| Nr.
16
2-Tageswanderung Region Nationalpark |
Webcam
Ofenpass |
| Schwierigkeit: | sportlich |
| Einkehrmöglichkeit: | S-charl, Alp Astras, Lü, Müstair |
| Übernachtung: | Lü: Pension-Restaurant Hirschen, Tel. 081 858 51 81 |
| Anreise: | Bahn nach Scuol,
Postauto nach S-charl- Fahrplan |
| Rückreise: | Postauto Müstair - Ofenpass - Zernez |
S-charl - Lü - MüstairHöhepunkte: Schöner Wandertag ohne Hartbelag auf der ersten Etappe, Panoramawege (Senda Val Müstair) und Kultur auf der zweiten Etappe. |
am Pass da Costainas |
die Sonnenterrasse von Lü |
Hinter dem Spielplatz des Hotels Crusch Alba in S-charl verzweigt sich der Weg:
Bei der Clemgia-Brücke gibt es zwei Varianten:
Wer bei der folgenden Bachüberquerung auf wackligen Brettern Mühe hat, findet 10 m unterhalb (moorigen Wiese) einen festen Holzsteg. Wir betreten nun den "höchstgelegenen geschlossenen Arvenwald Europas", eine traumhafte Etappe, die uns an den Aletschwald erinnert. Der abwechslungsreiche steinige Wurzelpfad schlängelt sich im Auf und Ab zwischen Bäumen, Alpenrosen- und Beerenbüschen hindurch. Idyllisches Picknickplätzchen beim Waldausgang. Leicht abwärts geht es dem Hang entlang über die Ebene Tamangur Dadaint und kurz aufwärts zur Alp Astras (Einkehrmöglichkeit).
Rechts um das Alpgebäude herum, dann ebenaus dem Hang entlang Richtung "Pass da Costainas". Der schöne Weg führt zwischen Legföhren hindurch talaufwärts. Das Bett der Clemgia mäandriert schlangenhaft seiner Quelle zu. Für den Schlussaufstieg zum Pass da Costainas teilt sich der Weg: Während die Biker nach links ausholen, führt der rot/weiss markierte Bergweg gerade hinauf, um auf der andern Seite sehr steil und steinig wieder auf das Strässchen zu treffen.
Wieder auf dem breiten Weg, gehts weiter steil zum Alpboden hinunter. Nach der Brücke Schwenker nach links und abwärts zur Verzweigung zur "Alp Campatsch" (Einkehrmöglichkeit, 10 Min.Fussweg), die wir ignorieren. Wir halten die Richtung und folgen dem bequemen Kiessträsschen durch durftenden Lärchenwald gleichmässig bergab. Auch beim Waldausgang die Richtung halten! Nach einem Sitzplatz gehts ebenaus, an schönen Blumenwiesen vorbei, ins kleine Dörfchen Lü. Es liegt auf einer aussichtsreichen Sonnenterrasse und nennt sich stolz "höchstgelegene politische Gemeinde Europas". Nicht minder stolz ist die Wirtin vom Hirschen auf die Blumenpracht um ihr Haus - Grund für viele Gäste für ihren Besuch.
2. Tag: 3 h, aufwärts 110 m, abwärts
800 m
Route: Lü 1935m - Urschai 2007
m (0.20 h) - Craistas 1877m (0.50 h) - Pütschai 1521m (0.50 h) -
Brücklein 1450m (0.10 h) - Müstair 1247m (0.50 h)
Hinweise: Reine Wegzeiten ohne Klosterbesichtigung.Beim Hauptwegweiser neben der Kapelle von Lü gehen wir dem Kiessträsschen entlang bergauf in den Wald bis Urschai. Dort beginnt der eigentliche Panoramaweg mit schöner Sicht auf gegenüber liegenden Berge. Der Höhenkurve entlang gehts abwechslungsweise durch lichte Lärchenwälder und Waldlichtungen. Nach 10 Minuten zweigt rechts ein Weg Richtung "Valchava" ab, den wir nicht beachten (es sei denn, wir wollten Hartbelag vermeiden und unten herum über "Valpaschun" und "Buglias" nach Pütschai wandern - gemäss Karte eine lohnenswerte Alternative).
Wir aber folgen heute dem "Senda Val Müstair" und halten die Richtung. Um weitere Hangrutsche zu vermeiden, sind Entwässerungskanäle gebaut worden. Der Weg senkt sich nun langsam, durchquert Weiden und teilt sich oberhalb "Craistas", wo zwei Varianten nach Müstair angegeben sind. Wir bleiben auf dem "Senda Val Müstair", durchqueren den Weiler Craistas und drehen beim Wegweiser unterhalb der Siedlung nach links. Mehr oder weniger verlaufen die nächsten 40 Minuten auf Teerbelag. Am Sonnenhang oberhalb Sta Maria kurvt das Strässchen talabwärts. Schöne Blumenwiesen wechseln ab mit kurzen Waldstücken. Wir treffen auf die Routen von "Buglias" und der "Alp Terza" her, durchqueren nochmals ein Waldstück und verlassen beim nächsten Wegweiser das Teersträsschen.
Ebenaus gehts am Hof Pütschaivorbei in den Wald. Der Senda Val Müstair dreht nach rechts und führt als schmaler Pfad dem Bach und später dem Waldrand entlang bergab. 10 Minuten nach Pütschai dreht der Weg scharf nach links über das Brücklein.
Es folgt ein traumhafter
schmaler Hangweg einer früheren Wasserleitung entlang, leicht über
dem Talboden. Seltene Schmetterlinge, Blumen, Grillen, Heuschrecken, dazwischen
alte Lärchen! Nach 20 Minuten treffen wir auf ein Teersträsschen:
hier links und nach 100 m nach rechts durch ein Waldstück. Wo wir
das berühmte Kloster von Müstair sehen, ist die Fortsetzung der
Route unklar, wahrscheinlich ist der Wegweiser verdreht. Einer der Müstair-Wegweiser
weist bergab, dem Bächlein und später dem Skilift entlang. Beim
Antennenmasten
die Richtung halten und auf dem Wiesenweg bergab zum Dorfrand von Müstair.
Wer auf's Postauto eilen muss, erreicht in gleicher Richtung nach 2 Minuten
die Haltestelle "Müstair Somvih".
Kloster Müstair |
Wir aber wollen uns die
Besichtigung des Klosters nicht entgehen lassen, und folgen dem "Senda
Val Müstair" nach links durch die Via Pravender ins Dorfzentrum
zur Haltestelle
Müstair Post. Das Kloster erreichen wir nach
einem fünfminütigen Fussmarsch durch die verkehrsgeplagte Hauptgasse.
Die Klosterkirche
mit dem grössten frühmittelalterlichen Wandmalereizyklus aus
dem 9. Jahrhundert ist ein UNESCO-Weltkulturerbe und kann frei besichtigt
werden; Klosterbesichtigungen finden jeweils um 14.30 Uhr statt.
Und im Klosterladen kann man sich mit einem Mitbringsel eindecken.
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