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138
Wandertage Schwierigkeit Karte Webcam Samnaun
Eingesandt von:
7
T2
Ruedi Flueler

Wildromantisches Unterengadin: Samnaun - Nationalpark - Ofenpass


Sesvenna-Gletscher
Diese Route wurde der Wandersite freundlicherweise eingesandt von Ruedi Flueler, April 2008.
Herzlichen Dank!

Hinweise:

Unsere Tourenwoche durch das wild-romantische Unterengadin starten wir im untersten Seitental des Engadins, dem Samnauntal, welches zugleich Grenztal zum Tirol ist. Schon am zweiten Tag übernachten wir in der Heidelberger-Hütte. Sie gehört dem deutschen Alpenverein, wird von Oesterreichern vorzüglich betrieben, steht auf Schweizerboden und man bezahlt in Euro! Wir wandern weiter, genau Richtung Süden, bis hinunter zum bereits kräftig reissenden Inn, steigen hinauf durch das wirklich romantische Val d’Uina mit der einmaligen Felsengalerie, wo wir dann im italienischen „Rifugio Sesvenna“ übernachten. Unser Weg führt uns weiter Richtung Westen ins abseits gelegene, romantische Dörfchen S-charl. Am letzten Wandertag sind wir im Nationalpark, im Val Mingèr, nehmen uns Zeit zur Wildbeobachtung und steigen dann hinunter nach Il Fuorn. - Eine wirklich romantische, einzigartige Tourenwoche wartet auf uns!
Gewandert: September 2005
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Die Etappen

Anreise am Vortag nach Samnaun Dorf:    (Bahn-/Bus-Fahrplan).

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln, d.h. mit der SBB fahren wir nach Landquart, steigen in die RhB um bis nach Scuol-Tarasp und weiter geht’s mit dem Postauto über Martina nach Samnaun Dorf.. Nach dieser langen, aber abwechslungsreichen und schönen Fahrt tut es gut einen Bummel durch das Dorf Samnaun zu machen, wir nehmen uns aber auch Zeit auf einer der vielen Sonnenterrassen schweizerische oder oesterreicherische Spezialitäten zu geniessen und den Tagestouristen zuzusehen. Morgen heisst es dann für uns: „Sack auf“!

Gasthäuser und Links



1. Tag: 4 ½ h, aufwärts 900m, abwärts 500m  -  T 2
Route: Samnaun 1828m - Zeblasjoch 2539m – Val Gronda 2752m - Heidelberger-Hütte 2264m

Die Hauptstrasse von Samnaun kennen wir ja bereits von gestern. Wir folgen weiter dieser, bald nicht mehr asphaltierten Strasse bis zum Zeblasjoch. Der Wegweiser ist bereits mit „Heidelberger-Hütte“ beschriftet. In gleicher Richtung (westlich) wandern wir über Alpweiden, überqueren bei Val Gronda die schweiz-österreichische Grenze, wandern auf schönen Weglein hinunter zur Heidelberger-Hütte.


2. Tag:: 4 ½ h, aufwärts 350m, abwärts 900m  -  T 2
Route: Heidelberger-Hütte 2264m – Fimberpass (Cuolmen d'Fenga) 2608m - Alp Chöglias 2053m - Griosch 1817m - Zuort 1711m

Neben der Heidelberger-Hütte überqueren wir den Bach, schlagen denselben Weg ein, wie wir gestern gekommen sind. Bereits nach rund 300m nehmen wir die Abzweigung rechts, welche mit "Fimberpass" angeschrieben ist. Stetig steigt der gute Weg den Hang hinauf bis zum Fimberpass.

Noch ein letzter Blick zurück und schon geht’s auf gutem Weg, wenn auch teilweise steil im Zick-Zack hinunter zur Alp Chöglias. Auf einem gemütlichen Weg wandern wir entlang des Baches bis nach Griosch, einem kleinen Weiler. Gleich nach der Brücke, rechts dem Bach entlang, führt uns der beschilderte Weg nach Hof Zuort.

Hof Zuort umfasst ein landwirtschaftliches Gebäude, das Wohnhaus des verstorbenen Dirigenten und Musikdirektors Dr. W. Mengelberg, eine sehenswerte Kapelle, sowie das Restaurant, welches urtümliche Doppelzimmer und ein gut eingerichtetes Massenlager hat. Das Restaurant ist wirklich eine Rarität: reichhaltige Verzierungen, schöne Butzenscheiben und interessante Barockgemälde verzieren die Veranda und die einmaligen Schnitzereien und der schöne Kachelofen sehen wir in der Stüva.
 

Gasthäuser und Links


vor der Heidelbergerhütte

Fimberpass mit Muttler

Hof Zuort


3. Tag: 4h, aufwärts 150m, abwärts 600m  -  T 2
Route: Hof Zuort 1711m - Vnà 1637m - Kurhaus Val Sinestra 1522m - Sent 1430m - Sur En 1121m

Hof Zuort verlassen wir auf der Zubringerstrasse und wandern gemütlich bis kurz vor Vnà.

Kurz vor Vnà biegen wir in den Wanderweg ein, welcher mit "Kurhaus Sinestra" bezeichnet ist. Wir verlieren an Höhe, kommen zum bereits reissenden Bach, überqueren ihn und stehen praktisch vor dem ehemaligen Kurhaus Val Sinestra. Das Kurhaus Val Sinestra wurde im 19. Jahrhundert berühmt durch die Bade- und Trinkkuren. Ende der 70-er-Jahre verlor es an der grossen Attraktivität, die heilbringenden Bäder wurden eingestellt. Heute werden die grossen Räume und Zimmer als einfaches Hotel genutzt.

Wir wandern auf der Zubringerstrasse – auf der linken Seite immer der rauschende Bach - nach Sent. Es lohnt sich Sent mit seinen schönen Engadiner-Häusern anzusehen. Eingangs des Dorfes dürfen wir den Wanderweg nicht verpassen. Er führt uns hinunter nach Crusch und anschliessend - nach Ueberquerung der Hauptstrasse - nach Sur En. Nach der Brücke über den Inn halten wir rechts, vorbei am Camping-Platz, wo wir am Waldrand unser heutiges Hotel sehen.

Gasthäuser und Links


4. Tag: 5 h, aufwärts 1200m, abwärts 0m  -  T 2
Route: Sur En 1121m - Uina Dadaint 1783m - Panoramaweg Val d’Uina - Felsengang “il Quar” - Alp Sursaas 2186m - Sesvenna-Hütte 2258m

Beim Hotel Sur En folgen wir dem Fahrweg hinauf ins Val d’Uina, immer entlang des reissenden Baches bis wir zur Alp Uina Dadaint kommen. (Alpwirtschaft, Getränke und kleiner Imbiss erhältlich)

Vor uns sehen wir Felswände und fragen uns, wohin uns der Weg führt. Aber keine Angst... vor vielen Jahren haben Schafhirte für ihre Schafe in harter Arbeit eine „Rinne“, eine Felsengalerie, in die Felswände geschlagen. Ein sehr imposanter breiter Weg, welcher beidseits mit Stahlseilen gesichert ist, führt uns durch die Felswand, teilweise in Tunnels. bis zur Alp Sursaas, wo wir die Schweizer-Schafe weiden sehen und wir ganz unbemerkt die Grenze nach Italien, ins Südtirol, überschreiten werden.

Nach dem steinigen und steilen, aber sehr imposanten Aufstieg, geniessen wir den Weg über die Majensässe. Vorbei an teilweise moorigem Boden zur italienischen SchutzhütteSesvenna.

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Val d'Uina

Felsenweg

Felsenweg


5. Tag: 5h, aufwärts 600m, abwärts 1000m  -  T 2
Route: Sesvennahütte 2258m - Fuorcla Sesvenna 2819m - Alp Sesvenna 2098m - S-charl 1810m

Am heutigen Morgen geht es von der Sesvenna-Hütte in süd-westlicher Richtung weiter. Die Wegweiser stehen gleich neben der Hütte und zeigen uns den guten Weg zur "Fuorcla Sesvenna". Vorerst geht es aber noch recht bergauf und wer eine Abkühlung braucht, soll sich ruhig ein eher kühles Bad in den zwei Seen vor der Fuorcla genehmigen.

Gleich nach der Fuorcla Sesvenna geht es einige Meter recht steil hinunter, auf gutem, markiertem Weg. Haben wir dieses problemlose Hindernis hinter uns, wandern wir über wunderschöne Alpen und Weiden gemächlich rund 4km das Tal hinunter. Wir kommen langsam wieder zur Baumgrenze und auch zur Alp Sesvenna (Getränke und kleiner Imbiss erhältlich). Immer dem Bach „Aua Sesvenna“ entlang, kommen wir langsam durch lichten Wald. Der Wanderweg wird breiter und bis S-charl wandern wir auf einer Fahrstrasse.

Tipp:

Nur wenige Meter ausserhalb des Dorfes - an der Naturfahrstrasse - befindet sich das Museum„Schmelzra“. Es zeigt, wie man früher Erz abgebaut hat, um Silber und Blei zu gewinnen. Im selben Museum befindet sich auch eine Sonderausstellung unter dem Titel: „auf den Spuren des Bären“. Der letzte Bär wurde 1904 in der Nähe von S-charl erledigt. In der Zwischenzeit (2005) wurden im Unterengadin etliche Male eingewanderte Bären beobachtet.
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See bei Fuorcla Sesvenna

Sesvenna-Gletscher


6. Tag: 6h, aufwärts 1050m, abwärts 950m  -  T 2
Route: S-charl 1810m - Mingèr-Dadora 1654m - Alp Mingèr 2090m - Sur il Foss 2317m - P. 2290m - Fuorcla Val dal Botsch 2677m - Il Fuorn 1754m

Am Morgen hat es noch keine Autos, welche uns auf  der Strasse von S-charl nach Mingèr-Dadora hinunter stören. Bei Mingèr-Dadora überqueren wir die „Aura Sesvenna“, halten stark links und biegen ins Val Mingèr ein. Wir befinden uns im Nationalpark, wandern auf gut markierten Wegen gemächlich das Tal hinauf bis zur Alp Mingèr, wo wir nicht nur schöne Picknick-Plätze haben, sondern auch am Gegenhang einige Wildtiere beobachten können.

Auf gutem Weg, jedoch etwas steiler wandern wir über Alpwiesen zum Sur il Foss und anschliessend dem Berghang entlang zum Punkt 2290m. Schlagartig ändert sich unser Weg. Von weichen Alpwiesen geht es stetig hinauf über Geröll. Der Weg ist nicht gefährlich, aber mühsam (2 Schritte vorwärts, 1 Schritt zurück). Endlich sind wir auf der Fuorcla Val dal Botsch angelangt, stolz auf unsere Leistung und glücklich über die herrliche Aussicht.

Auf der anderen Seite der „Fuorcla“ geht es vorerst im Zick-Zack herunter ins Val dal Botsch, ab der Baumgrenze gibt es einen weichen Weg durch den Wald, welcher uns zur Ofenpass-Strasse führt. Wir folgen dem Wegweiser, überqueren die Autostrasse und lassen uns die letzten 2km wieder aufmuntern durch den ruhig dahinfliessenden „Ova dal Furon“, bis nach Il Fuorn.

 
Variante, 4 h: 
Wer die Wanderung von S-charl nach Il Fuorn etwas gemütlicher hinter sich bringen will, kann folgende Route einschlagen: 
Von S-charl 1810m der Alpstrasse nach "Tamangur Dadaint" folgen. Dies ist eine gemütliche Wanderung, immer auf der Alpstrasse und immer neben dem herrlich-rauschenden Bach. 
Bei Tamangur Dadaint 2122m nehmen wir den Weg rechts in Richtung Fuorcla Funtana da S-charl 2393m und folgen weiter den Wegweisern auf die Ofenpass-Strasse nach Süssom / Givè 2078m. Für die Wanderung von S-charl nach Süssom rechnen wir rund 4 Std.
An der Ofenpass-Strasse steigen wir entweder ins Postauto ein oder wandern auf den Wanderwegen neben der Strasse die 8km nach Il Fuorn 1754m.

Webcam Ofenpass
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Val Minger

Val dal Botsch

Ova dal Fuorn


7. Tag: 4 ½ h, aufwärts 600m, abwärts 400m  -  T 2
Route: Il Fuorn 1754m - Alp la Schera 2091m - Fop da Buffalora 2378m - Alp Buffalora 2038m - Buffalora 1968m

Wir haben uns kurzfristig entschlossen, erst am Nachmittag heimzufahren. Wir unternehmen demzufolge nochmals eine schöne Wanderung im Nationalpark.

Praktisch neben dem Hotel Il Fuorn überqueren wir die Ofenpass-Strasse und steigen auf dem Wanderweg in südlicher Richtung durch den schönen Wald hinauf zur Alp la Schera. Weit unten glitzert der Stausee „Lago di Livigno“. Murmeltiere spielen unweit des Wanderweges, Gämsen in einer grossen Gruppe sind am Gegenhang, unweit von uns, zu beobachten, und wer noch die Musse hat, auf den Boden zu sehen, sieht auch noch Edelweiss.

Auf gutem Weg über die Wiesen wandern wir weiter bis Fop da Buffalora. Beinahe unbemerkt verlassen wir den Nationalpark, kommen bei der Alp Buffalora vorbei und erreichen unser Ziel Buffalora, Restaurant und Haltestelle des Postautos an der Ofenpass-Strasse.

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Wandern ohne Gepäck:

Eine ähnliche (umgekehrte) Route mit Gepäcktransport wird von den Tourismus-Organisationen als Pauschale angeboten:



Karten und Literatur


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Wanderungen und Trekkingtouren in der Gegend

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