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alle 2-Tageswanderungen
Nr. 256
2-Tageswanderung 
VD
WebcamWebcam Yverdon
Schwierigkeit: leicht
Einkehrmöglichkeit: Orbe, Romainmôtier, La Sarraz, Eclépens
Anreise: Bahn nach Orbe
Rückreise: Bahn ab Cossonay-Penthalaz - (Fahrplan)
Wanderlandkarte
zur Detailkarte (gezeichnet mit SchweizMobilPlus)

Orbe - Romainmôtier - Eclépens - Cossonay

Auf den Spuren der alten Pilgerroute Via Francigena (Frankenweg), der von Canterbury über Frankreich und die Schweiz nach Rom führt.

  • Abwechslungsreiche Wanderung im westlichen Teil der Schweiz durch Wald, Naturschutz- und Landwirtschaftsgebiete
  • Schöne alte Dörfer, historische Klosteranlage in Romainmôtier - und praktisch in jedem Dorf ein Schloss!
  • Hartbelag: bei Orbe (10min), beim Schützenhaus (10min), bei Bretonnières (25min), nach Romainmôtier (30min), bei La Sarraz und Eclépens (je 15min)
  • Bus- oder Bahnverbindungen in jedem Dorf (am Wochenende verkehren teils keine Busse)
Gewandert: Sep 2015       
Klosterkirche Romainmôtier
Klosterkirche Romainmôtier

1.Tag: 2h40, aufwärts 310m, abwärts 120m, Orbe - Romainmôtier
Orbe poste 479m - Le Puisoir an der Orbe (10min) - Agiez 443m (45min) - Schützenhaus - Bretonnières 681m (1h10) - Romainmôtier 674m (35min) 

Von der Bushaltestelle Orbe poste gehts dorfabwärts zur Orbe-Brücke. Die offizielle Route folgt nach der Brücke beim Wegweiser Le Puisoir der Strasse; schöner ist es, gleich dem Uferweg nach rechts zu folgen; er führt in einem Bogen um die Sportanlage herum und trifft am Waldrand auf die markierte Strassenroute. Fünf Minuten später, beim Kraftwerk, verlassen wir die Orbe und steigen auf dem Wanderweg zum Wald hinauf. Schönes Wegstück dem Hang entlang durch den Uferwald, bis wir nach einem Brücklein mit halbrundem Eisengeländer auf einen Wegweiser treffen (der Bach mündet unterhalb in die gestaute Orbe). Achtung: im Mai 2015 standen wie Pfeile verkehrt; richtig ist:

Nach diesem Brücklein nach links und dann waldaufwärts, der rot/weissen Markierung folgend. Nach 10 Minuten sind wir auf der Anhöhe mit breitem Waldweg, der uns Richtung "Agiez" führt; der Weg führt nicht ins Dorf hinein. Beim Wegweiser Agiez am Waldrand oberhalb vom Dorf tauchen wir für ein längeres Stück wieder in den Wald, bis wir ans Schützenhaus kommen; dort halblinks zum Strässchen hinunter (in den alten Karten umwanderte man den gegenüberliegenden Hang auf dem rechtsHier herauf kommen wir auf dem Wiesenweg bei
                Bretonnières abbiegenden Flursträsschen). Neu dreht die Route nach links und folgt der Fahrstrasse; nach 10min Hartbelag zweigt der Wanderweg rechts ab und führt aufwärts durch ein Waldstück. Oben die Richtung halten und auf dem Wiesenweg (zweimal einen Viehzaun querend) aufwärts zur Fahrstrasse, welche uns ins Dorfzentrum von Bretonnières führt.

Am langen Brunnen (mit Waschhaus) vorbei gehts eine Viertelstunde auf Hartbelag durch Wohn- und landwirtschaftliches Gebiet. Blick zurück zum Suchet! Wieder im Wald (Bois de Forel), queren wir ihn, bis wir das Nozon-Tal erblicken. Dem Waldrand entlang gehts abwärts ins Dorfzentrum Romainmôtier, mit Blick auf die Klosteranlage. Durch das Tor des Klosters betreten wir eine andere Welt. Henrik hat die Stimmung treffend eingefangen:

"In Romainmôtier und seinen Klosteranlagen tauchten wir ein in die Anfangsgeschichte des Christentums auf schweizerischem Boden (450 n. Chr.). In der vor einigen Jahren renovierten Kirchengängen und Krypten weht ein sehr alter Geist, der einen erfasst: Romainmôtier gilt als Kraftort! Ein Besuch, den ich unbedingt empfehle. Wir setzten uns im Kräuter-Tee-Haus an verwaschene Tische draussen auf altem Pflasterstein, so wie man ihn kaum noch kennt - und liessen unsere Seele sprichwörtlich baumeln."

WeHaus des Priors, in der Klosteranlage
            Romainmôtierr alte Geschichte liebt, zahlt im Tee-Haus 5 Franken und darf dafür die prächtigen Räume der alten Berner Patrizier besichtigen - spannend auch deren Bibliothek! Ebenso spannend ist die Teeauswahl in der Crêperie. Es lohnt sich auch, die Homepage von Romainmôtier zu konsultieren, oft gibt es Konzerte in der Kirche.
Le Puisoir am
                  Ufer der Orbe
am Ufer der Orbe
Schützenhaus Nähe Bretonnière
Schützenhaus
Waschhaus in Bretonnières
Waschhaus in Bretonnières
Le Suchet
Blick zum Suchet
Klosterstädtchen Romainmôtier
Klosteranlage Romainmôtiier
Klosterhof in Romainmôtier
Klosterhof Romainmôtier

2. Tag, 5h, aufwärts 330m, abwärts 570m, Romainmôtier - Cossonay
Romainmôtier 674m - Condemine - Vy Ferroche 710m - Carrière Jaune 610m (1h) - Refuge (15min) - Hôpital St-Loup - Schwimmbad 543m (40min) - La Sarraz 492m (15min) - Eclépens Dorf 461m (25min) - Refuge du Bouget (55min) - Lussery 494m (20min) - Cossonay Ville 562m (45min) - Cossonay Gare 434m (25min)

Den Hauptwegweiser in Romainmôtier findet man etwas versteckt neben der Crêperie gegenüber vom Kloster; unser nächstes Ziel ist La Sarraz. Der Strasse entlang gehts abwärts zur Nozon-Brücke und am Gegenhang aufwärts. Nach der Haarnadelkurve das mittlere Strässchen Richtung "Envy" nehmen; nach dem Parkplatz zweigt links der Wanderweg ab. Er führt steil aufwärts durch ein Waldstück und trifft oben wieder auf das Strässchen, dem wir nochmals rund 200m folgen. Dann schwenkt unsere Route - immer noch geteert - halblinks ab und führt durch die landwirtschaftliche Ebene von Condemine.

Am Waldrand von Vy Ferroche im Naturschutzgebiet Bellaires. Darin beginnt ein schöner Naturweg, der uns in den dichten Wald führt. geht es ziemlich steil abwärts, vorbei an einer Waldlichtung. Unten, wo der Wald lichter wird, sehen wir rechts eine geschützte Hochebene, die Carrière Jaune; in den Magerwiesen wachsen verschiedene Orchideen-Arten.

In der Picknickhütte Refuge oberhalb Hôpital St-Loupnächsten Waldlichtung gibt es zwei Wege Richtung "La Sarraz"; die Via Francegina, der wir folgen, macht eine Spitzkehre nach links (wir gehen also nicht via Ferreyres). Wir wandern durch den Wald, bis wir nach einer Viertelstunde eine Picknickhütte (Refuge) am Weg finden. Dort drehen wir halblinks und gehen auf etwas ruppigem Weg waldabwärts. In diesem ausgedehnten Wald wurde früher Kalk- Eisen bearbeitet - die Stellen sind mit Pfeilen markiert. Unten treffen wir auf den "Sentier du patrimoine", der von Croy herkommt. Für eine Viertelstunde folgen wir dem felsigen Tal La Vaux und kommen am Parkplatz des Spitals St-Loup aus dem Wald. Nach dem Parkplatz nehmen wir das Strässchen halbrechts und 5 Minuten später den links abzweigenden Wanderweg durch den Wald. Das Wegstück besticht durch die riesigen Buchsbäume und das viele Moos.Am Waldausgang treffen wir auf das Schwimmbad von La Sarraz (mit lauschigem Gartenrestaurant).

Durch Quartierstrassen kommen wir an zwei Kirchen vorbei ins Dorf La Sarraz. Auf der Wanderroute durchquert man das Dorf im unteren Teil; parallel dazu gibt es eine obere Strasse an den Läden vorbei - wer die Kirche oder das Schloss besuchen oder einkehren will, folgt besser der oberen Srasse. Vorne wird die Hauptstrasse gequert und zum Strässchen am sonnigen Gegenhang gewechselt (der Hauptwegweiser La Sarraz befindet sich gegenüber vom Blumenladen, von wo eine Treppe zu diesem Strässchen hinauf führt).

Das Natursträsschen "Chemin des Vignes" von La Sarraz nach Eclépens verläuft entlang einer Trockenmauer zwischen Waldrand und Rebberg; schöner Blick auf die beiden Schlösser. Nach den ersten Häusern von Eclépens (Achtung: es gibt keine Bahnstation im Dorf!) dreht unser Weg rechts durch die Bahnunterführung zur Kirche und links dem Trottoir entlang. Etwa in der Mitte des hübschen Dorfes auf die Pfeile achten: Unsere Route zweigt rechts ab, folgt fünf Minuten der Betonpiste und dreht nach der Brücke nach links.

Für die nächste Stunde folgen wir dem Lauf der Venoge. Die ersten 10 Minuten sind noch betoniert, dann dreht das Strässchen zum Bauernhof hinauf und wir folgen dem (unmarkierten) Wiesenweg dem rechten Ufer entlang. Der fussfreundliche Uferweg ist ein Wandergenuss, und wer eine Pause braucht, kann sich am gedeckten Picknickplatz Refuge du Bouget ausruhen. Dort wechseln wir die Uferseite, bis wir bei Le Moulin die Venoge verlassen und auf dem Wanderweg nach Lussery aufsteigen. Das Dorf verlassen wir sogleich wieder; nach dem Pferdegestüt zweigt bald ein Wiesenweg ab, auf dem wir Richting "Cossonay" wandern - man sieht das Schloss aus dem Wald herausragen. Achtung: Wo sich der Wiesenweg gabelt, den unteren Weg nehmen (Markierung vorhanden). Nach einem Waldstück treffen wir auf die Fahrstrasse durch Cossonay - ihr folgen wir nur wenige Schritte. Die Wanderroute führt beim Doppelbrunnen links durch das hübsche Altstädtchen - vor der Kirche die Pfeile nach links nicht beachten (sie machen einen Schwenker um das Schloss) - und mündet wieder in die Hauptstrasse (Hauptwegweiser Cossonay Ville).

Auf dem Trottoir der Rte de Lausanne gehen wir abwärts; nach 300m zweigt links der Wanderweg ab, der uns in sanftem Zickzack durch den Wald nach Cossonay-Gare hinunter führt.
Naturschutzgebiet Bellaires, im Wald oberhalb
                  Croy
Naturschutzgebiet Bellaires
müde Pilger vor
                  der Kirche in La Sarraz
müde Pilger, Kirche La Sarraz
Rebenweg, La Sarraz
Rebenweg, La Sarraz
Uferweg der
                  Venoge entlang
Uferweg La Venoge
Cossonay-Ville
Cossonay-Ville

Gasthäuser




Hotel St-Romain, Romainmôtier
Links
Karten und Bücher
Wanderungen in der Gegend


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