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Nr. 427a
Tageswanderung 
Toggenburg
Webcam                                ChäserruggWebcam Chäserrugg
Schwierigkeit: sportlich, T2
Einkehrmöglichkeit: Wildhaus, Oberdorf, Gamsalp
An- und Rückreise: Bahn nach Nesslau oder Buchs SG, Bus nach Wildhaus Lisighaus,
5 Minuten Fussmarsch zur Sesselbahn-Talstation; Fahrt nach Wildhaus-Oberdorf; 
in Oberdorf 5 Minuten Fussmarsch zur Sesselbahn-Talstation des Gamsalp-Lifts, Fahrt zur Gamsalp

Wanderlandkarte
zur Detailkarte, gezeichnet mit SchweizMobilPlus

Geologischer Rundweg Gamsalp

  • Spannender Bergwanderweg rund um den Gamserrugg
  • 14 Lehrtafeln zur Entstehung der Churfirsten: imposante Karstgebiete mit Karren, Karstlöchern und Höhlen
  • Oft können Gemse, Steinböcke und Murmeltiere beobachtet werden
  • Im Sommer führt der Weg durch Weidegebiet; Hunde an der Leine halten!
  • Im Bergfrühling/-herbst sich erkundigen, ob der Rundweg schneefrei ist
  • Gewandert: Okt.2019 und September 2026

2h10, auf- und abwärts je 300m, 5km
Geologischer Rundweg rechts herum: Gamsalp 1770m - Sattel 1994m (45min, +185m, -10m)  / Sattel - Gamsalp (1h15, +115m, -290m), total 2h
Unsere Wanderung links herum: Gamsalp -
Verzweigung 1859m - 1879m - Sattel (1h25, +290m, -110m) / Sattel - Gamsalp (45min, +10m, -190m), total 2h10 

Wegweiser GamsalpBei einem "Rundweg" kann man in beiden Richtungen wandern. Auf der Gamsalp (und auf dem Sattel) gibt es die Pfeile "Geologischer Rundweg" aber nur rechts herum. Grund sind die so nummerierten Lehrtafeln.
Wir wollten mit dem schwierigeren (und schöneren) Weg beginnen, weshalb wir links herum, also im Uhrzeigersinn wanderten.
Nach der Fahrt mit den beiden Sesselbahnen Wildhaus - Oberdorf und Oberdorf - Gamsalp geniessen wir den Startkaffee auf der sonnigen Terrasse des Restaurants Gamsalp.

Beim Wegweiser oberhalb vom Spielplatz zeigt der Pfeil "Geologischer Rundweg" nach rechts. Wir aber starten links herum, um die ruppigsten Stellen im Aufstieg bewältigen zu können. Leider fehlt in dieser Richtung der Pfeil "Sattel".
So folgen wir vorerst dem gelben Pfeil "Gamserrugg" steil bergauf, mit toller Sicht auf den Säntis und ins Rheintal hinunter; eine kurze Rast auf roten Aussichtsbänkli drängt sich auf. Nach 20 Minuten, bei der Wegverzweigung auf 1859m,
verlassen wir die Route "Gamserrugg" (auch sie würde zum "Sattel" führen) und folgen halblinks dem Pfeil "Galfer".

Nun sind wir eingefädelt. Ein schöner Hangweg führt ohne grosse Höhenunterschiede der westlichen Flanke des Gamserruggs entlang. mit Blick auf das Naturschutzgebiet. Deutlich sehen wir die umzäunten Karstlöcher des Grabserlochs. Lehrtafeln erklären Interessanes zu deren Entstehung.
Bei der nächsten Verzweigung auf 1880m verlassen wir die "Galfer"-Route und bleiben auf dem oberen Weg; endlich der Pfeil "Sattel"!
Eine Familie kommt uns entgegen und macht auf ein Rudel Gemse aufmerksam, das sich oben in den Felsen tummelt. Schade, haben wir den Feldstecher nicht dabei!

Unser Weg verliert etwas an Höhe, wird ruppiger und umrundet den Gamserrugg. Felsblöcke bieten sich an als Unterlage für's Picknick. Wunderschön die Aussicht, und imposant die Alvierkette von hinten! Um die reiche Alpenflora zu bewundern, müsste man die Wanderung im Juni/Juli unternehmen. Umso schöner glänzt jetzt im Oktober das Silber der verdorrten Disteln.

Auf zunehmend steilerem Bergweg geht es nun aufwärts; bei 1897m mündet ein weiterer Wanderweg in unsere Route ein. Nach einer letzten Anstrengung erreichen wir den Sattel, oberster Punkt unserer Wanderung. Allgemeines Fotoshooting vor eindrücklicher Kulisse! Hier treffen verschiedene Routen zusammen.

Unser Rundweg führt auf grasiger Piste am oberen Rand der Karstlandschaft sanft abwärts. Auffangnetze machen möglich, dass hier im Winter eine Skipiste verläuft. Der Rücken des Chäserrugg ist in Sichtnähe, dazwischen die Karstlandschaft Plisa. Kaum zu glauben, dass durch diese zerklüfteten Felsen ein Weg durchführt!

Wir umrunden weiter die sanften Flanke des Gamserruggs. Der Weg wird beim Trosboden schmaler und führt duch farbiges Heidegebüsch. Das Alpsteingebirge mit Schafberg und Säntis ist ständig im Blickfeld. Ein Stück geht's den Skiliftmasten entlang, bevor wir rechts zurück zur Gamsalp queren.

Bergrestaurant Gamsalp. Blick auf den Säntis, Sep.2026
Bergrest.Gamsalp, Säntis
Karstlöcher an der Westflanke des Gamserrugg
Karstlöcher, Westflanke Gamserrugg
die Schichten des Kreidemeers
die Schichten des Kreidemeers
Westseite
                  Gamserrugg, Blick auf den Alvier
Blick zum Alvier
Blick zum Rosenboden, Sep.2026
rechts oben der Rosenboden
Sattel, höchster Punkt der Wanderung.
                  Blick auf den Gamserrugg
Sattel unterhalb Gamserrugg
Blick in die Karstlandschaft
                  Oberplisa am Chäserrugg
Karstlandschaft, Chäserrugg
Heidelandschaft am Trosboden
                  des Gamserrugg, Blick auf Säntis
Trosboden am Gamserrugg

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Variante: Gamsalp - Sattel - Chäserrugg

Geeignet für Kniegeschädigte oder einfach jene, die gerne aufwärts wandern und abwärts fahren (und die Kosten nicht scheuen):

Karte SchweizMobil-Plus3 h, aufwärts 630m, abwärts130m
Gamsalp 1770m - Sattel 1994m - Chäserrugg 2259m

Gamsalp - Sattel im Uhrzeigersinn, wie oben beschrieben. Wer bis zum Sattel den leichteren Weg rechts herum bevorzugt, braucht 50min weniger.
Vom Sattel folgen wir alles dem Pfeil "Chäserrugg", der Weg ist gut markiert. Zunächst geht es oberhalb der Karstlandschaft Pliesen
mässig steil bergauf in die im Sommer beweidete Hochebene Carschella. Reichhaltige Flora, Felsen in allen Farben und Formen, mehrere kleine Seelein. Blick auf den von hier aus mächtigen Gamserrugg und den zackigen Alvier.

Vor uns die Felslandschaft des Chäserrugg, einst ein Kreidemeer mit mehreren Felsschichten. Ein spezielle Felsart habe ich hier zum erstenmal gesehen, der "helvetische Kieselkalk". Über Felstritte und Geröll gehts aufwärts zur Schneise, die man schon von weitem sieht. Erstaunlich, wie gut man da hochkommt; der Weg ist in Kurven angelegt, das Kies auf den Steinen könnte beim Abwärtsgehen rutschig sein. Jedenfalls mahnen die Entgegenkommenden, man solle vorsichtig gehen. Oben treffen wir beim zweitobersten Skimasten mit einer anderen Route zusammen.
Nun ist es nicht mehr weit bis zum Gipfelrestaurant Chäserrugg. Vorher aber geniessen wir die grandiose Aussicht und konsultieren das Bergpanorama.
Nach dem Einkehren fahren wir mit der Seilbahn zum Iltios und von dort mit der Drahtseilbahn zur Talstation Unterwasser.
mächtig sieht er aus, der Gamserrugg von der Carschenna
mächtig sieht der Gamserrugg aus
Hochebene Carschella, Alvier
Hochebene Carschenna
spezieller Fels am Chäserrugg: Helvetischer Kieselkalk
helvetischer Kieselkalk
Schlussaufstieg zum Chäserrugg
Schlussaufstieg zum Chäserrugg
gut markiert zum Chäserrugg
gut markiert - und lieber bergauf
Blick zurück; rechts der Rosenboden
Blick zurück
Chäserrugg, Blick zum Rosenboden und ins Rheintal
Chäserrugg, Rosenboden

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