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Via Francigena - Frankenweg


La Via Francigena, Logo von
                      francigena-international.org

Grosser
                        Sankt Bernhard, Pilgerherberge
Der Grosse St.Bernhard ist der höchsten Punkt der Route,
von wo die ViaFrancigena die Schweiz verlässt und durch Italien Rom zustrebt.


8.12.2015: Öffnung der "Heiligen Pforte der Barmherzigkeit" in Rom, als Auftakt zum heiligen Jahr. Ein spezieller Grund für religiöse Pilgerer, den Weg nach Rom 2016 unter die Füsse zu nehmen: http://www.heiliges-jahr.ch
Karten
  • Von der Via Francigena in der Schweiz gibt es verschiedene Varianten. Die Hauptroute ab l'Auberson ist in der digitalen Karte SchweizMobilPlus eingezeichnet: http://www.wanderland.ch. Sie ist mit Markierung ViaFrancigena  markiert.
  • ViaFrancigena nach Rom auf GPS-Tracks (in der Schweiz zwischen Lausanne und Grand-St-Bernard): http://www.gps-tracks.com Pilger auf der ViaFrancigena

Literatur Schweiz

  • "Via Francigena Schweiz/Italien": Von Lausanne nach Rom, Rother-Wanderführer, bei Amazon.de (mit detaillierten Karten)
  • "Via Francigena Schweiz/Italien": Von Lausanne nach Rom, Outdoor-Wanderführer, bei Amazon.de





Via Francigena Canterbury - Rom;  Einführung

Die Via Francigena (ausgesprochen: "Frantschischena") führte als zweiter bedeutender Pilgerweg der mittelalterlichen Christenheit (neben dem Jakobsweg) von Canterbury in Südengland über Reims und Lausanne nach Rom. Während Jahrhunderten zogen Gläubige, Kleriker und weltliche Wallfahrer, Würdenträger und Potentaten, Landsknechte und Straßenräuber, Kaufleute und Bettler auf diesem Weg dahin und hinterließen ihre Spuren. Weltberühmte kirchliche Zentren von europaweiter Ausstrahlung entwickelten sich entlang des Weges: die Kathedralen von Canterbury, Reims, Lausanne, Aosta, Vercelli, Lucca und Siena, das Kloster Clairvaux, das Hospiz auf dem Großen Sankt Bernhard – und natürlich auch der Petersdom in Rom.

Der alte Pilgerweg von Canterbury durch Frankreich, die Schweiz und Italien nach Rom wurde im Jahre 1994 vom Europarat zum europäischen Kulturweg erklärt. In der Folge beteiligten sich Kantone, Gemeinden und Fachorganisationen (darunter ViaStoria) an der Ausarbeitung einer schweizerischen Route.

Heute sind Übergang von Frankreich in die Schweiz zwei Routen dokumentiert. Sicheric wurde im Jahr 990 Erzbischof von Canterbury; auf seiner Rückreise schrieb er in seinem Tagebuch alle Stationen auf, in denen er Halt machte. Diese Orte bestimmen noch heute den offiziellen Verlauf der ViaFrancigena, des Pilgerwegs von Canterbury nach Rom (http://www.kulturwege-schweiz.ch).

Ähnlich wie im Mittelalter, um seine Pilgerschaft zu bezeugen, erkennt man den Rom-Pilger daran, dass er den Wimpel oder Aufnäher auf dem Rucksack befestigt oder den kleinen Anhänger mit den St.Petrus Schlüsseln trägt.

  • Sämtliche Artikel wie T-Shirt, Aufnäher, Wimpel, den Ausweis für Pilgerstempel sowie Listen mit günstigen Übernachtungen auf der ganzen Pilgerreise von Canterbury nach Rom bezieht man am besten bei: http://shop.francigena-international.org

  • "Sogar in der Schweiz kann man auf der Via Francigena billig schlafen und essen: Zwischen  5-30 CHF/Pers. für die Übernachtung mit eigenem Schlafsack (Wolldecken und Schlafmatte stehen meistens zu Verfügung) und 10-20 CHF für das Abendessen!", Nov.2012 ViaFrancigena.

Via Francigena

Via Francigena durch die Schweiz - die verschiedenen Routen

Die uralte Pilgerroute Via Francigena wurde neu entdeckt. Interessenten sind eingeladen, eine Schweizer Etappe zu wandern und ihre Eindrücke einzusenden. Was zunächst ein wenig verwirrt, sind die zwei Jura-Übergänge in die Schweiz.
Die verschiedenen Routen vom Jura nach Lausanne:

  • Die regionale Wanderroute Via Francigena Nr.70 begrüsst die Pilger an der französischen Grenze Grand'Borne bei l'Auberson und führt über das Kloster Romainmôtier, La Sarraz, Cossonay und Saint-Sulpice nach Lausanne.
  • Die Via Francigena de Sigeric via Pontarlier - Col de Jougne führt direkt nach Lausanne:
    Zwischen Jura und Lausanne gibt es weitere historische Routen, doch sind diese nicht Bestandteil der Schweizer Markierung Nr.70. Die älteste und kürzere "Via Francigena de Sigeric von Pontarlier zum GSB" der Europäischen Via Francigena Organisation AIVF überwindet den Jura mehr westlich über den Pass de Jougne, quert dann nach Orbe und führt an vielen Baudenkmälern vorbei direkt nach Lausanne. Den kleinen, aber feinen Wanderführer "La Via Francigena de Sigeric, de Pontarlier au Grand-Saint-Bernard" (mit Karten, interessanten historischen und kulturellen Informationen und Unterkunftsmöglichkeiten) können Sie bei http://shop.francigena-international.org beziehen.
Wir hingegen sind der Nr.70 gefolgt und haben sie nachstehend in einem Erlebnisbericht teils ausführlich beschrieben:
La Via Francigena, Routenführer von
                  www.francigena-international.org
Wanderführer historische Route
ViaFrancigena durch
                  die Schweiz; Bild:
                  http://francigena-international.org/
Die Kurz- und Langvariante
im Vergleich

die älteste, kürzere Route der Via Francigena von
                  Sigeric im Waadtland
die "Via Francigena de Sigeric Pontarlier - Col de Jougne - Lausanne", gezeichnet
mit SchweizMobilPlus


Weitere alte Routen:

Diese Route kommt in Basel in die Schweiz und führt über Delémont - Solothurn - Murten und Payerne nach Vevey, wo sie mit der Hauptroute zusammentrifft:
Via
                    Francigena Basel - Vevey; Bildquelle:
                    www.francigena-international.org
Ungefähre Route ab Basel
km Wanderzeit ca.
Basel - Benken - Flüh - St.Mariastein - Blauen - Laufen 24 7 h
Laufen - Birsuferweg - Delémont - Moutier 17 5.30 h
Moutier - Gänsbrunnen - Verenaschlucht - Solothurn 19 6 h
Solothurn - Aareuferweg Büren - Lyss 28 7 h
Lyss - Aarberg - Kerzers - Murten 22 5.30 h
Murten - Chandossel - Avenches - Russy - Payerne 24 6 h
Payerne - Lucens - Moudon 23 5h45
Moudon - Oron - Mont Pèlerin - Vevey 29 7.30 h
Topografischer Führer für die Via Francigena Nikulas von Munkathvera durch die Schweiz von Basel nach Vevey. Der Führer umfasst 17 Blätter mit Kartenausschnitten im Format 1:50.000 mit einer Liste von Unterkunftsmöglichkeiten für Pilger. Erhältlich bei: http://francigena-international.org/

 Erlebnisbericht

Die regionale Fernroute Nr.70 der Schweizer Wanderwege ist in der digitalen Wanderlandkarte eingezeichnet und auf der Strecke mit Markierung ViaFrancigena markiert. Ihr sind wir gefolgt und haben sie folgendermassen aufgeteilt:

ViaFrancigena durch die Schweiz,
                                Wanderlandkarte
Webkarte Wanderland Schweiz
mit eingezeichneter ViaFrancigena Nr.70
Rohter-Wanderführer Via Francigena
                              von Lausanne nach Rom
Wanderführer ab Lausanne
Etappen
Wegbeschreibungen, Links, Wanderungen in der Gegend
Grand’Borne bei l’Auberson - Ste-Croix - Voie historique - Vuiteboeuf
 1.Etappe
Vuiteboeuf - Yverdon - Chamblon - Mathod
 2.Etappe
Mathod - Orbe - Kloster Romainmôtier  3.Etappe
Romainmôtier - La Sarraz - Cossonay  4.Etappe
Cossonay - Saint-Sulpice - Vidy - Lausanne   5.Etappe
Lausanne - Ouchy - Pully - Lutry - Villette - Cully - Rivaz - St-Saphorin - Corseaux - Vevey  6.Etappe
Vevey - La Tour-de-Peilz - Clarens - Montreux - Schloss Chillon - Villeneuve - Roche - Versvey - Yvorne - Aigle 417m  7.Etappe
Aigle - Verchiez - Ollon - Antagnes - Bex - Massongex - St-Maurice  8.Etappe
St-Maurice - Evionnaz - Vernayaz - La Bâtiaz - Martigny  9.Etappe
Martigny - Bovernier - Sembrancher - Orsières 10.Etappe
Orsières - Dranse - Liddes - Bourg-St-Pierre  11.Etappe
Bourg-St-Pierre - Barrage de Toules - La Pierre - Col du Gd-Saint-Bernard 2469m 12.Etappe
Grosser St.Bernhard - St-Rhèmy - Etroubles (I) 13.Etappe
Etroubles - Gignod - Aosta (I) 14.Etappe
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Erlebnisbericht Schweizer Via Francigena Nr.70

Anreise:

Karte SchweizMobilPlus

1. Etappe: Schweizergrenze bei l'Auberson - Ste-Croix - Vuiteboeuf

4h20, aufwärts 220m, abwärts 720m, 13km
Route: La Grand' Borne, Landesgrenze F/CH 1080m - Prise Perrier - Le Carre -
L'Auberson Musée 1100m (40min) - Vers le Bois - oberhalb Col des Etroits 1180m -  Bahnhof Ste-Croix 1066m (1h10) - Le Rocher, parc public (30min) - Voie historique - Château de Ste-Croix 1000m (30min) - Karrengeleise - Vuiteboeuf 599m (1h30min)

Nach einer Einkehr in der Grand' Borne folgen wir dem Wegweiser Nr.70 unterhalb des Restaurants (der Pfeil oberhalb weist eine andere Route). Beim folgenden Bauernhof gehts durch ein Gatter in die Viehweide. Der Trampelpfad führt dem Zaun entlang bis zum Brunnen (fälschlicherweise folgte ich dem Zaun bis zum Fahrweg hinter dem Hügel und ging dort nach links - es war übrigens die einzige Unklarheit auf dem ganzen Weg). Richtig ist, halblinks die Weide zu queren und auf den Durchlass zwischen zwei Waldstreifen zuzugehen. Nach dieser Waldlichtung die Richtung halten; bald trifft man auf den Feldweg zum nahen Weiler Prise Perrier.

Über Feldwege und -strässchen gehts nach L'Auberson, einem langgestreckten Dorf, wo man einkehren, einkaufen und allenfalls das Museum Baud (mechanische Musikinstrumente) besichtigen kann. Am Dorfausgang führt unsere Route in die Talsenke, von wo ein schöner Wiesenweg dem Hang entlang führt. Durch eine Kuhweide kommen wir am Hof Vers le Bois vorbei. Dort sehen wir rechts in der Wiese einen riesigen Bunker; nach diesem führt unsere Route schräng in den Wald hinauf. Grasiger Waldweg um den Mont des Cerfs herum. Oberhalb Col des Etroits kommen wir aus dem Wald und sehen unter uns Ste-Croix.

Zusammen mit dem Jura-Höhenweg gehen wir durch Wiesen und Quartierstrassen nach Ste-Croix hinunter. Wer in Ste-Croix übernachten oder die Altstadt besichtigen möchte, gelangt über die Treppe ins Zentrum hinauf. Für den Weg zum Bahnhof bleibt man unten; man erreicht ihn in 10 Minuten. Der Spielpark direkt beim Bahnhof Ste-Croix eignet sich für ein gemütliches Picknick.

Der Bahnhofwegweiser zeigt zwei Varianten Richtung "Vuiteboef" an - wir folgen der Via Francigena / Voie historique, die sich bei der Migros vom "Jura-Höhenweg" trennt. Bei der nächsten Kreuzung drehen wir nach rechts, der Hauptstrasse "Lausanne/Yverdon" folgend (Trottoir). Knapp 2 km neben Autos zu marschieren ist zwar mühsam, aber auszuhalten. Beim Wegweiser Le Rocher (kleiner Park mit Ruhebänken) beginnt das Wandern wieder nach unserem Gusto und beinahe alles im Wald.

Auf schmalen Wiesen- und Waldwegen, kurz auch auf Seitenstreifen, gehts parallel zur Strasse bis zur Bushaltestelle Le-Château-de-Ste-Croix. Dort sieht man noch sogenannte Toblerone-Panzersperren aus dem 2.Weltkrieg. Nun wandern wir abwärts in einen Buchenwald. Schmale und breite Wege wechseln sich ab (gut auf die Markierung achten!). Bei einem Felsband wird der Pfad ziemlich steil und kurvig; bei Nässe vorsichtig gehen!

Wieder auf breitem Waldweg, gibt es zwei Pfeile nach "Vuiteboeuf"; erlebnisreicher ist unsere "Voie historique"-Route. Sie steigt über steinige Treppenwege steil an, aber nach 5 Minuten sind wir bereits oben. Eine erste Infotafel erzählt Spannendes über diesen historischen Weg und die Salztransporte, Das " weisse Gold" wurde von den Bernern, welche das Salzmonopol hatten, aus Frankreich über Sainte-Croix und Yverdon nach Murten importiert und durch diesen steilen Wald rund 400 Höhenmeter hinunter geschleppt. Riesige Steinplatten wurden gelegt und darin eine Art Geleise gemeisselt. So mussten die schweren Fuhrwerke nur noch gebremst werden, wobei das Karrgeleise immer tiefer eingeschnitten wurde. Bei einer andern Infotafel sieht man eine Kreuzung mit mehreren "Geleisen". Was für eine Schinderei! Unten in Vuiteboeuf wurde gerastet und die Pferde gewechselt.


Unser Weg folgt teils diesen Karrenwegen, teils nimmt er Abkürzungen. Ein paarmal wird auch die Fahrstrasse gekreuzt (Pfeil am Baum beachten!). Am Schluss gehts über ein Quartiersträsschen ins stattliche Dorf Vuiteboeuf hinunter - speziell ist der 3-fache Brunnen. Am Gegenhang sieht man die Kirche Vuiteboeuf; dort hinauf führt der Weg zum Hotel (oder zur Bahnstation Vuiteboeuf, welche fünf Minuten davon entfernt ist).

gewandert: Mai 2015

Hotel-Rest. La Grand'Borne, Landesgrenze F/CH
Grand'Borne an der Grenze CH/F
beim Hof Vers le Bois, im Hintergrund
                  L'Auberson
bei Vers le Bois
Buchenwald bei Château-de-Saint-Croix
Buchenwald bei Ste-Croix
Karrengeleise Salztransport Mittelalter,
                  Vuiteboeuf Jura
tief eingeschnittene Karrengeleise
früheres Gasthof Balance in Vuiteboeuf, hier
                  wurden die Pferde gewechselt
Vuiteboeuf; hier wurden die Pferde gewechselt

Gasthäuser und Links

Karte Schweizmobilplus2. Etappe: Vuiteboeuf - Valeyres-sous-Montagny (bei Yverdon) - Mathod


3h50, aufwärts 230m, abwärts 430m, 15km, etwa zur Hälfte Hartbelag

Route: Vuiteboeuf
599m - Refuge des Crêts (30min) - Mornens 538m - Valeyres-sous-Montagny 410m (1h10) - Montagny - Chamblon 520m (50min) - Picknickhütte (40min) - Mathod 445m (40min)

Vom Hotel de l'Ours in Vuiteboeuf gehen wir auf der Fahrstrasse Richtung Yverdon bis zur Kreuzung und drehen dort halblinks zum Chemin de la Cantine, wo wir wieder eingefädelt sind. Am Spielplatz vorbei gehts geradeaus bis zum Wegweiser am Waldrand, wo unsere Route rechts abbiegt. Zunächst noch auf Betonpiste, nach dem Bahnübergang auf Naturbelag wandern wir durch fruchtbares landwirtschaftliches Gebiet. Dann tauchen wir für eine halbe Stunde in den Wald ein, unterbrochen von der Picknickhütte Refuge des Crêts. 10 Minuten später die Abzweigung halblinks nicht verpassen!

Nachdem man die Bahnlinie wiederum überquert hat, erreichen wir bald die Waldlichtung Mornens mit dem ausgedehnten Bauerngut. Am gegenüberliegenden Waldrand gut auf die Markierungen achten: Zunächst nach rechts in den Wald hinein, nach rund 100m
achtung unscheinbare  Spitzkehre nach links. Wir queren den Bois de Lily und kommen beim Waldausgang wiederum an die Bahnlinie. Nach deren Überquerung treffen wir auf ein Strässchen, das uns durch landwirtschaftliches Gebiet nach Valeyres-sous-Montagny führt. Wir queren das Dorf und gelangen beim Sportcenter (Einkehrmöglichkeit) zur gleichnamigen Bahnstation hinunter - übrigens ein idealer Ausstiegsort für jene, die in Yverdon übernachten möchten.

Gegenüber der Bahnstation Valeyres-sous-Montagny gehts in den Wald und steil bergauf zur Hochebene von Montagny-près-Yverdon. Die Kapelle ist geschlossen, wie so viele in dieser Region. Wir durchqueren das hübsche Dorf talabwärts (in der Dorfmitte die Richtung halten, Markierung fehlt). Schon von weitem sieht man die riesigen Treibhäuser, die wir links umwandern werden. Am Dorfende queren wir eine Fahrstrasse und wenig später die Hauptstrasse, und schon sind wir wieder auf ruhigem landwirtschaftlichem Gebiet, aber immer noch auf Hartbelag. Beim nächsten Wegweiser werden Leute ohne Französischkenntnisse Mühe haben: "à 55m suivre le chemin à droite", also nächste Abbiegung nach rechts (Bodenmarkierung).

Zwischen Weide und den Gemüsekulturen wandern wir zum Ende der Gewächshäuser, wo ein aprupter Richtungswechsel nach links zu beachten ist. Auf schönem Saumweg gehts aufwärts durch den Wald und Weiden auf die Hochebene von Chamblon; auch hier steht ein Schloss und eine Kapelle. Ausgangs Dorf beginnt ein schönes Wegstück einem Armee-Übungsplatz entlang, der heute als Naturpark mit reicher Flora geschützt ist. Sonniger Weg dem Waldrand entlang, mit Blick über die Orbe-Ebene.

Betonpiste
            mit Natur-MittelstreifenNur allzu rasch - bei einer Picknickhütte - ist dieses Wegstück zu Ende. Zwei Minuten unterhalb auf die Bodenmarkierung achten - unsere Route macht einen Schwenker nach rechts und folgt dann dem neubetonierten Piste in die fruchtbare Talebene - zum Glück gibt es bei den neuen Betonpisten einen naturbelassenen Mittelstreifen! Gut markiert mit Bodenpfeilen erreichen wir das Dorf Mathod. Gegenüber vom Schloss befindet sich das Hotel Le Bras d'Or.
gewandert: Juli 2015

oberhalb Vuiteboeuf
oberhalb Vuiteboeuf
Refuge
                  des Crêts
Refuge des Crêts
10min
                  nach Refuge des Crêts Abzweigung nicht verpassen!
Abzweigung nicht verpassen
Montagny près Yverdon
Montagny
Gewächshäuser und Gemüseplantagen bei Montagny
Gemüseanbau nach Montagny
Waldrandweg Chamblon - Mathod
Waldrandweg nach Chamblon

Gasthäuser und Links

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Klosterkirche RomainmôtierKarte SchweizMobilPlus3. Etappe: Mathod - Orbe - Romainmôtier

4h40, aufwärts 470m, abwärts 250m, 17km
Mathod 445m - Bois de Vuavre 510m - Mosaïques romaines 485m (1h30) - Orbe
Gare 470m (35min) - Orbe-Brücke - Agiez 443m (50min) - Schützenhaus - Bretonnières 681m (1h10) - Romainmôtier 674m (35min) 

Auf der offiziellen Karte führt die Via Francigena rechts aufwärts nach Les Conduits und Rances, um in einem 1-stündigen Umweg wieder zur direkten Wanderroute zu stossen. Das hatte ich übersehen und bin dem direkten Weg gefolgt und beschreibe ihn so.

Bei der Bushaltestelle Mathod Village weist der Weg Richtung "Orbe" nach links, 5 Minuten der Strasse entlang und dann schräg dorfaufwärts. Bei den letzten Häusern auf den Pfeil achten, er führt rechtwinklich aufwärts, an einer Aussichtsbank vorbei. Ab dort Naturbelag; weiter aufwärts, an Magerwiesen vorbei, wo noch jetzt im Herbst Blumen blühen. Oben dreht der Weg nach links und führt mit Blick über das Tal zunächst alles dem Waldrand entlang, dann schwenkt er in den Bois de Vuavre hinein. Bei einer Wegverzweigung treffen wir auf die Via Francigena Nr.70, die von Rances herunterkommt. 

Nun wieder auf der offiziellen Route, wandern wir aus dem Wald hinaus und queren auf dem leicht abwärts führenden Wiesenweg das Feld. Unten treffen wir auf die Betonpiste, der wir nach rechts folgen. Die nächste Stunde bis zur Orbe-Brücke wird leider fast alles auf Hartbelag verlaufen. Zunächst marschieren wir auf der schnurgeraden Strecke bis zum grossen Silo, drehen dort nach links und unterqueren die Hauptstrasse. Weitere Felder werden umwandert, bis wir beim Wegweiser Mosaïques romaines die Autobahn überqueren. Geschichtlich Interessierte werden sich den Besuch des Museums nicht entgehen lassen.

Unsere Route führt nun gut markiert am Campingplatz und Schwimmbad vorbei ins Stadtzentrum von Orbe. Wer das sehenswerte Altstadt besichtigen möchte, hält die Richtung, die andern folgen nach dem grossen Parkplatz dem Wegweiser halbrechts Richtung Bus- und Bahnstation. Unterhalb einer Treppe sehen wir den Wegweiser Orbe Gare; ihm vorbei wandern wir abwärts zur Orbe-Brücke.

Die offizielle Route folgt nach der Brücke beim Wegweiser Le Puisoir der Strasse; schöner ist es, gleich dem Uferweg nach rechts zu folgen; er führt in einem Bogen um die Sportanlage herum und trifft am Waldrand wieder auf die Strassenroute. Fünf Minuten später, beim Kraftwerk, verlassen wir die Orbe und steigen auf dem Wanderweg zum Wald hinauf. Schönes Wegstück dem Hang entlang, bis wir nach einem Brücklein mit halbrundem Eisengeländer auf einen Wegweiser treffen (der Bach mündet unterhalb in die gestaute Orbe). Achtung: im Mai 2015 standen wie Pfeile verkehrt; richtig ist:

Nach diesem Brücklein nach links und dann steil aufwärts, der rot/weissen Markierung folgend. Nach 10 Minuten sind wir auf der Anhöhe mit breitem Waldweg, der uns Richtung "Agiez" führt. Beim Wegweiser Agiez am Waldrand oberhalb vom Dorf tauchen wir für ein längeres Stück wieder in den Wald, bis wir ans Schützenhaus kommen; dort halblinks zum Strässchen hinunter (in den alten Karten umwanderte man den gegenüberliegenden Hang auf dem rechtsHier herauf kommen wir auf dem
                Wiesenweg bei Bretonnières abbiegenden Flursträsschen). Nun dreht die Route nach links und folgt kurz der Fahrstrasse; nach diesen 10min Hartbelag zweigt der Wanderweg rechts ab und führt durch ein Waldstück. Oben die Richtung halten und auf dem Wiesenweg (zweimal einen Viehzaun querend) aufwärts zur Fahrstrasse, welche uns ins Dorfzentrum von Bretonnières führt.

Am langen Brunnen (mit Waschhaus) vorbei gehts eine Viertelstunde auf Hartbelag durch Wohn- und landwirtschaftliches Gebiet. Blick zurück zum Suchet! Wieder im Wald (Bois de Forel), queren wir ihn, bis wir das Nozon-Tal erblicken. Dem Waldrand entlang gehts abwärts ins Dorfzentrum Romainmôtier, mit Blick auf die historische Klosteranlage. Durch das Tor betreten wir eine andere Welt; dort steht die älteste romanischen Kirche der Schweiz. Henrik hat die Stimmung treffend eingefangen:

"In Romainmôtier und seinen Klosteranlagen tauchten wir ein in die Anfangsgeschichte des Christentums auf schweizerischem Boden (450 n. Chr.). In der vor einigen Jahren renovierten Kirchengängen und Krypten weht ein sehr alter Geist, der einen erfasst: Romainmôtier gilt als Kraftort! Ein Besuch, den ich unbedingt empfehle. Wir setzten uns im Kräuter-Tee-Haus an verwaschene Tische draussen auf altem Pflasterstein, so wie man ihn kaum noch kennt - und liessen unsere Seele sprichwörtlich baumeln."

WeHaus des Priors, in der Klosteranlage Romainmôtierr alte Geschichte liebt, zahlt im Tee-Haus 5 Franken und darf dafür die prächtigen Räume der alten Berner Patrizier besichtigen - spannend auch deren Bibliothek! Ebenso spannend ist die Teeauswahl in der Crêperie. Es lohnt sich auch, die Homepage von Romainmôtier zu konsultieren, oft gibt es Konzerte in der Kirche.
gewandert: September 2015
Le Puisoir am Ufer der Orbe
am Ufer der Orbe
Schützenhaus Nähe Bretonnière
Schützenhaus
Waschhaus in Bretonnières
Waschhaus in Bretonnières
Le Suchet
Blick zum Dent de Vaulion
Klosterstädtchen Romainmôtier
Klosteranlage Romainmôtiier
Klosterhof in Romainmôtier
Klosterhof Romainmôtier

Gasthäuser und Links
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digitale Wanderlandkarte SchweizMobilPlus4. Etappe: Romainmôtier - La Sarraz - Eclépens - Cossonay

5h, aufwärts 330m, abwärts 570m, 19km
Romainmôtier 674m - Condemine - Vy Ferroche 710m - Carrière Jaune 610m (1h) - Refuge (15min) - Hôpital St-Loup - Schwimmbad 543m (40min) - La Sarraz 492m (15min) - Eclépens Dorf 461m (25min) - Refuge du Bouget (55min) - Lussery 494m (20min) - Cossonay Ville 562m (45min) - Cossonay Gare 434m (25min)

Den Hauptwegweiser in Romainmôtier findet man etwas versteckt neben der Crêperie gegenüber vom Kloster; unser nächstes Ziel ist La Sarraz. Der Strasse entlang gehts abwärts zur Nozon-Brücke und am Gegenhang aufwärts. Nach der Haarnadelkurve das mittlere Strässchen Richtung "Envy" nehmen; nach dem Parkplatz zweigt links der Wanderweg ab. Er führt steil aufwärts durch ein Waldstück und trifft oben wieder auf das Strässchen, dem wir nochmals rund 200m folgen. Dann schwenkt unsere Route - immer noch geteert - halblinks ab und führt durch die landwirtschaftliche Ebene von Condemine.

Am Waldrand von Vy Ferroche im Naturschutzgebiet Bellaires. Darin beginnt ein schöner Naturweg, der uns in den dichten Wald führt. geht es ziemlich steil abwärts, vorbei an einer Waldlichtung. Unten, wo der Wald lichter wird, sehen wir rechts eine geschützte Hochebene, die Carrière Jaune; in den Magerwiesen wachsen verschiedene Orchideen-Arten.

In der Picknickhütte Refuge oberhalb Hôpital St-Loupnächsten Waldlichtung gibt es zwei Wege Richtung "La Sarraz"; die Via Francegina, der wir folgen, macht eine Spitzkehre nach links (wir gehen also nicht via Ferreyres). Wir wandern durch den Wald, bis wir nach einer Viertelstunde eine Picknickhütte (Refuge) am Weg finden. Dort drehen wir halblinks und gehen auf etwas ruppigem Weg waldabwärts. In diesem ausgedehnten Wald wurde früher Kalk- und Eisen bearbeitet - die Stellen sind mit Pfeilen markiert. Unten treffen wir auf den "Sentier du patrimoine", der von Croy herkommt. Für eine Viertelstunde folgen wir dem felsigen Tal La Vaux und kommen am Parkplatz des Spitals St-Loup aus dem Wald. Nach dem Parkplatz nehmen wir das Strässchen halbrechts und 5 Minuten später den links abzweigenden Wanderweg durch den Wald. Das Wegstück besticht durch die riesigen Buchsbäume und das viele Moos.Am Waldausgang treffen wir auf das Schwimmbad von La Sarraz (mit lauschigem Gartenrestaurant).

Durch Quartierstrassen kommen wir an zwei Kirchen vorbei ins Dorf La Sarraz. Auf der Wanderroute durchquert man das Dorf im unteren Teil; parallel dazu gibt es eine obere Strasse an den Läden vorbei - wer die Kirche oder das Schloss besuchen oder einkehren will, folgt besser der oberen Srasse. Vorne wird die Hauptstrasse gequert und zum Strässchen am sonnigen Gegenhang gewechselt (der Hauptwegweiser La Sarraz befindet sich gegenüber vom Blumenladen, von wo eine Treppe zu diesem Strässchen hinauf führt).

Das Natursträsschen "Chemin des Vignes" von La Sarraz nach Eclépens verläuft entlang einer Trockenmauer zwischen Waldrand und Rebberg; schöner Blick auf die beiden Schlösser. Nach den ersten Häusern von Eclépens (Achtung: es gibt keine Bahnstation im Dorf!) dreht unser Weg rechts durch die Bahnunterführung zur Kirche und links dem Trottoir entlang. Etwa in der Mitte des hübschen Dorfes auf die Pfeile achten: Unsere Route zweigt rechts ab, folgt fünf Minuten der Betonpiste und dreht nach der Brücke nach links.

Für die nächste Stunde folgen wir dem Lauf der Venoge. Die ersten 10 Minuten sind noch betoniert, dann dreht das Strässchen zum Bauernhof hinauf und wir folgen dem (unmarkierten) Wiesenweg dem rechten Ufer entlang. Der fussfreundliche Uferweg ist ein Wandergenuss, und wer eine Pause braucht, kann sich am gedeckten Picknickplatz Refuge du Bouget ausruhen. Dort wechseln wir die Uferseite, bis wir bei Le Moulin die Venoge verlassen und auf dem Wanderweg nach Lussery aufsteigen. Das Dorf verlassen wir sogleich wieder; nach dem Pferdegestüt zweigt bald ein Wiesenweg ab, auf dem wir Richting "Cossonay" wandern - man sieht das Schloss aus dem Wald herausragen. Achtung: Wo sich der Wiesenweg gabelt, den unteren Weg nehmen (Markierung vorhanden). Nach einem Waldstück treffen wir auf die Fahrstrasse durch Cossonay - ihr folgen wir nur wenige Schritte. Die Wanderroute führt beim Doppelbrunnen links durch das hübsche Altstädtchen - vor der Kirche die Pfeile nach links zum Schloss nicht beachten - und treffen wieder auf die Hauptstrasse (Hauptwegweiser Cossonay Ville).

Auf dem Trottoir der "Rte de Lausanne" gehen wir abwärts; nach 300m zweigt links der Wanderweg ab, der uns in sanftem Zickzack durch den Wald nach Cossonay-Gare hinunter führt.
gewandert: September 2015
Naturschutzgebiet Bellaires, im Wald oberhalb
                  Croy
Naturschutzgebiet Bellaires
müde Pilger vor der Kirche in La Sarraz
müde Pilger, Kirche La Sarraz
Rebenweg, La Sarraz
Rebenweg, La Sarraz
Uferweg der Venoge entlang
Uferweg La Venoge
Cossonay-Ville
Cossonay-Ville

Gasthäuser und Links


Wanderlandroute Nr.70 Cossonay5. Etappe: Cossonay - Bussigny - Saint-Sulpice - Lausanne Ouchy

6h20, aufwärts 280m, abwärts 460m, 26 km
Bahnstation Cossonay-Penthalaz 434m - Sportplatz (25min) - Vufflens-La-Ville 475m (1h) - Le Refuge 410m (25min) - Banhstation Bussigny-près-Lausanne 406m (1h), 10km - St-Sulpice (2h) - Lausanne 427m

Von der Bahnstation Cosssonay-Penthalaz gehen wir über die Brücke und folgen der Strasse Richtung "Lausanne";  nach einem halben Kilometer dreht die Wanderroute rechts ab und führt durch ein ruhiges Quartier und abwärts zum Sportplatz. Nun folgt ein schönes Wegstück - im Uferwald der Venoge entlang. Ruhebank am Waldrand; weiter durch den Wald. Nach einem eingezäunten Kies-Abbaugebiet dreht unser Weg links aufwärts, führt über einen kleinen Waldhügel und mündet am Waldausgang in eine Strasse, der wir nach links folgen. Grabarbeiten deuten auf ein grösseres Projekt hin.

Wir folgen dem Panoramasträsschen nach Vufflens-La-Ville. Schöner Dorfkern mit Kirche und Waschbrunnen. 250m nach der Kirche dreht unsere Route rechts ab. Mit Blick auf die französischen Alpen und den Montblanc queren wir die Hochebene und steigen dann in die bewaldete Talsenke hinunter.

Refuge am Vaube-Bach,
              Vufflens-la-VilleWer mit einer Gruppe unterwegs ist, kann unten dem 2-minütigen Abstecher zum "Refuge" (Picknickhütte) folgen, wo gedeckte Sitzplätze und Grillstellen zur Verfügung stehen.

Die markierte Route führt über den Vaube-Bach und wechselt am Gegenhang auf Naturbelag. Im Wald Grand Sève kreuzen wir den Vita-Parcours und drehen beim Parkplatz am Waldausgang nach rechts, an den Familiengärten vorbei. Beim Abstieg nach Bussigny schöner Blick auf die Alpen! Durch die Quartiere von Bussigny, vorbei am grossen Spielplatz und Einkaufs- und Einkehrmöglichkeiten, erreichen wir die Bahnstation Bussigny-près-Lausanne.

Vor der Bahnunterführung steht der Wegweiser. Nach der Unterführung ("quartier sud") gehts rechts versetzt weiter - gelbe Pfeile "tourisme pédestre". Sie führen unter der Hauptstrasse hindurch, dann kurz parallel dazu zum Uferweg der Venoge hinunter. Diesem Uferweg werden wir mit kurzen Unterbrechungen bis zum Genfersee folgen. Schöne Pfade durch den Uferwald, bis nach einer Viertelstunde bei einem Holzbrücklein unsere Route nach links abzweigt (die Venoge macht hier einen Halbkreis, den wir schneiden).

Unter der Autobahn suchen wir vergeblich nach einer Markierung; richtig ist, nach rechts zu drehen, wo wir bald wieder zum Ufer der Venoge gelangen. Nachdem auch die Bahngleise unterquert sind, gehts weiter auf dem schönen Uferweg. Das Gebiet ist unter Naturschutz, die Venoge fliesst in einem natürlichen, gewundenen Bett, mit kleinen Inseln und Kiesstränden. An besonders schönen Stellen haben sich kleine Seen gebildet. Unser Pfad führt im Uferwald in leichten Auf und Ab ohne grosses Gefälle bachabwärts - teils ist er lehmig und kann bei Nässe rutschig sein.

Bei der roten Brücke von Denges queren wir einen geteerten Waldweg (der Pfeilrichtung folgen, der laubgefüllte Pfad ist kaum zu sehen). Zehn Minuten später kommen wir an einen Wasserfall; die alte Stauwehr ist wohl eher ein Museumsstück. Pfeile zeigen unsere Marschrichtung an; der Weg führt uns an eine Waldlichtung, am Pferdestall Garance vorbei. Nochmals kurz durch den Wald, erreichen wir vorstädtisches Gebiet mit vielen Neubauten (Bushaltestellen "Venoge Nord" und "Sud").

Die Fahrstrassen verlassen wir bereits nach 5 Minuten wieder, nachdem wir beim Chinesischen Restaurant die Unterführung benützt haben. Direkt hinter dem Wegweiser gehts in ein Waldstück hinein (Schnitzelwege). Eine Strasse überqueren wir rechts versetzt und gelangen über eine Brücke wieder ans Ufer der Venoge. Sie verläuft hier in einem Kanal, an dessen Ufer Dutzende von Segel- und Motorschiffen geparkt sind. Der Genfersee ist nun nicht mehr weit. Kurz bevor die Venoge in den See einmündet, überqueren wir sie auf der elegante Bogenbrücke.

Natürlicher Weg dem Seeufer entlang durch Uferwald und Schilf bis zur Kirche von St-Sulpice. Hier treffen wir vielleicht auf Schweizer Jakobspilger, denn ihre Route folgt dem Genferseeufer Richtung Frankreich - rund 1h30 haben wir eine gemeinsame Strecke. Die alte Kirche St-Sulpice ist auch im Winter geöffnet und strahlt Ruhe und Kraft aus.

Schöne Wege direkt am See oder am Strand und kürzere Strecken auf Hartbelag wechseln sich ab, immer mit Blick auf den See (und bei guter Sicht auf die Berge). Was auffällt, sind die vielen jungen Jogger; in der Nähe liegen die Hochschulen und deren Sportanlagen; auch Segel- und Kiteschulen sind hier angesiedelt. Wir schlendern an Parks, Badestränden und Spielplätzen vorbei. Zehn Minuten nach dem Wegweiser Dorigny verlassen wir den Jakobsweg.

Über das Plage de Vidy und diverse Schiffshäfen wandern wir dem Seeufer entlang nach Lausanne Ouchy.
Wer einen Pilgerstempel von der Lausanner Kathedrale holen möchte, nimmt am besten die Métro von Ouchy bis zur Station Flon.
Dezember 2015
Gasthäuser und Links
Vufflens-la-Ville
Vufflens-la-Ville
Bussigny,
                  Sicht auf die Alpen
Bussigny; Sicht auf die Alpen
Uferweg der Venoge entlang
Uferweg der Venoge entlang
Klosterkirche St-Sulpice
Klosterkirche St-Sulpice
Dorigny, Genfersee-Ufer bei Lausanne
am Genfersee bei Lausanne
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Wanderlandroute Nr.706. Etappe: Lausanne Ouchy - Vevey

5h40, aufwärts 500m, abwärts 480m, 21km
Lausanne 427m - Pully 376m - Lutry 372m - Cully373m - St-Saphorin 414m - Vevey 387m


Wanderlandroute Nr.707. Etappe: Vevey - Montreux - Aigle


6h55, aufwärts 360m, abwärts 320m, 25km
Vevey 387m - La Tour-de-Peilz 372m - Clarens 372m - Montreux 396m - Château de Chillon - Villeneuve 372m - Roche VD 390m - Yvorne 458m - Aigle 413m

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Wanderlandroute Nr.708. Etappe: Aigle - Ollon - St-Maurice

5h10, aufwärts 520m, abwärts 520m, 18km
Aigle 413m - Ollon 478m - Les Devens 468m - Massongez 398m - St-Maurice 422m


Wanderlandkarte mit eingezeichneter ViaFrancigena9. Etappe: St-Maurice - Martigny

5h10, aufwärts 520m, abwärts 520m, 17km
Route: St-Maurice 422m - Evionnaz 469m - La Balmaz 449m - Vernayaz 457m - La Bâtiaz 470m - Martigny 467m

Wanderung auf dem historischen "Chemin royal" über Evionnaz und Vernayaz, vorbei am "Pissevache"-Wasserfall und an der Trient-Schlucht. Über die Brücke von La Bâtiaz wird Martigny erreicht.
Besuch der Fondation Gianadda und des Museums der Bernhardinerhunde.



Wanderlandkarte mit Via Francigena10. Etappe: Martigny - Orsieres

6h, aufwärts 950m, abwärts 540m, 21km
Route: Martigny 467m - Le Croix 495m - Bovernier 613m - Sembrancher 717m - La Douay 856m - Orsières 888m

Von Martigny führt die Wanderung über Bovernier nach Sembrancher, einem mittelalterlichen Städtchen (Mittagsrast). Auf dem Napoleonweg geht es weiter nach Orsières.
 
Sep 08: "Aufgepasst: nach Martigny-Croix ist das rechte Flussufer leicht gefährlich und nicht zu empfehlen (nur für Alpinisten). Der einzige Nachteil des linken Flussufers sind 300m auf der Kantonalstrasse beim Ort Le Brocard."
Okt.15: "Martigny-Bourg via Bovernier nach Sembrancher ist dank der neuen Brücke begehbar. Die Strecke ist stellenweise rot-weiss-rot bzw. weiss-rot-weiss = Bergweg markiert und bei schlechtem Wetter oder Schnee heikel.
Alternative: die Route über den Hügelzug via Chemin und Vens nach Sembrancher (oder die Bahn benützen).

Gasthäuser und Links

Wanderlandkarte11. Etappe: Orsières - Bourg-St-Pierre

4h45, aufwärts 1000m, abwärts 260m, 14,5km
Route: Orsières 888m - Montatuay 1060m - Liddes 1353m - Palasuit 1382m - Bourg-St-Pierre 1632m

Von Orsières folgt man dem rechten Ufer der Dranse über den Ort Dranse nach Liddes. Von da führt der historische Weg nach Bourg-St-Pierre.

Gasthäuser und Links

Wanderlandkarte12. Etappe: Bourg-St-Pierre - Grosser Sankt Bernhard

5 h, aufwärts 1080m, abwärts 245m, 13km
Route: Bourg-St-Pierre 1632m - Barrage de Toules 1730m - 1892m - La Pierre 2039m - Combe de Drône - Col des Chevaux - Col du Gd-Saint-Bernard 2469m

Diese Etappe der ViaFrancigena hat symbolischen Charakter: Man erreicht das Hospiz vom Grossen St.Bernhard, den höchsten Punkt zwischen Canterbury und Rom.

Wir verlassen Bourg-St-Pierre, das letzte Schweizer Dorf, und folgen dem alten Passweg, der uns zur Barrage de Toules führt. Unterhalb der Alp La Lettaz gehen wir dem Stausee entlang. Beim Wegweiser oberhalb des Staudamms (Stallgebäude) mündet der Weg von der Haltestelle Bourg-St-Bernard ein (die man in 20min erreichen könnte). Wir bleiben auf der rechten Talseite; der Weg wird nun etwas steiler und gabelt sich vor der Alp La Pierre; Achtung, hier den unteren Weg zur
          Alp nehmen! Achtung - hier nicht bergauf gehen, sondern geradeaus zum verfallenden Alpgebäude La Pierre, wo Murmeltiere drin spielen. Hier genau in Pfeilrichtung abwärts, das Alpsträsschen abkürzend.

Kurz danach treffen wir auf den breiten Weg, der uns durch ebene Wiesen und über ein Brücklein zur Passstrasse führt. Wir überqueren sie noch vor der Bushaltesstelle L'Hospitalet und kürzen damit die Strassenkurve ab. Beim Steingebäude, das wir erblicken, handelt es sich um ein Abluftkamin des Strassentunnels. Parallel zur Strasse, aber oberhalb der Felsen, führt der schöne Wanderweg talaufwärts. Beim Pont de Nudry streifen wir die Strasse nochmals kurz, halten aber die Richtung, wo sie rechts abschwenkt.

Links vom Bachlauf folgen wir den Bergweg; ein Wasserfall und die grandiose Berglandschaft beflügeln den Aufstieg. Doch es heisst gut auf die Markierungen zu achten und nicht etwa dem Wegpfeil nach "St-Rhemy" zu folgen! Zum Col du Gd-St-Bernard sind jetzt noch 30min angegeben - etwas optimistisch! Während die Strasse auf der anderen Talseite rechts ausholt, gehen wir links an den grossen Felsen vorbei. Hier geht es - nicht sehr klar markiert - über geschliffene Felsen und dann zu den steilen Treppen, die aus dem Felsen herausgehauen wurden.

Wir sind jetzt im Einschnitt Combe du Mort. Oben ist bereits das Gebäude des Hospice zu sehen. Ein breiter, aber ruppiger Saumweg führt recht steil bergauf, und wo wir auf die Strasse treffen, sind wir auch schon auf Passhöhe Col du Gd-Sain-Bernard. Links befindet sich das Hospice du St-Bernard, wo die Pilger sehr warmherzig empfangen werden.

PS für den nächsten Tag: Der Panoramaweg zum Jupiterdenkmal beginnt bei der Aussichtsterrasse neben der Bernhardiner-Hundezucht.

Gasthäuser und Links
Lac
                  des Toules oberhalb Bourd-st-pierre
Blick zurück zum Lac des Toules
Abzweigungsmöglichkeit zur Busstation Bourg Saint
                  Bernard
Punkt 1892m
Alphütten La
                  Pierre, hier genau dem Wegpfeil nach links folgen
La Pierre; dem Pfeil nach links folgen
Pont de Nudry,
                  hier geradeaus und durch das Tal vorn nach rechts
im Taleinschnitt hinten nach rechts
Combe
                  des Morts; schönes Wegstück durch die Felsen
Combe des Morts bei 2290m halbrechts
Grosser
                  Sankt Bernhard, Blick auf die italienische Seite
Grosser St.Bernhard, Italien

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ein
                          stilvoller caffè in Aosta 
  Italien



Die Via Francigena im italienischen Grenzland, dem Aostatal - und seine Markierungen:

Wegpfeile beim Abstieg
                  ins Aostatal mit detaillierten Angaben
Im Aostatal ist die
                  Via Francigena auch Nr. 103
Saint-Oyen, Pilger auf der
                  Via Francigena
Kleber Via Francigena
Wegweiser Via
                  Francigena, mit Gastro-Hinweis
Kleber überall - gut
                  zu wissen: man ist auf dem richtigen Weg

13. Etappe: Grosser Sankt Bernhard - Etroubles - Echevennoz (Italien)

5. Tag Grosser St.Bernhard - Etroubles

4h15, abwärts 1200m, 15,5km
Route: Grosser St.Bernhard 2469m - Kapelle 2203m - St-Rhèmy 1619m - St-Oyen 1373 m - Etroubles 1264m - Echevennoz 1233m

Die Via Francigena im Aostatal ist perfekt markiert; trotzem trifft man noch kaum Pilgerer an - die Route ist einfach wenig bekannt, obwohl sie landschaftlich sehr schön ist und wenig Hartbelag aufweist. Geniesse es al "Bain de Silence" (P.Claudel)!

Via
                Francigena Nr. 103 und TDC Tour du CombinUnd trotzdem hat sich ein Mitpilger gleich zu Beginn verlaufen; der Tag hat mit Nebel begonnen. Der Panoramaweg, der bei der Aussichtsterrasse der Auberge beginnt, führt ebenaus bis oberhalb des Jupiterdenkmals; auf halbem Weg betreten wir italienischen Boden. Oberhalb vom Denkmal führt der Pfad kurz steil hinunter zu seinem Fuss und rechts daran vorbei, Markierung Nr.103 (ein Stückweit begleitet uns auch die Route TDC Tour des Combins). Nach etwa 50m zweigt die Route links ab (der verirrte Pilger lief weiter geradeaus, kam in steiles Gelände und landete auf dem Galleriedach der Strasse). Richtig ist, den Markierungen abwärts zu folgen (zwischen Felsen); danach kurvt der Weg zur Strasse hinunter und kreuzt sie dort.

Ein schöner Saumweg führt schräg abwärts; vor dem Alpgebäude die Richtung halten. Das Gebiet ist wasserreich und hochmoorartig; nach einer Bachüberquerung folgt der Weg der langen Trockenmauer talabwärts, kreuzt die Strasse nachmals, dann ein drittes Mal bei der Kapelle auf 2203m.

Nun folgt ein gut angelegter grasiger Hangweg, der uns ins Aostatal hinunter führt; ein paar steile Haarnadelkurven sind auch zu überwinden. Unten geht's 200m der Strasse entlang, dann rechts davon zum Weiler St-Rhémy; Einkehrmöglichkeit. Bei der Kapelle steht die hübsche Glasskulptur eines Pilgerers.

Unten am Gegenhang wandern wir weiter talabwärts. Bei Saint-Rhémy-en-Bosses schlängeln wir uns zwischen den Steinhäusern durch, unterqueren die Autobahn und drehen oberhalb der Kirche Saint Léonard nach links durch waldiges Gebiet. Ein schönes Wegstück der Suone "ru neuf" beginnt beim Weiler Cerisey führt uns Richtung St-Oyen; eine Viertelstunde vor dem Dorf zweigt die Nr.103 links ab und führt zur Strasse hinauf. Weil der Weg der Suone entlang aber neu gebaut ist, folgen wir ihr nach Saint Léonard. Beim gedeckten Waschbrunnen unterhalb vom Dorf treffen wir wieder auf die Via Francigena. Ihr folgen wir abwärts zum Château Verdun (Pilgerherberge) und dann nach links zur Hauptstrasse. Parallel dazu führt ein Natursträsschen nach Etroubles hinunter. Es ist der erste grössere Ort seit unserem Abstieg, mit Läden und Restaurants.

Wir haben in Echevennoz reserviert und gehen darum weiter. Zuverlässig werden wir durch das Dorf geschleust, die Autobahn unterquerend. Rechts davon führt ein fast ebenes Natursträsschen talauswärts; ein riesiges Kiesabbaugebiet zu unserer Linken. Doch Echevennoz liegt etwas abseits und ruhig; das B&B L'Abri lässt keine Wünsche offen; im Restaurant Ostello unterhalb geniessen wir ein gutes Nachtessen.

Gasthäuser und Links

Start im Nebel; der Weg geht rechs am
                  Jupiterdenkmal vorbei
Jupiter-Denkmal, rechts davon der Weg
vorbildliche Wegweiser mit Schwierigkeitsskala
Die Nr. 103 St-Rhemy wählen
Kapelle
                  auf 2203m, Blick zum Grossen St.Bernhardpass
Kapelle, Blick passaufwärts
verregneter Pilger mit Zelt
Zelttragender Pilger im Regen
Etroubles
                  ist erreicht, die Sonne scheint
Etroubles ist erreicht, es tut auf
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14. Etappe: Echevennoz - Aosta (Italien)

4h, abwärts 700m, 15km
Route: Etroubles 1264m - Gignod - Aosta 580m


Gasthäuser und Links

Wasserleitung bei Gignoud
Wasserleitung bei Gignoud
Blick
                  zum Gran Paradiso
Blick zum Gran Paradiso
Blick auf
                  Aosta
Aosta in Sicht
Tor
                  zur Kathedrale Aosta
Kathedrale
Torbogen in
                  Aosta
Torbogen in Aosta


Pauschalangebote mit Reservation und Gepäcktransport:
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Erlebnisbericht Via Francigena Vallorbe - Mauvoisin, 13 Etappen

Vallorbe; Bild: Henrik
            SilbersteinHerr Wagner hat 2007 als Pilger auf der Via Francigena (teileise abgeändert) die Schweiz traversiert und seine Erlebnisse (auf Französisch), seine Bilder und die Route auf Google Earth unter der Datei "Sur les traces de Sigéric.kmz" veröffentlicht.
Wer sich für diese Informationen interessiert und die Route virtuell abfliegen möchte, braucht das Gratisprogramm  http://earth.google.com/intl/de/download-earth.html herunterzuladen.

Die Bilder zur Via Francigena können auch auf folgender Seite angeschaut werden:


Karten, Dokumentation

Karten
Führer und Literatur:
Links
Sicherheits-Logoband
reflektierendes Sicherheitsband
für Arme oder Beine,
erhältlich bei
http://shop.francigena-international.org
Alte Kulturwege durch die Schweiz
Die Via-Routen von Kulturwege Schweiz


Sind sie diese Trekkingroute gewandert? Dann freuen wir uns über Ihre Rückmeldung und allfällige Korrekturen: info@wandersite.ch.
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