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134
Wandertage Schwierigkeit Webcam Meran
Eingesandt von:
9
T2
Ruedi Flueler
-

Meraner Höhenweg

 
Karte mit eingezeichneter Route



Die Route ist gut dokumentiert:
Meraner Höhenweg

Einer der schönsten Rundwanderwege in Südtirol, knapp 100 km lang, mit Nr. 24 markiert und am Rande des Naturparks Texelgruppe zwischen dem Passeiertal im Osten sowie dem Schnalstal im Westen verlaufend. Von Bergbauern seit jeher genutzte, teilweise sehr schmale Pfade konnten zum Grossteil bei der Planung sowie Umsetzung des Meraner Höhenweges miteinbezogen, ausgebaut bzw. verbunden werden.

Erstes fertiggestelltes Teilstück war hierbei der Abschnitt von Giggelberg - Longfall, während schließlich die Feststellung der Passagen von Ulfas-Hütt-Pfelders-Stettiner Hütte als auch jene von Katharinaberg-Montfert-Vorderkaser den einzigartigen Rundweg vervollständigten.Der Meraner Höhenweg ist ein alpines Wandererlebnis, das unter Bergfreunden allseits bekannt und beliebt ist.

Ende Juni werden es 30 Jahre, dass es den Meraner Höhenweg gibt. Robert Schönweger, damals Wegebauer des AVS, hatte gemeinsam mit Helmuth Ellmenreich die Umrundung im Naturpark Texelgruppe möglich gemacht.
Zum Jubiläum haben die Tourismusorte, welche am Meraner Höhenweg liegen, ein besonderes Programm ausgearbeitet.


Valtelehof (Tag 2)

Stettiner-Hütte (Tag 4)

Blick ins Vinschgau

Ausblick auf Katharinaberg

Wegweiser

Bilder: Ruedi Flueler


Erlebnisbericht von Ruedi Flueler
Eingesandt 2007. Herzlichen Dank!

Die nette Geste, uns an seiner Route teilnehmen zu lassen, lässt die Wandersite von der Exklusivität "Schweiz und Grenzregion" abweichen.

Hinweise
Im Jahre 1995 wurde der Meraner Höhenweg, welcher die Texelgruppe in einer grossen Schleife umrundet, eröffnet. Fast die gesamte Route liegt im „Naturpark Texelgruppe“, einer geschützten Kulturlandschaft nördlich von Meran. Wir durchwandern die verschiedenen Vegetationsstufen der Südalpen, übernachten in gemütlichen Berggasthöfen, aber auch auf 3000m Höhe in der gut geführten Stettinger Hütte. Damit wir diese wunderschöne, südliche Natur auch geniessen können - wir verzichten auf 7-8 stündige Tagesetappen - haben wir diese Wanderwoche um einen Tag verlängert.

Der Meraner Höhenweg kann man in Uhrzeigerrichtung oder gegen den Uhrzeiger ablaufen. Wir haben die Richtung gegen den Uhrzeiger gewählt, da das Gelände in den ersten Tagen etwas flacher ist. Mehr als 30 Gasthäuser und Jausestationen,  mit und ohne Unterkunft, befinden sich auf unserer Wanderroute, und trotzdem ist es sehr ratsam, die Uebernachtungen frühzeitig zu reservieren. (Es ist ja nicht unbedingt förderlich für die Moral, wenn man bei einem Gewitter und Regen nochmals 2 Stunden weiterlaufen muss, weil man zu faul war eine Reservation zu machen).

Der gesamte Meraner Höhenweg ist gut gekennzeichnet entweder mit Holz-Wegweisern, welche im Wald leider gerne übersehen werden, oder mit der Nr. „24“. 

Der Tourismusverband schickt gerne Prospekte, Liste der Unterkünfte und weiteres Informationsmaterial über den Meraner Höhenweg.

http://www.meranerland.com
Informationen zu Meran und Umgebung
Tel. 0039 0473 200 443
Fax. 0039 0473 200 188
info@meranerland.com


Die Etappen:

1. Tag: 3 h, aufwärts 700m -  T1
Route: Dorf Tirol 594m - Tiroler Kreuz 806m (1 h) - Longfallhof  1075m - Gasthof Walde 1296m (2 h)

Beim Tiroler Kreuz folgen wir der Autostrasse, welche nach kurzer Zeit zu einer Waldstrasse wird. Die Wegweiser „24“ zeigen uns den Weg, immer gerade aus auf der bequemen Waldstrasse und nach rund 2 km kommt die erste Abzweigung nach Longfallhof (Jausestation). Der schöne Weg ist gut markiert, wir  erreichen ab Longfallhof in ca. 1 Std. den Gasthof Walde, unser Tagesziel



2. Tag: 5 h, aufwärts 700m, abwärts 700m  - T1
Route: Gfeis im Walde 1310m - Brunner 1095m - Schaffler 1004m - Naser 1343m - Magdfeld 1102m - Matatz 1052m

Es erwartet uns ein gemütlicher Tag, wenn unsere Wanderung auch rund 5 Stunden dauert. Die uns bereits bekannte „24“ führt uns (vielfach auch auf asphaltierten Nebenstrassen) auf und ab durch den Wald, aber auch Waldrändern entlang, wo wir unten im Passeiertal die riesigen Apfelplantagen sehen können. Am Brunner (Jausestation) vorbei, auf herrlichen Waldwegen kommen wir am Schaffler, Naser und in Magdfeld vorbei (alle drei Gehöfte sind Jausestationen). Weiter geht’s im Wald zwischen 1000m und 1300m über Meer, wo der Meraner Höhenweg in Matatz direkt am "Valtelehof" vorbeiführt.



3. Tag: 5 1/2h, aufwärts 600m, abwärts 100  -  T1
Route: Matatz 1052m - Christl 1029m – Ulfas 1328m - Innerhütt 1444m - Bergkristall 1566m - Pfelders 1628m

Vom Valtelehof in Matatz  geht es weiter über Wiesen, an Waldrändern entlang und auf Waldstrassen nach Christl (Jausestation). Bei Christl ändern wir die Richtung von Norden drehen wir nach Westen, und ohne dass wir es merken, verlassen wir das Passeiertal und kommen ins Pfelderertal.

Langsam aber stetig gewinnen wir an Höhe. Bei Ulfas geht’s vorbei, meist in lichtem Wald, und am Waldrand erreichen wir Innerhütt oder Hüttenwirt (Jausestation). Die für heute letzten 200m Höhenmeter werden abwechslungsreicher, wir passieren den Bergkristall (Jausestation), wandern dem rauschenden Pfelderer-Bach entlang und erreichen das blumenreiche und schmucke Dorf Pfelders.


4. Tag: 5 h, aufwärts 1300m -  T2
Route: Pfelders 1628m - Lazins 1772m – Lazinser-Alm 1860m - Stettiner-Hütte 2875m

Wir verlassen Pfelders, überqueren den Pfeldererbach, wandern auf der rechten Seite auf einer Naturstrasse zu einem Weiler namens Zeppich, über Alpwiesen erreichen wir auf gutem Weg den Lazinserhof (Jausestation).

Erneut überqueren wir den Pfeldererbach, vor uns bedrohlich das Gebirge. Aber keine Angst, wir werden staunen. Von nun an wandern wir bis zu unserem Tagesziel auf einem 3 Meter breiten, ehemaligen Maultierpfad. Bei der Lazinser-Alm (Jausestation) vorbei, im Zick-Zack überwinden wir die Höhenmeter und erreichen auf 2570m einige kleine Bergseen. Der Blick zurück ins Pfelderer-Tal lohnt sich und der Blick nach vorne zeigt uns am Horizont die Stettiner-Hütte. Die Stettinerhütte (oder Rifugio Petrarca) ist eine grosse und gutgeführte Hütte mit rund 100 Betten.


5. Tag: 6 h, aufwärts 100m, abwärts 1500m  -  T2
Route: Stettiner-Hütte 2875m – Eishof 2071m - Rableid-Alm 2004m- Mitterkasser 1954m - Vorderkasser 1693m -  Nassereith 1535m - Montfert 1471m

Wie gestern wandern wir weiter auf dem breiten Maultierpfad über das Eisjöchl mit Blick in das vor uns liegende Schnalstal. Beim Eishof (Jausestation) haben wir den steilsten Abstieg überstanden.

Auf einem breiten Weg geht es über Alpwiesen, dem Pfossentalbach entlang, vorbei an der Rableid-Alm  (Jausestation), Mitterkasser (Jausestation) nach Vorderkaser (Jausestation "Jägerrast").

Wir verlassen beim Jägerrast den breiten Maultierpfad, wechseln die Bachseite, wir laufen nun links des Baches. Der schöne Wanderweg führt uns durch den Wald, über Alpwiesen, vorbei an Nassereith (Jausestation)  -  ACHTUNG: „Nassereith“ ist nicht zu verwechseln mit der „Nassereith-Hütte“, wo wir erst in 2 Tagen vorbeikommen!

Weiter geht es, bis Montfert. Der "Montferthof" ist ein einsam-stehendes Gehöft. Wenn die Kammern unter dem Dach auch einfach sind und wir im Badezimmer der Familie duschen können, umso herzlicher und familiärer ist unser Aufenthalt mit ausgezeichneter Küche.


Jausestationen:


 

6. Tag: 3 1/2 h, aufwärts 200m, abwärts 200m  - T2
Route: Montfert 1471m - Unter Verntasch 1510 - Kopfron 1436m - Inn. Unterstell 1470m - Patleid 1386m

Heute haben wir beinahe „Ruhetag“. Es geht mit kleinen Höhenunterschieden immer auf und ab, dem Waldrand entlang, über Wiesen - immer auf guten Wegen - und immer mit dem Blick auf das schöne Dorf Katharinaberg. Vorbei am Hof Unter Vernatsch, Kopfron (Jausestation), Inn. Unterstell (Jausestation) nach Patleid.

Tipp für den Nachmittag: Liegestuhl vor dem Haus oder mit Seilbahn hinunter nach Naturns etc. etc.)

Gasthaus:

7. Tag: 5 h, aufwärts 400m, abwärts 200m  -  T2
Route: Patleid 1386m - Lint 1464m – Pirch 1445m - Hochforch 1555m - Giggelberg 1565m - Nassereith-Hütte 1523m

Von Patleid geht es vorerst zum nah-gelegenen Bergrestaurant Lint, wo wir nicht nur eine traumhafte Aussicht auf das unter uns liegende Vinschgau haben, wir sehen auch die riesig-grossen Apfelplantagen. Wir erblicken aber auch auf der rechten Seite am Ende des Schnalstales das Schloss Juval (Sommer-Residenz von Reinhold Messner).

Wir wandern heute vielfach im Wald, welcher jedoch teilweise steil abfällt ins Vinschgau. Wir passieren Pirch (Jausestation). Die nächsten 2 km sind teilweise steil abfallend, nach Gewittern ist Vorsicht geboten - der Wirt im Pirchhof, den wir soeben passiert haben - gibt gerne Auskunft.

Haben wir Hochforch hinter uns, geht es wieder ruhig weiter bis Giggelberg und anschliessend zur Nassereith-Hütte.


8. Tag: 5 ½ h, aufwärts 400m, abwärts 500m  - T2
Route: Nassereith-Hütte 1523m – Tablander-Alm 1788m - Hochganghaus 1555m - Leiter-Alm 1521m - Hochmuth 1361m

Gleich neben der Nassereith-Hütte fliesst der wild-romantische Zielbach vorbei, wir überqueren ihn, wandern weiter - hoch über dem Vinschgau - auf guten Wegen, vorbei an der Tablander-Alm  (Jausestation) auf gemütlichen Wegen über die Alpwiesen zum Hochganghaus (Jausestation) zur Leiter-Alm (Jausestation). Wir merken, dass wir uns der Zivilisation nähern: Tagestouristen, teilweise solche mit Turnschuhen kommen uns entgegen. Die Leiter-Alm ist mit einer Seilbahn erreichbar.

Wir kommen auf den Felsenweg. Der ca. 800m lange Felsenweg ist sehr gut unterhalten, jedoch nur 2 Meter breit und rechts sehr steil abfallend, teilweise mit Drahtseilen gesichert. Bei „Gegenverkehr“, aber auch bei schlechtem Wetter, ist somit Vorsicht geboten. Das Ende unserer Tour nähert sich. Nach dem Felsenweg geniessen wir nochmals die Wiesen, bevor wir zu unserer letzten Uebernachtung auf dem Meraner-Höhenweg kommen. Das Gasthaus Hochmuth liegt hoch über dem Dorf Tirol, mit zauberhaftem Blick auf  das Vinschgau, die Stadt Tirol und das Etschtal.


9. Tag: Heimreise
Route (fakultativ): Hochmuth 1361m - Talbauer 1209m - Longfallhof 1075m - Tiroler-Kreuz 809m - Dorf Tirol 594m

Wer noch nicht genug vom Wandern hat oder den Meraner-Höhenweg vollumfänglich ablaufen möchte, der kann vom Hochmuth in gleicher Richtung der Nr. „24“ weiter marschieren bis zum Talbauer, weiter auf gutem Weg durch den Wald, zum Longfallhof, Tiroler-Kreuz nach Dorf Tirol und mit dem Bus zum Bahnhof Meran.
 

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