau GR: Sie wandern einer Bergbauernfamilie der
Jahreszeit nach und treffen sie auf Hof, Mahd oder
Maiensäss: https://www.praettigau.info
- 1.Tag: Pany -
Chrüz - Stelsersee - Stelserberg
- 2.Tag:
Stelserberg - Salginatobelbrücke - Schiers - Fanas
- 3.Tag: Fanas
- Taschinastobel - Seewis - Fadärastein - Malans
Feedbacks - vielen Dank!
Juli 2006
"Vielen Dank für die
exakte Wegbeschreibung . Wir haben uns nicht einmal verlaufen.
Die Beschilderung war zwar sehr gut, aber am letzten Tag, als
wir um die Mittagszeit bei 30C in Maladers standen, doch etwas
erschöpft durch Hitze und langen Abstieg, wären wir garantiert
fehl gegangen, da die Markierung fehlte. Wir sind den Weg so
wie beschrieben gegangen, haben im Heimeli, Skihaus Casanna
und Hochwang übernachtet, was überall super war, da der
Schanfigger Höhenweg leider oder glücklicherweise noch nicht
so bekannt ist, und wir 3 Personen, praktisch alleine im
Matratzenlager übernachtet haben. Besonders empfehlen möchte
ich jedoch das Skihaus Casanna, wo wir exzellent gegessen
haben und abends durch ein Riesenfernrohr Gemsen Steinböcke
und sogar einen Adler beobachten konnten.
Bedingt durch die
Auswahl unserer Nachtquartiere hatten wir am 5. Tag nur 3
Std. Wanderzeit. Deshalb haben wir die Tour durch eine
Gratwanderung zum Mattjisch Horn 2461m ausgedehnt (2 Std
zusätzlich); beim Blackter Fürggli rechts gehen. Der an
einigen Stellen etwas ausgesetzte Weg ist nur für
schwindelfreie Wanderer geeignet; er bot die Gelegenheit der
leichten Felsenkletterei und belohnte mit einer tollen
Rundumsicht vom Gipfel.
Neben den
sensationellen Ausblicken haben mich die üppig blühenden
Bergwiesen am meisten beeindruckt. Wir hatten das Glück,
dass noch nicht gemäht war, und obwohl ich seit Jahren in
den Bergen unterwegs bin, habe ich noch nie solch eine
Artenvielfalt erlebt. Rundum, unser verlängertes Wochenende
war ein großes Erlebnis. Wir werden sicherlich zu
Wiederholungstätern. Ist sicher im Herbst auch eine schöne
Tour. In diesem Sinne, packt euren Rucksack und wandert
los!!!!!
Herzliche Grüße aus
dem Schwabenland, Sigrun, Marlene und Christine"
Juli 2007
"Wir hatten
prächtiges Wetter. Die Route ist wunderbar gemacht. Die
Beschilderungen und die Beschreibung finde ich perfekt.
Viele Bergblumen erfreuten uns. Monica M."
Juni 2009
"Ich bin gerade mit
einem Wanderfreund aus Karlsruhe von einer dreitägigen Tour
auf dem Schanfigger Höhenweg zurückgekehrt. Das das
"Heimeli" noch bis zum Wochenende geschlossen hat und ab ca.
2200m reichlich Schnee liegt, sind wir den Weg verkürzt
gegangen. Was mittelfristig interessant sein könnte: Das
Hotel "Tanne" in Fatschel ist bis auf weiteres ohne Pächter,
also geschlossen, und deshalb ist für Übernachtungen auf dem
Höhenweg das "Skihaus Hochwang" auf diesem Abschnitt die
einzige Möglichkeit. Der Hüttenwirt Ruedi Erb gibt sich viel
Mühe und hat uns müde und hungrige Wanderer bestens
versorgt. Wir waren sehr gut bei ihm aufgehoben und
können das Haus nur weiterempfehlen. Gerhard Jelinek"
Dezember 2011
"Das Gasthaus
TranQuilo in Strassberg heisst seit letztem Sommer wieder
„Berggasthaus Strassberg“, wie seit eh und je. Geführt wird
das Gasthaus von Jole und Manu Kündig.
Wir waren im letzen
Sommer unterwegs von Klosters ins Schanfigg und hatten unser
Nachtlager im Berggasthaus Strassberg. Ich kann dieses Haus
nur empfehlen, Mutter und Tochter Kündig bewirten ihre Gäste
vorzüglich. Da wirst du noch begrüsst, wir genossen
herrliche, frisch zubereitete Spaghetti zum Znacht und auch
der Zmorga war tiptop. Das Haus ist einfach, aber heimelig
und sehr sauber. Duschgelegenheit gibt’s auf der Etage.
Vielen Dank für die
vielen, nützlichen Infos auf dieser Seite. Wir nutzen sie
immer mal wieder, wenn wir neue Touren aushecken. Marlene
Gantenbein"
PS:
Wer die Tour gewandert ist und seine Erfahrungen weitergeben
möchte, melde sich bitte bei: info@wandersite.ch.
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