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Monte Carasso - MorneraHinweis: Wer auf der Fahrt ins Tessin in Bellinzona im Zug nach rechts zum grossen Waldhang blickt, sieht eine lange Schneise - es ist die private Seilbahn Monte Carasso - Mornera. Der Hang ist durchsetzt von alten Pfaden, und dank den zwei Zwischenstationen können verschiedene Routen ausgewählt werden. An sonnigen Wochenenden ist das Bähnchen (8 Personen) hoffnungslos überlastet - wer bei der Talfahrt in einer der Zwischenstationen einsteigen will, kann oft lange warten - der anschliessende Rundweg endet deshalb wieder bei der Bergstation Mornera.Mornera ist übrigens auch Ausgangspunkt für den Aufstieg zur Albagno-Hütte (1870 m) am Cima dell'Uomo. |
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Rundwanderung Mornera - Pientina - Mornera
Die Fahrt über den Gipfeln des riesigen Kastanienwalds ist allein eine Reise wert. Oberhalb der Bergstation Mornera befindet sich eine sehenswerte Kapelle; neben der Bergstation der Seilbahn lädt das Grotto Mornera zu einer Stärkung ein.
Unsere Wanderung beginnt bei der Bergstation nach rechts, Richtung "Alpe Monda". Dem Waldrand entlang und durch eine Steinschlaggebiet führt der breite Wanderweg in 5 Minuten leicht aufwärts zu einer untypischen Häuseransammlung. Dort dem Holzpfeil "See" folgen: kurz nach rechts und nach 100 m nach links an den Häusern vorbei. Der Weg führt aufwärts zu einem idyllischen kleinen See, mit gemütlich picknickenden Familien im Grashang.
Weiter Richtung "Monda". Der Weg ist perfekt markiert und führt durch lichten Wald in gleicher Richtung nochmals 10 Minuten weiter leicht bergauf. Auf dem obersten Plateau wird die Route zu einem schmalen, steindurchsetzten Wurzelpfad und führt im Wald bergab. Immer gut auf die spärlichen Markierungen achten!
Beim Wegweiser Monda nach links Richtung "Baltico". Entweder ober- oder unterhalb des Alpgebäudes weiter nach links. Schöne Alpwiesen mit mächtigen Lärchenbäumen! Nun auf breitem Alpweg Richtung "Baltico". In weiten Kehren gehts gemächlich bergab, durch Weiden und Wald. Wo sich der Weg vor einer scharfen Kurve verzweigt, könnte man rechts abzweigen - sicherer ist es, die Kurve auswandern. Unterhalb der Kurve befindet sich unser Wegweiser Richtung "Pientina" (nach links ginge es zur nahen Bergstation "Baltico", einer weiteren kleinen Privatseilbahn, die aber für Personentransporte nicht mehr zugelassen ist).
Wir gehen nach rechts, in leichtem Auf und Ab der Höhenkurve entlang. Der schmale Pfad quert den steilen Waldhang und endet am unteren Rand einer grossen Waldlichtung mit schönen Tessinerhäusern, die zum Weiler Belcorte gehören. Ebenaus durch ein Birkenwäldchen erreichen wir auf bequemem Weg die obere Zwischenstation Pientina, mit Brunnen, Ruhebank, WC und Wartehäuschen.
Wir
beginnen unseren Aufstieg bei der Talstation der Seilbahn, gehen aber nicht
Richtung "Pientina", sondern folgen den Pfeilen "Curzùtt". Gut markiert
gehts zu den obersten Häusern von Monte Carasso, dann auf Treppenwegen
durch die Rebberge, die Fahrstrasse kreuzend oder streifend. Gut auf die
rot/weiss/roten Markierungen achten! Wilde Pfade, gesäumt von duftenden
Sträuchern und Palmen. Nach dem letzten Wohnhaus gehts ebenaus in
den Kastanienwald, durch den wir schliesslich auf neu erstelltem Steinweg
zum idyllisch gelegenen Weiler Curzùtt (oder "Corte di
Sotto") gelangen. Hier unbedingt halbrechts durch den urpsprünglichen
Dorfkern schlendern (Wakker-Preis 1993), wo sämtliche Häuser
mit kunstvollen Trockensteinmauern gebaut sind. Im Ostelle sind es Getränke
erhältlich (empfehlenswerte Küche auf Bestellung); günstige
Ubernachtungsmöglichkeit. Nebenan gibt es einen grossen Naturspielpark
und Plätze zum Ausruhen; das Ganze wird durch eine Stiftung laufend
erneuert, sogar ein kleiner Rebberg wurde gepflanzt.
Wir verlassen die aussichtsreiche Waldlichtung Richtung "San Bernardo"; die Klosterkiche ist von weitem zu sehen (das Kloster selbst liegt in Sementina im Talboden). Schöne Anlage inmitten von Kastanienbäumen. Sie ist ein Bauwerk von nationaler Bedeutung und berühmt wegen der gut erhaltenen alten Fresken.
Unser Weg führt kurz ebenaus zur Verzweigung, von wo wir nun immer Richtung "Pientina" wandern. Ein teils ruppiger Weg durch den dichten Kastanienwald von Ruscada führt aufwärts zur Alp Pié Moretti, das in einer schönen Waldlichtung liegt. Unterwegs kreuzen wir eine Kuhherde im Alpabzug, für die der Alpsommer vorbei ist - sie sind berggewohnt und schaffen die steinigen Wege ohne Mühe. In der Waldlichtung auf der Alp wählen wir den mittleren Pfad durchs Farn, doch alle drei Wege treffen oben wieder zusammen.
Unterhalb vom Weiler Belcorte, beim geschnitzten Jägersmann, gehts nach links dem Waldrand entlang zur Seilbahn-Zwischenstation Pientina. Ruhebank mit schöner Aussicht; neugierige Ziegen wollen gestreichelt werden. Wer müde ist, kann die Seilbahn benützen.
Weiter wie oben: Durch Birken- und Tannenwald kurvt der Weg der Seilbahn entlang bergauf, immer Richtung "Mornera". Wo sich der Wald lichtet, stehen Felder von Farn und Ginster. Die Sicht auf die Magadinoebene, den Monte Ceneri und den Monte Tamaro sind atemberaubend. Sämtliche Abzweigungen ignorieren (die meisten führen, teils auf Umwegen, ebenfalls zur Bergstation). Wir folgen dem rot/weiss markierten breiten steinigen Weg. Bei den ersten Ferienhäusern gehen wir nach links, an der ausgedienten Telefonkabine vorbei, und gelangen im Zickzack bergauf zur Bergstation Mornera. Einkehrmöglichkeit im neugebauten Grotto.
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