| Nr.
208
2-Tageswanderung Region Luzern |
Karte
- Webcam
Pilatus |
| Schwierigkeit: | sportlich, T2-T3 |
| Einkehrmöglichkeit: | Alpnach Dorf, Alp Gschwänd, Hergiswil |
| Übernachtung: | Pilatus Kulm |
| Anreise: | Bahn über Luzern nach Alpnach Dorf |
| Rückreise: | Bahn ab Hergiswil -(Fahrplan) |
| Wer
kennt ihn nicht, den Pilatus, das alpine Wahrzeichen hoch über der
Stadt Luzern! Mein langgehegter Wunsch, auf dem Gipfel zu übernachten,
erfüllte sich für uns an einem warmen, wettersicheren Oktober-Wochenende.
Der Pilatus ist von zwei Seiten mit Bahnen erschlossen: mit der steilsten
Zahnradbahn der Welt (Steigung 48%) ab Alpnachstad oder einer spektakulären
Luftseil- und Gondelbahn ab Luzern/Kriens.
Für
die vorgeschlagene Tour mit ihren steilen Auf- und Abstiegen sind griffige
Wanderschuhe und trockenes Wetter unabdingbar. Für Hunde nicht geeignet
(Metalleiter Chriesiloch).
Gewandert:
Juli 2001 und teils Mai 2011
|
1. Tag: 4.50 h,
aufwärts 1630 m, T2
Route: Alpnach
Dorf 440m - Meisi 490m - Zelg 717m - Unter Chretzenalp 1359m - Ämsigen
1359m - Chilchsteinen 1865m - Pilatus Kulm 2070m
Wir starten beim
Bahnhof Alpnach Dorf und folgen dem Wegweiser "Pilatus",
das Gleiche bei der schönen Dorfkirche. Der Weg verläuft entlang
dem rechten Kanalufer und dann auf der Strasse bergauf zum Wegweiser im
Weiler Meisi, wo wir die Pilatus/Lütholdsmatt-Route verlassen
und dem Wegweiser "Chretzenalp" (auch "Chrätzenalp" genannt) folgen.
Wir steigen rechts zum obersten Bauernhaus hinauf, wo uns die Bewohner
weglos über eine Wiese zum Waldrand hinauf weisen.
Links in den Wald hinein und auf überraschend schönem Saumweg hinauf zur Waldlichtung. Dort überqueren wir die Fahrstrasse zur Lütoldsmatt und steigen sehr steil durch den Zelgwald bergauf. Zuerst ist der Pfad überwachsen, dann wird er breiter, ab und zu geben verblichene rot/weisse Markierungen die Gewissheit, auf dem richtigen Weg zu sein - bis dass bei einer Waldlichtung auf Punkt 1200 m ein letzter rot/weisser Pfosten in der Wiese steht, wo der Weg zu Ende ist.
Es bleibt nichts anderes übrig, als nun weglos ca. 100 Höhenmeter steil die Wiese hinauf zu kraxeln. Wenn oben eine Scheune sichtbar wird, führt rechts ein breiter, matschiger Weg durch das Tobel, auf dessen Sonnenseite die "Untere Chretzenalp" thront. Die Hüttenbewohner bestätigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind, und laden uns spontan zu Kaffee und Kuchen ein.
Das Verlassen dieser gastfreundlichen Runde fällt schwer, doch wir haben erste die Hälfte des Weges hinter uns.
Eine halbe Stunde später sind wir beim Bahnkreuzungspunkt Ämsigen (Aussteigen auf Verlangen), wo als Spezialität nicht die Weichen, sondern die ganzen Schienen sich bewegen, das reinste Spektakel, besonders wenn, wie bei unserem Besuch, die Bähnchen in 6-er-Gruppen auf- und abfahren.
Nun sind wir auf der normalen Aufstiegsroute, und entsprechend gut ist der Weg angelegt und markiert. Er steigt entlang des Schienenstrangs, sodass wir in nächster Nähe das Winken der Fahrgäste erwidern und die kühn angelegte Fahrstrecke bewundern können. Die Bahn ist so steil, dass die Zahnstange nicht wie üblich hochkant steht, sondern auf der Spur liegt, damit zwei Zahnräder beidseitig einfädeln können.
Das Tal weitet sich zu einem breiten, gewaltigen Felskessel, auf dessen linken Flanke wir an Höhe gewinnen. Bei den "Chilchsteinen" mündet die Route von der Lütholdsmatt in unseren Weg ein. In steilem Zickzack steigen wir die letzten 40 Minuten zum Pilatus Kulm auf. Wer am späten Nachmittag unterwegs ist, sieht oft Steinböcke in diesem Gebiet.
Oben erwartet uns eine grandiose Aussicht - es lohnt sich, in der Abendsonne noch durch die Drachengalerie zu spazieren und die Sicht auf das Mittelland und Luzern zu geniessen.
bei Ämsigen |
Kreuzung Ämsigen |
Chilchsteinen |
die obersten Meter |
Aussicht vom Pilatus |
2. Tag, 5 h: aufwärts
80 m, abwärts 1760 m, T3, Abkürzungsmöglichkeit: Seilbahn
Gschwänd-Brunni
Route: Pilatus
Kulm 2070m - Tomlishorn 2132m - Pilatus-Kulm (0.50 h) - Wegweiser beim
Chriesiloch 2090m - Klimsensattel 1869m - Alp Gschwänd 1216m - Brunni
815m - Hergiswil 450m
Sonnenaufgang
am Esel (0.10 h)
Den
Sonnenaufgang mitsamt dem ganzen Alpenpanorama sieht man am besten auf
dem 70 m höher gelegenen "Esel"-Gipfel 2122 m, den man von
der Terrasse des Rundbaus über einen gesicherten Treppenaufgang besteigen
kann.
Abstecher
Pilatus Kulm - Tomlishorn - Pilatus Kulm, 0.50 h
So
oder so lohnt sich der Abstecher zum Tomlishorn. Der aussichtsreiche Weg
wurde in die Felsen gehauen und ist im ersten Teil praktisch eben und geteert,
im zweiten Teil steigt er an und ist ziemlich ruppig. Vom Tomlishorn geniesst
man eine tolle Aussicht. Rückkehr auf gleichem Weg.
Abstieg
nach Hergiswil
Zum
Startwegweiser unterhalb vom Chriesiloch auf der Nordseite des
Oberhaupts gelangt man über zwei Wege (je 5 - 15 Minuten):
a) Neben der Treppe beim Restaurant des Hotels Pilatus Kulm gibt es ein Tunnel zur Drachengalerie. Über eine Metalltreppe steigt man zum Startwegweiser.Ab Startwegweiser folgen wir dem steilen Serpentinenweg zum Klimsensattel und zur Kapelle hinunter; Vorsicht bei Nässe!
b) Ab der Terrasse zwischen Kulm und Bellevue Aufstieg zum Oberhaupt 2106m, das direkt über dem Hotel Pilatus Kulm thront, und abwärts durch den natürlichen Felsspalt "Chriesiloch" zum Startwegweiser (Metalltreppen).
Durch das Geröll der rauhen Pilatus-Nordseite mit ihren Schluchten, Türmen und Tobeln senkt sich der Weg jetzt Kehre um Kehre zum Berggasthaus Alp Gschwänd.
Unterhalb
dieser schönen Raststätte gelangen wir in die Waldregion, verlassen
sie aber schon vor dem Bergrestaurant Brunni wieder, um von
hier aus über Wiesen und Weiden nach Hergiswil zu gelangen.
Pilatus Bellevue und Kulm |
Weg zum Tomlishorn |
Drachengalerie |
Wegweiser Drachengalerie |
Blick zum Klimsensattel |
Weitere Abstiegsvarianten mit teils sehr steilen Pfaden:
| Gasthäuser |
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| Links |
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| Karten und Bücher |
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| Wanderungen in der Gegend |
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